Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kinderkrankheiten der Kommunikation im Internet

Frage: Um besser zu erscheinen, als sie wirklich sind, lügen sich Menschen einerseits bei der Kommunikation in den sozialen Medien an, andererseits sind sie aufrichtiger als im persönlichen Kontakt. Das heißt, wenn ich Ihnen in die Augen schaue, ist es schwieriger für mich, die Wahrheit zu sagen. Wenn wir Kontakt über den Bildschirm haben, ist es viel einfacher.

Was haben wir verloren, als wir aufhörten physisch miteinander zu kommunizieren, indem wir uns in die Augen schauten?

Antwort: Direkte Kommunikation erfordert eine gewisse Vorbereitung, ich würde sagen, die Erhebung über sich selbst und das Hineinversetzen in den anderen. Die Kommunikation über einen Bildschirm ist zudem, wenn es auch noch inkognito erfolgt, keine wirkliche Kommunikation. Es ist nicht einmal ein Ausdruck der eigenen Gedanken oder Ansichten, sondern etwas, womit man den Bildschirm füllen will.

Das Problem ist, dass es im Internet keine Grenze für die Menge oder Qualität der Kommunikation gibt. So sind wir in einen Bereich eingetreten, in dem wir uns zurückentwickeln: Es ist uns egal, was andere denken, was als Folge unserer Beteiligung an der Internetkommunikation erreicht wird. Die Menschen verfälschen sich mit Unreinheiten.

Frage: Wie stellen Sie sich die virtuellen Gemeinschaften der Zukunft vor?

Antwort: Virtuelle Gemeinschaften der Zukunft werden über diese Kinderkrankheit hinauswachsen und klare, strenge Gesetze verabschieden. Sie werden darauf basieren, wie sich die Menschheit richtig entwickeln muss. Sie werden die Menschen verpflichten zu studieren und sie werden dafür ausreichend Zeit, Energie und Geld haben, um es umsetzen zu können.

Die Menschen werden sich, nicht nur aus moralischen Beweggründen weiterbilden, sondern auch auf der spirituellen Ebene, die sie erreichen müssen. So wird sich das gesamte Internet weiterentwickeln.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 07.10.2020

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Widersprüche führen zu Verständnis


Fragen, die ich zu folgenden Themen erhielt: dem Gefühl der Leere, der Verbindung mit der virtuellen Gruppe, dem Umgang mit Widersprüchen, dem Unwillen zum Studium:

Frage: Warum fühlt man sich umso leerer, je mehr man verbreitet und sich anstrengt?

Meine Antwort: Das Gefühl der Leere taucht dann auf, wenn man die Wichtigkeit der Verbreitung nicht als eine Tat begreift, die vom Schöpfer geschätzt wird. Indem Sie verbreiten, bringen Sie die Welt näher zu Ihm. Jedoch fühlt Ihr ständig wachsender Egoismus die Wichtigkeit dieser Handlung nicht. Der Egoismus wächst besonders in denjenigen, die Kabbala studieren, um ihnen die Gelegenheit zu geben, ihn zu überwinden und sich so auf das Niveau des Schöpfers zu erheben.

Sie sollten das Gefühl der Leere schnell ersetzen und die Größe der Absicht und des Schöpfers empfangen, indem Sie sich mit Büchern auseinandersetzen und mit Freunden in Verbindung treten. Die Shamati-Artikel erklären das sehr detailliert.

Frage: Wie kann man sich spirituell entwickeln, ohne in physischem Kontakt mit einer Gruppe zu sein?

Meine Antwort: Wenn Sie den virtuellen Kontakt mit der Weltgruppe halten, sind Sie mit ihr verbunden. Außerdem können Sie physisch an den Kongressen teilnehmen, unser Zentrum in Israel besuchen und dort studieren.

Frage: Wie soll man sich mit den Widersprüchen in der Kabbala befassen? Einmal werden die Dinge so und am nächsten Tag andersherum erklärt!

Meine Antwort: Wenn Sie das richtige Verständnis bekommen, dann werden sich all diese „Widersprüche“ ergänzen und zu einem Ganzen verbinden. Die Widersprüche führen zum richtigen Verstehen, weil sie ein Zeichen Ihrer Unvollkommenheit sind.

Frage: Es gibt Tage, an denen ich wirklich Kabbala studieren will und es gibt Tage, an denen ich an Kabbala überhaupt nicht denken und stattdessen weltliche Sachen machen will, die mich anziehen. Heißt das, dass ich den Punkt im Herzen noch nicht habe?

Meine Antwort: Während dieser Tage haben Sie die Gelegenheit, sich unabhängig durch Ihre eigenen Anstrengungen und nicht durch den Wunsch von oben, weiterzuentwickeln.

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