Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verlust'

Es gibt einen Weg, den Tod zu umgehen

Wenn ein Mensch die Mitte des Lebens erreicht, beginnt er allmählich, in den Tod „zu gleiten“. Er stirbt nicht im Nu, genauso wie er nicht im Nu zu einem Erwachsenen wird. Seine Kerze – das egoistische Verlangen, das in ihm brennt – schwindet allmählich dahin.

Bis zum Alter von 40-45 Jahren denkt man, dass das ganze Leben vor einem liegt und dass man fähig sein wird, sich selbst zu verwirklichen. Aber im Alter von 40 wächst die Enttäuschung und man erkennt, dass es zwecklos ist, auf große Veränderungen im Leben zu warten. Und darum beginnt man dahinzuschwinden.

Das egoistische Verlangen unterwirft sich immer mehr, indem es akzeptiert, was es hat, bis das Verlangen voranzukommen vollständig verschwindet. Folglich stirbt es. Es ist also nicht unser Körper, der stirbt, sondern unser Verlangen weiterzumachen, das schwächer wird.

Können wir irgendetwas dagegen tun? Jeder sucht nach einem Weg, länger zu leben. Aber warum wollen Menschen das – gibt es hier nicht genug Leiden für uns? Wollen wir 140 Jahre anstatt 70 Jahre leiden? Wir wollen das, weil wir den Tod mehr fürchten, als etwas in diesem Leben zu verlieren.

Wenn ein Mensch jedoch einer Gesellschaft angehört, die sich mit der spirituellen Entwicklung befasst, gibt ihm die Gesellschaft Kraft und ein Verlangen voranzukommen. Deshalb fühlt er sich immer wie ein Kind, das viele Wünsche hat. Und neben seinem Egoismus entwickelt er ein neues Verlangen – zu geben. Dieses Verlangen wird immer größer, scheint heller und schwindet niemals.

Dieses wachsende Verlangen belebt einen Menschen fortwährend, so dass er alle Jahre seines Lebens aktiv und unnachgiebig wie ein Kind bleibt. Während der ungefähr 70 Jahre seines Lebens wird er niemals dahinschwinden. Darüberhinaus wird er beim Tod seines physischen Körpers keinen Verlust empfinden, sondern wird ihn bezüglich seiner Verlangen – seiner Seele – als Sprung auf eine höhere Stufe ansehen.

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Blog-post: Über Leben, Tod und die Seele

Die Schweinegrippe versetzt der Wirtschaft einen weiteren Schlag

In den Nachrichten (The Washington Times): Die bereits von Produktionsrückgang, Zusammenbruch des Handels und der schlimmsten Finanzkrise seit der Großen Depression gebeutelte Weltwirtschaft, steht nun vor einem Ausbruch der Schweinegrippe, die eine Pandemie zu werden droht.

Laut Schätzungen der Weltbank vom vorigen Jahr, könnte eine Pandemie die weltweite Produktion um 4.8 % verringern. Ein „ernster“ Ausbruch, so die Weltbank, könnte in der Tourismusbranche, beim Transport und im Einzelhandel Verluste von 3 Milliarden Dollar verursachen, da die Produktivität sinken und das Fehlen am Arbeitsplatz zunehmen würde.

Mein Kommentar: Welche weiteren „ägyptischen Plagen“ hat die Natur für uns auf Lager, da wir weiterhin stur sind und einer Korrektur unseres Egoismus widerstreben? Wenn wir uns gegen das Gesetz der Natur wenden, werden wir nichts anderes als weitere „Plagen“ für unser Zuwiderhandeln zu erwarten haben.

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Die Europäische Union muss eine schicksalsschwere Entscheidung treffen

News Report (Spiegel online): Der diesjährige Gewinner des Nobelpreises für Wirtschaft, Paul Krugman, teilt die Meinung derer, die die Untätigkeit der deutschen Regierung angesichts der derzeitigen Finanzkrise kritisieren. Er sprach mit dem SPIEGEL über den Preis, den dieses „Nichtstun“ kostet und warum er denkt, dass Berlin den Ernst der Wirtschaftskrise verkennt.

Krugman: „Europa hat grobe Koordinationsprobleme: Die Abstimmung zwischen Verlusten und Produktion ist für die einzelnen Länder, die unilateral handeln, weit weniger günstig als für die EU als Ganzes. Daher ist Zusammenarbeit lebensnotwendig. Doch wenn Deutschland, das wirtschaftlich bedeutendste Land, sich weigert, voranzugehen, wird es keine Kooperation geben. Die Ereignisse verhalfen Deutschland zu einer strategischen Bedeutung, die keine Relation zur Größe Deutschlands hat.

SPIEGEL: Was ist der Preis dieser Trägheit?

Krugman: Es drohe ein sehr, sehr ernster Absturz mit den schlimmsten Arbeitslosenzahlen seit den dreißiger Jahren und im Anschluss womöglich ein verlorenes Jahrzehnt nach japanischem Muster.

Mein Kommentar: Die Europäische Union muss eine schicksalsschwere Entscheidung treffen. Wenn die europäischen Länder den Weg der Einheit einschlagen, werden sie neben dem kulturellen Zentrum auch zur größten Wirtschaftsmacht werden. Andererseits, wenn die einzelnen Länder auf eigene Faust versuchen, ihre Probleme zu lösen, werden sie einen solchen Niedergang erleiden, von dem sie sich nie mehr erholen können! Weil diese Art zu handeln gegen das Gesetz der Natur wäre, welches die Menschheit in Richtung Globalisierung drängt.

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Blog-post: Wird es den Nationen gelingen, in gemeinsamer Arbeit die Welt vor der Krise zu retten?
Blog-post: Wie kommt es, dass sich Amerika besser vereinigen kann als Europa?

 

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Die Finanzkrise bringt Israelis dazu, nach Israel zurückzukehren


News Report: (übersetzt von 7KANAL.com): Alle israelischen Konsulate in Nordamerika berichten von einem Zustrom von Israelis, die Rückkehr in die Heimat beantragen. Der Grund für diesen Anfall von Patriotismus ist die Finanzkrise, die bei vielen Menschen den Verlust all ihrer Ersparnisse verursacht hat.

Viele Antragsteller für eine Rückkehr nach Israel sagen, dass sie sich sogar ihre Rückfahrkarte nicht leisten können. Für sie besteht die Gefahr, dass sie ihre Hypotheken nicht bezahlen können. Viele beanspruchen Unterstützung, um Lebensmittel kaufen zu können.

Mein Kommentar: Es gibt ein Sprichwort: „Die Welt wird durch Liebe und Hunger regiert.“ In der Kabbala bedeutet dies, dass ein Mensch mit Liebe zum Ziel streben kann oder durch Leiden dorthin getrieben wird. Er ist auf die eine oder andere Weise verpflichtet, das Ziel zu erreichen. In diesem Fall werden die Menschen durch Hunger getrieben!

Es wird außerdem jene geben, die es ablehnen, zu gehen, ähnlich wie die Juden, die Nazi-Deutschland nicht verlassen wollten, und sie werden möglicherweise mit den gleichen Konsequenzen konfrontiert (siehe den Artikel „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“ und die Zeitung „HaUma – Die Nation“).

Verwandtes Material:
Blog-Post: die jüdische Nation kann nur durch die Rückkehr zu „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu neuem Leben erwachen.
Blog-Post: Die verlorenen Söhne sind vom amerikanischen Traum enttäuscht
Artikel: Wer bist Du, Volk von Israel?
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Wer glaubt an Gott?


Eine Parabel: Es war einmal in einer kleinen Stadt in Amerika, wo ein Geschäftsmann sich entschloss, eine Bar zu eröffnen. Das Problem war, dass die Bar in der gleichen Straße war wie eine Kirche. Offenbar waren die Kirchenfunktionäre nicht sehr glücklich darüber und in jeder Predigt riefen sie die Bürger dazu auf, gegen die Eröffnung der Bar zu protestieren und Gott zu bitten, den unmoralischen Geschäftsmann zu strafen.

Am Tag vor der feierlichen Eröffnung gab es ein gewaltiges Gewitter. Plötzlich schlug ein Blitz in die Bar ein und sie brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Die Kirchenfunktionäre jubelten, jedoch hielt ihre Fröhlichkeit nicht lange an, denn der Barbesitzer verklagte sie und verlangte für seinen Verlust einen Schadensersatz. Natürlich wiesen die Kirchenfunktionäre jede Verantwortung in dieser Angelegenheit zurück.

Nachdem der Richter beide Seiten angehört hatte, bemerkte er: „Basierend auf den Aussagen glaubt der Barbesitzer an die Macht eines Gebetes, die Kirchenfunktionäre jedoch nicht!“

Die jetzige Krise ist gleichzusetzen mit einem Vertrauensverlust der Menschen in das egoistische System unserer Beziehungen

Frage: Warum beharren Sie so darauf, dass sich die derzeitige Finanzkrise nur durch eine Änderung der zwischenmenschlichen Beziehungen lösen lässt?

Antwort: Diese Frage wurde bereits in einem anderen Blogeintrag beantwortet.

Wirtschaftswissenschaftler behaupten ebenfalls, dass die Gründe für die Aktienmarktkrise im Verlust des Vertrauens der Menschen in Banken und Firmen liegen. Der Auf- und Abstieg der Kurse hängt vom Auf- und Abstieg der menschlichen Erwartungen von Firmen und Banken ab.

Zusätzlich argwöhnen Menschen selbst in Krisensituationen, dass Firmen beträchtliche „Erträge“ auf die Seite bringen. Manager bankrotter Banken und Firmen wussten über die kommenden Ereignisse Bescheid und erhöhten rechtzeitig das eigene Gehalt und das der Angestellten, um für schlechte Zeiten „anzusparen“. Daher ist die jetzige Krise (und es wird noch andere geben) ein Ausdruck des Vertrauensverlustes der Menschen in Firmen, Banken und die Zukunft überhaupt. Dem egoistischen System und dass es weiterhin unser Leben regeln kann, wird nicht länger vertraut.

Kabbala sieht darin den Beginn der Korrektur der Welt. Wir müssen realisieren, dass wir völlig von einander abhängig sind und dass man sich dieser Abhängigkeit nicht entziehen kann. Wir sind wie Mitglieder einer einzigen Familie, die gemeinsam Freud und Leid teilen. Wir sollten eine Atmosphäre familiären Vertrauens schaffen und uns um den gesamten Planeten kümmern – erst dann wird die Globale Krise enden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Eine Analyse der Krise
Blog-post: Wie fühlt sich ein Kabbalist bei den aktuellen Ereignissen?
Blog-post: 7 Wege zur korrekten annäherung an die Globalisierung

Freiheit vom Engel des Todes


Eine Frage, die ich erhielt: Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie folgendes Zitat aus Baal HaSulams Artikel „Die Freiheit“ erklären würden:

„Wohingegen, wenn kein solcher Funken im Menschen weilt, sondern alle Funken seiner Essenz darin gekleidet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu erweisen, dann ist er weder abwesend noch tot. Denn selbst wenn der Körper sich auflöst, löst er sich nur hinsichtlich des Aspektes des Empfangens für Eigennutzen auf, in den das ‚Verlangen zu Empfangen‘ gekleidet ist und er hat nur das Recht, durch dieses zu existieren.“

Ich verstehe das nicht. Wie ist es möglich, dass wenn der Körper stirbt (was Ihrer Ansicht nach mit dem Wechseln eines Hemdes verglichen werden kann), das ‚Verlangen zu schenken‘ nicht mit ihm stirbt? Wenn ich sterbe, werde ich nicht mehr in der Lage sein, zu schenken, selbst wenn ich noch das ‚Verlangen zu schenken‘ verspüre – ich werde mein Verlangen nicht verwirklichen können!

Oder nehmen wir anstatt des Todes an, ich würde einen Autounfall oder eine schwere Krankheit überleben, mit dem Verlust von Gliedmaßen und einem Gehirnschaden. Obwohl ich dann noch am Leben wäre, wäre ich nicht fähig zu geben! Ohne Körper können Sie Ihren Freunden nicht schenken oder an der Verbreitung teilnehmen. Wie kann also das Verlangen eines Menschen weiterbestehen und wahrgenommen werden, wenn der Körper nicht länger existiert?

Meine Antwort: Hier eine Erklärung des von Ihnen angeführten Zitats von Baal HaSulam:
„Wohingegen, wenn kein solcher Funken im Menschen weilt, sondern alle Funken seiner Essenz darin gekleidet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu erweisen, dann ist er weder abwesend noch tot. Denn selbst wenn der Körper (der Egoismus) sich auflöst, löst er sich nur hinsichtlich des Aspektes des Empfangens (des Verlangens) für Eigennutzen auf, in den das ‚Verlangen zu Empfangen‘ gekleidet ist und er hat nur das Recht, durch dieses zu existieren.“

Die Verlangen bleiben. Was sich verändert, sind deren Absichten oder „Gewänder/Kleider“. Wir leben innerhalb dieser Verlangen, und wir nehmen auch unseren Körper bzw. seine Präsenz innerhalb eines bestimmten Verlangens wahr, welches sich in unserem „Ich“ in einem bestimmten Zeitraum (unserem Leben) offenbart, und danach wieder abnimmt und verschwindet. Dies gibt uns das Gefühl für das Leben und den schrittweisen Tod des Körpers.

Lesen Sie das Vorwort zum Buch Sohar und Sie werden sehen, was die Kabbala meint, wenn sie sagt:

  • Der Tod des Körpers – der Tod der egoistischen Absicht
  • Die Wiederbelebung des Körpers – die Geburt der altruistischen Absicht

Wir nehmen nur unseren tierischen Körper wahr, bis wir unsere gesamte Seele korrigieren, was bedeutet, bis wir all unsere Verlangen von „für mich selbst“ zu „für andere und für den Schöpfer“ korrigieren. Danach wird die Wahrnehmung des Körpers verschwinden, weil das Verlangen, worin wir den Körper wahrnehmen, in eine Absicht des Schenkens korrigiert sein wird. Und dies wird für ewig sein, weil es uns hilft, auch all die anderen Verlangen zu korrigieren.

Nehmen Sie folgendes als Grundlage: Es gibt nur das Licht und das Verlangen, und Sie fühlen alles (diese Welt oder die kommende Welt) innerhalb dieses Verlangens. Alles hängt von den Verlangen ab – von ihrem Ausmaß, ihrer Qualität und ihrer Angleichung zum Licht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum müssen wir immer wieder hierher zurückkommen?
Blog-post: Immer bei mir
Shamati #28: Ich werde nicht sterben, sondern leben

Wie wir im Dunkeln herumtasten, um die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen


Gestern ging ich in eine Ausstellung mit dem Titel „Ein Gespräch im Dunkeln“. Wir betraten eine völlig abgekapselte Halle, in der es ganz dunkel war. Unser Führer erklärte, dass man die Welt im Dunkeln anders wahrnimmt – nicht mit unseren Augen, die uns normalerweise 80% unserer Information liefern, sondern durch den Gebrauch anderer Sinne. Und diese kompensieren irgendwie den Verlust unserer Sicht.

Genauso müssen wir uns bei der Entwicklung der spirituellen Sinnesempfindung klarwerden, dass wir im Dunkeln sitzen. Wir müssen nämlich fühlen, dass wir unser Leben in dieser Welt nicht durch den Gebrauch unserer 5 Sinne wettmachen können, auch wenn wir alle unsere 5 Sinne haben, sind wir immer noch im Dunkeln. Dieses Gefühl müssen wir erlangen, um unser spirituelles Gefühl zu entwickeln. Und das ist genau das, was der Menschheit heute passiert – sie merkt so langsam, dass sie in der Dunkelheit sitzt.

Unser Sehvermögen ist eine innere Vision. Wir nehmen alles innerhalb von uns wahr. Es ist möglich, das gleiche Bild durch die Übertragung von elektrischen Signalen zum Gehirn zu schaffen. Wichtig ist, dass man das innere Bild wahrnimmt, welches sich auf der Kehrseite des Gehirns befindet. Worin liegt daher der Unterschied, ob ich Augen habe oder nicht? Das Wichtige daran ist, dass das Bild in meinem Bewusstsein geschaffen wurde und das gleiche kann ich mit anderen Sinnen und zusätzlichen Eigenschaften bekommen.

Darum fragte ich meinen Führer – der nicht blind geboren wurde (wenn man blind ist, kann man keine Bilder der Welt miteinander vergleichen), ob er wohl fähig war, seine restlichen Sinne so zu entwickeln, dass sie ihm ohne Sehvermögen das Gefühl geben könnten, auf der Straße zu sein, das Gefühl zu haben, vor einer Ampel zu stehen, zu wissen, dass es dort Menschen und Autos und Passagen gibt und um ihn herum etwas geschieht…

Immerhin sind doch alle unsere Sinne miteinander verbunden und alles hängt von ihrer Entwicklung und Übung ab. Grundsätzlich sind wir in der Lage, das gleiche Bild, welches wir mit unseren Augen sehen, auch ohne diese zu sehen. Das Bild mag anders aussehen, doch wir würden uns problemlos orientieren können.

Wir müssen auch merken, dass unsere irdischen Sinne nicht wirklich auf dem Gebiet funktionieren, wo wir gerade existieren. Darum können wir nicht mit den Problemen, Schlägen und Frustrationen fertigwerden, die wir erleben, da die Information, die wir durch den Gebrauch unserer 5 Sinne, unseres Verstandes und unserer Wünsche, empfangen, nicht ausreicht.
Das bedeutet, wir tappen im Dunkel. Wenn wir ein Gerät hätten, mit dem wir herausfinden könnten, wer Schlechtes über uns denkt, dann würden wir wissen, wer unsere Feinde sind. Doch besitzen wir weder solch ein Gerät noch solch eine Sinnempfindung und wir meinen plötzlich, dass wir mit dieser Welt nicht mehr fertig werden – und das wird Dunkelheit genannt.

Was sollen wir nun tun? Wir brauchen nur die Sinnesempfindung entdecken, die uns die Verbindung mit der Quelle eröffnet. Dann werden wir sehen, wozu diese Schläge alle da sind, den Grund, warum sie uns gegeben wurden. Und dann werden wir das Licht und die Dunkelheit laut Kabbala definieren. Und wir haben es fast schon geschafft, weil die globale Krise bereits vor der Türschwelle steht und uns ein Gefühl der Dunkelheit gibt.

Verwandtes Material:
Shamati 16: Tag des Schöpfers und Nacht des Schöpfers

Bewusste Beschleunigung in Richtung Sinn des Lebens


Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe unterschiedliches kabbalistisches Material über das letzte Jahr hinweg gelesen und gesehen. Manchmal interessiere ich mich sehr für Kabbala und an anderen Tagen bin ich zu beschäftigt mit Alltäglichem und der Suche nach Vergnügen. Über diesen Zeitraum hinweg begann ich langsam zu fühlen, dass in mir etwas passiert. Ich wurde betrübter und unzufriedener. Aber vor einiger Zeit haben meine früheren Gefühle und mein Leben die Veränderungen vervollständigt, durch die sie gegangen waren. Ich habe einen Verlust erfahren und plötzlich begann mein Herz so stark zu schmerzen, dass ich nicht wusste, wo ich mich vor diesem Schmerz verstecken konnte. Ich verstand, dass es nichts anderes in dieser Welt gibt, was mich befriedigen kann. Zum ersten Mal in meinem Leben begann ich Kabbala mit Leidenschaft zu studieren. Ich fing an, den Anfängerkurs im Internet zu sehen. Die erste Lektion war wie der Himmel für mich. Ich weiß nicht, warum ich mich während des Sehens so unglaublich gut fühlte. Mein Herz tut immer noch dann weh, wenn ich keine Lektionen sehe.

Meine Antwort: Es gibt einen Weg für jeden und niemand kann einen anderen Weg wählen. Es gibt eine Möglichkeit, den Weg in Richtung des Ziels der Schöpfung bewusst zu nehmen, während andere ihn gegen ihren Willen und viel langsamer gehen. Ein Mensch der dem bewussten Weg folgt, erfährt auch sehr viel Traurigkeit und seelische Belastung, aber alles hängt vom Umfeld ab. Man muss seine Augen schließen und sich völlig der Umgebung überlassen. Jeden Tag gibt es mehr unglückliche und zerstörte Menschen in der Welt. Stellen Sie sich einfach vor, dass Sie an den selben Ort gehen, an dem sie sind und dass der einzige Unterschied darin besteht, dass sie gehen, während Sie parallel zu ihnen auf einer Rolltreppe vorbeifliegen. Die schnellen Änderungen Ihrer Stimmung, Gedanken und Ihres Inneren passieren, weil Sie im Vergleich zu anderen Ihre Geschwindigkeit beschleunigen.

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Hören Sie auf, an die Vergangenheit zu denken!

Eine Frage, die ich erhalten habe: Ich habe eine sehr schwierige Frage. Ich habe meinen Sohn vor sechs Jahren verloren. Er war 19 Jahr alt. Ich fühle noch immer unheimlichen Schmerz, über den ich jedoch nicht einmal mit denen, die mir am nächsten sind, sprechen kann. Ich gebe mich nach außen stark und weine nur, wenn ich alleine bin. Ich fühle mich, also ob ich meinen Sohn nicht gehen lassen könnte, wohin er sollte. Oder ist er es, der nicht von mir gehen möchte? Mit meinem Verstand weiß ich, dass er nicht länger existiert, und dass der Allmächtige mir seine einzigartige Seele für eine kurze Zeit anvertraut hat. Dafür sollte ich dankbar sein. Aber es funktioniert so nicht. Ich bin mit dieser Situation vollkommen alleine und es kommt mir so vor, dass Gott mich verlassen hat, wie ein Waisenkind. Wie kann ich endlich Frieden finden?

Meine Antwort: Man sollte unter keinen Umständen zurückblicken. Man sollte nur vorwärts schauen. Sonst werden sie unreine Gedanken und Kräfte anziehen, die egoistisch sind und sie nur vom Weg abkommen lassen. Es gibt keine Wahrheit in solchen Gedanken.

Eine Frage, die ich erhalten habe: Wie kann ich mit Fehlern zurechtkommen, die ich in der Vergangenheit gemacht habe und die ich erst jetzt verstehe? Wie kann ich mich vorwärts bewegen, ohne Bitterkeit über diese Fehler zu verspüren?

Meine Antwort: Es gibt keine Zeit und es gibt keine Vergangenheit. Sie sollten nur vorwärts streben, sonst werden sie eine „Salzsäule“ wie die Frau von Lot, d.h., sie werden aufhören sich vorwärts zu bewegen.

Verwandtes Material:
Pri Chacham Igrot S. 70 (Ausschnitt) – Baal HaSulam