Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Weisheit'

Obama: Chance auf Hoffnung oder eine neue Enttäuschung?


News Report: „Obama wird bald seine Wähler enttäuschen.“ Die Menschen setzen große Hoffnung in Obama. Er ist nicht nur ein politischer Führer sondern verkörpert auch die Hoffnung einer ganzen Generation, ein Mann, der allen Wohlstand bringt und nicht zu vergessen: Erlösung von der Finanzkrise.

Mein Kommentar:
Die Gründe für Obamas Wahl: In den letzten Jahren sah die Welt in Amerika den selbsternannten Weltpolizisten und Oberlehrer. Krieg im Irak, Gefangene in Guantanamo ohne Anhörung und Gericht und Amerikas Arroganz – dies alles führt zu Reibereien mit Europa, Lateinamerika und Asien. Erinnern wir uns auch an den kalten Krieg zwischen den USA und Russland. Mit anderen Worten haben die USA ein ziemlich schlechtes Image. Ihnen wird die Schuld für alle Katastrophen und Missstände auf der ganzen Welt zugeschrieben.

Dieses unattraktive Image wurde durch die Finanzkrise noch getoppt, für deren Ursache ebenfalls die USA verantwortlich gemacht werden. Befinden sich doch die größten internationalen Wirtschafts- und Finanzzentren in Amerika. Je schlechter sich die Menschen in den Krisenzeiten auf der ganzen Welt fühlen, umso mehr werden sie die USA hassen und sie beschuldigen. Die Meinung der Welt ist, dass das angelsächsische weiße protestantische Amerika schon seit zu langer Zeit dem Rest der Welt seine Maßstäbe aufoktroyiert.

Um diesem negativen Image zu entkommen, entschieden sich die Amerikaner, den afroamerikanischen Barack Obama zu ihrem Präsidenten zu wählen. Dies neutralisiert den Hass der afroamerikanischen und spanischen US-Bürger, verbessert die Beziehungen zu Lateinamerika, Asien, Afrika und sogar Europa. Es nimmt auch den Russen den Wind aus den Segeln, denn mit einem schwarzen Präsidenten kann man Amerika nicht mehr für alles verantwortlich machen. Die Operation wurde erfolgreich und mit dem richtigen Timing durchgeführt. Jedoch wird es abseits der Beschuldigungen, der Wut und der internationalen negativen Haltung gegenüber Amerika letztendlich positive Ergebnisse bringen?

Die Lösung: Entsprechend der Weisheit der Kabbala fängt die globale Krise gerade erst an und wird weiter wachsen. Solange bis die Menschheit sich in Übereinstimmung mit der Natur (dem Schöpfer) bringt. Die Kabbala erklärt, wie man dabei vorgehen soll.

Enttäuschung: Heute ist es sehr unwahrscheinlich, dass Obamas Berater auf kabbalistische Weisheiten und Prinzipien zurückgreifen. Offensichtlich muss die Welt noch ein paar Schläge mehr einstecken – wie der Pharao in Ägypten – um die Wahrheit zu hören. Daher haben alle, die auf positive Veränderungen hoffen, mit einer Enttäuschung zu rechnen! Der Schöpfer gab der Welt einen neuen Führer – Obama, doch er kann nur der Führer werden, wenn er die globale Wiederinstandsetzung der menschlichen Wahrnehmung der Welt in Gang bringt.

Die Lage der Welt kann sich nur durch das Studium des Wesens einer Globalen Welt verbessern, indem man der Menschheit eine neue Haltung gegenüber der Welt beibringt – der Welt als Gesamtes. Wenn wir ein System der globalen Bildung über die globale Welt erschaffen, wird sich die Menschheit umgehend als mit der Natur im Einklang wahrnehmen und die Hoffnung und Träume aller Menschen werden wahr.

Verwandtes Material:
Blog-post: Können wir eine Rezession vermeiden?
Blog-post: Amerika – Woher kommt bloß dieser Optimismus?
 
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Der Kabbala Kanal YES 66 bringt gute Veränderungen


Aus vielen Briefen erfahre ich, dass Menschen, wenn sie erst einmal unseren neuen Kabbala Kanal eingeschaltet haben, regelrecht daran festkleben und ihn nicht mehr ausschalten können. Ich bin sicher, dass nachdem die Menschen eine kurze Zeit im Hintergrund kabbalistische Texte gehört haben anfangen, in ihrem Innern und in der Welt insgesamt eine Veränderung zu verspüren – eine Veränderung in Richtung Güte. Dies wird keine illusorische Veränderung sein, sondern eine aufrichtige Veränderung des Menschen und der Welt, weil dies vom Or Makif – dem Umgebenden Licht – durchgeführt wird, der einzigen Kraft, die alles in Richtung Güte wenden kann!

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Durch das einfache Anschauen oder Hören dieser Programme erweckt man den Einfluss guter Kräfte auf sich, wie Baal HaSulam in Punkt 155 von „Einführung in Talmud Esser HaSfirot“ schreibt:

„Solange der Mensch keine Perfektion erlangt hat, wird das zur Erfüllung seiner Seele bestimmte Licht als Umgebendes Licht definiert.

Demzufolge scheint das Licht unverzüglich in gewissem Maße auf ihn, wenn er sich mit der Weisheit der Kabbala beschäftigt, und bringt ihn der Erreichung der Perfektion näher.“

Die Bedeutung der Religion in unserem Leben

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, dass Kabbala in keinster Weise etwas mit Religion zu tun hat. Warum haben dann Christen, Muslime und Anhänger anderer Glaubenssysteme keine kabbalistischen Bücher? Kommen diese nicht alle aus der jüdischen Religion?

Meine Antwort: Baal HaSulam schreibt, dass die Menschen ihre entsprechenden Religionen sogar nach der endgültigen Korrektur – der Vereinigung mit dem Schöpfer – beibehalten. Dies ist ein Zeichen dafür, dass äußerliche Handlungen in keinster Weise in Bezug zur Spiritualität stehen, auch wenn viele Menschen diesen Handlungen große Bedeutung beimessen.

Die Weisheit der Kabbala wurde vor 4.000 Jahren in Babylon von Abraham entwickelt. Die jüdische Religion, wie wir sie heute kennen, erschien erstmals vor 2.000 Jahren, nach dem Fall des jüdischen Volkes von einem spirituellen Niveau. Die Kabbala wurde anschließend verborgen (als der Sohar geschrieben wurde), und alles was blieb, war ein physischer, egoistischer „Abdruck“ der vorangegangenen spirituellen Lebensweise. So bildete sich der Judaismus in der Art, wie er heute existiert.

Später entstanden daraus auch das Christentum und der Islam.

Die jüdische Religion entwickelte sich zu orthodoxen, konservativen oder reformierten Teilgebieten. Der Unterschied zwischen ihnen liegt lediglich in größeren oder kleineren Beschränkungen in der Befolgung der physischen Gebote. Daher verstehen sie sich untereinander, befinden sich auf dem gleichen egoistischen Niveau und erhalten dies gemeinsam aufrecht.

Anders gesagt, das Handlungsziel befindet sich innerhalb der Person, d. h. in der Absicht, „für sich selbst zu empfangen“.

Auf der anderen Seite, ruft die Kabbala dazu auf, der Absicht „des Schenkens“ zu folgen („für deinen Nächsten oder für den Schöpfer, d. h. „außerhalb sich selbst“).

Es geht nicht darum irgendwelche physischen Handlungen zu befolgen. Es geht vielmehr um innere Handlungen als um äußerliche (siehe dazu Punkt 61 aus der „Einführung in das Buch Sohar“). Folglich ist Kabbala das genaue Gegenteil aller Religionen.

Das ist der Grund dafür, warum sich Religionen untereinander verstehen, aber Kabbala für absolut unakzeptabel halten. Die Menschheit wird noch von vielen Schicksalsschlägen heimgesucht werden, bevor sie den Plan des Schöpfers enthüllt – ihm durch die eigene Absicht näher zu kommen.

Heutzutage kommt die Kabbala wieder in Verwendung, um den Menschen zu korrigieren. Wir müssen sie in unser Leben integrieren, indem wir damit beginnen, uns selbst zu korrigieren. Es gibt auch einen Platz für Religion: als eine Form von Kultur. Dies liegt daran, dass die Kabbala dem Menschen den Schöpfer und die Höheren Welten enthüllt und so keinen Raum für Vermutungen über sie übrig lässt. Alles was unter diesen Umständen von der Religion übrig bleibt sind Gebräuche und Traditionen.

Religionen sind der Kabbala deshalb feindlich gesonnen, weil Kabbala jedem Menschen Aufschluss darüber gibt, wie der Schöpfer zu enthüllen ist und auf diese Weise die Notwendigkeit von Religion negiert. Indem sie Menschen eine persönliche Verbindung mit dem Schöpfer gibt, beschneidet sie die Macht religiöser Führer über die Menschen.

Trotzdem befürworten Kabbalisten die Bewahrung der Religion als eine Tradition oder Kultur, als Rahmen und Lebensstil einer Nation. Gleichzeitig sagt die Kabbala, dass wir diese Lebensart mit der Erreichung des Schöpfers ergänzen sollten – was das Schöpfungsziel des Menschen ist und sein vollkommener Zustand.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel

Die Krise der irdischen Weisheit

Zwei Fragen, die ich über „Weisheiten“ erhielt, die versagt haben:

Frage: Warum befinden sich alle „weisen Menschen“ in der Krise?

Meine Antwort: Weil es offenbar geworden ist, dass sich ihre „Weisheit“ in der Krise befindet! Im Grunde ist sie menschlich und irdisch, nicht „Höher“. Allein die Weisheit der Kabbala wird jedem enthüllt werden – erhaben, auf dem Thron der höchsten Wertschätzung.

Frage: Lenin war von dem Verlangen getrieben, mehr Menschen (das Proletariat) durch eine bessere Gesellschaft glücklich zu machen. Im Wesen – nicht in der Form – stimmt dieses Verlangen mit dem Verlangen des Schöpfers, die Geschöpfe glücklich zu machen, überein. Warum fühlen Sie sich beim Gedanken an seine „Rede auf dem Panzer“ immer noch „krank“?

Meine Antwort: Die halbe Welt bekommt Magenschmerzen beim bloßen Gedanken an ihn! Sie können sich heute immer noch nicht von diesem Fehler der zwanghaften Einführung von Einheitsbedingungen, Bürgschaft, Brüderschaft, Kommunaleigentum und gemeinsamen Produktionsmitteln sowie deren Konsequenzen erholen.

Das alles muss mittels der Selbstkorrektur des Menschen, freiwillig und durch Erziehung geschehen, anstatt durch die erdrückende „Erziehung“ des KGB, als sie ihr eigenes Volk vernichtet haben. Baal HaSulam schreibt in seiner Zeitung HaUma“ (Die Nation) und in dem Artikel „Die Generation der Zukunft“ darüber.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Frieden in der Welt
Vorwort zum Buch Sohar, Punkte 19-20
Vorwort zum Buch Sohar, Punkte 21-25

Lateinamerika hat die Kabbala entdeckt

Unsere Freunde aus Mexiko berichteten, dass 2.000 Zeitungen in einer halben Stunde am Zocala Square im Zentrum von Mexiko City verteilt wurden, wo eine Buchmesse stattfand. Die Leute waren eifrig dabei sich Zeitungen zu nehmen; sie stellten Fragen über die Weisheit der Kabbala und wo sie diese studieren können.

Lateinamerika hat während der letzten vergangenen Jahren die Kabbala entdeckt. Es gibt in jedem Land und in jeder großen Stadt Gruppen unserer Freunde und Studenten, sowie viele einzelne Studenten, die alleine studieren. Wegen der riesigen Entfernungen und teuren Flüge arbeiten wir daran, unsere virtuelle Verbindung zu verbessern, sodass dadurch eine vollkommene Illusion physischer Kommunikation erzeugt wird. Unsere Seelen sind sowieso verbunden! Ich hoffe, dass ich im Frühling meine lateinamerikanischen Studenten besuchen kann.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala News aus aller Welt
Kabbala Webseite in Spanisch

Anstatt unser Wirtschaftssystem zu ändern sollten wir uns vielmehr bemühen, das Höhere Korrigierende Licht anzuziehen


Frage: Aus den Artikeln Die Bürgschaft und Aufbau der Gesellschaft der Zukunft kann man schließen, dass vom wirtschaftlichen Standpunkt aus eine Kabbalistische Gesellschaft dem Kollektivismus oder Kommunismus ähnlich ist und dass dies eine notwendige Voraussetzung für das Empfangen der Tora und die Enthüllung des Schöpfers ist. Denn nur dann hören die Menschen damit auf, nur an sich selbst zu denken. Gibt es Pläne für neue wirtschaftliche Beziehungen innerhalb des Rahmens eines „virtuellen Kabbala Staates“. Oder ist es dafür noch zu früh? Vielleicht können wir vorübergehend wirtschaftliche Modelle umsetzen und sie in eine neue kapitalistische globale Wirtschaft einfließen lassen? Was denken Sie – wie könnte sich die Weltwirtschaft zu einem idealen Zustand entwickeln?

Antwort: Wir sollen die Gesellschaft und ihre Einrichtungen nicht künstlich verändern, sondern unsere Beziehungen untereinander von egoistisch zu altruistisch transformieren, durch das Höhere Licht. Die Weisheit der Kabbala erklärt uns genau, wie wir der Natur ähnlich werden können. Durch das Studieren erwecken wir das Höhere Korrigierende Licht (Umgebendes Licht, Or Makif). Es verändert uns, gibt uns Verlangen, Gedanken und Kräfte, um alles innerhalb von uns selbst und zwischen uns zu verändern.

Wenn wir uns nicht durch den Einfluss des Höheren Lichts verändern, sondern nur das verändern, wozu wir gerade Lust haben, bringt das Chaos über uns – wie der Sozialismus in Russland oder die Kibbuzim in Israel. Amerika wird nun dazu angetrieben, Firmen zu verstaatlichen und so geht es eher in Richtung Sozialismus und nicht mehr zum Kapitalismus. Doch das ist nicht die Art Sozialismus (oder Kommunismus), über den die Kabbala spricht.

Wir, die Mitglieder der Internationalen Kabbala Akademie (Bnei Baruch), müssen Folgendes tun:

1. Für unsere Existenz nur das Nötigste zu beanspruchen.
2. Uns selbst korrigieren, indem wir die Kabbala in der richtigen Umgebung studieren (für die „richtige Umgebung“ siehe Artikel Die Freiheit, der uns erklärt, welche Kraft in unseren Handlungen liegt).

Den Rest macht das Licht.

Unsere Zielvorstellung ist, eine virtuelle Gesellschaft zu bilden, die als Beispiel für die gesamte Welt dienen wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer wird in der Einheit unseres virtuellen Versammlungsplatzes enthüllt werden
Blog-post: Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Die einzigartige Kraft der Kabbala


Das Höhere Licht leuchtet für jeden, der sich in das Studium der Weisheit der Kabbala vertieft, auch wenn er es nicht spürt, denn er ist noch nicht ausreichend korrigiert, um dieses Licht in seinem Inneren zu empfangen. Trotzdem korrigiert ihn diese Erleuchtung von Oben und bereitet ihn stufenweise auf das Empfangen des Lichtes vor.
Baal HaSulam, Einführung in die Lehre der Zehn Sfirot, Punkt 155

Alle Hürden, die ein Mensch erfährt, kommen von Oben, damit sie seine spirituelle Entwicklung vorantreiben – daher ist er mit seinem derzeitigen Entwicklungsstand nie zufrieden. Nur jenen, die der Schöpfer näher an Sich heranbringen möchte, schickt er Hilfe, um ihnen zu zeigen, dass sie spirituell nicht fortschreiten und Er gibt ihnen ebenfalls Gedanken, die sie an Ihm – dem Schöpfer – zweifeln lassen.
Baal HaSulam, Shamati, Es gibt nichts außer Ihm

Das Schöpfungsziel besteht darin, den Geschöpfen Freude zu schenken, und solange ein Mensch nicht alle Freuden empfängt, die der Schöpfer für ihn vorgesehen hat, hat er das Schöpfungsziel nicht erreicht.
Rabash, Das Wesen und die Korrektur der Schöpfung

Es ist die Aufgabe des Menschen, durch eigene Korrektur das Schöpfungsziel zu erreichen. Die Korrektur liegt darin, die Eigenschaft des Schenkens zu erlangen. In dem Ausmaß, wie ein Mensch über diese Eigenschaft verfügt, empfängt er das, was der Schöpfer für ihn vorgesehen hat.
Rabash, Das Wesen und die Korrektur der Schöpfung

Ein Mensch muss nicht nur sein Außen sondern auch sein Innen korrigieren – sein „Ich“, seinen Egoismus. Dies kann nicht durch äußere Handlungen geschehen – durch Fasten oder Einschränkung. Im Gegenteil: Der Egoismus liebt solche Einschränkungen, denn er kann auf sie stolz sein. Die Korrektur liegt darin, seine Bedeutungslosigkeit gegenüber den Freunden zu spüren – jenen, mit denen er die Kabbala studiert – aber keinesfalls gegenüber anderen.
Baal HaSulam, Pri Chacham – Briefe, S. 75

Ein kleines Loch im Herzen reicht, damit ein Mensch sich wieder dem Schöpfer zuwendet, doch nur unter der Voraussetzung, dass die Nadel in lebendem Fleisch steckt und nicht in totem.
Rabbi Menachem Mendel (Der Kotzker Rebbe), Es gibt nichts Vollkommeneres als ein gebrochenes Herz, S. 30

Der Heilige Krieg ist kein Krieg zwischen den Menschen, sondern er findet in dir selbst statt. Er bricht dann aus, wenn du gegen deine dunkle Seite ausholst und deiner guten Seite sagst: „Wachse!“
Rav Kook, Maamarei Reiya, 508

Zahlreiche falsche Doktrinen gibt es vor der Ankunft des Messias. Du kannst dich vor ihnen schützen, indem du jeden Tag den Sohar studierst. Auch wenn du kein einziges Wort dieses Buches verstehst, wird es dennoch dein Herz reinigen.
Or Jasharim, Mira Dah’ya

Wenn man eine Stunde lang das Buch Sohar studiert, hat man mehr davon, als ein Jahr lang den einfachen Kommentar darüber zu lesen.
Kisseh Melech, Tikun 43, Kapitel 60

Der Schöpfer hat keine größere Freude, als wenn die Menschen Kabbala studieren. Eigentlich wurde der Mensch nur dazu erschaffen, die Kabbala zu studieren.
Rabbi Chaim Vital, Einführung zu Shaar HaHakdamot

Während der Schöpfer sich verhüllt, erlaubt Er das Böse – jedoch nicht bis zur völligen Zerstörung der Welt. Dadurch enthüllt manch einer erst später die Einzigkeit des Schöpfers und die Korrektur alles Bösen durch Seine allmächtige Kraft.
Ramchal (Moshe Chaim Luzzato), Da’at Tevunoth, S. 185

Es gibt keine einzige Handlung, die nicht vom Höheren Licht kommt.
Ramchal, Adir BaMarom, S. 227

Alle Gebote dienen dazu, das Herz zu korrigieren, obwohl sie von physischen Handlungen sprechen oder in Versen zitiert werden – aber der Schöpfer will nur die Korrektur der Absichten im Herzen eines Menschen.
Abraham ben Meir ibn Ezra, Yesod Mora, S. 8

Ist Jerusalem teilbar?


Eine Frage, die ich erhielt: Was halten Sie von den Verhandlungen, Jerusalem zu teilen? Sind Sie für oder gegen eine Teilung?

Meine Antwort: Ich habe dazu keine eigene Meinung; ich akzeptiere die Meinung der großen Kabbalisten. Baal HaSulam schreibt: „Wenn das Volk Israel die Gesetze der Kabbala akzeptieren wird, dann wird es möglich sein, den Tempel zu erbauen und die ganze Pracht der Vergangenheit zurückzubringen. Und natürlich würde dies allen Nationen der Welt beweisen – sogar den Arabern – dass das Volk Israel das Recht hat, zu seinem Land zurückzukehren. Dies wird ganz anders als die gegenwärtige Rückführung sein, von der die Nationen der Welt nicht beeindruckt sind. Wir müssen schnell handeln oder sie könnten die Unabhängigkeit Israels zu ihrem eigenen Nutzen verkaufen, ganz zu schweigen von dem Aufgeben Jerusalems.“

Dies schrieb er vor 93 Jahren, als noch überhaupt keine Rede war von Rückführung, einem Staat Israel oder unserem Jerusalem und überdies – einer derzeitigen Teilung. Ich bin weder „dafür“ noch „dagegen“, weil ich weiß, dass unsere Korrektur das einzige ist, was uns helfen kann.

Es steht ebenfalls geschrieben: „ Wenn du den Weg der Weisheit der Kabbala befolgst und die Lehren des Schöpfers annimmst, wird alles gut sein. Und wenn du das nicht annimmst, wirst du noch immer in Richtung des Ziels voranschreiten, das Er bestimmt hat, doch dein Weg wird ein Weg voller Leid sein. In anderen Worten, es wird Krieg in der Welt ausbrechen, der mit Atom- und Wasserstoffbomben geführt wird und alle Nationen der Welt werden nach Rat suchen, wie sie die Kriege verhindern können. Und sie werden zum Messias in Jerusalem kommen und er wird sie diese Weisheit lehren.“

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Dritte Tempel und das Kommen des Messias
Blog-post: Der Bau des Dritten Tempels

„Tod in der Professorenschaft“


Als ich einige Recherchen über moderne kabbalistische Quellen machte, stieß ich auf ein Buch von Prof. Moshe Idel mit dem Titel „Kabbalah: New Perspective“. Darin erwähnt er ein Gedicht von Prof. Gershom Scholem (1897-1982) – dem Begründer des modernen akademischen Zweigs der Kabbala. Aber bevor ich mehr über das Gedicht sage, hier ein wenig Hintergrund über den Autor.

Scholem widmete seine Karriere der Erneuerung der traditionellen Kenntnisse der Kabbala durch akademische und philologische Forschung. Beispielsweise beschreibt er in einem seiner Vorträge, der im Buch „Major Trends in Jewisch Mysticism“ veröffentlicht wurde, die Kabbala seiner Zeit auf folgende Weise: „Als Ergebnis des langwierigen Entwicklungsprozesses der Kabbala, während dem die Kabbala paradoxerweise die jüdische Geschichte beeinflusste, wurde sie wieder zur selben Sache, die sie zu Beginn war – eine esoterische Weisheit kleiner Gruppen von Menschen, denen der Kontakt mit dem Leben vorenthalten ist und die darauf keinen Einfluss haben. Ebenso schreibt Scholem im Artikel „On the Possibility of Jewish Mysticism in Our Time“: „Es besteht kein Zweifel, dass es in den letzten Generationen keine erwachten Individuen gab, die die mystischen Lehren in eine neue Form bringen oder bedeutsame soziale Bewegungen einleiten konnten.“

In diesem Artikel, wie in vielen anderen auch, bestreitet Scholem eine moderne Kabbala oder eine Kabbala des 20. Jahrhunderts. Er betont, dass Kabbala aufgehört hat, eine wichtige Rolle in der Jüdischen Kultur seiner Zeit zu spielen und dass keine originären und innovativen kabbalistischen Methoden seit dem 18. Jahrhundert hervorgebracht wurden! [Rest des Beitrags lesen →]

Warum wird die Spiritualität nicht individuell, sondern durch gegenseitige Garantie erreicht?


Eine Frage, die ich erhielt: Heute wird die Weisheit der Kabbala nicht so weitergegeben, wie dies früher war, von einem Rav an seinen Studenten. Stattdessen wird die Kabbala in einer großen Gruppe implementiert. Die Spiritualität wird in einer Gruppe erreicht, wo alle 600.000 Menschen die Erkenntnis gemeinsam erreichen, wie am Berg Sinai. Ist es wahr, dass es keine Individuen mehr gibt, welche die Spiritualität über die alte Methode erreichen können? Ist dies der Grund dafür, dass die gegenseitige Garantie – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – in einer Gruppe jetzt die Methode zur Erreichung der Gleichheit der Form mit dem Schöpfer ist?

Meine Antwort: Die Kabbala wurde im alten Babylon von Abraham enthüllt. Sie ist eine Methode der Korrektur des Egoismus der gesamten Zivilisation, um diese zur Gleichheit der Form mit dem Schöpfer – zu ewiger und perfekter Existenz zu bringen. Doch seit die Menschen von Babylon ihren Egoismus nicht mehr korrigieren wollten, sondern sich egoistisch entwickeln wollten, haben wir jetzt die Sackgasse einer solchen Entwicklung erreicht, wie dies im Buch des Sohar vorausgesagt wurde.

Heute hat sich die gesamte babylonische Zivilisation über den ganzen Planeten ausgedehnt und sie erreicht die Schlussfolgerung, die dazu nötig ist, die Methode zur Korrektur anzuwenden. Es gibt einfach keinen begehbaren Weg, da wir uns ansonsten selbst zerstören werden. Der Weg der Anwendung der Methode zur Korrektur ist für jeden der, sich in einer Seele zu verbinden und „seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben.“ In der Tora wird dies als die Bedingung der Enthüllung des Schöpfers am Berg Sinai erklärt.

Über die letzten 4000 Jahre wurde die Methode aufbewahrt und an die heutigen Zeiten angeglichen. Dies wurde von einer Abstammungslinie von einzelnen Kabbalisten getan, die in jeder Generation lebten. Heute wird uns die Kabbala durch die Kompositionen des Baal HaSulam präsentiert, in einer Form, die bereit für den Gebrauch ist. Ich bin ein treuer Student des ältesten Sohnes des Baal HaSulam, des Rabash (wie im Nachruf an Rabash, in der Zeitung „HaModia“ vom 15. September 1991 zu lesen ist). Und meine Rolle ist es, den Menschen zu helfen, diese Materialien zu verstehen.