Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Weisen'

Reitest du auf dem „Esel“ oder der „Esel“ auf dir?

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Der Artikel „Der Eselsantreiber“, P. 85: … Rabbi Elasar und Rabbi Aba stiegen runter von ihren Eseln und küssten den Eselsantreiber.

Sie sagten: „Wie groß ist deine Weisheit, welcher du bemächtigst bist, und du treibst unsere Esel voran. Wer bist du?“

Antwortete er ihnen: „Fragt mich nicht, wer ich bin, sondern machen wir uns auf den Weg, um Tora zu erlernen. Und jeder spricht die Weisheit aus, damit dieser Weg uns erleuchtet wird“.

Frage: „Der Eselsantreiber“, der uns hinten vorantreibt, ist eine verpflichtende Stufe auf unserem Weg, oder kann er auch vorne gehen?

Meine Antwort: Es verändert sich in Abhängigkeit des Verhältnisses des Menschen darauf. Zuerst schreitet er voran, und sein „Esel“ hinterher. Danach fängt er an zu verstehen, dass er dank seines Esels voranschreitet, und nicht von alleine. Und der gesamte Weg besteht darin, um den „Esel“ von Einer zu der anderen Stufe zu bewegen, mit der Hilfe eines Punktes des Menschen in ihm. Dann beginnt „der Esel“ an Bedeutung zu gewinnen.

Der Mensch kann mit Leichtigkeit diesen Weg beschreiten, denn „der Mensch“ ist ein Punkt der Bina, der Punkt im Herzen. Wenn der Punkt sich nicht im Ego befindet, hat sie kein Problem aufzusteigen, denn die Bina ist extra runter gestiegen, um das gesamte Ego, „den Esel“, Malchut, das Verlangen zu geniessen auf sich zu nehmen und nach Oben zu erheben.

Deswegen sind nicht diese zwei Weisen so wichtig, die auf dem Weg laufen, über die der Sohar erzählt, sondern „der Esel“ mit seiner Last. Und genauso der „Eselsantreiber“.

Und diese zwei Weise, sind nur ein Punkt, der das Ziel zu erreichen versucht. Natürlich ist es wichtig und hier liegt die freie Wahl des Menschen, der Anfang der Arbeit. Doch die Realisation dieser Arbeit beginnt nur mit dem „Eselsantreiber“.

Wenn sie mit der Hilfe der Tora (dem zur Quelle führenden Lichtes) keine Verbindung zu der höheren Kraft aufbauen, die gekommen ist um das Ego zu erheben, werden sie sich nicht korrigieren können und sich nicht erheben können. D.h. Sie erlernen die Tora auf dem gleichen „Esel“ und seiner ganzen Last und mit der Hilfe des „Eselsantreibers“

Es stelt sich heraus, dass der „Eselsantreiber“ sie anlernt, wie und wohin, auf welche Weise sie voranschreiten sollen. Er wird zum Lehrer dieser Weisen und nicht „des Esels“. Und deswegen können sie sich erheben.

Hier gelingt die gegenseitige Eindringlichkeit der Bina und Malchut. Zuerst denke ich, dass das Wichtigste die zwei Weisen sind (ein Mensch in mir, der sich erheben soll). Danach stelle ich fest, dass ich den Menschen nur dazu brauche, um den „Esel“ von dem Fuß des Berges zu dem Gemach des Schöpfers zu führen. Später stelle ich fest, dass der „Eselsantreiber“ das Wichtigste für die Führung meines Esels ist. Und danach verstehe ich, dass ich ihn brauche, damit er mich anlernt.

So wechseln sich ihre Rollen und die Bedeutung jeden von ihnen. Doch am Ende werden alle vereint: Du bist auf dem „Esel“, der „Esel „ist auf dir und alles ordnet sich.

Auszug aus einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 10.01.2011

Über den Vorteil der Nachahmung

Frage: Soll ich daran glauben, dass die Kabbalisten die Wahrheit sagen?
Meine Antwort: Es ist „der Glaube der Weisen“ eben. Denn du hast keine andere Wahl: du glaubst dem Kabbalisten, wie der Jüngere dem Ältern glaubt, um erwachsen zu werden.

In unserer Welt verlässt sich das Kind auf die Erwachsenen, andernfalls hat es doch kaum Überlebungschancen. Wird es etwas erreichen können, wenn es nicht auf sie hört, nicht von ihnen die notwendigen Instrumente bekommt, wenn es sie nicht nachäfft?
Nicht umsonst wird der Affe als Übergangsglied von der Fauna zum Menschen bezeichnet. „Nachahmen“ ist ein Mittel, um ein Mensch zu werden. Das Kind sieht die Erwachsenen und wiederholt alles, macht ihnen immer wieder alles nach.
Worin wird dann seine eigene Vernunft gezeigt? Gerade darin, die äußerlichen Bewegungen zu sehen und zu kopieren. Dank ihrer wird es später ihr inneres Wesen begreifen.
Darüber steht es eben gesagt: „An Deinen Handlungen werden wir Dich erkennen“. Wir haben keine andere Wahl, wir sollen den Ratschlag der Kabbalisten über die eigene Vernunft hinweg annehmen. Denn ihre Ratschläge kommen von den höheren Stufen, so dass du dich wie das Kind vor dem Älteren verhalten kannst.

Manchmal ist es sogar schwierig, auf diese Ratschläge hören, weil man immer die Worte der Weisen aufnimmt. Je mehr man sie entschlüsselst, um sie zu befolgen, desto eher wird man vorankommen.

Einige erhalten sie „von Mund zu Mund“ und werden sehr schnell erwachsen. Andere bekommen sie „vom Hörensagen“ und wachsen um Vieles langsamer. Der Weg ist jedoch dieser: der Jüngere lernt vom Älteren. Hauptsache, man macht aus sich „einen Affen“ und lernt vom Menschen um zu lernen. Denn es sind zwei Stufen der Entwicklung.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel von Rabasch „“, 02.01.2011

Kabbalisten zu Tora und Geboten, T.5

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Wichtigste ist die Arbeit in der Tora und Geboten

Und hier sind die Worte der Weisen, welche die Frage stellten: „Was für einen Unterschied macht es für den Allmächtigen, dass der eine das Vieh vom Halse schlachtet und der andere vom Hinterkopf? Denn die Gebote sind zu nichts anderem gegeben, als nur um durch sie die Geschöpfe (zu verbinden und sie vom Egoismus) zu reinigen“. Und „Reinigung“ bedeutet die Reinigung des schmutzigen (egoistischen) „Körpers“ (Verlangens), was auch der Zweck ist, welcher aus der ganzen Ausführung von Tora und Geboten entspringt.

Baal HaSulam. Gabe der Tora, P.12

Wie die Weisen sagten: „Die Tora und die Gebote wurden zu nichts anderem gegeben, als um durch sie das Volk Israel (jeden der sich nach dem Schöpfer, nach der Eigenschaft des Gebens strebt) zu reinigen (zu vereinen)“.

Und dieses Gebot stellt die „Reinigung des Körpers“ (vom Egoismus) dar, bis der Mensch eine zweite Natur erlangt, die in der Nächstenliebe besteht. Das heißt, ein einziges Gebot – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – ist das Endziel, nach dessen Erreichung der Mensch unmittelbar der Verschmelzung mit dem Schöpfer gewürdigt wird

Baal HaSulam. Gabe der Tora, P.15

Die Ansprüche sind rechtfertigt, aber unpassend

Der Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Weisen der Welt“: Rabbi Schimon hat gesagt: „Einmal ist zu mir ein Philosoph aus den Völkern der Welt gekommen und sagte:“ Sie sagen, dass Ihr Gott in der ganzen himmlischen Höhe herrscht und alle Heere und Lager Ihn nicht begreifen, und Seinen Ort nicht finden können.

Es dient aber nicht Seinem Ruhm. Denn es ist doch gesagt: „Unter allen Weisen aus den Völker und in ihrem ganzen Reich gibt es niemanden, der Dir ähnlich sein würde“. Warum vergleicht man Ihn mit den vergänglichen Menschen?“

Auf dem spirituellen Weg entstehen im Menschen die Fragen, als ob in seinem Inneren, ein Philosoph sprechen würde. In diesem Fall geschah es mit Rabbi Schimon. Er stieß an den philosophischen Gedanken – auf eine vollkommen logische und für unsere Welt rationale Frage über den Schöpfer.

Natürlich, ist dieser „Philosoph“ sehr klug, und seine Postulate und Argumente sind wahrhaft. Es ist gesagt: „Die Weisheit liegt bei den Völkern – glaube das“. Mit anderen Worten, in unserer Welt wird nichts der Logik und dem gesunden Menschenverstand entgegenstehen können.

Die Wissenschaft der Kabbala verneint es nicht, sondern es gilt darin ein anderes Programm, andere Vernunft, anderes Herangehen. Und deshalb misslingt sie dem Menschen, wenn er versucht, die Logik dieser Welt an die spirituelle Realität anzuwenden. Denn die Rede ist über die unvergleichbaren Sachen, über verschiedene Kelim.

Selbstverständlich entstehen in dir die Fragen, und es gibt keinen Zweifel, dass du in allem dein Recht beweisen kannst. Denn die anderen Menschen haben auch dieselbe Logik.

Laut der Informationen, die im egoistischen Wunsch vorhanden sind, sind ihre Ansprüche rechtmäßig. Der Ausgangspunkt, das Herangehen an die Sache, die Analyse und das Ergebnis stimmen. Was sich zu unserer Welt verhält, unterliegt auch ihren Gesetzen.

Wir sprechen aber über die Forschung der spirituellen Welt, wo unsere Gesetze nicht gelten, wo unsere Logik und unsere Empfindung kraftlos sind. Das versuchen uns die Autoren des Buches Sohars zu erklären.

Was kann ich in diesem Fall überhaupt machen? Was bleibt mir ohne Vernunft und ohne Gefühl übrig? Der Samentropfen? So ist das aber. Mir wurde der Punkt im Herzen gegeben, und die Arbeit an ihm erfolgt vom Anfang an oberhalb dieser Welt.

Ich werde mit anderen Punkten vereinigt, zu denen ich gebracht wurde, und ich ziehe die Kraft der Vereinigung mit Hilfe der Bücher heran, die auch dieser Welt nicht angehören. Und das alles, um die Kraft des Gebens zu öffnen.
Das Feld meiner Tätigkeit ist vom Anfang an und bis zum Ende von unserer Welt isoliert. Hier ist das irdische Herangehen untersagt. Es ist ein ganz anderes „Territorium“, der Staat der höheren Ordnung, wo die Fragen „der Philosophen“ jede Rationalität verlieren.

Aus dem Unterricht nach dem Buch. Das Vorwort, 24.11.2010

Kabbalisten über Kabbala heute, T.2

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].
Der Beweis, dass unsere Generation sich schon in der Zeitperiode der Messias befindet.

Wer weiß besser als ich, dass ich es überhaupt nicht wert bin, auch nur ein Bote zu sein und ein Autor, um solche Geheimnisse zu enthüllen und noch weniger, sie gründlich zu verstehen. Und warum hat mir der Schöpfer das angetan? Nur, weil die Generation es wert ist, weil es die letzte Generation ist, die genau an der Schwelle der kompletten Enthüllung steht. Und aus diesem Grund lohnt es sich, anzufangen, die Stimme des Horns des Messias zu hören, welches die Enthüllung der Geheimnisse ist, wie erklärt wurde.
Baal HaSulam. Horn des Messias

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein, in der es bereits erlaubt ist, die Wissenschaft der Kabbala zu veröffentlichen. Und wenn ihr mich fragen werdet, warum ich wüsste, dass es erlaubt sei, werde ich euch antworten: Weil mir die Erlaubnis zu enthüllen gewährt wurde; das heißt, so wie bis zur Gegenwart keinem einzigen Weisen jene Wege offenbart wurden, mit deren Hilfe man öffentlich mit dem ganzen Volk studieren könnte, und den Charakter eines jeden Wortes erklären könnte …

Das ist es, was mir der Schöpfer in vollem Maße schenkte. Wie es bei uns üblich ist, hängt es nicht von der Genialität des Weisen selbst ab, sondern vom Zustand, in dem sich eine Generation befindet, … und daher sagte ich, dass mein ganzer Verdienst in der Enthüllung meiner Generation liegt.
Baal HaSulam. Die Lehre der Kabbala und deren Wesen

Kabbalisten über das Studium der Kabbala, Teil 19

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Studium der Kabbala erfordert keine besondere Talente.

Das Ziel der Schöpfung können nicht nur die begabten Menschen erreichen, sondern alle Geschöpfe ohne jeglichen Ausnahme, und man braucht dafür keine besondere Talente.

Die Weisen sagten in Midrasch Rabbah (das Buch „Große Kommentar“): „Sagte der Schöpfer – die ganze Weisheit, die ganze Tora sind leicht für denjenigen, der sich vor Mir fürchtet (sich vor Egoismus bewacht) und alle Bedingungen der Tora (um des Gebens willen zu handeln) und die ganze Tora und die ganze Weisheit (in diesem Fall) sind in seinem Herzen“.

Rabasch. Shlavey HaSulam. Liebe zu Freunden – 2, S. 6, 1984

Kabbalisten über die „Kabbala heute“, Teil 3

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Ein Beweis dafür, dass unsere Generation schon die Zeit der Messias erreicht hat

Da die ganze Wissenschaft der Kabbala vom Geheimnis der Offenbarung des Schöpfers berichtet, ist selbstverständlich, dass es keine andere Wissenschaft gibt, die ihr in ihrer Wichtigkeit und ihrem Erfolg gleichkommen könnte.

Und die Absicht der Weisen der Tora bestand darin, ein System der Erkenntnis zu kreieren, welches sich dazu eignet, sich damit zu beschäftigen.

Sie taten das insgeheim (aus bekannten Gründen wurde beschlossen, sie zu verbergen), doch dies musste nur eine bestimmte Zeit andauern, und nicht immer, wie es im Sohar heißt: „Und die Weisheit der Kabbala wird sich am Ende der Tage offenbaren, auch in den Kindern“.

Baal HaSulam. Die Lehre der kabbala und deren Wesen.

Das „höllische Feuer“ der Liebe

Eine Frage, die ich erhielt: Warum steht es in dem Buch Sohar geschrieben, dass „nur dank der Eifersucht, die Liebe Vollkommenheit erlangt“?

Meine Antwort: Die Liebe kann nicht vollkommen sein, wenn sich unter ihr keine Eifersucht verbirgt. Es steht geschrieben: „Die Eifer(sucht) der Weisen vermehrt die Weisheit“. Es existieren verschiede Arten von Eifersucht.

Aber die Eifersucht ist nichts anderes wie eine Enthüllung von einem leeren Verlangen (Kli), das sich eben durch die Liebe erfüllen wird. Die leere Wünsche werden durch verschiedene Zustände enthüllt. Wenn das Verlangen (Kli) so stark ist, das sich ihm gegenüber die Liebe enthüllt, ist dieses Verlangen das Kli der Eifersucht.

Wenn ich mir etwas wünsche, hängt alles von der Größe des Awijut (Dicke, Stärke) meines Verlangens/Anziehung ab. Mit dem Wunsch Schoresch (0) ist mein Verlangen schwach, mit Alef – stärker, und so bis zum Verlangen mit Awijut Dalet(4) – wenn mein Verlangen unendlich ist.

Deshalb entspricht jedem Niveau des Velangens seine eigene Eifersucht – wie sehr der Mensch mit dem Verlangen zur fehlenden Erfüllung „brennt“. Und deshalb steht gegenüber der Liebe, die sich enthüllen soll, die Eifersucht, in der Tat „das höllische Feuer“.

Aus dem Soharunterricht, 12.10.2010

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Ist unsere Entwicklung einem Strahl oder den Tropfen ähnlich?

Eine Frage, die ich erhielt: Fühlen Sie, dass unsere Entwicklung mit der variablen Geschwindigkeit, sprunghaft erfolgt?

Meine Antwort: Das ist richtig, denn die Entwicklung erfolgt niemals linear und gleichmäßig, es gibt immer Sprünge.

Auf diese Weise wird sie in unserer Empfindung, aufgrund der Unvollkommenheit unserer inneren Arbeit wahrgenommen, und dauert bis zur endgültigen Korrektur.

Es wird weiterhin gute und schlechte Zeiten, den inneren Krieg und den Frieden geben, wir werden ständig die plötzlichen Veränderungen empfinden. Unsere Entwicklung ist also mit der Zeitspanne verbunden.

Das Gleiche gilt für den Aufbau des Parzufs, der aus fünf Stufen Awijut (die Tiefe des Wunsches) besteht.

Auf jeder Stufe gibt es den Schirm und das Licht, welche diskret, stufenartig, nicht linear gebildet sind. Das Licht kommt in Portionen, tropfenartig, und strömt ungleichmäßig.

Deshalb gibt es eben positive und die negative Zeitspannen. Man muß lernen, sie je nach Erscheinen zu verwenden. Folglich begreifen wir alles aus der eigenen Erfahrung.

Aus dem Gespräch 24.07.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 11

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Jede niedere Welt ist ein Abdruck der verhältnismäßig höheren Welt. Und alle Formen, die in der höheren Welt existieren, werden sowohl qualitativ als auch quantitativ in der unteren Welt abgedruckt.

Also gibt es in der unteren Welt kein einziges Detail der Wirklichkeit oder deren Erscheinung, für welches es nicht ein Muster in der höheren Welt gäbe und welche sich nicht wie zwei Wassertropfen vollkommen gleichen würden.

Das heißt „Wurzel und Zweig“ und bedeutet, dass die in der unteren Welt befindliche Ausprägung als „Zweig“ des in der oberen Welt befindlichen Musters bezeichnet wird, das gleichsam die Wurzel der unteren Ausprägung ist, weil diese Ausprägung der höheren Welt entspringt und in der unteren abgedruckt wird.

Das meinten die Weisen, wenn sie schrieben, dass „es keinen einzigen Grashalm unten gibt, welcher kein Schicksal und keinen Aufseher oben hätte, der ihn schlagen und dabei sagen würde: Wachse!“

Das heißt, dass die Wurzel, die „Schicksal“ genannt wird, ihn dazu zwingt, qualitativ sowie quantitativ zu wachsen, indem der Grashalm sich die Eigenschaften aneignet, die für den Abdruck des Stempels charakteristisch sind. Das ist das Gesetz von Wurzel und Zweig, welches in jeder Welt gültig ist, in allen Erscheinungsformen der Realität in Bezug auf die jeweils höhere Welt.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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