Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wichtigkeit'

Sollte man aufhören, Seifenopern anzusehen, wenn man weiß, dass man damit seine Zeit verschwendet?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist es so, dass ich zu Hause nicht fähig bin, ein Kabbala Buch zu öffnen und ich stattdessen lieber Zeit damit verbringe, mir im Fernsehen Seifenopern anzusehen? Aber wenn ich zu den Unterrichten komme, um zu studieren, würde ich den Unterricht nicht für den besten Film eintauschen.

Meine Antwort: Wenn Sie aus der Gruppe hinausgehen, finden Sie sich in der Mitte des materiellen Lebens wieder, einem unbewussten Zustand verglichen mit dem Spirituellen. Es ist der Wille zu empfangen, welcher mit uns spielt und uns blockiert, um den spirituellen Fortschritt in unserem Leben zu behindern.

Auf der anderen Seite zeigt Ihnen das, wie Sie Ihre Zeit verschwenden und jeder Genuss, den Sie dadurch erhalten, sofort wieder spurlos verschwindet. Dadurch können Sie erkennen, wie die Umgebung Ihnen helfen kann. Wenn Sie von Menschen umgeben sind, welche nur einander unterstützen wollen, dann werde Sie nicht in der Lage sein, Seifenopern zu sehen, wenn Sie zu Hause sind, aufgrund der Wichtigkeit der Spiritualität, die auf Sie übertragen wird. Sie fühlen, dass diese Handlung ein Rückschritt ist, wie wenn Sie in die Kindheit zurückfallen und ein Haus aus Bauklötzen bauen.

Sie sind nicht schuld an der Zeit, die Sie vor dem Fernseher verbringen. Ihr einziger Fehler ist das Versäumnis, eine Umgebung um sich herum aufzubauen, die Sie beeinflusst, damit Sie Ihre Zeit nicht sinnlos verschwenden.

Es bedeutet nicht, dass Sie den Fernseher abschalten müssen. Die Kabbala ist gegen jede Art von Zwang. Ein Mensch muss arbeiten, studieren und das Leben eines ganz gewöhnlichen Menschen leben. Sie sollten nicht versuchen, etwas gewaltsam an sich zu ändern, sondern nur den Sinn der Wichtigkeit Ihrer Umgebung für die Spiritualität erhalten.

Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität! Sie können sich nicht an Händen und Füßen fesseln und sich als ein Gerechter sehen. Dies ist keine Korrektur!

Sie werden sich nur dann korrigieren, wenn Sie Ihr Verlangen ändern und sich über diese TV-Serien erheben. Nur das Licht kann Sie korrigieren und nicht die Einschüchterung oder Drohung mit dem Feuer der Hölle nach dem Tod. Die Wissenschaft der Kabbala ist keine Religion und spricht nur von der Korrektur. Das einzige Mittel um dies zu tun, ist, den Einfluss der Umgebung auf sich zu vergrößern. Dies ist die einzige freie Wahl, die Sie haben und eine notwendige Voraussetzung für den spirituellen Fortschritt.

Jetzt können Sie weiter fernsehen…

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Bereite dich vor, geboren zu werden: Dreh dich mit dem „Kopf nach unten“

Wenn ich eine Sukka über mir errichte, eine Bedeckung für meinen Egoismus und wenn ich meinen Egoismus in ihrem Schatten verberge, so verhülle ich damit 99% meiner Verlangen, nur für mich selbst das Licht zu genießen und bin dadurch in der Lage, 1% des Lichtes zu erkennen. Ich lasse nur einen dünnen Lichtstrahl (Kav Dak) durchdringen und erkenne den Schöpfer. Ich beginne dann allmählich neue innere Eigenschaften zu enthüllen, die von diesem Strahl, die auch Ushpizin (Gäste) genannt werden. Dies sind meine korrigierten Eigenschaften die dem Geben hinzugefügt wurden.

Auf diese Weise, im Laufe der sieben Tage von Sukkot, unterziehen sich all meine Eigenschaften einer Veränderung. Ich weiß, dass ich mich neben dem Studium und den vielen anderen Aktivitäten die Aufgabe habe, mich mit den anderen Seelen zu verbinden, aber irgendwie vergesse ich dies immer wieder. Dies erschien mir immer nur unbedeutend und nebensächlich, wie der Müll oder die Reste meiner spirituellen Arbeit.

Aber wenn ich die Bedeutung dieser „unnötigen Dinge“ über alles andere erhebe über meinen eigenen Kopf oder mein Wissen und wenn ich sie dadurch wichtig mache, indem ich ein „Dach“ daraus baue, das über mich herrscht, dann werde ich in diesem Zelt wie ein Embryo sein, der sich in Vorbereitung auf die Geburt mit dem Kopf nach unten dreht. Indem ich mich in eine „Kopf-über“-Position drehe, ändere ich meine Werte.

Damit bin ich in der Lage, in die Sukka einzutreten – der Bedeckung für meinen Willen zu genießen. Dies ist eine Bedeckung, die der Mensch sich über seinem eigenen Egoismus baut, statt dass der Schöpfer sich vor dem Menschen verbirgt.

Die Sukka, das Dach, was wir während der Feiertage von Sukkot bauen, symbolisiert die Verhüllung (Schirm), die der Mensch als erste Stufe der spirituellen Arbeit über sein Verlangen errichten muss. Er tut dies durch das aufsammeln aller „Reste und Abfälle“ und erhebt diese über sich, um damit sein Ego zu beschwichtigen. Nun ist sein Ego in einer Verhüllung und der Mensch ist bereit, darin (in einem „kleinen“ Zustand) in dieser Sukka für die sieben Tage des Laubhüttenfestes (Sukkot) zu sitzen (bezeichnet als HaGaT NeHY), bis all seine Verlangen unter diesem Schirm sind.

Was dort geschieht, ist eine Revolution, ähnlich wie sich ein Baby mit dem Kopf im Mutterleib, als Vorbereitung auf die Geburt nach unten dreht oder wie -die Erde gepflügt wird und dadurch die untere Schicht nach außen zur Oberfläche umgedreht wird.

Das bedeutet, dass die Dinge, die normalerweise für den Egoismus von Bedeutung sind, ihre Wichtigkeit verlieren, wobei die Dinge, welche uns unwichtig erschienen, das Geben und die Verbindung, zum Wichtigsten werden. So werden die „Reste und Abfälle“ des vorherigen Zustandes verwendet, um eine neue Stufe zu erbauen. Auf diese Weise nutzen wir das Licht, um aus unseren Verlangen eine Stufe nach der anderen zu erbauen.

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Hören Sie auf zu träumen!


Die spirituelle Welt ist nicht in einer anderen Dimension oder über den Wolken. Es ist etwas was Sie in ihrer Haltung zu anderen Menschen finden, wenn sie sehen dass deren Vernachlässigung von ihnen durch Aufmerksamkeit und ein Gefühl der Wichtigkeit ersetzt wird. Dies geschieht weil Sie die Spiritualität erreichen wollen, und Sie beginnen zu erkennen, dass die Anderen Ihre Partner auf diesem Weg sind.

Sie fangen dann an, sich um sie so zu kümmern und zu sorgen wie Sie es mit jemanden tun der Ihnen wichtig ist. Auf den ersten Blick tun Sie dies rein egoistisch, aber allmählich werden Sie zu fühlen beginnen, dass Sie wirklich geben wollen.

Dies geschieht wenn das Licht zu arbeiten beginnt und Sie zu fühlen beginnen dass es innere Eigenschaften gibt, welche Sie korrigieren müssen. Sie wollen andere mit Liebe behandeln und Sie bekommen auch ein Gefühl, dass nur das Licht diese Korrektur durchführen kann. Wenn Sie wirklich wollen dass dies geschieht, wird das Licht kommen welches Sie korrigieren wird.

Allerdings funktioniert dieses Licht nur innerhalb der Verbindung zwischen Menschen, verwandelt Hass in Liebe und korrigiert den Bruch welcher Liebe in Hass umwandelt. Innerhalb dieser neuen Haltung zu Anderen erreichen Sie die spirituelle Welt, die während dem Zerbruch verloren gegangen ist. Sie offenbaren das die Verbindung mit Anderen eine Verbindung der Seelen und inneren Verlangen ist und enthüllen somit den Schöpfer.

Wie Sie überprüfen, ob Sie in der Spiritualität fortschreiten

Eine Frage die ich erhielt: Wie kann ich überprüfen, ob das Licht mich wirklich korrigiert?

Meine Antwort: Es gibt drei konkrete Anzeichen dafür, ob ein Mensch fortschreitet:

1. Der Mensch beginnt, das Studienmaterial besser zu verstehen, nicht nur „trocken“ mit seinem Verstand, sondern auch mit seinen Gefühlen. Wichtig ist nicht, zu studieren und das Material mechanisch auswendig zu lernen, sondern es zu fühlen. Es steht geschrieben: „ Man versteht nur mit dem Herzen.“

2. Der Mensch beginnt die Wichtigkeit der Umgebung zu verstehen, den einzigen Ort, an dem er sein spirituelles Ziel erreichen kann.

3. Der Mensch versteht, dass er alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung nutzen muss. Er versucht dann, sein Studium besser zu organisieren, bis er schließlich beginnt, die Spiritualität durch seine Umgebung zu enthüllen.

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Die Eigenschaft des Gebens ist wie ein Magnet, der unser Ego festhält


Ich bin der Wunsch zu geniessen. Er ist die einzige Eigenschaft, die ich als Geschöpf erhielt, und somit lebe ich darin. Indem ich mich mit der Eigenschaft des Gebens verbinde, kann ich sie ebenfalls erhalten.
Meine Natur wird immer der Wunsch zu genießen bleiben. Ich kann sie nicht ändern, ich kann sie nur mit der Kraft des Gebens kontrollieren, die ich von außen erhalte. Wenn mir der Schöpfer wichtig genug wird, dann werde ich meine Natur um Seinetwillen einsetzen.

Wir empfangen die Eigenschaft des Gebens von außen mit der Hilfe des Lichtes. Dies gelingt uns, weil wir noch die Erinnerung an diese Eigenschaft haben, die wir vor dem Fall in den Egoismus verwendeten. Und darum kann die Eigenschaft des Gebens unter dem Einfluss des Lichtes in uns wieder erweckt werden.
Darum werde ich als Mensch (Adam) bezeichnet, weil ich letztendlich wie der Schöpfer werden kann und muss. (Auf Hebräisch kommt das Wort Adam vom Wort Domeh – ähnlich.

Dazu muss ich daher bewußt das Licht verwenden, damit es mir die Eigenschaft des Gebens zurückgeben wird. Gleichzeit bleibt mein Wunsch zu genießen der gleiche. Doch die Eigenschaft des Gebens kann in mir so weit wachsen, dass sie an Wichtigkeit zunimmt und meine Eigenschaft, Genuss zu empfangen kontrollieren wird.
Die beiden Eigenschaften – Empfangen und Geben – ändern sich nie. Alles was sich in einem Menschen ändert, ist sein inneres Gleichgewicht und er wird von der stärkeren der beiden Eigenschaften beherrscht.
Dies ist wie ein Magnet, der ein Stück Metall festhält: Während der Magnet arbeitet, hält er das Stück Metall in der Luft, als ob er „spirituell“ wäre. Doch sowie der Magnet das Stück Metall loslässt, fällt letzteres sofort in die Eigenschaft des totalen Egoismus zurück.

(Aus Teil 2 des täglichen Kabbala Unterrichts über das „Vorwort zum Sulam Kommentar“).

Die Feiertage bringen ein besonderes Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe gehört, dass während der Zeit der Feiertage ein besonderes Licht in unsere Welt herabkommt. Was gibt es uns und welche inneren Veränderungen vollzieht es an uns?

Meine Antwort: Wenn wir uns während der Feiertage miteinander verbinden, wenn ein zusätzliches Leuchten auf uns einwirkt, wird es uns möglich sein, dies zu nutzen, um voranzukommen. Das kann heute mehr denn je geschehen, denn es studieren mehrere Tausend Menschen zusammen mit uns Kabbala.

Lasst uns also miteinander verbinden und erkennen, dass unsere Verlangen egoistisch und zerbrochen sind. Diese Wahrnehmung heißt Slichot – die Tage der Buße, an denen wir uns prüfen und sehen, wie entgegengesetzt wir zu dem sind, was wir ersehnen – die Eigenschaft des Gebens.

Lasst uns dann versuchen zu enthüllen, wie sehr wir uns im Gegensatz zur Spiritualität befinden. Diese Wahrnehmung heißt der Tag der Ehrfurcht oder Tag des Gerichts. Diese Enthüllung hat ein Gebet und das Blasen des Widderhorns (Shofar) zur Folge.

Im Aramäischen bedeutet Shufra Wichtigkeit. Das Blasen des Widderhorns bedeutet also, das wir die Spiritualität, das Geben und die Liebe erheben, diese für wichtiger erachten, als die Körperlichkeit und den Hass. Wir wollen, dass die Spiritualität das Wichtigste und Höchste für uns wird und wollen, dass sie uns beherrscht. Wir fordern, dass die Kraft des Lichts, die jetzt in der Welt gegenwärtig ist, in unserm Innern wirkt und uns hilft, „die Zehn Tage der Buße“ zu erreichen. Das bedeutet, dass das Licht auf uns wirkt und uns ermöglicht, zu erkennen, dass wir innerhalb der zehn Sfirot der Seele der Eigenschaft des Gebens völlig entgegengesetzt sind. Dadurch werden wir zum Tag des Gerichts (Yom Kippur) gelangen.

An Yom Kippur spüren wir, dass wir uns im Gegensatz zur Spiritualität befinden und erkennen, dass die Eigenschaft des Gebens – Bina und die Eigenschaft des Empfangens – Malchut – Gegensätze sind. Sie sind durch einen unendlichen Abgrund voneinander getrennt. Darum nehmen wir die Einschränkung des Tags des Gerichts auf uns und verweigern den Gebrauch unserer egoistischen Verlangen, die der Spiritualität entgegenstehen.

Infolgedessen werde ich die Korrektur verlangen. Ich verlange nicht, mich besser zu fühlen, sondern zu einer anderen Stufe der Verlangen aufzusteigen, den Verlangen des Gebens. Und dann kommt ein noch größeres Licht zu mir – das Licht von Sukkot, dass mir eine Verhüllung (Schach) über meinen Egoismus gibt.

Wenn ich während der sieben Tage von Sukkot sieben meiner Kelim korrigiere, dann erhalten meine Verlangen Erfüllung und ich erreiche den achten Tag, der „Atzeret“ heißt. An diesem Punkt blockiere ich das Licht und das Licht wird enthüllt. Dieses wird „Simchat Tora“ (die Freude der Tora) genannt.

(Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbala Unterichts über Rabash’s Artikel „Königreiche, Erinnerungen und das Blasen in das Horn“.)

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Freunde sind der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben


In den Nachrichten (übersetzt aus NY Times): „Wozu sind Freunde da? Für ein langes Leben“ Forscher richten erst jetzt ihre Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit von Freundschaft und sozialen Netzwerken für die allgemeinen Gesundheit. Eine australische Studie, die 10 Jahre andauerte, stellt fest, dass ältere Menschen mit einem großen Freundeskreis eine um 22 Prozent geringere Sterblichkeit während der Dauer der Studie zeigten, als diejenigen mit weniger Freunden. Eine große Studie aus dem Jahr 2007 zeigte einen Anstieg des Risikos zur Fettleibigkeit von nahezu 60 Prozent unter den Menschen, deren Freunde an Gewicht zunahmen. Und im letzten Jahr berichteten Harvard Forscher, dass starke soziale Verbindungen die Gesundheit des Gehirns fördern, wenn wir altern.

Mein Kommentar: Das ist deshalb so, weil die Lebensenergie in der Verbindung von Einzelpersonen liegt. In dem Maße, in dem sich Menschen zu einem Ganzen verbinden, trotz des Egoismus, der sie voneinander wegtreibt, werden sie der Vereinigten Höheren Kraft, dem Schöpfer, gleich, der die Quelle des Lebens ist.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam

“Engel”- und “Teufel”-Regionen des Gehirns streiten um die Vormachtstellung in unserem Innern

In den Nachrichten (aus The Telegraph): Menschen haben „Engel“- und „Teufel“-Bereiche im Gehirn, die sich in einer beständigen Auseinandersetzung über ihre Selbstkontrolle befinden, zeigte eine Studie. Der „Engel“-Teil ist stark ausgeprägt in Leuten mit einer guten Selbstkontrolle, jedoch weniger in willensschwächeren Menschen … Der Engelbereich veranlasst den Menschen abstrakte Entscheidungen abzuwägen, wie beispelweise „Gesundheit“ gegen die Grundbedürfnisse des Teufelbereichs, wenn dieser nach reichhaltiger Nahrung verlangt … Jene, deren „Engel“ sich nicht laut genug bemerkbar machen, wählen die schmackhafteren Nahrungsmittel, ungeachtet des Nährwerts.

Dr. Antonio Rangel, vom kalifornischen Technologieinstitut (Caltech), dessen Forschung in der Fachzeitschrift Science erscheint, sagte: „Aus der Perspektive der modernen Neurowissenschaft stellt sich die Frage, was ist so besonders an den Schaltkreisen der Gehirne, die Selbstkontrolle des Verhaltens ausüben können?“

Mein Kommentar: Eigentlich macht es keinen Unterschied, was so besonders daran ist, denn wir können das Gehirn nicht auswechseln. Das Gehirn ist nur ein ausführender Mechanismus, der durch eine vorangehende Entscheidung, die man gemacht hat, aktiviert wurde: man legt das Ziel fest, das man erreichen will, und dessen Wichtigkeit. Und das Letztere hängt bereits vom eigenen freien Willen ab: Ob man sich unter den Einfluss einer Gemeinschaft begeben will, die die Prioritäten neu ordnen wird.

Wir sind so geschaffen worden, um in der Lage zu sein, die Notwendigkeit entdecken zu können, uns selbst mit der richtigen Umwelt zu umgeben und eine vollkommene Verbindung untereinander zu schaffen. Auf diese Weise – unter dem Einfluss von anderen – kann man sich vor schlechten Entscheidungen und Gewohnheiten schützen, und somit vom Leiden.

Um mehr darüber zu erfahren, siehe den Abschnitt „Der Einfluss der Umwelt“ im Artikel „Die Freiheit“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Worin besteht unsere Freiheit?
Blog-post: Unsere Verlangen kommen von der Gesellschaft
Blog-post: Einfluss des Umfeldes
Kabbalablog: Alles ist Eines, Eines ist Alles

Wie kann man andere lieben?


Fragen, die ich über „Liebe deinen Nächsten“ erhielt:

Frage: Sie sagen, dass es möglich ist, andere zu lieben wie sich selbst. Ich möchte das sehr. Bitte sagen Sie mir, gibt es jemand, der für seinen Freund aus ganzem Herzen beten kann, so dass der Freund seinen Freund lieben wird, wie eine Mutter ihren Sohn?

Meine Antwort: Das muss Ihr eigenes Gebet sein, denn Ihre Bitte – vorausgesetzt, dass sie vollständig ist – wird mit Sicherheit das Höhere Licht wachrufen, das Sie korrigieren und ihnen diese Eigenschaft geben wird.

Frage: Wir wissen, wie man „lieben“ muss, um Liebe wiederzurückzubekommen. Aber was bedeutet es „den Nächsten wie sich selbst“ zu lieben? Wie unterscheidet sich diese Liebe von der egoistischen „Liebe“? Wir kennen diese „Höchste Liebe“ nicht. Wie sollen wir sie in unserem täglichen Leben realisieren?

Meine Antwort: Das Studium der Kabbala beinhaltet alle Handlungen, die den nächsten fortgeschritteneren Zustand heranziehen (diese Handlungen beinhalten die Studien, Vereinigung in der Gruppe und Verbreitung). Sonst werden wir durch Leiden zum gleichen Zustand getrieben. Unsere Aufgabe ist es, zu diesem Zustand zu streben, bevor uns das Leiden von hinten antreibt und uns dazu bringt, zur nächsten Stufe zu streben, um das Leiden zu vermeiden.

Also ist nur die Kraft, die uns zum nächsten Zustand zieht – Höheres Licht (Or Makif) genannt – fähig, uns zu „erklären“, was „wahre Liebe“ ist – Liebe für jemand anderen als dich selbst.

Frage: Was, wenn mein Nächster nicht nett zu mir ist, sondern gemein? Wie kann ich mich darüber erheben und meinen Nächsten lieben?

Meine Antwort: Sie werden das um des Schöpfers willen tun, wenn Er wichtiger für Sie ist, als Sie selbst. Und diese Wichtigkeit des Schöpfers muss Ihnen durch die Umgebung gegeben werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist ein wahres Gebet?
Blog-post: Spirituelle und physische Babys
Blog-post: Überwinde dich selbst, indem du die Wichtigkeit des Ziels erhöhst
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu Geschöpfen

Was ist zu tun, wenn dich die Verzweiflung überkommt


Eine Frage, die ich erhielt: Ich weiß nicht was zu tun. Ich fühle mich als hätte ich meine ganze Energie verloren und würde „in der Luft hängen“. Nichts interessiert mich bei der Arbeit. Auch wenn ich alles Mögliche bei meiner geistigen Arbeit tue, fühle ich eine Art der Verzweiflung wie nie zu vor. Ich habe keinen „Brennstoff“. Nichts betrifft mich mehr. Ich fühle kein Verlangen nach irgendetwas in dieser Welt, der einzige Wunsch, den ich habe, ist irgendwohin zu flüchten, aber ich weiß nicht wohin. Mein Herz sagt mir, dass dieser Platz existiert aber ich bin noch immer nicht dort. Ich studiere mit euch seit mehr als drei Jahren und ich kann mir das Leben ohne Kabbala nicht vorstellen. Ich werde immer verzweifelter und es kommt mir so vor als würde sich in mir nie etwas verändern. Im Gegenteil, die Verlangen meines äußeren Umfeldes berühren mich und machen mich immer schwächer. Was kann ich tun? Ich kann so nicht mehr weitermachen! Was soll jetzt geschehen?

Meine Antwort: Der Grund, warum Sie sich so schwach auf dem geistigen Pfad fühlen, besteht darin, dass Sie einen Mangel in der Verbindung mit der Gruppe haben. Sie erhalten die Wichtigkeit der Absicht der Umgebung nicht, das aber ist das Wichtigste – es ist das Fundament unserer Weiterentwicklung! Sie können mehr über diese Zustände in den Artikeln Shamati und in den Briefen von Baal HaSulam lesen. Es gibt Reshimot, (Informationen oder die Gene unserer geistigen Entwicklung) die in uns verborgen sind und sich ständig offenbaren, indem sie unsere egoistischen Verlangen verursachen und diese ständig größer werden lassen. Wir müssen ständig versuchen, über dieses Reshimot aufzusteigen, indem wir unsere Absicht verwenden, die Liebe zum Schöpfer zu erreichen. Genau darum wächst unser Egoismus: um uns die Gelegenheit zu geben, sich darüber zu erheben und sich von unserer Welt bis auf das Niveau des Schöpfers zu erheben. Erst dann werden wir Ihn verstehen, da geschrieben steht, „Weil sie mich alle kennen werden, vom kleinsten unter ihnen bis hin zum größten“ (Yirmiyahu 31:33). Aber der Prozess ist immer derselbe: Die Reshimot, die in uns offenbart werden, sind immer egoistisch und jedes Mal, wenn wir Kraft brauchen, um uns über sie zu erheben, schaffen wir das, indem wir unsere Verbindung mit der Umgebung (die Gruppe) vergrößern.

Verwandtes Material: 
Blog-post: Freude bringt dich näher zum Schöpfer
Blog-post: Willensfreiheit besteht nur in unserer Umgebung
Blog-post: Warum schickt uns der Schöpfer soviel Leid in dieser Welt?