Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Von Raketen zur europäischen Kennzeichnung auf israelischen Produkten in Europa

 
Veröffentlicht in The Times of Israel  „Von Raketen zur europäischen Kennzeichnung auf israelischen Produkten in Europa“

 

Wann werden die Drohungen Israel gegenüber ein Ende nehmen?

An die 450 Raketen wurden bei dem letzten massiven Raketenangriff auf Israel- Mitte November vom Gazastreifen aus abgefeuert, und das sogar über einen nach einigen Tagen verhandelten Waffenstillstand zwischen Israel und dem islamischen Dschihad hinaus. Jenseits der Schlagzeilen zahlen die Bewohner im Süden und Zentrum des Landes, den Teilen Israels, welche unter direktem Beschuss standen, einen hohen Preis, indem sie in ständiger Furcht und Ungewissheit im Hinblick auf die Zukunft leben.

Befinden wir uns auf dem Weg zu einer neuerlichen Eskalation oder werden diese gegenwärtigen Bedrohungen in Kürze aussterben? Wie auch immer- wir sind weder zu der Wurzel des Problems vorgedrungen, noch scheint eine Lösung in Sicht. Unser Schicksal liegt allein in unserer Hand, in der Hand des Volkes Israel. Alles hängt davon ab ob wir uns in Einheit befinden oder nicht.

Wachsender Druck auf Israel.

Das Leben in Israel ähnelt dem in einer Festung, in ständiger Alarmbereitschaft gegen feindliche Angriffe. Und doch verfügen wir über keinen wirkungsvollen Schutz gegen irgendeinen unserer Feinde: weder die  Hamas und den islamischen Dschihad im Süden, noch die Hisbollah im Norden, oder auch ein russisches U-Boot, das kürzlich vor der Küste Zentral-Israels gesichtet wurde. Wenn wir uns gut umsehen, werden wir begreifen, dass die Angriffe von allen Seiten kommen. Der europäische Gerichtshof ließ uns keine Zeit, uns von den Wunden des letzten Raketenangriffes zu erholen, als er bereits zum nächsten Schlag gegen uns ausholte.

Der oberste Gerichtshof der EU stimmte einer Resolution zu, welche die europäischen Staaten dazu verpflichtet sämtliche Produkte, die aus den von Israel im Jahre 1967 im Zuge des damaligen Nah – Ost-Krieges besetzten Gebieten also Westbank und Ost-Jerusalem stammen, mit einem dahingehenden Label zu kennzeichnen. Bei diesen Gebieten handelt es sich um Territorium, dessen Rückgabe von den Palästinensern gefordert wird. Die Kennzeichnung diene dazu den Konsumenten bei ihrem Einkauf eine „fundierte Wahl“ zu ermöglichen.

Die Entscheidung des Gerichtshofs wurde von den israelischen Behörden und Herstellern als antisemitisch und diskriminierend bezeichnet, da Israel das einzige Land ist, welches ausgeschlossen wurde. Trotz der Tatsache, dass es derzeit über 200 territoriale Streitigkeiten weltweit gibt, sind es nur israelische Produkte, die mit einer Kennzeichnung versehen werden müssen.

Wie sollte Israels Reaktion aussehen?

Weder Kriege, die im Feld, noch solche, die per Gericht ausgetragen werden, weder Bodenoffensiven noch psychologische Kriegsführung, können hier helfen. Ebensowenig tatenloses Zusehen. Wenn die Völker der Welt sich gegen Israel erheben- egal in welcher Weise- dann besteht die einzige praktikable Lösung darin auf unser gemeinsames Arsenal zurückzugreifen: Die Kraft der Verbindung. Hierin liegt eine Kraft, welche alle gegenwärtigen Kräfte an Stärke übertrifft. Unsere Weisen formulierten es folgendermaßen:

„Die hauptsächliche Verteidigung gegen Unglück bilden Liebe und Einheit. Wenn Liebe, Einheit und Freundschaft untereinander in Israel herrschen, dann kann kein Unglück sie treffen“. (Maor Vashemesh).

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Den Höheren oder sich selbst verändern wollen

Ein Gebet ist die Verbindung des Menschen mit der höheren Kraft, die seine ganze Wahrnehmung dieser Kraft zum Ausdruck bringt. Es gibt Menschen, die beten, wobei sie um ein besseres Leben in dieser Welt bitten, es gibt Menschen, die um die zukünftige Welt beten, es gibt auch Menschen, die scheinbar gar nicht beten und nicht an die höhere Kraft glauben.

Und dennoch machen sie sich Gedanken über ihre Zukunft, und jeder dieser Gedanken nennt sich Gebet. An wen ich mich dabei wende, ist bereits eine andere Frage: an die Natur, an das Schicksal, an irgendeine Ungewissheit, an meinen zukünftigen Zustand oder an die höhere Kraft, die je nach meiner Bitte heute böse und morgen gut sein kann.

Ein Gebet ist meine Handlung in Bezug auf den nächsten Augenblick, die Hoffnung, einen bestimmten Zustand zu erreichen. Das heißt, in diese Definition wird eine Vielzahl von Zuständen miteinbezogen, doch sie alle werden zweigeteilt, je nach dem, zu wem ich bete: zu Demjenigen, der sich verändert, und es liegt in meiner Kraft, ihn zu zwingen, sich zu verändern?

Und hier fangen die Menschen an, nach geheimen Methoden zu suchen, die ihnen ermöglichen würden, die höhere Kraft zu steuern, damit sie gutmütiger wird und die Realität und die Welt verändert. Auf dieser Hoffnung, den Höheren gütig stimmen zu können, basiert die gesamte mystische und religiöse Suche. Ein Mensch dieser Welt, der in seinem Egoismus lebt, hält es für möglich.

Es gibt jedoch eine andere, sehr seltene Herangehensweise, die besagt, dass die höhere Kraft sich nicht verändert – und du musst wissen, wie du dich selbst verändern kannst, indem du Kräfte benutzt, die dir von Natur aus gegeben sind! Das ist die kabbalistische Herangehensweise, die allen anderen Herangehensweisen entgegensteht.

Es ist unwichtig, ob der Mensch glaubt, dass es einen Gott oder mehrere Götter gibt, ob er es sich vorstellt, gegenüber der Natur oder einer anderen höheren Kraft zu stehen – wichtig ist seine Einstellung ihr gegenüber. Sucht er danach, wie er die Kräfte der Natur nutzen und sich selbst verändern kann, um das von ihm ausgesuchte Ziel zu erreichen – und dementsprechend hängt alles von ihm und von seiner Verbindung mit dieser Kraft ab?

Oder betrachtet er nicht sich selbst, sondern schaut nach außen und sucht nach Methoden, die höhere Kraft verändern zu können? Genauso, wie er sich auf egoistische Art und Weise danach sehnt, die ganze Welt verändern und alles für sich selbst ausnutzen zu können, geht er auch an die höhere Kraft heran und sucht danach, wie er Sie im eigenen Interesse ausnutzen kann und was er machen kann, damit Sie ihm mit der Güte zurückzahlt.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 09.05.2011

Der Mensch muss den Weg vor ihm durchschauen können!

Von jetzt ab ist es nicht mehr möglich, auf die alte Art vorzugehen: mit geschlossenen Augen in die Ungewissheit, ohne das Begreifen, Verstehen und exaktes Wissen – wie die Tiere, welche in Panik durch die Flucht in eine unbekannte Richtung ihr Leben retten, das ihnen besser scheint.

So war die Form unserer Entwicklung im Laufe der ganzer Geschichte; heute aber sollen wir anfangen, so vorzugehen,wie es der menschlichen Stufe entspricht“. Der Mensch ist derjenige, der die „Augen“ besitzt und den Weg vor ihm erkennen kann, der weiß, wohin es weitergeht. Seinen kommenden Zustand kann er in seiner „Potenziellen Form“ erkennen, welchen er danach in der Praxis verwirklicht.

Die Formen, zu welchen wir jetzt übergehen müssen, sind die Formen der Angleichung an den Schöpfer. Deswegen müssen wir dies zuallererst in der Verbindung zwischen uns realisieren, und Dank dieser Handlung werden wir die neuen Eigenschaften erlangen.

Und dann schaffen wir es gemeinsam, in der Realität einen neuen Zustand zu verwirklichen – eine stärkere und engere Verbindung zu einander, welche auf dem „Geben“ gegründet wird; darin wird der Schöpfer offenbart – unser nächster Zustand.

So werden wir Stufe für Stufe vorgehen, insgesamt alle 125 Stufen.) Das wird der Ausgang aus dem Exil hin zu der vollkommenen Befreiung sein. Beginnend vom heutigen Tag und weiter muss unser Aufstieg überschaubar und bewusst sein, ohne die Fehler der Vergangenheit, welche wir permanent und systematisch gemacht haben, immer und immer wieder in allen Etappen der Entwicklung der Menschheit.

Denn jedes Mal haben wir uns bemüht, ohne das Wissen über die Zukunft etwas zu unternehmen, und derjenige, der am lautesten geschrien hat, bekam die Möglichkeit, die Natur und die menschliche Gesellschaft zu verändern. Seine Ideen hat er verwirklicht, solange er nicht niedergeworfen wurde oder starb. Danach hatte man festgestellt, dass alles falsch gemacht wurde. Und es begann alles wieder von vorne, von einem Fehler zum nächsten.

Heute ist unter anderem durch die Regierung eine besondere Lage entstanden; sie herrscht über die Welt und muss sich mit dieser Situation auseinandersetzen. Wir werden das noch sehen, welch ein großes Hindernis dies auf unserem Weg ist, was all diese Herrscher wert sind. Bis sie endlich durch eine andere, würdige Regierung ersetzt werden nach dem Beispiel des antiken Synedrion eine wahrhaft spirituelle Führung, welche an der Spitze der ganzen Menschheit stehen wird.

Auszug aus einem Unterricht nach dem Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 29.12.2010

Nicht der Körper ist ewig, sondern die Seele!

Eine Frage, die ich erhielt: Spielt es eine Rolle, wie ein Mensch beerdigt wird?

Meine Antwort:1. Die Kabbala beschäftigt sich nur mit der Korrektur der Seele. 

Wenn der Mensch in die kabbalistische Gruppe kommt und beginnt, an sich zu arbeiten, um sich mit den Freunden zu verbinden, um die Bürgschaft zu erreichen, dann enthüllt er das Begreifen des Hasses in sich sowie die Abstoßung von den anderen. Gerade diese Abtrennung von den Freunden, die er empfindet, ist jene egoistische Eigenschaft, die er zur Eigenschaft der Liebe korrigieren soll. 

Es ist nur mittels des Lichtes möglich, das auf ihn während seines Studiums der kabbalistischen Quellen einwirkt (Baal HaSulam, Rabasch).

Angefangen mit den korrigierten Beziehungen zum Nächsten bis zur Nächstenliebe, kann man die Seele des Menschen insofern korrigieren, dass sie sich mit dem Licht des Gebens und der Liebe – mit dem Schöpfer anfüllt.                    

2. Der menschliche Körper hat keine Heiligkeit. Diese Beziehung zu unserem tierischen Körper ist von den Religionen bewirkt, die hauptsächlich auf der Verhüllung des Schöpfers basieren und gerade deshalb die Seele nicht empfinden oder unseren tierischen Körper für die Seele halten. Und deshalb scheint es dem Menschen so zu sein, dass es im Körper etwas gibt, da er außer seinem Körper nichts empfindet oder wahrnimmt. Im Altertum wurden die Nahrung, die Sachen, die Frauen und die Sklaven zusammen mit dem Körper des gestorbenen Mannes begraben – um ihn zu begleiten und ihm in seinem zukünftigen Leben im selben Körper zu helfen. Deshalb wurde der Körper balsamiert. Die Indianer Amerikas nehmen die Knochen der Vorfahren aus dem Grab heraus, waschen sie und legen sie wieder zurück, als ein Zeichen des großen Respekts.Die Hindus wählen ein Kleinkind aus und machen aus ihm den Heiligen.

Inwiefern im Christentum die Reliquien populär sind – muss man gar nicht erwähnen! Bis zum heutigem Tag werden die Streits über die Reliquien geführt. Die Beerdigung wird von einem Bund allerlei Rituale begleitet. Und sie alle sind auf der Unwissenheit und der Anbetung des Staubs gegründet. Die Moslems glauben, dass es auch in der zukünftigen Welt dieselben Vergnügen geben wird, die in unserer Welt vorhanden sind.

Der Judaismus hat auch mit den Jahren des Fallens aus der Empfindung der Spiritualität, des Schöpfers begonnen (im Exil, im Galut) – die Gräber zu achten und beschäftigt sich mit dem Wahrsagen und „den geistigen“ Manipulationen, bedeckt sich mit allerlei äußerlichen Ritualen, Formen der Kleidung, versucht den Tempel zu bauen.

Obwohl es allen klar ist, dass mit seinem heutigen geistigen Niveau der Tempel nichts mehr als der gewöhnliche Bau wird. Die Schlussfolgerung: in unserer Welt (in den Gedanken, Gefühlen, Taten, Gegenständen, Bräuchen) gibt es keine Heiligkeit (keine Ewigkeit, Vollkommenheit oder Göttlichkeit). Unsere ganze Welt beinhaltet drei Niveaus der Natur: unbelebtes, pflanzliches, tierisches. Das Niveau „der Mensch“ – das vom Wort „Adam“ kommt, d.h. „Dome“, ähnlich dem Schöpfer – muss man durch die Korrekturarbeit erreichen, indem man den gegenseitigen Hass in die gegenseitige Liebe umwandelt. Dadurch werden wir dem Schöpfer ähnlich, und werden gerade in dieser Eigenschaft, unabhängig von unserem tierischen Körper, die Ewigkeit und die Vollkommenheit wie der Schöpfer empfinden. Baal HaSulam: „Mir ist vollkommen egal, wo man den Sack mit meinen Knochen vergraben wird!“

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Glaube – aus den Quelltexten


Glaube ist nicht im Verstand [zu finden] oder ein Gefühl, sondern eine Offenbarung innerhalb der innersten Ebene des Wesens der Seele, wenn ihre natürliche Entwicklung nicht verfälscht wird.
Rav Kook, Artikel „HaRaiyah“, 70

Jeglicher Pessimismus kommt von der Ungewissheit und dem Zweifel, wenn man denkt, dass unser körperliches Leben alles ist, das existiert.
Rav Kook, Artikel „HaRaiyah“, 69

Es gibt ein Gebot: die Größe des Schöpfers zu erreichen, indem man die Arbeiten der großen Kabbalisten untersucht, um alle Welten und alles sie bewohnende zu erlangen.
Rabbi Chaim Vital, Otzrot Chaim, Kapitel „Shmot“, S. 57

Wenn die Gesellschaft es wollte, würdet Ihr sogar ein Pferd verehren


Fragen, die ich zu alternativen Heilmethoden, zum Alter und berühmten Persönlichkeiten erhielt:

Frage: Wie denkt die Kabbala über Heilung durch Energie? Wird das störend auf meine spirituelle Entwicklung einwirken?

Meine Antwort: Menschen, die Kabbala studieren, nutzen nur offensichtliche Heilungsmethoden.

Frage: Warum fürchten sich Menschen so vor dem Altwerden?

Meine Antwort: Wegen eines Gefühls der Hilflosigkeit, Leere und Ungewissheit.

Frage: Warum verehren Menschen berühmte Persönlichkeiten?

Meine Antwort: Die Gestalt einer Berühmtheit ist an und für sich nicht wichtig, sondern weil die Gesellschaft sie für wichtig hält. Nimm zum Beispiel das Pferd von Caligula (ein Pferd, das im Römischen Reich verehrt wurde): Du kannst die Gesellschaft dazu bringen zu denken, ein Pferd sei von großer Bedeutung und dann wird die Gesellschaft es verehren. Und da Deine Werte durch die Gesellschaft bestimmt werden, wirst Du ebenfalls damit anfangen, das Pferd zu verehren.

Frage: Warum fühlen wir uns gut, wenn andere Menschen mehr leiden als wir?

Meine Antwort: Weil alles im Vergleich zur Gesellschaft gemessen wird.

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