Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Offenbare den Sohar in Dir selbst

Aus dem Sohar, Abschnitt WaJaera (Und der Ewigeerschien), Punkt 37:“ Er lehrte ihm jedes tiefgründige und erhabene Geheimnis im Hohelied und beschwor ihn, nicht einen Vers darin zu nutzen, damit der Schöpfer die Welt nicht wegen ihm zerstören würde, da Er kein Verlangen hat, dass Leute es wegen der großen Heiligkeit darin nützen. Anschließend ging Rabbi Akiva schluchzend hinaus und aus seinen Augen strömten die Tränen. Er sprach: „Wehe meinem Lehrer, wehe meinem Lehrer, die Welt wird von dir verwaist werden.“ Die restlichen Weisen traten ein und fragten ihn, und er antwortete mit Worten der Tora.

Wir können noch stundenlang damit weitermachen, den Sohar zu lesen, doch die Frage ist: Haben wir auch die richtige Absicht? Der Text selbst erscheint uns sehr schwierig und vor uns verschlossen oder auch manchmal sehr einfach. Dennoch sprechen wir immer über innere Eigenschaften, wobei Mose, Rabbi Akiva, Abraham, Esau und gute und böse Kräfte sich alle im Inneren eines Menschen befinden. Auf diese Weise beschreibt der Sohar die Etappen unseres spirituellen Weges.

Ich verstehe nicht, was hier geschrieben steht, und ich will es auch nicht wissen. Ich will es fühlen, um diesen Zustand zu erreichen, so als ob ich es für mich entdecken würde, um es zu leben. Ich will es nicht in meinem Verstand verstehen, sondern durch meine inneren Eigenschaften. Ich möchte, dass sich meine inneren Eigenschaften verändern, damit ich mich mit den Zuständn identifiziere werde, die der Sohar beschreibt.

Er spricht über Dinge, die sich in mir befinden, aber vor mir verhüllt sind. Man sagt mir, was in mir stattfindet, und ich will dies fühlen. All diese Eigenschaften und Zustände, alle diese „Szenen“, alle 125 Stufen existieren bereits jetzt in jedem einzelnen Menschen, weil es in der Spiritualität keine Zeit gibt. Ich will die Stufe enthüllen, über welche ich im Sohar lese und ich bin berechtigt dazu, da diese Stufe die meine ist. Ich möchte mich verändern, um diesen Zustand zu erfahren.

Dies wird „zu erreichen, was man studiert“ genannt, wie Baal HaSulam im Punkt 155 der Einführung zu Talmud Esser HaSefirot sagt: „… und auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen – aber dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen – erwecken sie auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.“ Hier bedeutet „verstehen“ sich zu vereinigen, wie geschrieben steht: „Und Adam erkannte Eva“.

Ich will mich mit diesem Zustand vereinigen, darin leben. Ich brauche nichts Anderes als das. Alles Weitere in mir ist schlecht und ich sorge mich nicht darum, ob ich nichts verstehe oder empfinde. Ich will lediglich den Text durch meine Empfindungen „öffnen“, anstatt durch meinen Verstand. Ich möchte es erleben.

 

Die Tora. Das Buch Genesis. Abschnitt Wajera

Und der HERR erschien Abraham im Hain Mamre; dort saß er an der Tür seiner Hütte, da der Tag sehr heiß war. Und als er seine Augen erhob, sah er drei Männer vor ihm. Und er kochte für sie und sie aßen. Der Letzte sprach: Ich werde in einem Jahr wieder zu dir kommen; und dein Weib Sarah wird einen Sohn haben. Und Sarah lachte in sich hinein. Abraham ging und zeigte ihnen den Weg.

Und Gott sprach: „Groß ist die Sünde von Sodom und Gomorra“. Und Abraham sprach: „Wirst du die Gerechten zusammen mit den Sündern strafen? Vielleicht kannst du jenen um der 50 Gerechten willen, die sich dort befinden, vergeben?“ Und Gott antwortete: „Wenn ich 50 Gerechte innerhalb der Stadt finde, werde ich um ihretwillen dem ganzen Ort vergeben.“ Und Abraham sagte: „Vielleicht werden 40 dort sein.“ Und Er sagte:“ Ich werde sie auch wegen 40 verschonen.“ „Und wenn dort nur 10 sind?“ „Ich werde sie um der 10 willen nicht zerstören.“ Und Gott ging und Abraham kehrte nach hause zurück.

Und zwei Engel kamen nach Sodom und Lot sah sie und sagte: „Verbringt die Nacht hier.“ Sie hatten sich noch nicht schlafen gelegt, als Leute aus Sodom das Haus umstellten und sagten: „Wo sind diese Menschen, die euch heute besucht haben?“ Und Lot kam zu ihnen heraus zum Eingang des Hauses und sagte: Begeht keine Sünden, Brüder!“ Doch sie versuchten die Türen aufzubrechen. Und Besucher streckten ihre Hände aus und brachten Lot ins Haus zurück und verschlossen die Tür. Und sie schlugen die Menschen beim Eingang mit Blindheit.

Und sie sagten zu Lot: „Bring alles, was du hast, aus der Stadt, denn wir werden diesen Ort zerstören.“ Doch er zögerte und die Engel nahmen ihn bei der Hand und brachten ihn aus der Stadt. Und sie sagten: „Rettet euch und seht nicht zurück!“ Und Gott zerstörte mit Schwefel und Feuer aus dem Himmel Sodom und Gomorra. Doch Lots Frau drehte sich um und erstarrte zur Salzsäule.

Und Lot zog in eine Höhle in den Bergen, zusammen mit seinen Töchtern. „Lass uns unseren Vater mit Wein betrunken machen und uns neben ihn legen. Wir wollen Nachkommen mit ihm zeugen.“ [Rest des Beitrags lesen →]