Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Mission der großen Seele des Baal HaSulam

Frage: Baal HaSulam sagte, dass er etwas völlig Neues in seinen Büchern enthüllt hat, was nie zuvor in all den Büchern seiner Vorgänger offenbart wurde. Was genau hat er offenbart?

Antwort: Erstens schreibt Baal HaSulam (1884 – 1954), dass er die nächste Reinkarnation derselben Seele ist, welche immer wieder in unsere Welt, in den großen Kabbalisten zurückgekehrt (von ARI, Raschbi, Moses, Abraham bis zu Adam HaRishon) sind. Dies ist eine besondere Seele, die in unserer Welt erscheint und sich in verschiedene „Kleider“ hüllt, um jedes Mal die gleiche Methode an uns zu übermitteln, aber jedes Mal in einer genaueren und ausführlicheren Form, welche geeigneter für die jeweilige Generation und das Zeitalter ist, in welche sie in diese Welt herabsteigt.

Deshalb war diese Seele, als sie sich im Körper des ARI (1534-1572) befand, noch nicht in der Lage, das zu offenbaren, weil die Zeit noch nicht reif dafür war. Deshalb war ein Teil der Wissenschaft der Kabbala, die für die Generation Baal HaSulams notwendig war, in den Zeiten des ARI noch nicht erforderlich. In der Tat war es sogar verboten, dies zu enthüllen. Aber in der Generation von Baal HaSulam wurde es absolut notwendig, weshalb er erschien und dies alles offenbarte.

Die tiefen Erkenntnisse der Wissenschaft der Kabbala, die wir heute diskutieren, waren noch bis vor zwanzig Jahren verborgen, geschweige denn vor 2000 Jahren. Aber das bedeutet nicht, dass die Kabbalisten der Vergangenheit nicht darüber Bescheid wussten. Wir sind wie kleine Kinder im Vergleich zu ihnen, folglich hatten sie nicht die Erlaubnis, das zu offenbaren, was uns heute erlaubt ist. Denn an wen hätten sie es offenbaren können, wenn die menschliche Wahrnehmung noch nicht bereit dafür war.

Wie Baal HaSulam in seinem Artikel „Zeit zu handeln“ schreibt, wurde es erst in unserer Generation notwendig, die Weisheit der Kabbala an die ganze Menschheit zu verbreiten und zu beginnen, sie zu praktizieren.

Kabbala Akademie

Jeder ist jüdisch


In den Nachrichten (aus The Guardian): „Gene offenbaren die erzwungenen Bekehrungen Spaniens“. Forschungen haben ergeben, dass heute 20 Prozent der Männer in Spanien und Portugal eine noch unverwechselbare sephardisch-jüdische Abstammung haben. Die Forscher verglichen Y-Chromosomen mit mehr als tausend Männern, die derzeit in Spanien und Portugal leben. Die Verwendung des Y-Chromosoms, das das männliche Geschlecht verleiht, war entscheidend, da es unverändert bleibt, während es vom Vater an den Sohn weitergegeben wird. Auf diesem Weg waren die Forscher in der Lage zu bestimmen, ob das Y-Chromosom eines Mannes von einem jüdischen oder maurischen Vorgänger abstammt oder einen anderen Ursprung hat.

In den Nachrichten (aus Israel National News): „Anschuldigung: Ahmadinejad ereifert sich, um seine jüdischen Wurzeln zu verbergen“. Etliche iranische Medienquellen zitieren Mahdi Khazali – der Sohn eines führenden Befürworters des iranischen Präsidenten Ahmadinejad – weil er in einem Blog geschrieben hatte, dass der Präsident jüdische Wurzeln hat. Khazali, der Sohn, sagt, dass der Präsident seine jüdischen Wurzeln verbirgt, indem er Israel und die Juden angreift und starke muslimische Überzeugungen äußert. Die Anschuldigungen erschienen in einem Artikel, den Khazali geschrieben hatte, mit dem Titel „Die Juden im Iran“. Er sagt, die Zeit sei gekommen, „die Wahrheit“ über die jüdische Rolle im Iran „zu enthüllen“.

Mein Kommentar: Jeder ist jüdisch; nur ist es so, dass es sich noch nicht jeder eingestanden hat.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich finde das, was Sie über die Kabbala sagen, wirklich sehr interessant, aber ich habe ein Problem damit. Das Buch Sohar hat eine große Verbindung zur Tora. Und obwohl ich die Tora nicht gelesen habe, weiß ich, dass sie eine Anweisung gibt, Menschen, die nicht jüdisch sind und versuchen, die Tora zu lernen, zu vernichten. Oder mit anderen Worten, sie erklärt, die besten der Heiden zu vernichten. Das hält mich davon ab, der Kabbala völlig zu vertrauen. Können Sie mir sagen, ob das wahr ist, was ich über das Tora Studium durch Nicht-Juden gehört habe?

Meine Antwort: Es ist ein Wunder, wie sicher Sie über das sind, was in der Tora geschrieben steht, obwohl Sie sie nie gelesen haben! Aber Sie haben recht – sie sagt, dass ein Heide getäuscht und vernichtet werden soll. Was bedeutet das? Ein Heide (oder Nicht-Jude) ist der Egoismus jedes Menschen, den er korrigieren muss, um das Ziel unserer Schöpfung zu erreichen – Gleichheit mit dem Schöpfer. Ein Heide kann die Tora nicht studieren, da sie von dem Empfangen des Lichtes spricht und das Licht kann nicht in den Egoismus empfangen werden. Das ist die Bedeutung dieser Verse.

Vorerst können Sie nicht als Heide oder Jude angesehen werden, weil die Tora (Kabbala) einen Menschen als Tier betrachtet, bis er sich seines Egoismus bewusst wird. Dann, wenn ein Mensch dieses Bewusstsein erlangt, wird er als Heide angesehen. Und später, wenn er seinen Egoismus korrigiert, wird er als Israel angesehen, was „auf den Schöpfer ausgerichtet“ bedeutet. Aber nichts davon hat irgendetwas mit Ihrer physischen Herkunft zu tun!

Sie haben also einen langen Weg zu gehen, bevor Sie als „Heide“ angesehen werden können. Außerdem bedeutet „Heide“ (Goi) im Hebräischen „ein Volk“. Wenn die Tora „Goi“ sagt, spricht sie von den egoistischen Eigenschaften eines Menschen. Und wenn sie „Goi Kadosh“ (Heiliges Volk) sagt, spricht sie von der Eigenschaft der Liebe für deinen Nächsten.

 

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