Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Vorbild'

Die Verbindung zwischen dem Schöpfer und dem Kind erfolgt durch dich

Es fragte einmal eine Mutter einen alten Weisen: "Wann sollte ich mit der Erziehung meiner Tochter beginnen?" 
"Wie alt ist sie?", erwiderte der Weise. 
Sie antwortete: "Sie ist fünf Jahre alt."
"Fünf Jahre?!", entfuhr es dem Weisen. "Lauf schnell nach Hause, du bist schon fünf Jahre zu spät."

Frage: Wie alt sollte ein Kind also sein, um mit dessen Erziehung zu beginnen?

Antwort: Normalerweise sollte das Verständnis dafür ab dem ersten Tag seiner Geburt bestehen, und sogar schon zuvor. Eltern sollten verstehen, dass ein Kind wie ein Erwachsener ist. Es reagiert nur etwas anders. Und im Grunde genommen spricht man mit einem Erwachsenen oder sogar mit einem alten Menschen.

Frage: Sie geben also dem Kind Weisheit mit auf den Weg?

Antwort: Alles!

Frage: Erziehung – was verbirgt sich hinter diesem Wort?

Antwort: Erziehung ist in erster Linie das eigene Vorbild.

Frage: Sie sagten: „Vom ersten Tag der Geburt“. Was sieht es? Was fühlt es? Welches Vorbild kann man sein?

Antwort: Das ist nicht der Punkt. Es geht darum, dass der Schöpfer auf das Kind so reagiert, wie du auf das Kind reagierst.

Frage: Der Schöpfer wirkt also durch mich auf das Kind? Wenn ich mit diesem Gedanken lebe, nennt man das „Erziehung“?

Antwort: Ja, du öffnest Wege der Kommunikation zwischen dem Kind und dem Schöpfer.

Frage: Durch mich verbindet sich der Schöpfer mit dem Kind, und ich muss den Schöpfer für das Kind enthüllen?

Antwort: Ja, du stellst sie einander sozusagen vor.

Frage: Als Sie sagten, „Erziehung schon vor der Geburt“, ist das ein Gedanke, der auch schon vor der Geburt den Eltern in den Sinn kommen sollte?

Antwort: Normalerweise, schon.

Frage: Wie kann ein Kind, das so erzogen wurde, in diese kalte Welt hinausgehen, nachdem es ein warmherziges, freundliches Vorbild hatte?

Antwort: Wenn es die Welt richtig wahrnimmt, wird es keine Probleme haben. Es wird die Welt in vielen Schichten wahrnehmen. Das heißt, zumindest sich selbst, seine Eltern, sein Zuhause, fremde Menschen und so weiter. Er wird alles richtig miteinander verbinden.

Frage: Heißt das, dass die Eltern es geschafft haben, dem Kind den Schöpfer näher zu bringen?

Antwort: Ja.

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 28.12.2023.

Wenn der Schöpfer die Seele nicht baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst

Es steht geschrieben: “ Wenn der HERR das Haus nicht baut, dann haben diejenigen, die es bauen, vergeblich gearbeitet.“ (Psalm 127.1-2).

Um in den Zustand der Seele, Adam HaRishon, einem Kli und einem Licht zurückzukehren, in welchem alle miteinander verschmolzen sind und sich gegenseitig unterstützen, sollte man nicht erwarten, dass ein Mensch seine Seele, seinen Tempel, sein Haus der Heiligkeit bauen kann, in welchem er die Verbindung zu allen Geschöpfen, zu allen Seelen und mit dem Schöpfer, der sie erfüllt, offenbart.

Wenn der Schöpfer diese Struktur nicht aufbaut, sie nicht ordnet, füllt und stützt, gibt es keine Hoffnung für den Menschen, auch nur ein wenig voranzukommen.

Ich bin nicht in der Lage, alleine, aus meinem unkorrigierten Verlangen ein spirituelles Kli zu bauen und doch sage ich: „Wenn ich mir nicht selbst helfe, dann wird mir niemand helfen.“ Nur wenn ich mich anstrenge und schließlich verzweifle, kann ich den Schöpfer bitten, mir ein Haus der Heiligkeit zu bauen und sagen: “ Wenn der Schöpfer das Haus nicht baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst.“

Einen Tempel zu bauen bedeutet, alle Eigenschaften des Menschen nach dem Vorbild des Schöpfers zu korrigieren. Dann wird der Schöpfer dieses Haus, das Herz des Menschen, nach der Ähnlichkeit seiner Eigenschaften füllen.

Wenn wir uns wirklich anstrengen, sehen wir, dass wir nicht in der Lage sind, uns um des Gebens willen zu verbinden. Wir sind nicht in der Lage, einen Tempel zu bauen, d.h. eine geeignete Verbindung herzustellen, in der sich der Schöpfer offenbaren kann. Dann rufen wir: “ Wenn der Schöpfer das Haus nicht baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst „! Dann bekommen wir Hilfe von oben.

Der Schöpfer tut dies. Er hilft keinem Einzelnen, sondern nur allen zusammen, indem er aus uns allen die Verbindung baut, die das Haus der Heiligkeit genannt wird, die Struktur der Seele, in dem sich, je nach Stärke unserer Verbindung, der Schöpfer, das innere Licht, offenbart.

Aus einem Unterricht, 30.08.2022

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Drei Stufen der spirituellen Entwicklung

Frage: Hat die Stufe „Nefesh“ irgendeine Verbindung mit „Ruach“ und „Neshama“?

Antwort: Nefech ist die erste Stufe, auf der ich mich befinden muss, um sie vollständig zu erarbeiten. Wenn ich eine vollständige, nicht-lebendige Verbindung mit dem Schöpfer erreicht habe und genau fühle, dass es nichts anderes gibt, kann ich sagen: „Ja, das ist meine Mutter, Mutter Natur! Sie ist ewig, vollkommen und hat einen großen Plan für meine Entwicklung und die der gesamten Menschheit.“

Ich möchte mich diesem Plan anschließen, mich im Einklang mit ihm entwickeln, ich bin damit einverstanden. Dann kann ich geboren werden und meine bewusstere Entwicklung bereits außerhalb dieser Mutter beginnen.

Diese Geburt kennzeichnet den Grad meiner Unabhängigkeit, d.h. die nächste Stufe Ruach, dort fange ich an, mich ein wenig zu bewegen.

Anschließend kommt die Stufe „Neshama“, in der ich mich bereits nach dem Vorbild des Schöpfers entwickle. Ich nehme mir, wie ein kleines Kind, ein Beispiel an Ihm, lerne von den Erwachsenen und werde Ihm in der Eigenschaft des Gebens ähnlicher. Ich lerne, mehr und mehr aus mir herauszuholen, etwas zurückzugeben, meinen Nächsten zu lieben.

Nachdem ich das gelernt habe, betrete ich die Welt Azilut. Azilut ist die Stufe der absoluten Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Dort findet ein ernsthaftes Wachstum statt, ich verstehe bewusst, wer der Schöpfer ist und bin ihm gegenüber ein Partner.

Diesen Zustand nennt man spirituelle Verinigung, Verschmelzung: Ich bringe alle meine Wünsche dem Schöpfer dar und er formt und erfüllt sie.

Aus der Fernsehsendung „Die Macht des Buches Zohar“ Nr. 19

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Wenn ich sie ansehe, sehe ich nur meine Schuld

Ich sehe den Zustand, in dem unsere Nation sein sollte, „wie ein Mann mit einem Herzen“, und den Zustand, in dem wir tatsächlich sind – nicht bereit, einander anzuerkennen – und es schmerzt mich. Wenn ich unsere Politiker anschaue, sehe ich den Zustand unserer Nation. Da sie das Volk repräsentieren, spiegeln ihre Beziehungen die Beziehungen des Volkes untereinander wider: Niemand ist freundlich; niemand macht sich auch nur die Mühe, politisch korrekt zu sein.

Schauen Sie sich die Knesset an, unser Parlament, und sehen Sie, wo wir sind: Jeder mit einem Messer hinter dem Rücken oder in der Tasche, ganz ähnlich wie in den Tagen vor der Zerstörung des Tempels. So sieht unbegründeter Hass aus, und wir wissen, wohin er führt.

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Covid hat eine Botschaft für Israel und eine für die Welt

Mehr als ein Jahr nach seinem Ausbruch hat die Welt immer noch mit Covid-19 zu kämpfen. Mehr als drei Millionen Menschen sind am Virus gestorben, und in einigen Ländern breitet sich die Pandemie immer noch aus, trotzdem, das mindestens sechs Unternehmen die Impfstoffe herstellen. Gleichzeitig hat Israel das Tragen von Masken im Freien aufgehoben, seine Schulen und Unterhaltungseinrichtungen komplett wieder geöffnet, und die Covid-Zahlen sinken. Mit mehr als der Hälfte der Bevölkerung, die geimpft ist, scheint Israel das Virus überwunden zu haben.

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Woran wir uns an Israels Gedenktag erinnern sollten

Heute ist der israelische Gedenktag für die gefallenen Soldaten der israelischen Kriege und die Opfer von Terroranschlägen. Unsere Nation ist besonders. Neben der Trauer um die Gefallenen und die Opfer müssen wir uns vor Augen halten, dass der Staat Israel und das Volk Israel in einer einzigartigen Position sind. Wir sind die einzige Nation, deren Schicksal in ihren Händen liegt. Es ist zwar wahr, dass wir von Feinden umgeben sind, die nichts anderes als unsere Zerstörung wollen. Aber es ist auch wahr, wenn auch schwer zu akzeptieren, dass wir unsere Feinde in Freunde verwandeln können, wenn wir tun, was wir tun müssen, worauf ich weiter unten eingehen werde. Deshalb müssen wir einerseits die Gefallenen betrauern, andererseits müssen wir die Verantwortung für unser Leben übernehmen und verhindern, dass andere fallen,  und den lang ersehnten Frieden mit unseren Nachbarn erreichen.

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Die einstige Spaltung ist heute gefährlicher denn je

Wenn Jugendliche erwachsen werden, kann man das sehr gut erkennen: Die Veränderung in ihrem Verhalten – wenn sie, anstatt anderen die Schuld für ihr Unglück zu geben, sich selbst nüchtern untersuchen, herausfinden, was sie falsch gemacht haben, und daran arbeiten, es zu verbessern, damit es nicht wieder passiert. Auch unsere Nation hat eine Geisteshaltung, und dieses Verhalten bestimmt unser Schicksal. Wenn wir über die nötige Reife verfügen und uns nüchtern prüfen, werden wir Erfolg haben. Sobald wir uns jedoch in die Opferrolle hineinbegeben, werden wir zu Opfern.

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Der sinnlose Wettlauf um den Corona-Impfstoff

Was die Impfung seiner Bevölkerung angeht, führt Israel die Welt mit einem so großen Vorsprung an, dass das zweitplatzierte Land, die Vereinigten Arabischen Emirate, nur etwas mehr als halb so erfolgreich ist wie Israel, und die Vereinigten Staaten, wo die Impfstoffe hergestellt werden, liegen auf einem entfernten Platz 5, mit einer Impfrate, die achtmal geringer ist als die von Israel pro Kopf. Erstaunte Staatsoberhäupter der Welt schicken Delegationen nach Israel, um zu erfahren, was es ist, das wir richtig machen. Aber während die Staatsoberhäupter in Ehrfurcht erstarren, ist der Rest der Welt weit weniger beeindruckt, und, was noch seltsamer ist, die Infektionsrate geht trotz der Impfungen und trotz der Lockdowns nicht zurück. Warum wirken die Impfstoffe nicht?

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Über jüdische Einheit und Antisemitismus – Artikel Nr. 6 – Israels goldenes Zeitalter

Nach ihrer Befreiung aus der Sklaverei in Babylon, nachdem König Kyros sie mit „Silber und Gold, mit Gütern und Vieh, sowie mit einer freimütigen Opfergabe für das Haus Gottes, das sich in Jerusalem befindet“ (Esra 1,4) freigelassen hatte, kehrten die Auswanderer, genauer gesagt zwei der zwölf Stämme Israels, in das Land Israel und nach Jerusalem zurück und erbauten den Zweiten Tempel. Die Geschichte unseres Volkes ist von Leid gezeichnet. Die Zeit allerdings zwischen dem Erlass des Kyros, 539 v. Chr., und dem Beginn des Hasmonäeraufstandes, 166 v. Chr., war eine relativ ruhige und von einer großen Leistung geprägte Periode: ein Vorbild der Einheit für die Völker – wenn auch nur kurz – zu sein. [Rest des Beitrags lesen →]

Sterben ist leichter, als den Egoismus zurückzuweisen


Zwei Fragen, die ich über den Ausdruck der Liebe und des Egoismus erhielt:

Frage: Stellen Sie sich eine Situation vor, in der ein Mensch, der keine Verbindung zur Kabbala hat, sein Leben im Kampf aufopfert, um einen Freund zu retten, obwohl er sogar weiß, dass er sterben wird, wenn er dies tut. Ist das nicht die Enthüllung der größtmöglichen Liebe?

Antwort: In unserer Welt mag das sehr wohl der größtmögliche Ausdruck der Liebe sein, aber dies ist nicht der Fall in der Höheren Welt. Das kommt daher, da Menschen durch Erziehung, Vorbilder und Gehirnwäsche, welche ihnen Konzepte lehren, an denen sie – selbst auf Kosten ihres Lebens – festhalten, beigebracht wurde, auf diese Weise zu sterben. U-Boot Mannschaften werden zum Beispiel so trainiert. Jedoch bleiben diese Menschen immer noch Egoisten; es ist nur so, dass sie ein anderes Programm zur Erfüllung ihres Egoismus erhalten. Es gibt viele Umstände, wann Menschen ihr Leben riskieren, sogar bis zum willentlichen Tod.

Frage: Nehmen Egoisten die Höhere Welt wahr?

Antwort: Sie denken, dass sie es tun.

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