Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wirkung'

Ein Gespräch über Liebe


Ich führte ein Gespräch, das unter dem Titel „Liebe“ aufgezeichnet wurde. Mein Gesprächspartner war Oren Levi, Leiter unserer hebräischen Verlagsabteilung.

Wir analysierten, wie die spirituelle Eigenschaft des Schöpfers, die „Liebe zum Geschöpf“, in der Handlung ausgedrückt wird – „Schenken und Erfüllung“. Da das Geschöpf jedoch egoistisch und dem Schöpfer entgegengesetzt ist, interpretiert es dies als Liebe zur Erfüllung und zum Empfang. Das Geschöpf strebt danach, andere zu benutzen und zu erniedrigen, um sich erfüllter als sie zu fühlen. Mit anderen Worten: seine Liebe manifestiert sich in völlig entgegengesetzter Form zur spirituellen Qualität der „Liebe“. Gemäß dem Gesetz von „ Ursache und Wirkung“ bezeichnen wir dennoch beide Qualitäten mit dem selben Wort.
Sobald das Geschöpf jedoch eine Angleichung der Form an den Schöpfer erreicht – sobald es das Streben zur Eigenschaft „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ erlangt, welche nur durch den Einfluss des Höheren Lichts erreicht wird, das während des Studiums der Kabbala herabsteigt – beginnt es die wahre Bedeutung der Toraworte und der kabbalistischen Begriffe zu begreifen, einschließlich „Schenken“ und „Liebe“.

Kabbala Akademie

 

Können wir die Krankheiten ausmerzen, die uns peinigen?

Hier ist ein Brief, den ich von Dr. Angelov aus Boston, USA (einem Arzt und Mitglied von Bnei Baruch) erhielt, der uns Antwort auf die folgende Frage gibt:

Ist es möglich, die Krankheiten auszumerzen, die uns peinigen?

Bevor wir die Frage beantworten, klären wir zuerst, was eine Krankheit wirklich ist. Es gibt dort eine Abfolge von Ursache und Wirkung, ausgehend vom Ursprung der Krankheit bis zu ihrem Ausdruck oder ihren Symptomen. Was meine ich damit? Unsere Gedanken, die nicht mit der Natur im Gleichgewicht sind, haben Einfluss auf das zentrale Nervensystem, welches wiederum auf das periphere Nervensystem wirkt, mit dem Resultat, dass die Zellen nicht mehr richtig arbeiten, sondern gegensätzlich zu den Naturgesetzen sind, und dieses führt zur Krankheit, die man Krebs nennt. Wir sagen, dass der Grund Stress ist, aber eigentlich ist es der Mangel an Harmonie in unserem Leben.

Sobald wir die Naturgesetze verstehen und sie befolgen, wird es keinen Grund mehr für Krankheiten geben. Dann werden wir in Frieden und Glück leben, ohne Krankheit oder Ärzte.

Was ist ein Arzt überhaupt? Auf Lateinisch heißt Doktor „Lehrer“. Daher ist ein Doktor jemand, der den Menschen beibringen sollte, ohne Krankheit zu leben. Wie sehr unterscheidet sich diese Definition von unserem gegenwärtigen, egoistische Medizinsystem?!

Wir können die Hauptnaturgesetze von unseren Zellen lernen: eine gesunde Zelle empfängt nur das Notwendigste, was sie zum Überleben braucht, und sie gibt den anderen Zellen soviel sie kann, und sorgt sich somit um den ganzen Organismus. Das Gegenteil davon ist Krebs, weil eine Zelle auf Kosten anderer lebt, dabei den gesamten Organismus tötet und folglich ebenfalls stirbt.

Das Gleiche passiert in unserer Gesellschaft: wir versuchen, uns über andere zu erheben und verbrauchen dabei mehr, um es zu erreichen. Jede Krankheit jedoch hat eine „Verhüllungsperiode“, in der die Krankheit noch nicht sichtbar ist. Und wenn die Krise da ist, dann manifestieren sich die Symptome sehr klar; die Gesellschaft hat bereits Krebs!

Wir müssen diesem Gedanken Aufmerksamkeit schenken. Ich bin ein Arzt und möchte unnötige Behandlungen durch Erziehung ersetzen, damit jeder gesund und glücklich sein kann. Was meinen Sie?

Mein Kommentar: Baal HaSulam schreibt in „Die Einführung zum Buch Sohar“:

Sowie der Egoismus aus der Welt verschwindet, werden auch die Ursachen aller Krankheiten nicht mehr da sein, da er ihre Ursache ist.

Kabbala Akademie

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 23

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Lenkung des Schöpfers ist zielgerichtet

Das wird aus der Entwicklung der Objekte (zielgerichtete von oben gelenkte Entwicklung durch den Schöpfer oder durch die Natur) der uns umgebenden Wirklichkeit selbst klar.

Wenn wir uns jedes noch so kleine Geschöpf vornehmen, welches einer der vier Arten angehört – bewegungslos, pflanzlich, tierisch, sprechend bzw. Mensch – werden wir sehen, dass sowohl das Einzelwesen als auch seine Art als Ganzes zielgerichtet gelenkt werden. Das heißt, die langsame und stufenweise Entwicklung, die durch den Rahmen von Ursache und Wirkung (Notwendigkeit) bedingt ist, gleicht der Frucht eines Baumes, deren Lenkung ein gutes Endziel verfolgt – sie süß und angenehm im Geschmack zu machen (So ist auch das Ziel der Entwicklung eines Menschen – einen reifen Zustand zu erreichen)

Fragt die Botaniker, wie viele Zustände eine Frucht vom Moment der Entstehung bis zur Erreichung ihres Ziels – der endgültigen Reife – durchläuft.

Und (absolut) alle Zustände, die dem endgültigen vorausgehen, entbehren nicht nur der Andeutung auf deren endgültigen, schönen und süßen Zustand, sondern zeigen uns im Gegenteil, als wollten sie uns ärgern, eher den Gegensatz zu ihrer endgüligen (richtigen vollkommenen) Form .

Je süßer die Frucht (je höher soll seine spirituelle Entwicklung sein) am Ende ist, desto bitterer und hässlicher ist sie in den vorausgehenden Stufen ihrer Entwicklung.

(Da der Endzustand der korrigierte ursprüngliche Zustand ist, resultiert daraus ganz natürlich, je größere Unvollkommenheiten sich in dieser Schöpfung enthüllen, desto vollkommener ist sie gegen Ende).

Baal HaSulam. „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 20

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Die Lenkung des Schöpfers ist zielgerichtet

Es gibt ein Mittel (um den Schöpfungsgedanken und das, was mit uns geschieht, zu verstehen): Auf das Ende der Handlung zu schauen, das heißt auf das Schöpfungsziel, weil es unmöglich ist, etwas in der Mitte des Prozesses zu verstehen, außer wenn man den Abschluss betrachtet.

Baal HaSulam, Einführung in das Buch Sohar, Punkt 4

Der Schöpfer (diese Eigenschaft) ist das „absolut Gute“. Er (diese Eigenschaft, Kraft) lenkt uns (absolut in allem und) zielgerichtet, ausgehend von Seiner Perfektion des absolut Guten und ohne jede Beimischung von Bösem.

Das bedeutet, dass die Zielgerichtetheit Seiner Lenkung uns verpflichtet, die Reihenfolge des Durchlaufens unterschiedlicher Zustände (bewusst, d.h. mit der gleichen Liebe und Dankbarkeit) auf uns zu nehmen, die durch das Gesetz von Ursache und Wirkung bedingt sind, (um zu) bis wir schließlich würdig werden, das (bereits von uns) erwünschte Gute zu empfangen, wodurch wir das (von uns beiden erwünschte) Ziel unserer Schöpfung erreichen – wie eine prächtige Frucht am Ende ihrer Reifung.

Baal HaSulam, „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“

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Eine vereinte Welt – die Virtualität oder die Realität?

Solche Begriffe, wie die Globalisierung, die Integration, die Einheit der Welt, die Epoche der Globalisierung sind metaphysisch, spirituell, virtuell – etwas, was nicht gesehen oder ertastet werden kann. Diese Eigenschaften liegen außerhalb der materiellen Welt.

Wo und wer kann mir die Wirkung dieser Eigenschaften, dieser Kräfte und Prozesse in unserer Welt zeigen? Obwohl wir über die globale Welt, über ihre Realität und ihre globalen Prozesse sprechen, wird diese Welt dennoch mehr virtuell empfunden. Denn sie verwirklicht sich in keiner Realität. Wir selbst bauen die Vision dieser Welt in unserer Vorstellung, wir idealisieren sie und verbinden die Utopie mit der Realität und mit der Vermutung. Inwiefern ist solch ein Herangehen überhaupt gerechtfertigt?

Es handelt sich hier darum, dass wir ohne Vision der Zukunft, nichts und niemals bauen können. Die Zukunft muss man sich vorstellen können, aber gleichzeitig mit den realen Vorbedingungen vergleichen. Wir sind verpflichtet, die Beispiele der Natur zu nehmen, in ihrer Allgemeingültigkeit und Integration – und nach diesen Beispielen unsere zukünftige Gesellschaft aufzubauen.

Der ganze Komplex, der vor der Menschheit entstehenden Probleme, weist auf die Notwendigkeit ihrer gemeinsamen Lösung hin. Heute gibt es kein lokales Problem. Die Natur stößt uns zum Begreifen unserer vollen gegenseitigen Abhängigkeit. Die Globalisierung erzwingt die nationalen und regionalen Interessen zu unterdrücken und die Lösung zunächst für die globalen, allgemeinen Probleme zu bevorzugen.

Die Notwendigkeit der Integration für die Interessen der ganzen Menschheit fordert den ständigen Dialog der Vertreter aller Länder auf der gleichen Grundlage. Im einheitlichen Organismus sind alle seine Teile gleichwertig. Jede Seite berichtet über die eigenen Probleme, die eine Lösung erfordern. Gemeinsam entscheidet man, welches Problem zuerst gelöst werden muss, vergleichbar mit einer Familie. Nur die Annahme der Tatsache der globalen Abhängigkeit, wird das richtige Herangehen an die Lösung der Probleme bestimmen.

Andernfalls, ohne Dialog werden wir zum Krieg rollen. Es muss nicht unbedingt „heiße“ oder “ kalten“ Kriege geben. Es kann die zentralisierte unmerkliche informative Einwirkung auf das Bewusstsein der Menschen eines bestimmten Landes sein, zwecks der Veränderung ihres Weltbildes, der traditionellen Vorstellungen und der Werte. Die Erscheinungsform solcher informativen Waffen kann man vom emotionalen Unbehagen und der Unsicherheit bis zur Zerrüttung der Systeme der Lebenserhaltung der Gesellschaft empfinden.

Unabhängig davon, ob wir uns nach dem schlechten oder guten Drehbuch entwickeln, werden wir auf jeden Fall zu dem Ziel kommen und eine integrale Gesellschaft aufbauen. Das Streben der Menschheit zur Einheit ist eine natürliche Erscheinungsform des lebendigen Systems. Aber diesen natürlichen Prozess darf man nicht künstlich beschleunigen, er muss freiwillig und aus dem Bewusstsein realisiert werden. Mit Gewalt kann diese Entwicklung nicht erzwungen werden, sonst endet dieses Projekt genauso wie der Kommunismus in Russland.

Deshalb ist die Erziehung des Menschen im Verständnis der neuen Welt notwendig und vorrangig. Die reale Macht soll genauso, wie das allgemeine planetarische informative erzieherische System aussehen. Gerade deshalb, weil die ganze Bildung der neuen Gesellschaft der Menschheit durch die virtuellen Kanäle geschehen wird, muss man von vornherein ihre richtige Nutzung regeln.

Ein besonderes Mittel – Segula

Baal HaSulam, „Вie Bürgschaft“: Es wird gesagt – „Ihr werdet das besondere Volk unter allen Völkern sein“, d.h. ihr werdet für Mich zum besonderen Mittel (Segula), ihr werdet die Funken der Kduscha an alle Völkern der Welt weiterleiten.

Segula hat eine besondere Wirkung, mittels derer wir die egoistische Absicht in die altruistische umwandeln. Ich weiß nicht genau, wie es wirkt, aber dank ihr verändere ich mich, bekomme eine zweite Natur, betrete die andere Realität, die über meinem heutigen Zustand liegt. Wie es geschieht, ist mir unbewusst.

Deshalb wird der Auszug aus Ägypten als „ein Wunder“ bezeichnet. Die verborgene Kraft in der Tora, das Licht (Or), das zur Quelle zurückführt, ist „das besondere Mittel“ – Segula. Ohne Vorstellung, wie es wirkt, sehe ich nur die Ergebnisse: als hätte ich mich unter den Einfluss einer unbekannten Bestrahlung gestellt und mich dadurch verändert.

Obwohl es unverständlich ist, wie Segula funktioniert, aktiviere ich sie, indem ich versuche die vorgegebenen Bedingungen einzuhalten. „Mache so, – schreiben die Kabbalisten, – und du wirst jenes bekommen“. Ich kann diese kausale Zusammenhänge nicht nachvollziehen, aber ich weiß, dass die richtigen Handlungen meinerseits zu einer bestimmten Reaktion führen.

Der Kontakt mit Ihm ist mir nicht klar, ich fühle keine Verbindung zum Höherem, dennoch bin ich seiner Wirkung ausgesetzt und es verändert mich.

Deshalb wird diese Wirkung als „besondere“ bezeichnet. Ein solches „besonderes Mittel“ beobachten wir auch beim Kind, das in unserer Welt spielt und wächst. Welche Kraft sorgt für seine Entwicklung? Wir haben uns daran gewöhnt, dass die Spiele unsere Kinder entwickeln, und merken gar nicht, wie die Entwicklung erfolgt.

Welche Kraft wirkt ein: bei dem Kontakt des Kindes mit dem Spielzeug, mit den Bildern im Buch, mit den Tieren, die es sieht, bei den Autos, die vorbei fahren? Inwiefern fördert der Einfluss der Umwelt seine Entwicklung? Für uns handelt es sich um etwas Gewöhnliches, aber eigentlich geht es hier um „ein besonderes Mittel“.

Das Kind will wachsen, er strebt nach den Formen der erwachsenen Welt – und wird Erwachsen. Wenn wir uns vorwärts bewegen wollen, dann sollen wir einige Handlungen unternehmen, um die Höhere Kraft zu aktivieren, die uns großzieht. Wir haben die Freiheit der Wahl: suchen die richtige Umgebung, organisieren das Studium, planen unseren Tagesablauf, kümmern uns um unsere Absichten – so entwickeln wir uns.

Also ist „Segula“ das Ergebnis der bestimmten Handlungen des Menschen, obwohl er nicht weiß, was er aktiviert und was zu ihm als Antwort zurückkommt. Bei uns wird es in den Beziehungen mit der höheren Kraft realisiert, bei den Kindern – in den Beziehungen mit der Umwelt.

Das selbe Prinzip gilt bei den Beziehungen zwischen „Israel“ und „den Völker der Welt“, d.h. zwichen allen, die nach dem Schöpfer streben, und allen, die es nicht tun. So wie wir mit dem Schöpfer – so sind auch sie mit uns. Denn sie haben keinen Funken, keine Verbindung zu Ihm. Deshalb sollen wir die Wissenschaft der Kabbala – in der angepassten, zugänglichen Form, verbreiten.

Sie wollen ein gutes Leben hier und jetzt, der Schöpfer interessiert sie nicht. Dementsprechend sollen wir auch in der Verbreitung vorgehen, dann werden wir zum „besonderen Mittel“ und realisieren „unsere Besonderheit unter allen Völkern“.

Dank der Verbindung mit uns beginnen sie „unerwartet“, die Kräfte, das Verständnis, die Wünsche zu bekommen, welche früher bei ihnen nicht denkbar waren. Diese „Funken“ gehen aus der Unendlichkeit, vom Schöpfer – durch uns – an sie.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“, 25.07.2011

Wann enthüllt sich das Buch Sohar

Das Ziel der Schöpfung ist, zur Eigenschaft des Gebens zu gelangen und die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen. Wir befinden uns in einer entgegengesetzten Eigenschaft, in der Absicht, für sich selbst zu empfangen.

Um unsere Absicht vom Nehmen zum Geben zu korrigieren, sollen wir Licht auf uns anziehen, das uns zur Quelle, zum Schöpfer, führt. Dieses Licht, das sich auf einer höheren Stufe als wir befindet, wird uns jedes Mal korrigieren und uns auf die Stufe des Gebens und der Liebe erheben.

Das Licht kommt zu uns in jener Zeit, wenn wir uns in unseren Herzen verbinden, in unseren Wünschen und Absichten korrigieren – und wir uns mit jenem korrigierten System beschäftigen, von dem uns die Kabbalisten erzählen.

Wenn wir dieses System studieren und uns wünschen, dass das in den Texten Beschriebene mit uns passiert, sich zwischen uns enthüllt, ziehen wir dadurch jenes Licht an, das sich auf den Stufen der korrekten Verbindung zwischen den Schöpfungen befindet. Dann korrigieren wir unsere Verbindung und treten in die Zustände hinein, über die uns das Buch erzählt. Und dies bedeutet, dass das Buch sich enthüllt.

Das Buch mit der größten Wirkung auf den Leser – um ihn zum korrigierten Zustand zu bringen, zum Geben und Liebe – ist das Buch Sohar. Deshalb – wenn wir dieses Buch lesen, sollten wir uns wünschen, dass wir das alles fühlen, damit sich in der richtigen Verbindung zwischen uns die allgemeine Eigenschaft des Gebens – Güte und Gutes tuend – der Schöpfer in Seiner Enthüllung der Schöpfung gegenüber enthüllt .

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 19.06.2011.

Wie finde ich den Kurs im Ozean des Lichtes.

Morgenunterricht aus Moskau

Alle Artikel aus dem Buch Shamati dienen dem Zweck den Menschen auf ein richtiges Verhalten zu sich selbst (zu meinen innerlichen Möglichkeiten, Fähigkeiten, Kräften, Eigenschaften) und zu jenen, außerhalb von mir (zu Menschen, Gesellschaft, Gruppe, Lehrer, Schöpfer, Natur) einzustellen, damit es verständlich wird, wie ich mich ändere, was ist der Grund dafür, wie soll mein Verhalten aussehen, damit ich einen Zustand der Vollkommenheit erreichen kann.

Unser Problem liegt darin, dass wir auf der einen Seite, selbst nichts tun können, da wir nur den Wunsch darstellen, den Wunsch uns zu füllen, den Wunsch nach Vergnügen.

Auf der anderen Seite, wenn wir selbst nichts tun können und nur einen Wunsch darstellen, welcher dem Schöpfer, dem Licht gegensätzlich geschaffen wurde, wie können dann danach bitten, dass man uns ändert, dass wir uns ändern, zu verlangen, selbständig oder durch andere Systeme zu handeln?

Das heißt wir befinden uns in einem zweifachen Zustand. Auf der einen Seite – ich kann nichts selbst tun. Auf der anderen Seite – ich muss zu so einem Zustand kommen, dass meine Bitte so eine Wirkung auf mich hervorruft, dass ich mich mit ihrer Hilfe ändern werde.

Dieser Punkt ist sehr schwierig für uns. Genau in ihm versteht der Menschen nicht sein richtiges Zusammenwirken mit der ihn erschaffenen Höheren Kraft.

Das heißt ich muss jenen Zustand erreichen, in dem ich meine ganze Unfähigkeit sich zu korrigieren erkenne und verstehe, dass meine Änderung nur durch Einwirken der äußeren Kraft vollzogen werden kann. Auf der anderen Seite, ist die äußere Kraft, welche sich außerhalb von mir befindet, permanent, und ich kann auf sie nicht einwirken. Sie ist absolut. Ich kann kein Einfluss auf sie ausüben, aber auf mich schon, in dem ich mich unter ihre Wirkung, eben durch meine Bitte stelle.

Meine Bitte – ist meine Handlung, wenn ich mein Verhalten zu der Höheren Kraft ändere, so ändere ich auf diese Weise ihr Einwirken auf mich, und sie korrigiert mich. Das heißt, praktisch findet die Arbeit im inneren des Menschen statt und hängt von seinem Wunsch, von seiner Absicht, von der Kraft, Richtung ab. Und dabei befindet er sich in einem absoluten und vollkommenen Feld. Und die Arbeit wird genau durch dieses Feld vollzogen, indem es auf ihn einwirkt. Und er bringt sich unter die Wirkung dieses Feldes.

Aus der Sicht des Wunsches nach Korrektur ist der Mensch das aktive Element. Und aus der Sicht der Korrektur des Menschen selbst ist er das passive Element er wird durch jenes Licht korrigiert, das sich außerhalb von ihm befindet, ihn umgibt und dabei unverändert ruht. Es kann viel über diesen Zustand gesprochen werden, aber er soll sich in uns nach und nach wie ein bestimmter, genauer, innerer Zustand von mir und des Lichtes, des Schöpfers bilden.

Der Artikel von Bal HaSulam „LiShma bedeutet Erweckung von Oben, und warum brauchen wir auch Erweckung von unten“ ist einer von jenen, die vom richtigen Mitverhalten des Menschen zum Schöpfer, des Menschen zum Höheren Licht erzählen. Unter dem Menschen wird unser Wunsch verstanden, und auf welche Art und Weise kann sich dieser Wunsch ändern, wenn er (der Mensch) sich richtig unter die Einwirkung des Lichtes stellt.

Die Eigenschaft des Gebens, die wir erreichen können und an die wir uns nach und nach unter Einwirkung des Lichtes annähern, wird „LiShma“ – „für Ihn“ genannt. Und die Ihm entgegen gesetzte Eigenschaft nennt sich „Lo LiShma“ „nicht für Ihn“, d.h. für mich.

Die Wünsche in uns entstehen unabhängig von uns, sie werden nicht von uns gesteuert, wir steuern lediglich die Absicht – was wir uns in jedem Moment der Zeit wünschen, was wir anstreben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus „Shamati“,

Die Zeit steht still, wenn du still stehst

Frage: Warum fand der Auszug aus Ägypten in der Dunkelheit, spät in der Nacht statt? Ist er nicht an die Zeit gebunden?

Meine Antwort: Wenn die Zeit vergeht, gibt es keine Veränderung in der Spiritualität. Nur der tierische Körper wächst zusammen mit seinen irdischen Verlangen. Währenddessen gibt es in der Spiritualität keine Zeit. Wenn du keine Handlung ausgeführt hast, stand die Zeit still.

In der spirituellen Welt gibt es keine Zeitachse, was bedeutet, dass die Achse unsere Handlungen waren, welche abgelegt wurden. In der Spiritualität ist Zeit die Summe unserer Handlungen, die Kette von Ursache und Wirkung, die man realisiert hat.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Unterrichtes, 10.04.2011, Schriften von Rabash

Wenn das Ziel fordert

Frage: Wie kann ich die Gruppe und die Bindung mit den Freunden verstärken, wenn ich lediglich virtuell arbeiten kann?

Meine Antwort: Und wenn es virtuell ist, na und? Entfernung ist kein Hindernis, und es ist völlig unnötig, Händchen zu halten. Oder denkst du, dass ich dich kenne, wenn ich mit deinem Gesicht und deiner Persönlichkeit vertraut bin?

Wie hast du uns gefunden? Über das Internet. Denkst du, das war ein Zufall? In Wahrheit haben dich deine Verlangen mit dem gemeinsamen System von Adam verbunden, der Verbindung aller Teile der Welt. In diesem System gibt es vielfältige Gesellschaften oder Verbindungen entsprechend den Interessen und Verlangen, wie zum Beispiel Wissenschaft, Bankwesen, Gewerbe, Familie und so weiter.

Zusätzlich gibt es eine einzigartige Gesellschaft, die jene miteinander verbindet, die nach dem Zweck des Lebens und nach Erkenntnis suchen; wofür es wert ist zu leben. Diese Personen sind geographisch überall und in verschiedenen Gesellschaften ansässig, jedoch gleichzeitig, ohne es zu spüren oder sich dessen bewusst zu sein, schliessen sie zwischen sich selbst ihre eigene Gesellschaft, ein gewisses Feld von innerer, gemeinsamer Verbindung.

Wenn das Ziel beginnt, einen Menschen innerlich zu rufen, kommt er in Kontakt mit diesem Feld, er tritt aus seiner Gesellschaft hinaus und tritt in diese andere, besondere, Gesellschaft ein. So hast du uns im Internet gefunden.

Von nun an beginnt die neue Verbindung stärker zu wachsen. Wir mögen uns vorher nicht gesehen oder gekannt haben, jedoch haben wir mit der Zeit eine sehr große Wirkung aufeinander. Jeden Tag empfängst du die Gedanken und Verlangen von Millionen von Menschen aus der ganzen Welt, die ebenso angefangen haben über den Zweck der Schöpfung zu grübeln und dabei zueinander finden.

Aus dem 1.teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 04/11/2010, Schreiben von Rabash