Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Warnung'

Die Warnung im Flüsterton

Wenn ich fähig bin, ein Wort oder eine schwache Andeutung des Schöpfers, die ich verstanden habe bis zur Empfindung des riesigen Leidens auszudehnen, weil ich das Gegenteil von Ihm bin und Angst vor noch größeren Schmerzen habe, dann werde ich schon vorsichtig sein, um die Konfrontation mit Ihm zu vermeiden. Man soll das sogar aus den egoistischen Motiven, für sich selbst machen.

Wenn ich alle diese Zustände für die Erreichung des Gebens benutze und Seine Andeutung, diese weiche Vorwarnung, als eine Art der Erinnerung an die Stelle meines Mangels betrachte, dann kann ich sie in den Aufstieg verwandeln. Die Frage besteht nur darin, um wie viel Angst ich Seine leichte Warnung ergänzen kann, um mein Verlangen sofort ans Gebens zu richten.

Somit hängt alles von meinem Zustand ab. Möglicherweise bin ich sofort bereit meine Kräfte für die Korrektur zu verwenden: mich mit Anderen zu verbinden, zu lernen, das Licht heranzuziehen, das zur Quelle zurückführt, als ob ich schon furchtbar gelitten hätte. Oder vielleicht denke ich, dass alles in Ordnung ist: wenn mir etwas nicht gelingt, dann bin ich wahrscheinlich müde oder krank, so dass ich mich anstelle der Korrektur, mit anderen Problemen beschäftige.

Dadurch verliere ich Zeit und ziehe noch größere Leiden zu mir heran, weil ich nicht bereit bin, anhand der leichten Andeutung aufzuwachen. Folglich leide ich doppelt, sowohl an dem Zeitverlust, als auch an den schmerzhafteren Schlägen. Es dauert so lange, bis sich die Situation so weit verschlechtert, dass ich einfach gezwungen bin, mich von der Stelle zu rühren. Aber wie viel Zeit wurde umsonst verloren und wie stark leide ich! Wie lange muss ich jetzt an mir arbeiten, um aus diesem Zustand herauszukommen!

Und jedes Mal ist mein Zustand niedriger, entfernter von der Spiritualität. Deshalb ist hier die Arbeit seitens der Umgebung notwendig, damit wir ineinander die Sensibilität, die Feinfühligkeit zu den Aufrufen erwecken, die wir jeden Tag, jeden Augenblick hören. Du bist verpflichtet, zu hören, wie sich der Schöpfer an dich wendet, wie Er dich die ganze Zeit warnt, dich erweckt, dir etwas ins Ohr flüstert!

Du sollst Ihm ständig lauschen, dann wird sich in dir die Aufnahmefähigkeit zu Seiner Sprache entwickeln, dazu, wie Er in dir arbeitet und dich anregt, was mit dem Ausspruch „auf der Dicke des Haares“ gemeint ist. Es ist nichts anderes notwendig!

Aber der Gerechte nimmt sogar solche feine Andeutung (so fein, wie ein Haar) sehr ernst wahr, und gibt ihr die große Bedeutung an. Insofern hängt alles nur von unserer Sensibilität ab.

Die Vernunft zu vergrößern bedeutet, die Sensibilität zu vergrößern, um mehr und tiefer wahrzunehmen. Denn wir fühlen die spirituelle Welt gerade deshalb nicht, weil sie für uns zu fein ist, als ob sie unseren groben Organen der Empfindung entwischen würde. Und mit Hilfe von solchen Übungen beginnen wir die spirituelle Realität einzufangen und zu empfinden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 21.08.2011

Enthülle dir selbst das Buch Zohar

Eine Frage, die ich erhielt: Weshalb kann nicht jeder Das Buch Sohar verstehen?

Meine Antwort: Erstens wird dir dein Verstand nicht dabei helfen irgendetwas zu enthüllen. Falls wir den Sohar so lesen, dass wir versuchen ihn mit unserem Verstand zu verstehen, dann werden wir nichts anderes sehen als ein Musar (Ethik) System, wiederholte Warnungen, Instruktionen und seltsame Erzählungen.

Nur indem du einen neuen Sinn in dir öffnest, welcher der Punkt im Herzen genannt wird, kannst du beginnen, die gesamte Welt zu sehen, wenn du dieselbe Geschichte liest. Das Buch Sohar wird sich dir dann plötzlich in deinem Innern enthüllen.

Erinnere dich daran; es gibt nichts außerhalb von dir. Wir glauben, dass die spirituelle Welt irgendwo dort draußen ist, aber tatsächlich wird sie in uns enthüllt. Wenn ein Mensch damit beginnt, die Eigenschaften und Definitionen in sich zu erlangen, dringt er tief in den Text des Buches ein. Das Buch selbst beginnt damit sein Inneres zu kleiden und der Mensch enthüllt alles was er liest in seinem Inneren.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Demonstranten in London sagen den G-20 – “Eine Natur, Ein Land, Eine Welt”


Die Demonstrationen in London, in Erwartung der G-20 Konferenzen und Präsentationen, sind ein Appell an die G-20, sich zu vereinen.

Es war eine ernste Warnung an alle Regierungen der Welt, dass die Krise in einem Rahmen von „Einer Natur, Einem Land, Einer Welt“ gelöst werden muss, zumindest um ihrer eigenen Sicherheit willen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein offener Brief an die G-20

Wir wurden als Teile eines Ganzen erschaffen


Fragen zu Egoismus und seiner Korrektur:

Frage: Beinahe täglich lesen wir Nachrichten aus den unterschiedlichsten Ländern über Eltern, die ihre Kinder quälen und töten, über Kinder, die ihre Eltern töten – Ehefrauen ermorden ihre Ehemänner und Ehemänner ihre Frauen, Enkel, Großeltern und so weiter. Was hat es damit auf sich? Ist dies auch ein Ausdruck für die globale Krise?

Antwort: Es ist der Ausdruck für den größten Egoismus bzw. seine letzte Stufe. Die Propheten schrieben, dass eine Zeit kommen wird, wo „mitfühlende Frauen ihre eigenen Kinder kochen und essen werden“ (Eikha 4,10). Dies wird passieren, wenn wir nicht auf die Warnung der Propheten hören. Wir müssen mit diesen Zeiten anders als bisher umgehen und sie im Licht der Kabbala betrachten.

Frage: Der eine oder der andere Weg – der Schöpfer treibt uns doch an, uns durch das Leid zu entwickeln. Ein Mensch hat nicht die freie Wahl, sich entweder zu entwickeln oder es nicht zu tun. Aber ist es nicht des Schöpfers Plan, jemanden zu erschaffen, der Ihm gleichgestellt ist, einen Partner? Welche Art von Gleichstellung ist das dann?

Antwort: Die ganze Periode des freien Willens und unabhängiger Entwicklung liegt noch vor dir. Du kannst nur durch Leid dorthin gelangen. Andernfalls bringt dich dein Egoismus dazu, alles zu versuchen, nur nicht eine spirituelle Entwicklung. In den voran gegangenen Zeiten entwickelten wir uns nur durch unseren Egoismus, doch nun wurde uns die Möglichkeit gegeben, uns mit Hilfe des Einflusses des Höheren Lichts zu entwickeln. Dann hast du Freiheit – die Freiheit zu wählen, auf welche Art du dich entwickeln willst.

Frage: „Ich will gut zu Dir sein, damit Du gut zu mir bist“ – dies ist ein Zitat aus einem russischen Buch von Ihnen (Ein Auserwähltes Volk sein). Ist das nicht eine egoistische Absicht? Oder ist das der korrigierte Egoismus?

Antwort: Es ist der korrigierte Egoismus. Tatsäschlich ist es nicht immer möglich, die Absicht dahinter zu erkennen, denn Worte können nur die Wünsche eines Menschen ausdrücken. Mit anderen Worten: „Ich bitte Dich, mich zu korrigieren und ich werde alles dafür tun.“ Und „gut“ bedeutet die Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Frage: Heute fühlt sich jeder wie ein Individuum. Was werden wir nach der Korrektur fühlen? Wird jeder fühlen, dass er zum Kollektiven Kli gehört?

Antwort: Definitiv, denn so wurden wir geschaffen: als Teile eines Ganzen. Anstatt dass wir uns selbst wahrnehmen, müssen wir den ganzen Organismus wahrnehmen. Innerhalb von uns nehmen wir „diese Welt“ wahr, wohingegen alles, was wir außerhalb von uns wahrnehmen, die Höhere Welt ist.

Verwandtes Material:
Shamati #3: Das Wesen der spirituellen Erkenntnis
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit