Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Welten'

Warum empfinden wir Leiden?


Zwei Fragen, die ich über das Leiden erhielt:

Frage: Warum empfinden unsere fünf Sinne unseren Mangel an Ähnlichkeit mit der Spiritualität als Leiden?

Meine Antwort: Weil unsere Sinne Verlangen nach Erfüllung sind. In der Welt der Unendlichkeit waren sie erfüllt und wurden später durch das Zerbrechen geleert – die Zertrennung der gemeinsamen Seele in eine Vielzahl separater Teile oder Seelen. Jede Seele hat Erinnerungen (Reshimot) an die Erfüllung in der Vergangenheit und diese Reshimot erwachen jetzt und fordern Erfüllung.

Was Du Leiden nennst, ist die Leere, die Du spürst. Wenn Du die Einstellung zu der Empfindung des Leidens änderst, dann wirst Du es als Erfüllung und Glück erfahren. Unsere Einstellung oder Absicht kann alles verändern.

Der tatsächliche Zustand in dem wir uns befinden ist konstant; die einzige Sache, die sich ändert, ist unsere Einstellung dazu. Sie bestimmt, ob wir uns fühlen, als wären wir in dieser Welt, also in der Verhüllung des Schöpfers, oder in Seiner Enthüllung , d.h. auf den Stufen der fünf Welten, oder in der Welt der Unendlichkeit.

Frage: Was soll ich tun, wenn meine einzige Bitte an den Schöpfer „Gib mir Kraft, Dich nicht zu hassen“ ist und wenn das einzigste was ich fühle – trotz meiner Arbeit in der Gruppe, Verbreitung und Unterrichten – ist, dass meine Situation zu Hause immer schlechter wird, meine ökonomischen Umstände verschlimmern sich immer mehr (ich kann nicht mal eine Arbeit finden) und so weiter. Ich fing plötzlich an, mich dem Schöpfer gegenüber völlig entfremdet zu fühlen. Ist es normal, dass die Kabbala materielle Verwüstung hervorruft?

Meine Antwort: Rabash erzählte mir, wie schwierig es für ihn war, Arbeit zu finden und wie viele Male er die Arbeit wechseln musste. Er arbeitete als Schumacher, Betonbauer, Schreiber und als Dienstbote.

Du musst, wie jeder andere auch, dazu die gleiche Einstellung haben, doch gleichzeitig dich regelmäßig (nach einem bestimmten Plan) weiterhin für das einzusetzen, wofür Du in dieser Welt lebst – der Korrektur Deiner Seele. Sei etwas demütiger, d.h. denke, dass alles vom Schöpfer kommt, und das einzige, was du dir ersehnst ist, zu spüren, dass es so ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Beharrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg
Blog-post: Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers
Blog-post: Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft
Kabbala unserer Zeit

Beharrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg


Fragen, die ich darüber erhielt, wie man schwierige Zeiten auf dem Weg überwinden kann:

Frage: Man lebt und arbeitet, man erzieht seine Kinder und studiert Kabbala als Hobby. Alles läuft gut. Man denkt sogar, dass man sein Leben gut in den beiden Welten lebt – in dieser und in der spirituellen. Und dann verliert man plötzlich seinen Job, sein Haus, das Gesparte, und dann wird noch jemand in der Familie sehr krank. Und aus irgendeinem Grund zerfällt zusammen mit unserer Welt auch unsere „spirituelle Welt“. Bedeutet das, dass das, was auch immer man spirituell erreicht hat, nur eine höhere Form von Egoismus war, ein Verlangen nach Wissen?

Meine Antwort: Dies bedeutet nur eins: Ihre Bedingungen zum Vorankommen haben sich geändert, und nun werden Ihnen neue Bedingungen zum Voranschreiten angeboten. Warum? Weil sich so das allgemeine Verlangen (die gemeinsame Seele) entwickelt, und Sie sind ein Teil davon (eine einzelne Seele). Wenn Sie nicht unter diesen neuen Bedingungen voranschreiten wollen, dann verlassen Sie den Weg der individuellen Entwicklung und werden von dann an den generellen Weg gehen, den des Leidens, den der „zum Glück gezwungen werden“ heißt.

Frage: „Wehe denen, die den Tag des Herrn begehren! Was soll er euch? Denn des Herrn Tag ist Finsternis und nicht Licht!“ (Amos, 5:18). Anfänglich blendet das Licht alle unsere Sinne, und es kommt einem wie totale Finsternis vor. Diese Finsternis hilft jedoch demjenigen, der der Spiritualität entgegenstrebt, denn sie schließt alle egoistischen Sehnsüchte aus und unser Egoismus verliert jegliches Interesse an Spiritualität. Und nur derjenige, der sich unbeugsam dem Ziel entgegenbewegt, und mit dem Rav und dem Schöpfer „ausgerüstet“ ist, empfängt Unterstützung, Beistand und Instruktion. Dann kann er auch diesen Teil des Weges überwinden, den der „Dunkelheit der Nacht“.

Ich muss zugeben, dass ich immer noch ein Bewohner dieser Welt bin – der Welt der Dunkelheit -, und ich brauche dieses Licht, damit ich „Sehkraft“ erlangen kann, die Fähigkeit, in der Welt des Lichtes sehen zu können. Meine Frage ist: was kann einer Ihrer Studenten außer dem was er bereits tut, noch tun, um dies zu erreichen?

Meine Antwort: Sich noch mehr anstrengen, um alles Streben zu einem Ziel hin zu vereinen. Und zwar deswegen, weil der Schöpfer – die Eigenschaft zu lieben und zu schenken – nur in dem vereinten Verlangen erscheint, um in diesem gemeinsamen Wunsch die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens zwischen den Seelen, zu enthüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Fragen über den Pharao – unseren Egoismus (für Fortgeschrittene)
Blog-post: Was ist Schmerz, und wie können wir damit aufhören, ihn ständig zu spüren?

Shamati – Das wertvollste Buch der Welt


In einem der letzten Blogeinträge schrieb ich, dass wir gerade eine neue Ausgabe der gesammelten Arbeiten von Rav Baruch Shalom Ashlag – dem Rabash – veröffentlicht haben. Hier möchte ich einige Einblicke in die Geschichte und das Entstehen dieses äußerst kostbaren Textes geben, den uns Rabash hinterlassen hat – das Buch Shamati:

Shamati ist das wertvollste Buch der Welt, denn es hat die Kraft, einen Menschen zum Sinn seines Lebens zu führen. Shamati ist das Hauptwerk kabbalistischer Quellen. Es beinhaltet alle Grundsätze der spirituellen Arbeit eines Menschen. Die Artikel des Buches fassen alles zusammen, was ein Mensch benötigt, um in die Höhere Welt einzutreten. Sie umspannen die unendliche Tiefe aller 125 Stufen, die ein Mensch während seines spirituellen Weges durchwandern kann und muss, bis er an das Ziel des Schöpfungsplans gelangt. Kein anderes Buch der Menschheitsgeschichte dringt tiefer in die spirituelle Arbeit des Menschen ein.

Woher kommt das Buch Shamati? Hier eine kurze Geschichte: Unter allen Büchern und Manuskripten, die mein Lehrer Rabash für den Unterricht verwendete, gab es ein spezielles persönliches Notizbuch, auf dessen Einband „Shamati“ – Hebräisch für „Was ich hörte“ -geschrieben stand. Er verließ niemals das Haus, ohne dieses Buch bei sich zu tragen. Er hörte auch nie auf, es zu studieren und darin zu lesen.

Eines Tages zu später Stunde gab er es mir mit den Worten: „Nimm dieses Notizbuch und verwende es.“ Ich verstand sofort, dass sein Weg bald zu Ende gehen würde. Und tatsächlich verstarb er am nächsten Morgen. Seine reine Seele stieg zu den unbekannten Höhen auf, als der Morgen dämmerte.

Das Notizbuch war sehr umfangreich und umfasste die Unterrichte seines Vaters, des großen Kabbalisten Yehuda Ashlag – Baal HaSulam.

Baal HaSulam fasste darin sein gesamtes kabbalistisches Wissen zusammen, das zuvor nur verhüllt von Lehrer zu Schüler und von Generation zu Generation weitergegeben worden war – und dies über Tausende von Jahren. Dadurch bereitete Baal HaSulam eine Methode für uns vor, die uns alle zum spirituellen Aufstieg führen kann.

Rav Baruch Ashlag schrieb die Unterrichte aus dem Mund seines Vaters Wort für Wort mit. Daher sollten wir diesen Worten genau folgen und die Form, die Baal HaSulam für diese Worte wählte, exakt beibehalten. Wir sollten danach streben, in seine Gedanken einzutauchen, um denselben Weg einzuschlagen, den der Text vorgibt. So können wir den Gedanken Baal HaSulams folgen. Es ist wichtiger, sich an einen großen Kabbalisten zu heften, als auf die Schönheit der linguistischen Feinheiten zu achten. Wir sollten danach streben, die innere Schönheit dieser Texte zu erfassen – dadurch wird unser Verständnis für die Artikel eine konstante Entwicklung erfahren, sodass wir tiefer und tiefer in deren Inhalt eindringen können.

In diesen Artikeln bezieht sich Baal HaSulam oft auf Aussprüche anderer Kabbalisten und deren höchste Erkenntnisse. Diese Zitate geben uns einen Einblick in die Tiefe des Themas. Sie helfen uns auch zu realisieren, dass wir die Methode der Anheftung an den Schöpfer aus der Abstammungslinie der Kabbalisten erhalten – sie wird uns von dem allerletzten Kabbalisten dieser Linie übermittelt – vom großen Baal HaSulam.
All diese Texte sollten als ein Gesamtwerk betrachtet werden, weil sie alle nur über das Gleiche sprechen. Sie beschreiben, wie das Geschöpf nach seinem Erschaffer sucht, wie es sich Ihm langsam annähert, um schließlich mit Ihm zu verschmelzen.

Tatsächlich erläutern diese Texte die Arbeit, die ein Mensch auf sich nehmen muss, um die Gleichheit der Form, Anheftung und Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen. In der gesamten Wirklichkeit gibt es keinen anderen Grund für unsere Existenz außer diesem erhabenen Ziel. In Übereinstimmung mit diesem Ziel ermöglicht der Mensch der Wirklichkeit, allen Welten und allem darin Existierenden den Aufstieg und die Verschmelzung mit dem Schöpfer.

Daher müssen wir verstehen, dass sich das gesamte Universum, alle Geschöpfe und alle Welten innerhalb eines Menschen befinden. Jeder Mensch muss sich vorstellen, dass er dieser Mensch ist und dass er frei wählen und handeln kann. Er – und nur er – steht dem Schöpfer gegenüber und hat die Verantwortung und das Privileg, diese notwendige Arbeit zu verrichten, um Übereinstimmung der Form, Verschmelzung und Anheftung an den Schöpfer zu erreichen.
Davon handelt das Buch Shamati.

Die Uhr tickt und die Zeit eilt. In allen Teilen der Welt gibt es Menschen, die ein zunehmendes Interesse an spirituellem Fortschritt und Aufstieg in sich spüren und sich fragen: „Was ist der Sinn meines Lebens?“
Dies ließ mich die Einzigartigkeit und Wichtigkeit der Shamati Artikel erkennen und daher habe ich mich entschlossen, dieses Buch zu veröffentlichen und es der Welt zu enthüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Größte, was Sie tun können, ist das Größte zu erlangen, was es gibt
Shamati Artikel

Sprach der Ari mit den Dybbuks?


Eine Frage, die ich erhielt: In der „Einführung zum Buch Baum des Lebens“ beschreibt Rabbi Chaim Vital viele Aspekte der Kabbala des Ari. Er schreibt folgendes über Ari: „Er war fähig, mit reinkarnierten Seelen zu sprechen. Er kannte alle Geheimnisse aller Menschen, die Wurzel ihrer Seelen und jedes Detail aus ihren vorherigen Leben. Er konnte sowohl mit den Dybbuks sprechen, als auch sie korrigieren und sie aus den Körpern der Menschen austreiben, die sie in Besitz hatten.“ Meine Frage lautet: Was sind die „Dybbuks“? Ich konnte dieses Wort in keinem heute verfügbaren Studienmaterial finden. Vermutlich bezieht es sich auf innere Kräfte eines Menschen, oder?

Meine Antwort: Das ist völlig richtig. Dies bezieht sich auf innere Kräfte des Menschen, da sich alles Existierende in unserem Inneren in Form von Kräften, Verlangen und Gedanken befindet. Siehe Baal HaSulams „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 34. Nichts existiert außerhalb des Menschen. Wir nehmen die Welt als außerhalb von uns wahr, tatsächlich jedoch ist es nur eine Projektion unserer Eigenschaften auf das weiße Licht. Im Buch Sohar wird gesagt „Alle Welten befinden sich innerhalb des Menschen“, doch der Mensch nimmt sie im Äußeren wahr, damit er den Schöpfer als außerhalb von sich selbst empfindet und Ähnlichkeit mit Ihm erlangen kann. In dem Maße, in dem er Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangt, wird er beginnen, alles, was „außerhalb von ihm“ geschieht, als etwas wahrzunehmen, das „innerhalb von ihm“ geschieht. Heute, in unserer Welt, werden wir zur Tatsache gelangen, dass unsere Wahrnehmung absolut subjektiv ist – dass sie in unserem Innern stattfindet.

Verwandtes Material:
Große Kabbalisten der Geschichte

Die Verbindung zwischen Spiritualität und körperlicher Welt

Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man Spiritualität und das normale Leben miteinander verbindet

Frage: Wie beeinflusst und belebt die spirituelle Welt unsere Welt, wenn die beiden Welten nicht miteinander verbunden sind? Haben sie eine „Ursache-Wirkung“ Verbindung? Wenn dem so ist, warum ist dann unsere Welt nicht auch perfekt und ewig?

Meine Antwort: Unsere Welt wird völlig von oben beherrscht. Und jeden Tag überzeugen wir uns davon immer mehr, weil, egal wie wir versuchen, die Dinge zu verändern, nichts gemäß unserem Plan verläuft.

Der einzige Weg, wie wir die Höhere Welt (von unten nach oben) beeinflussen können, besteht darin, eine Beschleunigung (jedoch keine Veränderung) des Prozesses unserer Korrektur (durch das Studium in der Gruppe und Verbreitung) hervorzurufen (zu erbitten). Wir werden diese Beschleunigung so wahrnehmen, als ob Schlechtes und Leiden durch Güte und Genuss ersetzt werden.

Frage: Warum muss ein Mensch den spirituellen Teil seines Lebens vom regulären Teil trennen?

Meine Antwort: Es ist nötig, beide Welten zu trennen. Jedoch sind sie an sich nicht getrennt, sondern nur bezüglich des Menschen, der diese erlangt. Außerhalb eines Menschen gibt es nur das allgemeine Licht. Wenn ein Mensch einmal die Höhere Welt erlangt, sieht er durch diese unsere Welt und er ist dann nicht mehr verwirrt über den Ursprung von allem was geschieht und von den Verbindungen zwischen allen Teilen der Welt. Doch wenn er anfängt, die Höhere Welt von unserer Welt aus zu erreichen, dann wird er verwirrt werden und Kräfte hinter Objekten sehen. Er wird das gleiche tun, was die Religionen und Glaubensrichtungen tun und anfangen zu denken, das es innerhalb von Objekten unserer Welt Spiritualität gäbe, materielle Objekte wie Bäume, Glücksbringer, rote Bändchen, heiliges Wasser, anbeten oder die Zukunft voraussagen. Deshalb schreibt Baal HaSulam, dass ein Mensch erst die Höhere Welt erreicht und erst danach, aus ihr heraus, anfängt, die herabsteigenden Kräfte, die unsere Welt und die Phänomene in unserer Welt herausbilden, zu untersuchen.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Wissenschaft Kabbala
Baal HaSulam Artikel: Die Wissenschaft der Kabbala und deren Wesen
Baal HaSulam Artikel: Matan Torah (Die Gabe der Torah)

Licht ist alles, was im Kli empfangen wird


Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet Licht im spirituellen Sinn? Was ist der Unterschied zwischen dem Licht in den unteren spirituellen Welten im Vergleich zu den Oberen, die dem Schöpfer näher sind?

Meine Antwort: Alles, was im Kli (der Seele) empfangen wird, nennt man Licht. Sieh dir diese Definition in Talmud Esser Sefirot an. Der Unterschied zwischen den Lichtern besteht nicht in und an den Lichtern selbst, sondern in den Gefäßen, den Kelim, den Verlangen, welche sie füllen – dem Ausmaß des Schenkens, der Kraft der Korrektur.

Genauso ist das Licht in unserer Welt einfach und weiß, aber es besteht aus den sieben Lichtern oder Farben, weil es potentiell durch die sieben Arten des Kli enthüllt werden kann. Jedoch existiert es nicht aus sich selbst heraus. Es gibt kein Licht außerhalb des Kli; es gibt keinen Schöpfer außerhalb der Schöpfung.

Wir studieren lediglich Materie und ihre Form. Wir sind nicht fähig, die abstrakte Form und das Wesen zu studieren, weil wir diese nicht auf bewährte Weise erreichen können. Im Weltraum gibt es kein Licht sondern nur Dunkelheit, denn es gibt kein Objekt, das es stoppen oder reflektieren könnte – es gibt dort kein Kli.

Wenn Licht durch Glas hindurch tritt, absorbiert das Glas eine Komponente des Lichtes und es wird folglich als absorbiertes Licht wahrgenommen. Absorbiert das Glas rote Wellen, wird das Licht als rot wahrgenommen. Demnach sehen wir nicht das Licht an sich, sondern nur seine Ausdrucksform in der Seele. Genauer gesagt: die Reaktion der Seele oder des Verlangens auf etwas außerhalb in den spirituellen Welten wird Licht genannt. Mit anderen Worten, das Licht ist die Eigenschaft des Schenkens, welche die Seele erlangt hat und die es nun wahrnimmt. Wir sehen also nicht das Licht, sondern die Eigenschaften des Kli oder der Seele, die durch etwas, das Licht genannt wird, wiedergegeben wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist das Höhere Licht?
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
Blog-post: Es werde Licht!
Kabbala Heute Artikel: Licht – Die kabbalistische Bedeutung

In der Spiritualität braucht man kein Wissen!


Zwei Fragen die ich darüber erhielt, welche Rolle Wissen beim spirituellen Aufstieg spielt

Frage: Muss ich um voranzukommen wissen, in welchem Stadium und auf welcher spirituellen Stufe ich bin? Und ganz im Allgemeinen, wie wichtig ist es für meine spirituelle Entwicklung, Kenntnisse über die spirituellen Welten zu haben?

Meine Antwort: Wissen ist sowieso egal. Allerdings hilft es Ihnen, mit dem Thema (der Korrektur Ihrer Seele) in Verbindung zu stehen. Dennoch ist das Wichtigste, das Licht der Korrektur anzuziehen und dies geschieht während des Studiums authentischer kabbalistischer Texte. In der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot,“ Punkt 155, steht geschrieben, dass das Licht in dem Maße übergeht, in dem man zu verstehen wünscht, was im Text gesagt wird, selbst wenn man nichts davon versteht. Das heißt, eine Person versucht im Prinzip zu verstehen, was das Buch über sie und ihren Zustand sagt. Das kommt daher, weil ein kabbalistischer Text alle Zustände aller Seelen beinhaltet und jede Seele ist im Stande, „ihre eigene Frequenz zu finden,“ die Frequenz, auf der die allgemeine Seele, der Schöpfer, zu ihr spricht.

Frage: Sie sagten, dass eine Person, die in der Kabbala voranschreitet, sich nicht den Büchern zuwenden muss, wenn sie sich ihrer Freiheit der Wahl bewusst wird. Dies sei etwas, das sie innerlich tun müsse. Meine Frage ist: Wie macht man das innerlich mit sich selbst aus, wenn man die Kräfte dafür nicht in sich hat? Sie sagten, dass sich eine Person der Gesellschaft zuwenden sollte, wenn er seine Freiheit der Wahl begreifen will.

Meine Antwort: Baal HaSulam spricht darüber in einem seiner Briefe. Er schreibt, wenn der Mensch das Verlangen hat, etwas in sich selbst zu begreifen, solle er mit sich alleine sein, ohne Bücher. Auf diese Weise wird man sich selbst und das Ergebnis dessen spüren, was durch das Studium der Kabbala mit einem geschehen ist. Man wird im Stande sein, sich selbst, seinen Weg, zu finden, etwas Eigenes, anstelle dessen, was andere sagten.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Einführung zu Talmud Esser HaSefirot

Wozu sollen wir Fragen stellen?


Zwei Fragen über das Thema „Fragen und Antworten“

Frage: Worin liegt der Sinn im Zuhören, wenn ein anderer Mensch Ihnen eine Frage stellt? Und ganz allgemein gesehen, was soll das Fragenstellen?

Meine Antwort: Es steht geschrieben: „eine schüchterne Person kann nicht studieren“. Jeder muss Fragen stellen. Gleichzeitig sollte man die Antwort beherzigen und sich so lange in sie vertiefen, bis sie absolut klar wird, d.h. bis sie uns erreicht. Wenn Sie Ihrem Freund zuhören, verbinden Sie sich mit seinem Verlangen nach dem Ziel und das ist wichtig für die Verbindung in der Gruppe. Ich meine damit, dass Ihr Verlangen für sich alleine niemals ausreicht, um das Ziel zu erreichen, damit das Or Makif (Umgebendes Licht) eine neue Absicht – „um anderer willen“ – in Ihrem Verlangen erweckt. Zum Zwecke einer solchen Einheit mit anderen, erschienen die Welten, wurde die Seele von Adam erschaffen und dann zerbrochen und diese Welt so derart nieder erschaffen. Damit wurde für jeden ein Ort der Willensfreiheit geschaffen. Folglich ist das einzige, was wir tun, unseren freien Willen in unserem Bemühen zu verwirklichen, die Verlangen und das Ziel unserer Freunde in der gesamten Weltgruppe aufzusaugen.

Nur auf diese Weise kann die Menschheit ihre allgemeine Krise bewältigen, d.h. durch die Enthüllung ihres gegenseitigen Hasses und Ihrer Trennung untereinander. Die Menschen werden feststellen, dass dieser gegenseitige Hass und diese Trennung eine lebensbedrohliche Situation verursachen, sogar bis zur Zerstörung ihrer Leben.
Obwohl ihr Leben leer und wertlos ist, empfinden sie es als das Wertvollste, was sie haben, denn sie haben nur das eine.
Darum werden sie beginnen, die Fragen – die Verlangen anderer – anzuhören, bis sich alle in einer einzigen Frage vereinigen (Wie im Punkt 2 der Einführung zum Talmud Esser Sefirot beschrieben): „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Dann werden sie zur Kabbala kommen.

Frage: Sie erwähnen oft, dass Spiritualität sich außerhalb von Zeit, Raum und Bewegung befindet. Was meinen Sie damit?

Meine Antwort: Sie müssen die Antwort in Talmud Esser Sefirot, Teil 1, Histaklut Pnimit (Innere Betrachtung) finden. Da kommen Sie nicht drum herum. Sie müssen es studieren. Diejenigen, die glauben, dass sie durch das Stellen von Fragen auf einfache Weise zu Wissen gelangen können, haben nicht verstanden, dass nur durch das Studium des Materials von Baal HaSulam (in jeder beliebigen Sprache) dass Licht der Korrektur angezogen werden kann. Fragen und Antworten sind nur dazu gedacht, Einsteiger auf den richtigen Weg zu bringen. Sie sollten wenigstens alle Beiträge dieses Blogs durchgehen. Vielleicht ist diese Form des Studierens fürs Erste am angebrachtesten für sie.

Verwandtes Material:
Interactive FAQ – Question Your Reality
eBook: The Kabbalah Experience – The Definitive Q&A Guide to Authentic Kabbalah
Purchase the Book: The Kabbalah Experience – The Definitive Q&A Guide to Authentic Kabbalah

Vermischen Sie die zwei Welten nicht!


Zwei Fragen, die ich über die Verbindung zwischen den körperlichen und den spirituellen Welten erhielt:

Frage: Wenn jemand beginnt, sich spirituell zu entwickeln, verliert er das Interesse an Dingen dieser Welt, einschließlich universitärer Studien. Ich verstehe, dass es wichtig ist, die beiden Welten unter einen Hut zu bringen. Ich kann jedoch die Verbindung zwischen der spirituellen Entwicklung und der akademischen nicht spüren. Es steht geschrieben, dass die Quelle des Leidens der Mangel einer Verbindung zwischen den verschiedenen Teilen der Schöpfung ist. Wie kann ich diese Verbindung in mir selbst verwirklichen: den Ruf nach Spiritualität, den ich entdecke und die Verantwortung als Student? Wie kann ich meine akademischen Studien mit dem Ziel der Schöpfung in Einklang bringen? Sollte ich die Antwort darauf selbst finden und meine Verwirrung als Teil meiner Entwicklung sehen?

Meine Antwort: Das ist richtig! Ihre Verwirrung ist Teil Ihrer Entwicklung. Mein praktischer Rat an Sie ist: Schaffen Sie in Ihren Gedanken, ihrem Verstand, einen freien Platz, den Sie für Ihr akademisches Studium verwenden. Und mit ihrem restlichen Verstand denken Sie über Spiritualität nach. Vermischen Sie nicht eine Welt mit der anderen und machen Sie Fortschritte in beiden. Viel Glück dabei!

Frage: Wie trenne ich das Alltagsleben vom spirituellen Leben?

Meine Antwort: Außer Kabbala in Ihrer Freizeit zu studieren, sollten sie in ihrem Leben nichts ändern. Um Verwirrung in der Kabbala, dem Studium „jener Welt“ während man in „dieser Welt“ lebt, zu vermeiden: versuchen sie, mit „einem Teil ihres Verstandes“ über Kabbala nachzudenken und mit dem anderen Teil über unsere Welt. Zeigen sie sich anderen Menschen gegenüber auf keine Weise anders, auch nicht anders als sie früher waren. Sprechen sie mit niemandem über Kabbala, außer mit den Leuten, mit denen sie studieren. Studieren sie die Artikel von Rabash über die Gruppe (siehe unten) und setzen sie diese in die Realität um. Das wichtigste ist, bei wenigstens einem Teil unserer täglichen Lektionen (siehe unten) (virtuell) anwesend zu sein.

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Verwandtes Material:
Rabashs Artikel über die Gruppe

Lektionen von Michael Laitman:
Tägliche Kabbala-Lektionen von Rav Michael Laitman, PhD, werden live auf Kabbala TV übertragen: 3:20 bis 6:00 israelische Zeit/2:20 bis 5:00 unsere Zeit, Sonntag bis Freitag und sind auf Kabbalah Media Archive archiviert

Ägyptische Pyramiden und Spirituelle Geographie


Zwei Fragen, die ich bezüglich spiritueller Beziehungen zu geographischen Orten erhalten habe:

Frage: Wie kamen die Pyramiden in Ägypten zustande und warum geschah dies gerade an diesem Ort? Wie war es möglich, die Pyramiden mit solch einer Präzision, ohne leistungsfähige Technologien, zu erbauen? Der erste und der zweite Tempel wurden zerstört, doch die Pyramiden stehen immer noch.

Meine Antwort: Nichts entsteht einfach aus der Luft oder von „oben“ und materialisiert sich aus dem Nichts. Die Pyramiden wurden von Menschen gebaut und sie stehen immer noch, da sie den allgemeinen Egoismus repräsentieren, der lebendig ist und stärker wird. Andererseits wurden die Tempel zerstört, da die nötige Masse an Menschen fehlt, die beide Welten wahrnimmt und diese verbindet. Wenn der Egoismus in Zukunft korrigiert wird, wird die allgemeine Seele, zusammen mit ihrem irdischen Symbol, dem Dritten Tempel, erscheinen. Doch nach der allgemeinen Korrektur der Menschheit, wird diese Welt anfangen, sich unserer Wahrnehmung zu entziehen.

Frage: Zum Unabhängigkeitstag von Israel habe ich eine Sendung gesehen, bei der Sie über die spirituelle Unabhängigkeit Israels gesprochen haben. Neben anderen Themen sprachen Sie von der spirituellen Geographie Israels. Doch leider haben Sie, zu meiner Überraschung, den Süden Israels, die Wüste Negev, überhaupt nicht angesprochen. Schließlich ist dies auch ein Teil der Nation. Bedeutet das, dass die spirituellen Kräfte nur den Teil Israels beeinflussen, der sich von Ramat HaGolan bis zum Toten Meer erstreckt?

Meine Antwort: Natürlich nicht. Die Wüste Negev war immer ein Teil von Israel, doch dieser Ort wird nur von minimalen spirituellen Kräften beeinflusst und folglich ist dieser Ort natürlich unbelebt. Mehr darüber finden Sie in Teil 16 von Talmud Eser Sefirot.

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Verwandtes Material:
Kabbalah Heute Artikel: Israel’s Spirituelle Geographie
Kabbalah für Fortgeschrittene: Lektion 10
KabbalaHeute: Erbe das Land
Chapter 1.6 in the book „The Path of Kabbalah: Landmarks“