Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Vollendung'

„Die Schritte des Messias“

Frage: Man sagt, dass Ari Messias ben Joseph war. Was bedeutet das?

Meine Antwort: Die Kraft der Korrektur „Messias ben Joseph “ erzeugt die Vorbereitung für das „Eintreffen“ (für die Offenbarung) der Kraft der Korrektur „Messias ben David“. Denn Joseph ist Sefira Jessod, und David ist Malchut. Jessod bereitet die Einwirkung auf Malchut vor, um sie zu korrigieren.

Messias ist nicht der Mensch, nicht Ari selbst oder sein physischer Körper, sondern seine Lehre, seine Methodik, seine Kraft. Es ist die Seele, die im allgemeinen System der Seelen ihre Aufgabe hatte, den Weg zum Licht zu öffnen und damit alle Seelen zu beleuchten.

Sie steht auf dem Wege des Lichtes von oben nach unten, verbindet die höheren korrigierten Seelen der Kabbalisten, mit jenen Seelen, die noch nicht korrigiert sind, empfängt das Licht in seinem höheren Gewand und kleidet es entsprechend unseren Seelen ein, verteilt es zu den Stufen und bringt das Licht unseren Seelen näher.

Und deshalb, fängt mit Ari die Massenkorrektur der Seelen an – wie es zu Zeiten Baal Schem Tow war, wo auch Chassidut entstand. Und so hat die Menschheit begonnen, spirituell voranzukommen.

Wenn Ari mit seiner Methodik nicht da wäre, dann gäbe es keinen Baal Schem Tow mit seiner Bewegung Chassidut (mit einer Menge von kabbalistischen Gruppen unter dem Volk). Und ohne Baal Schem Tow gäbe es keinen Baal HaSulam, und ohne Baal HaSulam gäbe es uns nicht, die heute Kabbala studieren.

Diese Etappen heißen „die Schritte des Messias“. Es ist die Entwicklung der Methodik und der Praxis der Korrektur für die endgültige Vollendung. Und wir sind die ersten, die diese endgültige Etappe der Korrektur realisieren, weil wir die Kraft des „Messias ben Joseph anwenden“, um die Enthüllung der Kraft „Messias ben David“ zu erreichen, um die Malchut, die Versammlung aller Seelen mittels gemeinsamen Schirmes zu korrigieren.

Frage: Wird es in unserer Welt den Menschen mit der besonderen Seele geben, der die Methodik der Korrektur realisieren wird, sowie Messias ben David heißen wird?

Meine Antwort: Möglicherweise ist Messias ben David unser gemeinsames Verlangen, das im Endeffekt solche Handlung realisieren wird und nicht eine bestimmte Persönlichkeit. Uns interessieren nicht die Menschen, die in dieser Welt lebten: Аri, Baal HaSulam oder sogar Raschbi, sondern ihr Einfluss im System der Seelen. Es handelt sich um die Seele, die uns das Licht der Korrektur offenbart.

Und wir handeln ebenso: wir schaffen zusammen das System der Seelen, um das Licht von oben heranzuziehen und es an alle unkorrigierte Seelen weiterzugeben. Wir machen die Handlung, die als Malchut Davids bezeichnen werden kann.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Vorwort zu Panim Meirot“, 22.02.2011

Das Bild mit den weißen Flecken

Frage: Was ist das sich offenbarende Reshimo? Was genau wird uns offenbart?

Meine Antwort: Es ist unmöglich, zu erklären, weil das „Reshimo“ (das informative Gen) ein vollständiges Bild der Zukunft ist, das in meinem Inneren aufwacht.

Am Ende dieser Kette aus Reshimot gibt es mein allerletztes Reshimo, das die Welt der Unendlichkeit darstellt.

Und jetzt wird mir einer der Zustände offenbart, der mich auf dem Weg zu dieser Welt der Unendlichkeit hinaufführt. Und darin sind schon alle Daten vorprogrammiert, außer meiner notwendigen Bemühungen und den Schirm.

Und wenn ich meine Bemühungen und den Schirm hinzufüge, dann wird dieses Reshimo realisiert und ins Originalbild der Wirklichkeit verwandelt.

Und da es einerseits in diesem informativen Gen an meiner Bemühung und meinem anti-egoistischen Schirm mangelt, und andererseits, es das ganze vollkommene Bild der Realität, mit einer dieser Ausnahme beinhaltet, so ergibt sich, dass hinter diesem Reshimo der Schöpfer steht, der Seinen Wunsch zu meiner Teilnahme offenbart. Er zeigt mir das Bild der Realität mit den leeren für mich befreiten Abständen, die ich mit meiner Teilnahme ergänzen soll.

Und ich kann das Reshimo nicht auf einmal realisieren – dazu wird eine ganze Reihe der Handlungen benötigt, die manchmal sehr zahlreich sind. Im Endeffekt soll ich das Ausmaß der Ähnlichkeit und der Nichtübereinstimmung zwischen uns enthüllen. Deshalb ist das Reshimo so aufgebaut, dass es mich nicht nur zur Vollendung dieses Bildes hinzuführen soll, sondern mir auch das geben, was mir fehlt!

Indem ich das Bild vervollständige, ergänze ich den Punkt, der in mir ursprünglich offenbart wurde, zu dem Schöpfer. Denn unser Ziel auf jeder Stufe ist die Gleichheit mit dem Schöpfer zu erreichen. Ich realisiere das Reshimo, indem ich an etwas außerhalb arbeite – und mich dadurch bis zum Niveau des Schöpfers in der vorliegenden Stufe erhebe. Es ist der vielseitige Prozess, der mich im Endeffekt zur Vollkommenheit führt.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Der Charakter der Wissenschaft der Kabbala“, 20.01.2011

Wie wird man zum Helden

Frage: Was waren Ihre letzten Anstrengungen, bevor der Schöpfer Ihnen geantwortet hat? Was haben Sie getan, um den Machsom zu erreichen?

Meine Antwort: Die Frage ist nicht korrekt, denn es geschieht unerwartet. Hier zählt die Summe der verschiedensten Anstrengungen, über welche du nicht mal nachdenkst.

Erst später, wenn du „die zusammengestellte Sammlung“ analysierst, beginnst Du zu verstehen: Das ganze Leben war dafür notwendig, um das zu erreichen, was du jetzt erreicht hast.

Aber solange das Ergebnis aller Anstrengungen nicht offenbart ist, weißt man nie genau, wie viel noch übrig bleibt. Und deshalb kann man nicht sagen, dass eine konkrete Bemühung dich zur Vollendung geführt hat.

Frage: Worin unterschieden sich gerade Ihre Bemühungen?

Meine Antwort: Ich denke, ich hatte nichts anderes, außer der Geduld, der Hartnäckigkeit und der Konsequenz (auf dem Hintergrund der Störungen und allem, was mit ihnen verbunden war). Baal HaSulam schreibt darüber im bekannten Beispiel aus dem „Vorwort zu der Lehre der Zehn Sfirot“, P. 133:

“ Und nur die Helden unter ihnen, deren Maß an Geduld ausreichte, überwältigten jene Wachmänner, öffneten das Tor und wurden sogleich des Antlitzes des Königs gewürdigt, der jeden auf den ihm passenden Posten einsetzte..“.

Wer ist ein Held? Derjenige, dessen Maß an Geduld ausreichte. Er macht alles Mögliche, um nicht vom Weg abzuweichen.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Welche Kräften brauchen wir für die spirituellen Arbeit“, 09.01.2011


Das Ergebnis spiritueller Arbeit ist nie das, was man erwartet


Unsere Arbeit ist es, mit unserer Korrektur zu beginnen, doch sollten wir uns nicht um ihre Vollendung sorgen. Das heißt nicht, dass man die Arbeit mittendrin liegen lassen soll, sondern man muss das Ergebnis immer als das Richtige betrachten, weil es vom Schöpfer kommt.

Wir denken nur, dass wir wissen, wie sich alles entwickeln muss. Doch in Wirklichkeit geschieht auf einmal etwas Gegenteiliges. Wir werden vom Höheren Licht und der Umgebung beeinflusst und ändern uns demnach. Daher sehen wir, dass die Arbeit, mit der wir angefangen haben, ganz falsch war. Und dann fangen wir noch einmal von vorne an.

Dies ist die Arbeit unserer Korrktur, „die Korrektur unserer Fehler“, die der Schöpfer für uns vervollständigt. Wir müssen immer wieder, ohne zu verzagen, von vorne anfangen und versuchen, zu Ihm durchzubrechen, zur Eigenschaft es Gebens in uns.

Wir müssen jede Anstrengung unternehmen, um diese Handlung zu vollenden, auch wenn das Ergebnis völlig anders als das Erwartete sein wird. Dies geschieht, weil das Licht uns ins Gegenteil verwandelt. Aus diesem Grund machen wir so viele Veränderungen bei der spirituellen Arbeit durch.

Tatsache ist, dass wir nicht wissen, wie das Ergebnis sein soll. Wir wissen nicht, was die Eigenschaft des Gebens ist, und darum haben wir keine Ahnung, welches Ergebnis jeder Schritt bringen wird. Wenn unsere Anstrengungen in etwas Gegensätzlichem resultieren, als wir gedacht haben, dann kann das sogar ein gutes Zeichen sein, dass wir der Wahrheit näher kommen.

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