Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Waren'

Die Quelle aller Leiden

Frage: Warum beunruhigt Sie nicht die Frage der Überbevölkerung in der Welt oder das Problem des Hungers, sondern nur die Vereinigung, die praktisch beinah unmöglich zu erreichen ist?

Meine Antwort: Aus folgenden Gründen ist die Vereinigung so wichtig:

– 2 % der Bevölkerung, die Beschäftigten in der Landwirtschaft sind fähig, die ganze Welt zu ernähren.

– 10 % der Bevölkerung, die Beschäftigten in der Industrie sind fähig, den Bedarf an den industriellen Waren zu decken.

– Seit einigen Jahren hat sich das Tempo des Bevölkerungswachstums auf dem Planeten verlangsamt und bleibt stabil. Es ist sogar möglich, dass es beginnen wird sich zu verringern, wie wir es heute in Europa beobachten. Warum es geschieht, wissen wir nicht. Wir betrachten diese Entwicklung als die Ausführung des Naturprogramms bezüglich der menschlichen Gesellschaft.

Aber unser Hauptproblem, die Quelle aller unserer Leiden liegt darin, dass wir das Hauptnaturgesetz nicht befolgen. Wenn wir mehr benötigen, als für unsere vernünftige Existenz notwendig ist, stören wir die zerbrechliche Balance „Mensch – Natur“, . Wenn wir die Natur ausbeuten, dann erschaffen wir für uns und für unsere Kinder eine schreckliche Zukunft.

Das Glück ist nicht Geld

Meinung: (R. Skidelsky, Mitglied der Lordkammer, Professor der politischen Ökonomie, Quelle Aljazeera): Die westliche Zivilisation hat sich in ihrem Bestreben abgekühlt, ein Vermögen anzuhäufen. Sie hat festgestellt, dass dadurch die Möglichkeit, das Vermögen zu genießen, abgetötet wird. Der Kapitalismus hat sich in den reichen Ländern ausgeschöpft. Die Erfahrung zeigt, dass der Gewinn die Menschen nicht mehr glücklich macht.

Der Kapitalismus ist ein wunderbares System zur Überwindung von Defiziten. Bei einer effektiven Gestaltung der Produktion hat er viele Länder aus der Armut herausgeholt. Aber wenn sich das Warendefizit in einen Warenüberschuss verwandelt, dann entwickelt das System neue Waren und produziert sie. Wie lange?

Es ist ein amerikanischer Lebensstil, in dem Geld und Waren sprechen. Das Ende vom Kapitalismus bedeutet auch das Ende der Notwendigkeit, ihnen zuzuhören. Die Menschen würden damit beginnen, das zu schätzen, was sie bereits haben, statt ständig nach etwas Größerem zu verlangen; und die Reichen hören damit auf, nach mehr Reichtum zu streben.

Solch ein Wertewandel ist nicht nur in Ländern möglich, deren Bürger bereits über mehr verfügen, als sie benötigen, sondern auch in Ländern, in denen Menschen weniger als das Notwendige haben,. Die Erfahrung zeigt, dass die Wirtschaften stabiler und die Bürger glücklicher wären, wenn sich die Einkommen gleichmäßiger verteilen ließen.

Kommentar: Niemand hat voraussehen können, dass unsere Natur, der Egoismus, sich nicht endlos entwickeln wird; und plötzlich, erstmals in der Geschichte, beginnt er sich zu wandeln, und sich aus einem individuellen Egoismus zu einem gemeinschaftlichen, integralen, global abhängigen Egoismus zu verwandeln; – und die Menschen werden in ihren vergangenen individuellen egoistischen Auffüllungen eine Leere fühlen.

Und wer sich dennoch in die Richtung „Geld – Glück“ begibt, wird schnell feststellen , dass die alten Methoden, dieses „Glück“ zu erreichen, nicht mehr funktionieren, weil die Welt integral und global geworden ist.

Ein Leben frei von Ausschweifung ist zum Nutzen aller



Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Mensch versucht, das Prinzip der Nächstenliebe augenblicklich zu realisieren, wird er sich wie ein Schaf in einem Rudel Wölfe fühlen. Wo kann er Anhänger finden, die ihn unterstützen?

Meine Antwort: Warum sollte er sich wie ein Schaf in einem Rudel von Wölfen fühlen? Wenn ein Mensch ein Geschäft eröffnet, ohne die Absicht zusätzlichen Profit zu machen, wird er alle seine Gemeinkosten und die Löhne für seine Angestellten decken – alles, außer den zusätzlichen Einkünften, welche nicht für die lebenswichtigen Grundbedürfnisse von Nutzen sind.

Demzufolge senkt er den vorherigen Preis seiner Waren und bietet den Leuten die Waren zu einem Preis an, welcher 10 oder sogar 30 Prozent günstiger ist als jener, zu dem andere sie verkaufen.

Geschäfte, die nicht den Profit als wichtigstes Ziel haben, werden blühen, und das kann keineswegs als ein „Schaf in einem Rudel Wölfe“ betrachtet werden. Man ist der Besitzer eines Geschäftes, lebt ein normales Leben und empfängt ein Gehalt, wie alle Angestellten.

Wir alle müssen unsere Ausgaben decken, einschließlich einer Pensionsvorsorge, Zahlungen für Krankenversicherung und so weiter. Wir sollten ein normales Leben führen, in die Ferien fahren und alles besitzen, was notwendig ist, lediglich sollten wir nichts im Übermaß haben, denn wir benötigen es nicht. Lasst uns im Ausmaß unseres Überschusses alle anderen uns angleichen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Bedingung, damit ein Unternehmen überleben kann lautet: Verbrauche nicht mehr, als das Notwendige
Blog-post: Die Welle der Krise wird allen Unsinn hinwegspülen
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft