Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Unklarheit'

Jeden Tag – ein neuer Schöpfer

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Kabbalist eine wahre spirituelle Welt sieht, wie kann er dann Zweifel oder sogar Fehler haben?

Meine Antwort: Die spirituelle Welt lässt sich in das unlebendige Schema, das sich schon fertig vor dir entfaltet, nicht einlegen.

In dir zeigen sich die ursprüngliche Daten/Reschimot, und du selbst baust daraus, deine erfüllte Einstellung von Geben zu der Umgebung – der Gruppe und den Schöpfer. Die richtige Einstellung bildet dir die höhere Welt.

Deshalb sollte euch nicht wundern, dass ein Kabbalist in der spirituellen Welt Zweifel, Theorien, Mutmaßungen hat, wie ein Wissenschaftler in unserer Welt. Denn eben Dank der Unklarheit entwickeln wir uns.

Ich zweifle immer und weiß schon aus der Erfahrung, dass ich heute das besser verstehe, was ich gestern wusste und weiß worin ich mich gestern irren könnte.

Jede Stufe kann nur von der höheren Stufe erkannt werden, den sie wird von den höheren Stufe geboren und gelenkt.

Jeden Tag wird der Schöpfer klarer und klarer, wie es ein großer Kabbalist gesagt hat: „Jeden Tag habe ich einen neuen Schöpfer!“.

Aus einem Unterricht über „Beit Shaar haKawanot“, 04.11.2010

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Dem Kind beibringen, wie man Schwierigkeiten überwindet

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich bei der Arbeit mit Kindern überprüfen, ob die von mir gewählte Herangehensweise richtig ist?

Meine Antwort:
Vor allen muss man darauf achten, ob die Kindergruppe alle Zustände gemeinsam durchlebt.

Wenn durch die Gruppe gemeinsame Wellen rollen, von denen alle Kinder in der Klasse erfasst werden, muss man den Kindern eine Möglichkeit zum Entladen geben, sportliche Aktivitäten anbieten, d.h. ihnen helfen, die schwierigen Zustände leichter zu durchlaufen.

Selbstverständlich sind auf jeder Stufe ein Egoismussprung und Unverständnis nicht zu vermeiden, anschließend folgen Klärungen und Erlangung eines noch größeren Verständnisses als früher. Man muss den Kindern beibringen, wie man die Zustände der Unklarheit in den Gefühlen und im Verstand überwindet.

Es gibt keine solchen Zustände bei einem Menschen und bei einem Kind, das auch ein Mensch ist (die Seele altert nicht), in denen ihm kein „Seilende“ zugeworfen wird, damit er es fassen und mit dessen Hilfe aus jeder Verwirrung, jedem Abstieg, jeder Kraftlosigkeit und jeder Verschwommenheit einen Ausweg finden kann.

Neben scheinbaren „objektiven Gründen“ für einen schlechten Zustand haben wir immer eine Möglichkeit, uns aus diesem Zustand zu erheben. Und den Kindern muss diese Technik beigebracht werden – damit geben wir ihnen Instrumente in die Hand, die ihnen helfen, das Leben zu meistern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 04.10.2010

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