Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'wiedergeboren'

Die innere Bedeutung der Krise

Frage: Was sind Vor- und Nachteile während einer Krise – die Krise selbst oder unsere Reaktion darauf?

Antwort: Das Wichtigste bei einer Krise ist es, sie zu verstehen und richtig zu reagieren, damit sie uns aufsteigen lässt.

Wie ich wiederholt gesagt habe, bedeutet Krise („Mashber“) auf Hebräisch „Geburt“ – der Ort, an dem ein neuer Mensch geboren wird.

Tatsächlich ist die innere Bedeutung einer Krise die Geburt von etwas Neuem. Wir fühlen es noch nicht in uns, wir verstehen das noch nicht. Ich bin mir aber sicher, dass wir es verstehen werden.

Wir werden sehen, wie vor unseren Augen eine neue, integral verbundene Menschheit geboren wird, die sich bewusst ist, dass sie nach anderen Gesetzen und nicht wie früher leben muss.

Frage: Werden wir nach der Krise auf eine neue spirituelle Stufe aufsteigen?

Antwort: Wir befinden uns bereits auf dieser Stufe, haben sie aber noch nicht hinter uns gebracht. Wir haben mehrere Abschnitte vor uns. Diese neue, ernsthafte Phase, die wir jetzt durchlaufen, sollte uns eine Menge lehren.

Frage: Wenn die Krise die Geburt von etwas Neuem ist, bedeutet das, dass Menschen die am Coronavirus gestorben sind einfach nicht unter neuen Bedingungen, in Harmonie mit der Natur leben konnten? Es liegt doch alles in der Macht des Schöpfers.

Antwort: Über die Toten, die Ungeborenen und diejenigen, die wiedergeboren werden, über sie werden wir noch eines Tages sprechen. Dies ist ein umfassendes System, das wir beherrschen und sehen lernen müssen – wo befindet sich die Willensfreiheit, warum werden welche Seelen geboren, was geschieht mit ihnen usw. Das ist es, was wir in einem einheitlichen, globalen System studieren müssen.

Aus dem Unterricht, 10.05.2020

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Leben und Tod, Teil 7

Werden Sie ein Mensch

Frage: Die Kabbalisten sagen: „ Die Aufgabe des Menschen besteht darin zu existieren. Sie haben kein  Gefühl für das Leben und den Tod. Wenn dieses Gefühl vorhanden ist, bedeutet es, dass die Person noch nicht über ihr tierisches Niveau hinausgewachsen ist, sie ist noch nicht Mensch geworden. Ein Mensch ist derjenige, der ewig existiert und sich als solcher fühlt. Wie ist das möglich?

Antwort: Wenn der Mensch diese Welt nicht niedriger als sich selbst wahrnimmt, dann ist er auf einer höheren Stufe. Er nutzt die ganze Welt, aber nur um sich zum Spirituellen hinzubewegen.

Wenn wir in unsere Vereinigung die gemeinsame, gegenseitige Kraft des Guten und der Liebe, die „ Schöpfer“ genannt wird offenbaren, dann ist die spirituelle Welt unsere Verbindung.

Frage: Was ist die Stufe „ Mensch“?

Antwort: Der Mensch ist Adam, was von dem Wort “Adomae“, „dem Schöpfer ähnlich sein“ abstammt. Er ist in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe wie der Schöpfer. In dieser Hinsicht ist es möglich, darüber zu sprechen, wer von uns, wie viel Mensch ist.

Frage: Verstehe ich richtig, dass ein Mensch, der eine gewisse spirituelle Stufe erreicht hat stirbt und dann in einem Körper wiedergeboren werden muss?

Antwort:  Wir sprechen über Wünsche und Absichten, nicht über den Körper.

Frage: Nehmen wir an, ein Kabbalist stirbt, wird wiedergeboren und durchläuft mehrere Entwicklungen. Die erste Stufe ist, wie bei jedem anderen Menschen auch, eine unbewusste Entwicklung. In ein paar Jahrzehnten wird er schnell zum Kabbalisten, dann hilft er anderen. Ist das richtig?

Antwort:  Sehr primitiv. Schließlich gibt es einen „Ibur Nashamot“, eine Trennung, eine gegenseitige Verschmelzung der Seelen. Es ist eine Bewegung, Verbindung und deshalb kann man nicht sagen, dass all dies geschieht. Alles ist viel komplizierter, weil es sich um ein einziges System handelt.

Sobald wir uns von der Erde (von unserer Welt) lösen, betreten wir sofort die Höhere Welt. Und dort gibt es ganz andere Zustände. Es existiert keine Trennung zwischen den Seelen, so wie in unserer Welt, in der sie sozusagen durch einen Körper getrennt sind. Wenn unser Körper, d.h. der irdische Egoismus, nicht existiert, ist die Verknüpfung zwischen den Eigenschaften des Gebens und der Liebe völlig anders.

Fortsetzung folgt….

Aus der TV Sendung „ Grundlagen der Kabbala“ 14.01.2019

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Leben und Tod, Teil 6

Was bleibt nach dem Tod von einem Menschen übrig? 

Frage: Warum sollten die Menschen nicht mehr Jahre oder endlos leben? Warum den Körper wechseln?

Antwort: Auch wenn wir tausend Jahre leben würden, hätten wir es noch immer eilig etwas zu tun, denn das Leben wäre begrenzt. Wenn wir unendlich leben würden, würden wir uns den höheren Kräften und Zeitgrenzen nicht unterlegen fühlen.

Nehmen wir an, wir würden als eine Art Organismus ohne Anfang und ohne Ende existieren… Wir können uns einen solchen Zustand nicht einmal vorstellen, denn alles wird gemessen: gibt es das- gibt es das nicht, gibt es das – gibt es das nicht, d.h. in jeder Sekunde wird etwas geboren und stirbt etwas. Es ist ein Glück, dass es den Tod gibt, denn es ist der Tod, der uns dazu drängt, das Leben zu begreifen.

Frage: Was bleibt von einem Menschen übrig, der schon x- Jahre gelebt hat?

Antwort: Sinnliche Information – in Herz und Verstand. Es hängt vom Menschen selbst ab wie sehr er im Verhältnis zu anderen Menschen fortgeschritten ist und wie sehr er sich den anderen angepasst hat um sie dem Schöpfer näher zu bringen.

Nur das hat Qualität, denn die Verbindung ist das Ziel der Schöpfung.

Der Zweck der Schöpfung ist die Verbindung der gesamten Menschheit zu einem Ganzen. Nicht in einem physischen Körper, sondern in einem einzigen Wunsch, der aus vielen verschiedenen Wünschen besteht, so dass wir uns einander helfen können uns zu verbinden.

Frage: Also, in der Absicht, den Schöpfer zu offenbaren?

Antwort: Ja.

Frage: Wenn sich der Mensch sein ganzes Leben damit beschäftigt, bleiben dann seine Bemühungen, Sorgen, Gefühle bestehen oder werden sie weitergegeben?

Antwort:  Das bleibt alles bestehen.

Frage: Warum muss der Mensch sterben und in einem neuen Körper wiedergeboren werden, wenn er das Ziel noch nicht erreicht hat?

Antwort: Das hängt nicht von ihm ab, sondern vom allgemeinen Zustand der Menschheit.

Fortsetzung folgt….

Aus der TV Sendung “Grundlagen der Kabbala“ 14.01.2019

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Leben und Tod, Teil 5

Warum sollen wir wiedergeboren werden?

 Frage: Kann man sagen, dass ein Mensch, damit er in einer neuen Umgebung wiedergeboren wird und mit anderen Seelen in Kontakt kommt, neben der ständigen Erneuerung von Reschimot (genetischen Informationsdaten), alle zehn oder hundert Jahre seinen physischen Körper verändern muss?

Antwort: Ja, es ist notwendig.

Frage: Ich habe es also richtig verstanden?

Antwort: Relativ. Wir können in unserer Welt, mit unserem Vokabular, nicht das ausdrücken, was wirklich in der spirituellen Welt geschieht. Wir stellen es uns zumindest so vor. Immerhin ist es wahr, dass wir, mit dem was mit uns geschieht und dem was wir tun müssen, zu kalkulieren beginnen.

Frage: Muss ein Mensch sterben, damit seine Erfahrungen und das Wissen, welche er in diesem Leben erworben hat, zu Gefühlen werden? Baal Sulam gibt ein Beispiel mit dem Weizen: Getreide muss verfaulen, damit ein neuer Spross daraus wachsen kann.

Antwort: Ja. Das ist richtig. Es gibt einen Übergang von Qualität zur Quantität oder umgekehrt von Quantität zur Qualität. Ein Mensch lebt ca. 80 bis 100 Jahre. Alles was er sich angeeignet hat, all seine Erfahrungen sind in seinen Nachkommen repräsentiert.

Frage: Wo passt das alles hin?

Antwort: Informationsdaten existieren im Informationsfeld um einen Menschen herum.

Frage: Ist dieses Feld ein Feld für alle oder hat jeder sein eigenes?

Antwort: Jeder hat sein eigenes Feld und auch Eines für alle, dass uns lenkt. Dennoch sehen wir, wie wir uns in dieser Welt entwickeln: die gesamte Menschheit bewegt sich irgendwo hin und trotzdem hat jeder sein eigenes Schicksal.

Fortsetzung folgt…..

Aus dem TV Programm „ Grundlagen der Kabbala“

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