Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Umsetzung'

Den Durst mit der Gedankenkraft löschen

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist ein menschlicher Gedanke?

Meine Antwort: Das ist das innere Programm der Umsetzung des Gewollten. Es existiert das Gewollte und das Tatsächliche.

Wie gehe ich von meinem jetzigen Zustand zu dem Gewollten? Das wird mit Hilfe von Gedankenkraft umgesetzt.

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich trinken will und einen Glas Wasser trinke, mache ich das mit Hilfe von der Gedankenkraft?

Meine Antwort: In diesem Zustand empfindest du Durst und stellst dir den Zustand vor, in welchem du erfüllt sein wirst.

Du entwickelst das Programm, wie aus dem Zustand Nummer eins, den Zustand Nummer zwei zu erreichen ist. Dieses Programm wird Gedanke genannt.

Der Gedanke ist eine Folge des Wunsches. Um den Wunsch zu aktivieren und das Gewünschte zu erreichen, brauchst du den Gedanken. Der Wunsch plus der Gedanke führen dich zu ihrer Umsetzung – zu der Erfüllung.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 21.10.2010

Maximale Einsatzbereitschaft

Wir legen die Bestimmung des Kongresses und seine Atmosphäre als „das Stehen am Berg Sinai“ fest. Wir kommen zusammen, um uns zu vereinen.

Wir wollen nicht einfach nur dem Buch Sohar oder etwas anderem Hochachtung zollen, sondern unsere Einheit auf jener Stufe, auf der wir den Höheren enthüllen, umsetzen.

Auf diesem Kongress gehen wir eine Verpflichtung ein, und sie macht uns Angst. Diese Angst soll bleiben. Wir sollen dorthin gehen, nicht um uns während eines dreitägigen Picknicks mit den anderen zu amüsieren, Nettigkeiten auszutauschen und uns zu umarmen.

Nein, wir kommen zusammen, um eine sehr verantwortungsvolle und wichtige Arbeit auszuführen. Das brauchen wir, darauf sind wir eingestellt. Und das Wichtigste ist, dass wir im Voraus die Verpflichtung eingehen, füreinander zu bürgen.

Genauso wird ein Laser durch das Pumpen auf den Einsatz vorbereitet. Dabei finden im Lasermedium aktive Prozesse statt, und jedes Mal steigt die Strahlung, nimmt zu, bis sie als ein gewaltiger gebündelter Strahl nach außen ausbricht.

So „pumpen“ auch wir uns für die Attacke auf. Auf keinen Fall verzichten wir darauf. Was auch geschieht, bereiten wir uns auf einen Sturm vor. Wir haben alle nötigen Kräfte und die notwendige Vorbereitungsbasis dafür.

Und wenn wir damit nicht hinterherkommen, wird es nur schlimmer und viel schwieriger sein. Das ganze Unheil und die ganzen Leiden werden allein durch die Verspätung ausgelöst, wenn wir die Zeit nicht beschleunigen und die Ereignisse ihren Lauf nehmen lassen.

Doch wenn wir einen Erfolg erzielen, bekommen wir plötzlich zusätzliche Kräfte, zusätzliche Mittel für die Umsetzung unserer Einheit.

Aus diesem Grund müssen wir die gesamte bis zum Kongress verbliebene Zeit der Vorbereitung widmen und alle Ängste hinter uns lassen, außer der Angst, die die Verantwortung hineinbringt – ähnlich der niemals enden wollenden Besorgnis einer Mutter um ihr Kind.

Aus dem Gespräch über die Bürgschaft vom 15.10.2010
Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Umsetzung

Wir haben eine ernsthafte Vorbereitung hinter uns. Alles Andere können wir erst während der Umsetzung erreichen. Es gibt nichts mehr zu erklären, zu tun oder sogar zu veröffentlichen.

Wir sind vollgepumpt mit dem, was man „Vorbereitung auf die Vorbereitung“ nennen kann. Nun wird es Zeit für die reale, praktische Vorbereitung auf den Eintritt in die spirituelle Welt.

Der gesamte Lehrstoff wurde mehrmals durchgenommen, Bücher wurden herausgegeben, Kongresse finden einer nach dem anderen statt. Was die Gruppe auch macht, wenn sie nicht mit der praktischen Umsetzung beginnt, fangen wir an, abzusteigen.

Ohne eine wahre, innere Handlung werden wir lediglich äußere kosmetische Veränderungen vornehmen, die uns nur schaden werden.

Denn wir sind nicht mehr allein: wir haben zahlreiche „Kinder“ – die Gruppen in Israel und auf der ganzen Welt.

Wir müssen Verantwortung ihnen gegenüber spüren, wir sind verpflichtet, heute die Höhere Kraft an uns heranzuziehen, um uns richtig um sie zu kümmern und ein Beispiel für die gesamte Menschheit zu sein, um ihr zu zeigen, was ihr spirituelles Zentrum bedeutet.

All das kann nur durch die Kraft der Bürgschaft zwischen uns verwirklicht werden, wenn wir eine Entscheidung treffen: „Wir werden tun und wir werden hören!“ Wir müssen damit anfangen, die Einheit umzusetzen, und in ihr wird sich die höhere Kraft offenbaren.

Die nächste Stufe scheint uns viel zu hoch, viel zu weit zu sein – in Wirklichkeit ist sie viel höher und viel weiter, als wir denken. Denn sie ist unserer Natur entgegengesetzt.

Doch wir müssen ihre Bedingung akzeptieren und versuchen, sie mit aller Kraft durch die gemeinsame Attacke zu erfüllen. Und nun bereiten wir uns darauf vor, dies auf dem Kongress umzusetzen.

Hier kann es keine Kompromisse und keine Nachsicht geben. Denn uns wird die Verantwortung für sehr viele Gruppen übertragen. Ihr seht und spürt noch nicht, was für eine ernsthafte, brennende, ideologieträchtige, schreiende Frage das ist.

Wir haben den Boden vorbereitet, nun können unsere Samen überall tiefe, kräftige Wurzeln schlagen. So lasst uns das tun, was zu tun ist!

Aus dem Gespräch über die Bürgschaft vom 15.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum –>

Alle werden die Stimme des Schöpfers hören

Die erste Stufe der Bürgschaft ist die erste Stufe der spirituellen Leiter. Diese ganze Leiter ist die Umsetzung von Bürgschaftsbedingungen: von 0 bis 100%, bis zur 125. Stufe.

Aus diesem Grund versuchen wir auf dem Kongress, die allererste Bedingung für die Bürgschaft auf der einfachsten Ebene zu erreichen und uns wenigstens eine Zeitlang daran festzuhalten.

Und das ist möglich, wenn wir das alle gemeinsam leidenschaftlich wollen und dieses Bestreben aneinander weitergeben können. Einen solchen Zustand kann nur ein kleiner Teil von Menschen bewusst erlangen, alle anderen werden sich anschließen.

Denn wir sind miteinander zu einem spirituellen Schema „Parzuf“ verbunden, das die Form einer Pyramide mit einer Spitze (Männer zwischen 20 und 60 Jahren, mit einer Stärke von 60х10.000) sowie unteren Schichten (sogenannte Greise, Frauen und Kinder) hat, doch letztendlich vereinen wir uns zu einer Gruppe (einem Volk), das „am Berg Sinai steht“.

Und wenn der Kernteil, „Männer zwischen 20 und 60 Jahren“, eine Bürgschaft eingeht, schließen sich alle anderen, die Anfänger, ihnen an.

Alle ordnen sich in eine Gesamtheit ein und werden als „ein Volk“ bezeichnet, indem sie die spirituelle Enthüllung erlangen. Es steht geschrieben, dass das gesamte Volk die Stimme des Schöpfers vom Berg Sinai hörte.

Doch die Bedingung für die Bürgschaft an sich wird zuerst von der Kerngruppe eingegangen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 14.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Und eine weise Frau kommt vom Schöpfer

Sohar, Abschnitt „WaJechi“, Punkt 401: … also ist der Schöpfer derjenige, der die Frau dem Mann gibt, und die Siwugim (Paarungen) kommen von Ihm. Darum steht geschrieben: „Und eine weise Frau kommt vom Schöpfer“.

Die gesamten Geschehnisse in allen Welten sollten nur in Bezug auf die Verbindung zwischen uns gedeutet werden, weil alle Welten nach dem Zerbrechen eines Verlangens, einer Seele in mehrere Teile, entstanden sind. Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, wie das Zerbrechen in seine ganzheitliche Form zurückgebracht werden kann.

Die „Frau“, die „Ehefrau“ ist das Verlangen, das von dem „Mann“, dem „Ehemann“ korrigiert werden muss. Die „Frau“ ist das zerbrochene (egoistische) Verlangen, das zwischen mir und den Freunden in seiner unkorrigierten Form enthüllt wird.

Ich muss es korrigieren, das Licht in ihm enthüllen, die „Frau“ erfüllen. Ich bin das Verlangen, zu korrigieren, das Verlangen, die Kraft des Gebens, die Absicht, zu erlangen. Mit dessen Hilfe kann ich die Absicht „Frau“, d.h. „für sich selbst zu empfangen“, korrigieren.

Ich enthülle zerbrochene Verbindungen zwischen mir und den Freunden. Ich nehme sie als meinen unkorrigierten „weiblichen“ Teil wahr, diese Mängel enthülle ich als meine eigenen, denn „jeder urteilt nach sich selbst“, ich beabsichtige, sie zu korrigieren, forme aus ihnen eine „korrigierte Frau“ und erreiche in diesen korrigierten Verlangen die Verschmelzung mit dem Schöpfer, nach dem Gesetz „Mann und Frau und der Schöpfer zwischen ihnen“.

Der Ort des Zerbrechens wird durch den Schirm vervollständigt, und in diesem Verlangen mit dem Schirm vollziehe ich die Vereinigung (Siwug) mit dem Licht, wodurch ich das Licht in meinem Inneren enthülle. Das bedeutet, dass ich bereits über ein Maß der Verschmelzung verfüge.

Im inneren Licht, welches sich in einem korrigierten Verlangen befindet, vollzieht sich bereits die Enthüllung des Schöpfers in mir drinnen, in der Schöpfung. Das bedeutet die Umsetzung der Wissenschaft der Kabbala, die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen.

Was bedeutet „der Schöpfer vollzieht die Siwugim“? – Er bereitet die Verlangen für den Menschen vor, um die Enthüllung des einfachen Lichts, welches die gesamte Schöpfung ausfüllt, zu erlangen.

Doch um das einfache Licht zu erlangen, müssen wir alle Arten von Verbindungen, die es in der Realität nur gibt, durchlaufen, verstehen und erkennen. Das ist vergleichbar damit, wie das einfache Weiß in unserer Welt alle Farben in sich einschließt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Über die Kraft von Nebensächlichkeiten

Eine Frage, die ich erhielt: Warum können scheinbar unbedeutende Verlangen den Menschen vom Weg abbringen?

Meine Antwort: Am Anfang entsteht der Eindruck, dass ich durch ernsthafte Probleme, die nicht unberücksichtigt gelassen werden können, vom Ziel abgelenkt werde. Doch später erkenne ich immer deutlicher, dass auch kleinere Hindernisse mich vom Ziel abbringen.

Und dennoch haben diese kleineren Hindernisse eine viel genauere Ausrichtung. Es geht noch nicht einmal darum, dass ich schwächer geworden bin und nicht damit fertig werden kann.

Selbstverständlich fühle ich mich wie ein Jammerlappen, weil ich ein immer größer werdendes eigenes Unvermögen feststellen muss. Allerdings ist das meine subjektive Sicht der Dinge. Im Grunde genommen arbeite ich mit viel größeren Verlangen.

Früher konnte mich irgendein ernsthaftes Lebensproblem von dem spirituellen Weg abbringen, doch nun reicht eine kleine Schwierigkeit aus und ich stelle fest, dass ich nicht mehr die Wichtigkeit des Ziels erkenne und keine Lust habe, zu solchen Mitteln wie die Gruppe und das Studium zu greifen.

Das geringste Hindernis kann mich vom Ziel abbringen. Ich spüre, dass ich viel schwächer geworden bin.

In Wirklichkeit stellst du fest, dass du jetzt viel mehr Kraft als früher aufwenden musst, um auf dem spirituellen Weg zu bleiben. Du kommst voran, deswegen wird von dir eine größere Genauigkeit im Ausrichten auf das Ziel verlangt.

Die Gruppe durchläuft ebenfalls ähnliche Zustände. Jedes Hindernis ist genau auf die jeweilige spirituelle Stufe, eigens für deinen Zustand eingestellt, und du hast immer die Möglichkeit, dich über sie zu erheben, du kannst im nächsten Augenblick zu einer neuen Stufe aufsteigen.

Es ist schade, dass die Menschen diese Möglichkeiten verpassen. Hier hilft die Verbreitung sehr, sie treibt den Menschen nach vorne. Wenn du dich nicht an der Verbreitung, am Leben der Gruppe beteiligst, kann sich die Verzögerung über Monate hinziehen.

Und der eigentliche Gewinn von der Umsetzung der Kabbala besteht darin, die gesamte Korrektur in diesem Leben und nicht im Laufe von mehreren Reinkarnationen abzuschließen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

Zum Kabbalernzentrum–>

Durch Sohar – zur Verbindung mit dem Schöpfer

Die einfache Absicht während des Lesens des Buches Sohar:

1. Ich verbinde mich mit jedem Buchstaben, mit jedem Wort – und sie dringen in mich ein, wie bei einer intravenösen Infusion, und ich spüre sie wie ein Lebenselixier.

Ich gehe von Wort zu Wort, ohne zu wissen, was sich hinter jedem Wort verbirgt. Aber ich bin überzeugt, daß jedes Wort wie Tröpfchen für Tröpfchen allmählich als ein „Lebenselixier“ in mich einflößt.

2. Wenn ich in der Lage bin, mich in diesem Gedanken ständig aufzuhalten, dann – ohne in den Text einzudringen, aber durch den Text, in dem Text  –  erlaube ich mir, den Schöpfer zu erkennen, meine Einstellung zum Schöpfer zu verstehen.

Der Text ist das, was mit dem Menschen passiert; die Absicht ist die Verbindung des Menschen mit dem Schöpfer. Zuerst bleiben wir in der Absicht und versuchen, durch diese Absicht zum Schöpfer zu gelangen, zu demjenigen, von dem wir hören, zu demjenigen, von dem wir empfangen. Wobei der Text nichts anderes darstellt als den Zustand meiner Wünsche, den ich erreichen möchte.

Wenn der Mensch sich vorstellen kann, dass er jetzt tatsächlich den Text des Sohars aus dem Munde des Schöpfers selbst hört, der ihm dieses Wissen übergibt, indem er ihm über die höheren Zustände des Menschen erzählt,
ist das auch eine der erwünschten Arten der Verbindung mit dem Schöpfer. Das heisst: „Die Tora aus dem Munde des Schöpfers lernen zu hören.“

3. Während  wir den Sohar lesen, versuchen wir, unsere gemeinsamen Absichten  zu verbinden; und dann – in ihrer Tiefe, in unseren gemeinsamen Anstrengungen, spüren wir, dass der Sohar gerade darüber spricht.

Denn in der Tora wird nur beschrieben, wie wir uns zusammen verbinden können, in welcher Form, auf welche Art und Weise. Deshalb ist der Text des Buches Sohar von der Absicht nicht abgetrennt, er existiert nicht alleine, sondern spricht nur und ausdrücklich von der Umsetzung der Absicht.

Aus einem Soharunterricht, 12.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Ein Kettenglied, ohne das es einfach nicht geht

Ohne die Artikel von Rabasch hätten wir einfach nicht gewusst, wie wir uns zum Ziel richtig ausrichten können; denn die akademischen Ratschläge von Baal HaSulam wurden von enormer spiritueller Höhe gegeben.

Wir können daraus keine Details für unsere Verbindung erhalten, um nur einen Schritt praktisch auszuführen.

Während Rabasch erklärt uns jeden Schritt – beginnend mit dem ersten Anfangspunkt. Aufgrund seiner Erklärungen können wir die Methodik von Baal HaSulam verstehen und richtig umsetzen. Wenn wir uns zur unmittelbaren Umsetzung der Kabbala der praktischen Enthüllung des Schöpfers annähern, werden für uns sowohl die Artikel von Rabasch als auch das Buch Sohar lebenswichtig.

Die Artikel von Rabasch helfen uns dabei, die richtige Absicht zu formen und durch das Buch Sohar auf diese Absicht das spirituelle weltoffenbarende Licht anzuziehen.

Rabasch hat etwas gemacht, was vor ihm kein Kabbalist getan hat – er hat die Etappe der inneren spirituellen Arbeit des Menschen, also die praktische Umsetzung der Tora, beschrieben.

Er war der einzige in der gesamten Kette von Kabbalisten, beginnend mit Adam Rischon, der eine konkrete stufenweise Schritt-für-Schritt-Beschreibung der spirituellen Arbeit des Menschen und der Gruppe geliefert hat, die für uns heute so wichtig ist.

Vor ihm haben die jeweiligen Kabbalisten über ihre persönlichen Erkenntnisse geschrieben; denn so war der spirituelle Fortschritt in der Zeit der 2000 Jahre langen Verhüllung.

Vor dem Exil befand sich das Volk auf der Stufe der spirituellen Erkenntnis, und es war nicht notwendig, davon (? darüber) zu sprechen, was jedes Kind im Laufe seiner Entwicklung meistern konnte.

Aber heute, um sich aus der Verhüllung erheben zu können, benötigen wir die Materialien, die uns hinsichtlich des Eintritts in die spirituelle Welt eine Orientierung geben können. Und das ist nur durch das Studium der Rabasch-Artikel möglich.

Ohne die Artikel von Rabasch hätten wir auch andere kabbalistische Quellen nicht richtig verstehen können.

Deshalb unterteilt sich unsere Arbeit in zwei Teile:

1. Studium der Rabasch-Artikel.

2. Wenn wir uns richtig vorbereitet haben, gehen wir zum Studium des Buches Sohar oder der Lehre der Zehn Sfirot über und können dann schon mit den Texten richtig arbeiten, indem wir das korrigierende Licht anziehen.
Rabasch lebte sehr zurückgezogen und bescheiden, er hielt sich immer im Schatten seines berühmten Vaters. Seine ganze Kraft und Stärke waren tief in seinem Inneren verborgen, so dass es unmöglich war, dies von aussen zu bemerken.

Er hat als erster begonnen, die nicht religiöse Kabbala für die Menschen zu lehren, ohne Unterscheidung jeglicher Herkunft und hielt die Verbreitung der Kabbala an die Öffentlichkeit für sehr wichtig.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 12.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Vereint wie zwei Wassertropfen

Wenn man den Sohar liest, muss man sich vorstellen, dass man sich in einem System, einem Mechanismus befindet, an den sich mein Punkt im Herzen, mein spirituelles Gen (Reshimo), das seine praktische Umsetzung erreichen will, anschließt.

Von dieser Verbindung hängt ab, wie ich mich weiterentwickeln werde, wie dieses System mich beeinflussen wird.

Ich stehe vor einem riesigen System, und wenn ich mich nicht korrekt darauf ausrichte, werde ich es nicht zwingen können, an mir zu arbeiten.

Es wird auf mich einwirken, aber nur durch Leiden, was nicht zählt, weil das auf natürlichem Wege geschieht. Doch sich diesem System aktiv anschließen kann man nur durch seine innere Anstrengung.

Und vor allem muss ich versuchen, zu verstehen, was „Vereinigung“, „Verbindung“ bedeutet. Die Verbindung mit dem System geschieht in dem Maße meiner Verbindung mit den Freunden.

Es gibt ein sehr einfaches Gesetz: ich bin zu 10% mit den Freunden verbunden, also bin ich zu 10% mit dem spirituellen System verbunden; wenn ich zu 80% mit den Freunden verbunden bin, dann bin ich auch zu 80% mit dem System verbunden.

Ich habe keine andere Möglichkeit, mich in dieses spirituelle System einzuordnen. In dem Maße unserer inneren Anstrengung, zu einem Ganzen zu werden, unseren ganzen materiellen Ballast abzuwerfen und uns nur durch die Punkte im Herzen – das Einzige in uns, was dem spirituellen System angehört – zu verbinden, in dem Maße ihrer Verbindung werden wir uns verbinden.

Das ist der allererste Vorbereitungsschritt. Wir müssen von diesem System die Kraft für die Vereinigung verlangen, weil wir ständig versuchen, vor vielen Hindernissen wegzulaufen.

Wir müssen von diesem System den „Kleber“, das Licht, das zur Quelle zurückführt und uns verbindet, verlangen. Es muss uns alle wie ein Ganzes umhüllen und uns alle zusammenhalten.

Und später fängt es wirklich an, uns auf mein Verlangen hin zusammenzukleben, wie Tausende von Wassertropfen, die zu einem großen Tropfen zusammenfließen.

Und dort gibt es wie in einem holographischen Bild weder große noch kleine, sondern jeder schließt das ganze Bild in sich mit ein und verliert in diesem Ganzen seine Unabhängigkeit. Auf diese Weise verbindet uns das Licht.

Jetzt, wenn wir zu einem gemeinsamen Punkt werden, bekomme ich die Absicht, mich mit dem Buch Sohar selbst zu verbinden.

Was ich jetzt lese, alle diese Eigenschaften will ich in der Verbindung zwischen uns enthüllen. Alle Gestalten des Sohar sind Arten der Verbindung zwischen uns, die auf jeder Stufe existieren.

Deshalb kehrt diese Erzählung immer wieder zurück, auf jeder Stufe, die gesamte Tora ist in jedem Zustand anwesend, und es ist unwichtig, was früher und was später gelesen wird. Man kann an jeder beliebigen Stelle beginnen.

Und jetzt will ich unter diesen Zehntausenden von verbundenen Punkten all diese Verbindungen, von denen der Sohar spricht, enthüllen.

Ich will anfangen, die Verbindung zwischen uns entsprechend dem Fluss des Sohar wahrzunehmen. Auf diese Weise beginne ich, diese Geschichte in ihrer wahren Form zu enthüllen. Bis ich ein solches Stadium erreicht habe, in dem ich lese und das Gelesene sofort in mir umsetze.

Doch wo wird es umgesetzt? – In der Verbindung zwischen uns! Und so entdecke ich eine vollkommen neue Welt – neue Empfindungen, Verlangen, gehe immer tiefer in eine andere Dimension, um dort zusammen mit den anderen und dem Schöpfer dieses System immer mehr zu enthüllen! Hinter jedem Wort erkenne ich einen eigenen Geschmack – genau das bedeutet Tora des Lebens.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 12.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wähle die gute Zukunft!

Eine Frage, die ich erhielt: Das System des „spirituellen Stimulators“ arbeitet mit Menschen, die das Prinzip „Glaube über dem Verstand“ umsetzen können.

Der überwiegende Teil der Menschheit kann jedoch nicht nach diesem Prinzip handeln und nur sehr starke Erschütterungen können sie dazu zwingen…

Meine Antwort: Sie werden so oder so damit beginnen, ausgehend davon, dass es keinen Ausweg gibt, muss man sich irgendwie über sich selbst, über sein Leben, über sein Schicksal erheben, über jene Naturkräfte, die uns zwingen, irgendetwas mit uns selbst zu tun, man muss irgendwie handeln, nach irgendeiner äußeren lenkenden Kraft suchen, die gut ist, uns beschützt und sich um uns kümmert.

Ich glaube, dass die Menschen sehr schnell erkennen, buchstäblich mit dem „sechsten Sinn“ spüren werden, dass es hier zumindest einen Zufluchtsort gibt.

In der Kabbala wird sehr deutlich beschrieben, dass wir keine andere Wahl haben. Entweder nutzen wir irgendwelche Mittel, um uns zu einem Ganzen zu verbinden, zu einer gemeinsamen Gesellschaft, zur völligen gegenseitigen Abhängigkeit, gegenseitigen Hilfe und letztendlich um sogar zur gegenseitigen Liebe zu kommen, selbst, auf dem Weg des Lichtes, oder die – uns umgebende und unsere innere – Natur wird uns auf dem Weg der Leiden dazu treiben.

Die Entwicklung eines solchen Systems und dessen Verbreitung, dessen Umsetzung bei der Kindererziehung, bei der Lösung von sozialen, familiären und anderen Problemen wird immer mehr Menschen anziehen, die von dem Ziel der Kabbala weit entfernt sind, doch sowohl das System als auch die Kabbala werden in der Gesellschaft an Bedeutung gewinnen und von ihr als eine gute, für alle gemeinsame Kraft angenommen werden.

Es wird ein paralleles, alternatives Sozialsystem sein, das in keinem Widerspruch zu den bestehenden Gesellschaftssystemen steht.

Doch in dem Maße, in dem die Menschheit zu verstehen beginnt, dass sie hier Hilfe, Unterstützung, Mittel zu einer richtigeren Entwicklung, Gleichgewicht, Sicherheit usw. finden kann, wird sie sich dem zuwenden. Allmählich wird es für sie immer gefragter und notwendiger.

Zum Kabbalalernzentrum–>