Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbrauch'

Die Offenbarung kommt noch

Kabbala ist die Wissenschaft über die Ähnlichkeit des Menschen mit dem Schöpfer. In allem! In der Harmonie mit Ihm, in der Ewigkeit und in der Vollkommenheit. Dabei hindert uns unser irdisches Dasein nicht daran, diesen „nicht irdischen“ Zustand wahrzunehmen.

Unser Verbrauch muss ebenfalls mit der Natur harmonieren, d.h. wir müssen nur das Nötigste zum Leben verbrauchen. Dabei wird die Natur, ungeachtet der Erdbevölkerungszahl, sich in einem ruhigen harmonischen Zyklus erneuern.

Ich empfehle euch, den Film „The story of stuff“ anzuschauen: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

Doch es liegt nicht am falschen Verbrauch und nicht am Egoismus an sich, sondern daran, dass unsere egoistische Natur absichtlich so erschaffen wurde, für unsere Korrektur, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den Egoismus und ich erschuf die Tora (das Licht, dass wir durch das Kabbala-Studium anziehen) zu dessen Korrektur“.

Die Menschheit erkennt nicht die Falle, die der Schöpfer uns gestellt hat – der Egoismus wurde absichtlich und nur im Menschen erschaffen, damit wir ihn korrigieren wollen, damit wir dadurch dem Schöpfer ähnlich sein wollen – genau das ist das Ziel, und alles andere ist die Ursache!

Die vorgeschlagenen Lösungen werden nicht helfen, ein neues, gesundes Leben aufzubauen, weil unser Egoismus sich nicht ändern wird – und uns nicht erlauben wird, etwas zu ändern. Solange wir ihn nicht der Korrektur durch das höhere Licht, welches ihn auch erschaffen hat, aussetzen.

Kabbala Akademie

Die Natur herrscht über alles mit Ausgewogenheit

Frage: Sie sprechen von der Korrektur der Menschheit. Aber was geschieht mit der Korrektur auf den pflanzlichen und tierischen Stufen der Natur? Wie können sie zur Einheit mit dem Schöpfer gebracht werden?

Antwort: Der Egoismus der Menschen ist die alleinige Ursache des ganzen Übels. Die richtige Wechselwirkung des Menschen mit der Natur bedeutet, nur soviel zu nehmen, wie gemäß seiner Gewohnheit für seine Existenz notwendig ist – aber nicht mehr. Alles was darüber liegt, was für eine normale Existenz gebraucht wird, gehört allen.

Dieser Grundsatz ist der Verbindung unter den Teilen eines lebenden Organismus ähnlich: Das Herz, die Lungen, die Leber, die Nieren, und alle anderen Teile des Körpers erhalten Energie für ihre Lebenserhaltung. Und keiner beansprucht mehr, als für die Existenz und Aufrechterhaltung der Funktion des Organismus zum Wohle des Ganzen notwendig ist.

Auf diese Weise sollten wir uns in der Gesellschaft – unserem Organismus – verhalten. Wenn eine Person mehr verbraucht als notwendig, ist das für ihn sowie für jeden anderen schädlich. Mehr zu verbrauchen als erforderlich, wird als Ego bezeichnet.

Wir müssen von der leblosen, pflanzlichen und tierischen Stufe der Natur lernen, wie wir auf der Stufe des „Menschen“ in Harmonie mit der Natur sein können.

Eine Person braucht eine Familie, ein Haus, Arbeit, Einkommen, Urlaub, Altersvorsorge, und Versicherungen. Jedoch mehr zu beanspruchen als notwendig, zerstört die Welt, da es die Natur aus der Balance bringt. Jedenfalls wird die Natur uns zwingen, in Gleichgewicht mit ihr zu kommen.

Kabbala Akademie

Auf 500 Bewohner unserer Erde kommt ein Millionär

Meldung: (Agentur Boston Consulting Group): Trotzt der Wirtschaftskrise steigt die Anzahl der Millionäre weltweit weiterhin an.

Aktuell werden 12,5 Millionen natürliche Personen gezählt, deren Vermögen eine Million Dollar übersteigt. Die genannte Zahl beträgt 0,2% der Gesamtbevölkerung der Erde oder mit anderen Worten, auf 500 Erdbewohner kommt ein Millionär.

Kommentar: Der tendenzielle Anstieg der Anzahl der Millionäre bedeutet ein schnelles Vorankommen zur Erkenntnis des Bösen, der Ungleichheit, welche gegen das vollkommene Gleichgewicht als Hauptgesetz der Natur ist. Wann werden wir es aber begreifen – durch Katastrophen oder durch den Verstand? So weit begreifen, dass wir ein einziges Gesetz einführen werden – das Gesetz der Gleichheit beim vernünftigen Verbrauch und der Einigung.

Doppelte Realität

Frage: Wenn wir die Gruppe nur als ihren inneren, korrigierten Zustand betrachten, wie unterscheidet sie sich dann vom Rest der Welt, der auch nur unkorrigiert scheint?

Meine Antwort: Es gibt keinen Unterschied in der inneren Bedeutung. Aber wenn man auf die Gruppe schaust, bleibt einem nichts anderes übrig als festzustellen, dass sich ihr Streben nach Spiritualität äußerlich manifestiert, wenn sie jeden Tag zum Unterricht kommt. Das bedeutet, dass sie sich zwar bemüht, Spiritualität zu erreichen, es ihr jedoch noch nicht gelungen ist.

Man hat einen äußeren Schirm, auf dem man sieht, wie sich die Gruppenmitglieder nach dem Geben sehnen, während sie noch innerhalb des egoistischen Systems handeln, welches nur beabsichtigt, alles für die eigene Befriedigung zu nutzen.

Dennoch wissen sie bereits, verstehen schon irgendwie und fühlen sogar, dass es eine Chance gibt, zu einer anderen Einstellung über die Welt zu gelangen: das Konsumieren durch das Geben zu ersetzen.

Sie wissen, dass es zwei Arten gibt, das Leben im Universum zu empfinden:

1. Ein Leben, wo ich instinktiv versuche, alles zu verschlingen, weil ich so geboren wurde, was als angeborener „Böser Trieb“ betrachtet wird.

2. Und es gibt eine andere Einstellung dem Leben gegenüber: das Geben, aus sich herauszutreten, wobei mein „Selbst“ an sich nicht existiert, es sei denn, es ist in allen anderen enthalten. Und diese zweite Herangehensweise ist diejenige, die wir erreichen wollen.

Es stellt sich heraus, dass wir bereits zwei Herangehensweisen haben: bis jetzt nach dem 1. Grundsatz, zu leben, alles für sich selbst zu verbrauchen. Genau das nehmen wir jetzt wahr, „diese Welt.“ Aber wir träumen davon eine andere Anschauung vom Leben zu erlangen und die spirituelle Wirklichkeit zu sehen, die aus dem Geben besteht.

Was wird mit der körperlichen Wirklichkeit dann geschehen? Wird sie verschwinden? Nein. Sie wird bleiben, solange wir sie brauchen, da sie noch als ein notwendiger Bestandteil verwendet werden muß.

Nun sollte man bereits verstanden haben, wozu unser materieller Körper dient: man muss ihn aufrechterhalten, um den Verbrauch zu unserem Besten fortzusetzen und nicht um zu geben. Aber in Wirklichkeit gibt es keinen Körper.

Doch je nach dem, wie weit man noch im egoistischen Konsumieren verbleiben muss, so lebt weiter man in dieser materiellen Wirklichkeit. Und in dem Maße, in dem man sich über selbst erhebt, betritt man die spirituelle Welt.

Auszug aus einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 28.12.2010

Soziale Ungleichheit- Profitgier führt zu Zerstörung


In den Nachrichten (aus Nature): „Warum Ungleichheit verhängnisvoll ist“ Im neuen Buch der Epidemiologien Richard Wilkinson und Kate Pickett The Spirit Level, stellen diese in einer weitreichenden Analyse die sozialen Konsequenzen ungleichen Einkommens dar. Unter Verwendung von renommierten, unabhängigen Statistiken, vergleichen sie die Entwicklungs-Indexe der 23 reichsten US-Staaten in den Bereichen Gesundheit und soziale Entwicklung. Ihre frappierende Schlussfolgerung lautet, dass die Bürger sich in den Ländern am wohlsten fühlen, wo die kleinsten Unterschiede im Bereich der Einkommen anzutreffen sind.

Viele Indikatoren für die Lebensqualität, Lebenserwartung inklusive, werden mit dem Grad der wirtschaftlichen Gleichheit im jeweiligen Land verglichen. Eine Vielzahl an Problemen, wie z.B. Geisteskrankheit, Übergewicht, Herzerkrankungen, Missbrauch illegaler und verschreibungspflichtiger Drogen, Schwangerschaften im Teenageralter, mangelnde soziale Mobilität und Vernachlässigung von Kindern, gehen mit einer größeren Ungleichheit einher.

Mein Kommentar: Alles in der Natur ist vernetzt und zielt auf Gleichgewicht und Harmonie ab. Da wir gegenwärtig erkennen, dass alle auf der Welt tatsächlich wie „in einem kleinen Dorf“miteinander vernetzt sind, ist es lebenswichtig das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.

Es gibt nur einen Weg, uns aus der Krise zu befreien, und die Autoren haben ihn gefunden. Sie sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass der Egoismus als herkömmlicher Motor des Fortschritts ausgedient hat und ersetzt werden muss. Sie schlagen vor, dass wir von einem System des egoistischen Verbrauchs zu einer Gesellschaft übergehen, die freundlich und vereinigt ist: wir müssen aufhören nur hinter dem Profit her zu sein und stattdessen Ziele verfolgen, die den Nutzen für alle im Sinn haben.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wie man die Richtung der Krise verändert
Rabash Artikel: Die Wichtigkeit der Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft