Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Willen'

Der Weg ist für alle offen


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, warum Menschen manchmal vom richtigen Weg abkommen und was man tun muss, wenn das passiert

Frage: Warum verlassen manchmal Leute die Gruppe? Verlassen sie diese aus eigenem Wunsch oder beeinflusst die Gruppe sie irgendwie, sodass sie gehen?

Meine Antwort: Die einzige Freiheit eines Menschen ist, in einer Gruppe zu sein. Wenn er das tut, entwickelt er sich in Richtung des Schöpfers, wenn er es nicht tut – dann verlässt er die Gruppe. Dennoch ist es möglich, dass einem Menschen nicht die Freiheit gegeben wird, an der Gruppe teilzunehmen, sondern vielmehr existiert er einfach darin. Unser Archiv enthält viele Vorträge zu diesem Thema. In der „Einführung zum Talmud Esser HaSefirot“, Punkte 3 und 4, schreibt Baal HaSulam, dass der Schöpfer einen Menschen zur Gruppe und zum Lehrer führt und sein freier Wille dann darin liegt, die Verbindung mit ihnen zu stärken. Aber wenn das Verlangen eines Menschen nach dem Sinn des Lebens noch nicht reif ist, dann verlässt er die Gruppe oder „entfernt sich“.

Frage: Lieber Rav, nehmen wir an, dass ein Student in der Gruppe war, der wirklich voran kam und den inneren Teil des Studiums verstand, und ein MAN erreichte, aber dann auf die Stufe „Seine Weisheit überstieg seine Handlungen“ zurückfiel. Kann er trotzdem die Eigenschaft des „Glaubens über dem Verstand“ und die Fähigkeiten, die für spirituelle Arbeit notwendig sind, zurückgewinnen, auf den Weg zurückfinden und den Machsom überqueren?

Meine Antwort: Verzweifeln Sie nicht – der Weg ist für alle offen. Dieser Student sollte von der Stufe aus mit dem Voranschreiten fortfahren, auf der er sich befindet, aber er sollte in Richtung des Ziels auf ehrliche Weise vorrücken, mehr als durch Täuschung. (Verstehen Sie?!)

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Verbessere Deine Lebensqualität


Eine Frage, die ich erhielt: Die zentrale, praktische Frage im Leben, die jeden Menschen auf der Welt interessiert, ist: Wie kann ich meine momentane Lebensqualität und die Ergebnisse dessen, was ich gerade tue, verbessern?
Aber die Weisen der Welt geben dazu keine komplexe, effektive und praktische Antwort. Stattdessen haben sie alle die mehr oder weniger gleiche, einfache und indirekte Antwort parat: Das reale Leben ist trivial im Gegensatz zum endlosen Studium irgendeiner theoretischen Weisheit. Das bringt uns zweifellos nichts Gutes in dieser Welt, noch verbessert es tatsächlich unsere Lebensqualität auf Dauer. Zudem bringt es die Menschen gegeneinander auf, macht einige Menschen auf Kosten anderer reicher, usw.

Dadurch werden die Menschen von jeglicher Art Weisheit abgeschreckt. Heutzutage gibt es keine wirklichen Weisen mehr, sondern nur noch viele „Anti-Weise“. Warum bringt der Überfluss an „Weisheitsbüchern“ keinen praktischen Fortschritt und eine Verbesserung der Lebensqualität und der Produktivität? Warum gehen gute Worte nicht Hand in Hand mit guten Handlungen?

Meine Antwort: Der Grund dafür ist, dass wir alle nicht in der Lage sind, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Darum arbeiten die Lügner um uns herum auf eine unbewusste Art und Weise „für uns“, damit wir schlauer werden und sie entlarven. Wir finden dadurch den wahren Zweck unserer Existenz und die einzige Methode, die uns dahin führen kann. Kabbala ist keine Theorie. Schau Sie sich an, wie man sie erlangt (in „Einführung zum Talmud Esser HaSefirot“, Punkt 155): „Dementsprechend können wir uns fragen: Warum haben die Kabbalisten jeden Menschen verpflichtet, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren? Tatsächlich verbirgt sich darin eine große Sache, die es wert ist, veröffentlicht zu werden, denn für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit. Obwohl sie noch nicht verstehen, was sie lernen, erwecken sie – dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen – auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.“ Und in dem Maße, wie eine Person vom Höheren Licht beeinflusst wird, beginnt sie die Höhere Welt zu fühlen – hier und jetzt.

Mit anderen Worten heißt das, dass Ihnen hier ein praktisches Hilfsmittel zur Entdeckung der Höheren Welt dargeboten wird anstelle von etwas Abstraktem. Zusätzlich zu Ihren fünf Sinnen entwickeln Sie einen Sinn, der „Seele“ genannt wird, mit dem Sie die höhere Welt wahrnehmen. Dort nehmen Sie den Teil von sich wahr, der im Gegensatz zu Ihrem vergänglichen Körper ewig ist. Darin unterscheidet sich die Kabbala (gemeint ist die authentische Kabbala, nicht die kommerzielle) von allen anderen Methoden, Theorien und Philosophien. Diese Weisheit ist absolut praktisch – genau wie ihr Zweck: „Enthülle deine Welt in diesem Leben!“ (Olamcha Tire Be Chayecha).

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Alle Kräfte stammen aus einer Quelle – negative und positive


Eine Frage, die ich erhielt: Im Buch Dvarim wird gesagt: „Und es gab keinen anderen Propheten in Israel wie Mose.“ Und der Midrash antwortet darauf: „Es gibt keine in Israel, aber er kann unter den Nationen der Welt gefunden werden. Wer also ist er? Er ist Bilam.“ Bedeutet dies, dass Bilam auf der gleichen Stufe wie Mose war? Wenn Bilam ein Prophet war, dann nahm er den Schöpfer wahr. Doch wie kann das sein, wenn Bilam der Inbegriff des Willens für sich selbst zu empfangen war? Er war so im Körperlichen gefangen, dass die Weisen sogar sagten, dass er bei seiner Eselin schlief – mit anderen Worten, er hatte keinerlei Verlangen zu geben. Wir sagen jedoch, dass man einen Schirm (Masach) – der das Verlangen zu schenken ist – erlangen muss, um den Schöpfer zu enthüllen. Wie konnte dann Bilam den Schöpfer enthüllen?

Meine Antwort: Wir sprechen über die Kräfte des Schöpfers, die von oben auf uns herabsteigen – eine positive Kraft, die rechte Kraft und eine negative Kraft, die linke Kraft. Klipot werden von der linken Kraft des Schöpfers hervorgerufen und sie sind eine entgegengesetzte Reflexion von Ihm. Aus diesem Grund kennt der Pharao den Schöpfer und selbst seine Mager/Magier (zoroastrische Priester) kennen Ihn. Sie sagen zum Beispiel: „Diese Sache liegt in den Händen Gottes“ usw.. Mit anderen Worten: wir haben es mit entgegengesetzten Kräften zu tun – positiven und negativen, die aus einer Quelle stammen und es ist unser Ziel, diese in uns auf die richtige Weise zu verbinden. Und indem wir sie in uns verbinden, erlangen wir die Form des Schöpfers.

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Wie erklären Sie Selbstmord


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Schöpfer gut ist und Gutes tut, es einen Schöpfungsplan gibt und alles vorherbestimmt ist, wie erklären Sie dann Selbstmord? Welche Art der Korrektur sollte eine Seele in einem Körper durchführen, wenn wir keine Freiheit der Wahl haben und jemandes Selbstmord im Voraus, von der Wurzel her, festgelegt war, da wir ja von unserer Wurzel gelenkt werden?

Meine Antwort: Alles, was bereits geschah, war der Wille des Schöpfers. Aber solange es noch nicht geschehen ist, ist es vom Menschen abhängig. Es gibt die Freiheit der Wahl, andererseits wären wir Roboter und es gäbe nichts zu diskutieren – wir müssten nur existieren! Sie müssen die Beziehung zwischen der allgemeinen und der persönlichen Führung verstehen, HaVaYaH und Elokim. Mehr darüber entnehmen Sie Baal HaSulams Brief von S. 61 – „Wenn ich mir nicht selbst helfe – wer wird mir helfen?“

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Das Schlimmste, was geschehen kann, ist, in diese Welt zurückkehren zu müssen


Zwei Fragen, die ich über den unrichtigen Gebrauch der Kabbala erhielt und über die möglichen Folgen dieses Handelns

Frage: Besteht die Möglichkeit, dass jemand „zu früh“ beginnt, Kabbala zu studieren und dann nicht ausreichend Zeit hat, seinen Egoismus zu entwickeln, um ihn anschließend zu annullieren und in den Willen zu Schenken zu transformieren? Schließlich wird „das Licht nur aus der Dunkelheit geboren“. Während sich der Wille zu empfangen in einem Menschen entwickelt, kann er die Zeit nutzen, um seine Karriere aufzubauen, eine Familie zu gründen und für sie zu sorgen. So wäre er später wirklich in der Lage, sich auf das Studium der Kabbala und sein spirituelles Wachstum zu konzentrieren (z.B. nachdem er 40 Jahre alt ist).

Meine Antwort: Ein Mensch sollte die Kabbala prüfen, sobald er darüber hört, weil man alles von den frühen Jahren an harmonisch entwickeln muss: Familie, Kinder, Arbeit usw., genauso wie die spirituelle Entwicklung. Ansonsten wird er heranwachsen, um ein Tier zu sein und sein ganzes Leben wird vergeudet sein. Kabbalisten geben keinerlei Altersbegrenzung bezüglich der Enthüllung der Kabbala. Mehr noch, sie schreiben, wenn es an ihnen läge, würden sie Kindern schon in einem sehr frühen Alter Kabbala lehren. Meine Studenten und ich unterrichten unsere Kinder schon während sie noch Babys sind – schließlich ist es die wichtigste Erkenntnis, die ein Mensch bekommen kann und ohne sie ist er nur ein armseliges Tier. Mit dieser Erziehung schützen wir unsere Kinder vor Drogen und anderen Problemen; sie bleiben bei uns und tun dieselben Dinge, wie ihre Eltern – das ist untersucht worden!

Frage: Ich bin verängstigt, ich denke, dass ich nicht im Stande bin, mich wieder zu beleben. Ich befürchte, dass ich nicht genug tue, es mir an Kraft und Verlangen mangelt.

Meine Antwort: Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass Sie Ihre vollständige Korrektur nicht in diesem Leben erlangen könnten. Dann würden Sie erneut in dieses Leben zurückkehren, um „Ihre Korrektur zu vollenden“. Sie werden definitiv zurückkehren, wenn Sie Ihre Korrektur nicht beenden, weil wir im endgültigen und perfekten Zustand, bereits im „Zustand 3″, existieren und dieser muss von jedem tatsächlich erlangt werden!

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Zu beten bedeutet sich selbst zu richten


Zwei Fragen, die ich über Gebete erhielt

Frage: Sie sagen, der Schöpfer ist in uns und es gibt nichts außerhalb von uns. Was sind also die Einflüsse, die einen Menschen Ehrfurcht und Wunder fühlen lassen? Und wenn der Schöpfer in uns ist, wem danken wir dann und zu wem beten wir?

Meine Antwort: Wir beten für uns selbst, um uns zu verändern und zu fühlen, dass wir Geber sind. Zu beten (in Hebräisch: Lehitpalal) bedeutet „sich zu richten“. Wir tun das nicht für den Schöpfer, sondern für uns. Das ist unser Flehen um die Eigenschaft des Gebens und Liebens, welche wir den Schöpfer nennen. Es ist verboten (weil es falsch ist), uns Ihn vorzustellen – diese Eigenschaft – in irgendeiner anderer Form als in dieser Eigenschaft, ohne ein Bild oder Material. Wir werden von der Höheren Kraft erfüllt, welche keine Form, Volumen oder Material hat. Jedoch fühlen wir das nicht. Wir werden es in dem Umfang fühlen, in dem wir seine Eigenschaften erwerben. Unser Ziel ist es, zu beginnen, für unsere Verlangen „zu geben“, anstelle „zu empfangen“. Wenn wir diese Eigenschaft anstreben, ziehen wir den Einfluss der Höheren Kraft auf uns. Diese Kraft befindet sich in einem bewegungslosen Zustand und nur unser Verlangen, ihr gleich zu werden, bringt uns unter ihren stärkeren Einfluss.

Frage: Wir sind der Wille zu empfangen und um unser Verlangen zu ändern, um ein Verlangen zu erhalten, „nicht für unser eigens Wohl“ zu handeln, müssen wir den Schöpfer um Hilfe bitten. Aber wie kann ich sagen, dass der Schöpfer mein Bitten hört, wenn ich Ihn bitte, mich zu ändern? Welche Art von Veränderung sollte ich fühlen?

Meine Antwort: Die Wandlung im Verständnis, dass die Natur böse ist, bis man endlich das Verlangen erreicht, aus seiner Natur auszubrechen – diese „Wahrnehmung des Bösen“ – passiert unter dem Einfluss des Lichtes des Schöpfers. Und dann stellt sich die „Handlung der Güte“ ein – die Ausrichtung eines jeden, während jeder Handlung, ändert sich in „Liebe und Schenken“. Das Höhere Licht der Korrektur beeinflusst Sie in dem Grad in dem Sie das Verlangen haben, sich selbst zu korrigieren. Aber Sie können dieses Verlangen nicht alleine entwickeln; Sie können es nur von außen erhalten, von Menschen wie Sie, die nach dem selben Ziel streben. Durch das „Erkaufen“, das Erwerben, ihrer Verlangen, werden Sie in der Lage sein, solch kräftiges Höheres Licht auf sich zu ziehen, dass es Sie verändern wird und Sie zu einem Geber macht und dann werden Sie sofort diese Eigenschaften fühlen, Sie werden den Schöpfer enthüllen!

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„Verbindung“  >  Kabbala Akademie

 

Wozu sollen wir Fragen stellen?


Zwei Fragen über das Thema „Fragen und Antworten“

Frage: Worin liegt der Sinn im Zuhören, wenn ein anderer Mensch Ihnen eine Frage stellt? Und ganz allgemein gesehen, was soll das Fragenstellen?

Meine Antwort: Es steht geschrieben: „eine schüchterne Person kann nicht studieren“. Jeder muss Fragen stellen. Gleichzeitig sollte man die Antwort beherzigen und sich so lange in sie vertiefen, bis sie absolut klar wird, d.h. bis sie uns erreicht. Wenn Sie Ihrem Freund zuhören, verbinden Sie sich mit seinem Verlangen nach dem Ziel und das ist wichtig für die Verbindung in der Gruppe. Ich meine damit, dass Ihr Verlangen für sich alleine niemals ausreicht, um das Ziel zu erreichen, damit das Or Makif (Umgebendes Licht) eine neue Absicht – „um anderer willen“ – in Ihrem Verlangen erweckt. Zum Zwecke einer solchen Einheit mit anderen, erschienen die Welten, wurde die Seele von Adam erschaffen und dann zerbrochen und diese Welt so derart nieder erschaffen. Damit wurde für jeden ein Ort der Willensfreiheit geschaffen. Folglich ist das einzige, was wir tun, unseren freien Willen in unserem Bemühen zu verwirklichen, die Verlangen und das Ziel unserer Freunde in der gesamten Weltgruppe aufzusaugen.

Nur auf diese Weise kann die Menschheit ihre allgemeine Krise bewältigen, d.h. durch die Enthüllung ihres gegenseitigen Hasses und Ihrer Trennung untereinander. Die Menschen werden feststellen, dass dieser gegenseitige Hass und diese Trennung eine lebensbedrohliche Situation verursachen, sogar bis zur Zerstörung ihrer Leben.
Obwohl ihr Leben leer und wertlos ist, empfinden sie es als das Wertvollste, was sie haben, denn sie haben nur das eine.
Darum werden sie beginnen, die Fragen – die Verlangen anderer – anzuhören, bis sich alle in einer einzigen Frage vereinigen (Wie im Punkt 2 der Einführung zum Talmud Esser Sefirot beschrieben): „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Dann werden sie zur Kabbala kommen.

Frage: Sie erwähnen oft, dass Spiritualität sich außerhalb von Zeit, Raum und Bewegung befindet. Was meinen Sie damit?

Meine Antwort: Sie müssen die Antwort in Talmud Esser Sefirot, Teil 1, Histaklut Pnimit (Innere Betrachtung) finden. Da kommen Sie nicht drum herum. Sie müssen es studieren. Diejenigen, die glauben, dass sie durch das Stellen von Fragen auf einfache Weise zu Wissen gelangen können, haben nicht verstanden, dass nur durch das Studium des Materials von Baal HaSulam (in jeder beliebigen Sprache) dass Licht der Korrektur angezogen werden kann. Fragen und Antworten sind nur dazu gedacht, Einsteiger auf den richtigen Weg zu bringen. Sie sollten wenigstens alle Beiträge dieses Blogs durchgehen. Vielleicht ist diese Form des Studierens fürs Erste am angebrachtesten für sie.

Verwandtes Material:
Interactive FAQ – Question Your Reality
eBook: The Kabbalah Experience – The Definitive Q&A Guide to Authentic Kabbalah
Purchase the Book: The Kabbalah Experience – The Definitive Q&A Guide to Authentic Kabbalah

Wie soll man sich Anderen gegenüber verhalten?


Eine Frage, die ich erhielt: Wie sollte sich eine Person, die anfängt Kabbala zu studieren, verhalten, wenn sie jemandem begegnet, dessen Verlangen, zu empfangen, seinem Nächsten Schaden zufügen will, unter Beachtung des Folgenden:

  • Es gibt niemanden außer Ihm
  • Das Verlangen, zu geben, ist gut
  • Durch Vorbild sein lehren
  • Wenn ich es nicht für mich tue, wer dann?

Meine Antwort: Er muss verstehen, dass die Person, die vor ihm steht, möglicherweise kein Kabbalist oder ein Anfänger, wie er selbst ist und es liegt nahe, dass er diese Person missversteht. Diese vier Bedingungen können in solch einem Ausmaß missverstanden werden, sodass sie es ermöglichen, dass absolut alles passieren kann:
1.Es gibt niemanden außer Ihm: alles ist erlaubt, denn alles kommt vom Schöpfer;
2.Geben ist gut: Ich kann Druck auf andere ausüben, damit sie geben und beschuldige sie, geizig zu sein, wenn sie es nicht tun;
3.Ich fordere Beispiele guten Verhaltens von jedem: mich weiterhin ernähren und erziehen, während ich in der Zwischenzeit – mir wurde nicht alles beigebracht – alles tun kann, was mir gefällt;
4.Wenn ich es nicht für mich tue, wer dann?: deshalb sorge ich nur für mich selbst. Ich weis, dass ich ebenso für andere sorgen muss, aber ich habe nicht genug Zeit, etc. Stattdessen sollte es folgendermaßen gelesen werden: „Wenn ich mich nicht selbst dazu zwinge, korrigiert zu werden, dann ist keiner, nicht einmal der Schöpfer, dazu in der Lage, dies zu tun“, weil man darin einen freien Willen hat.

sd

Klipot und Reshimot (für Fortgeschrittene)


Vier Fragen, die ich über Klipot und Reshimot erhielt:

Frage: Haben Klipot Reshimot?

Meine Antwort: Die unkorrigierten Reshimot sind die Klipot.

Frage: Die Klipot folgen einer Person vom Zeitpunkt ihrer Geburt bis zu ihrem Tode. Haften sich die Klipot später, wenn die Seele (bereits korrigierter, jedoch noch nicht vollständig korrigiert) in einem anderen Körper wiedergeboren wird, noch einmal an diesem an?

Meine Antwort: Die verbliebenen unkorrigierten Reshimot sind die Klipot.

Frage: Besitzen die Klipot Stufen?

Meine Antwort: Eine Klipa, ein unkorrigierter Reshimo, wird zu einer spirituellen Stufe, wenn sie korrigiert ist.

Frage: Ein Reshimo ist ein Gen von Verlangen. Es ist ein Gen, das physische, geistige und andere Bewegungen einer Person in Gang setzt. Ist ein Reshimo ein spiritueller Abdruck, der nach dem Tzimtzum zurückblieb? Wenn das so ist, dann wusste ich nicht, dass es einen Bezug zu unseren Verlangen hat. Können Sie erklären, wie sich das auf unseren „Willen zu empfangen“ und auf das In-Gang-Setzen der physischen und geistigen Aktivitäten auswirkt?

Meine Antwort: Der Einfluss des Lichtes über das nächstfolgende Reshimo erweckt eine Wahrnehmung von uns selbst und unseren Umgebungen – und unserer Existenz. Es verhält sich genau so, wie eine Stromversorgung einen Computer lebendig werden lässt.

bb

Verwandtes Material über Reshimot:
Chapter 1 from the Book Interview with the Future: The Spiritual Gene and the Reshimot
Chapter 3 from the Book Interview with the Future: The Creation of the Reshimot
Chapter 4 from the Book Interview with the Future: The Acceleration of the Reshimot

Verwandtes Material über Klipot:
Kapitel 14 aus dem Buch Leben aus der Kabbala: Offenbarung und Verhüllung
Kabbala Blog Post: Kabbalistic Terminology – Klipot
Shamati Article 36: What are the Three Bodies in a Man?

Einfluss des Umfeldes


Eine Frage, die ich erhielt: Warum haben Menschen Angst, dem Einfluss eines bestimmten Umfeldes zu verfallen, wie etwa einer Sekte? Auf die eine oder die andere Art sind sie durch ihre Umgebungen beeinflusst und selbst wenn ihre Umgebung großzügig ist, sind sie noch nicht frei. Möglicherweise wird der Einfluss eines breiten Umfeldes – der ganzen Welt – nicht so stark empfunden und erschafft eine Illusion von Freiheit? Ich denke, dass dies das Haupthindernis in der Verbreitung der Kabbalah ist, d.h. die Aufforderung für einen Menschen, sich selbst ein passendes Umfeld zu erschaffen. Menschen wollen heute kaum mehr Familien gründen, weil sie befürchten, von ihrem Ehepartner und Kindern abhängig zu sein. Sie empfinden eine grundlegende Angst dem gegenüber. Aber vielleicht ändert sich dies, wenn sie mehr und mehr Leid erfahren?

Meine Antwort: Sie haben Recht. Abgesehen von der Gesellschaft, die man sich laut Kabbalah erschaffen oder suchen soll (ob eine Kultur oder fürs erste nur eine Gruppe Kabbalisten), sind alle anderen Gesellschaften (Kulturen, Religionen, Gemeinschaften) Sekten, da sie ihre Ansichten den Menschen auferlegen und sie manipulieren. Wir wissen, dass Massenmedien und Regierungen so agieren!Nehmen wir als Beispiel religiöse Menschen: Anstatt ihre Kinder mit Wissen und der Möglichkeit, ihren eigenen Weg zu gehen, zu versorgen, unterrichten religiöse Menschen sie absichtlich nicht und zwingen ihnen einen bestimmten Kleidungsstil auf, um sie von ihrem Umfeld abhängig zu halten.
Obwohl das Umfeld über den Menschen bestimmt, fühlt er dieses Gefängnis nicht, weil das „sich Einfügen“ in die Gesellschaft einen positiven Wert darstellt und so das Ego des sich Einfügenden gelobt und geehrt wird.

Aber heute sehen wir, dass der Egoismus über das Sozialsystem hinauswächst, weil es sich darauf vorbereitet, sich dem Schöpfer zuzuwenden. Daher handeln Menschen gegen ihr Umfeld (ihre Familien, Clans oder Religionen). Es braucht Zeit, aber man wird bald entdecken, dass ein Mensch in keiner Gesellschaft frei ist oder gar in sich selbst und dass Freiheit nur in einer Gruppe gefunden werden kann, die danach strebt, Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zu erlangen.