Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Wissenschaft der neuen Welt

Die wahre Wirklichkeit kann nur durch die Eigenschaft des Gebens gesehen werden, die unserem egoistischen Wissen widerspricht. Unsere egoistischen Eigenschaften zeigen uns ein falsches Bild von der Welt, geben uns falsche Ziele und Fakten, die sich im Gegensatz zur Wahrheit befinden. Die Menschen sind dabei zu erkennen, wie sehr sich die irdischen Wissenschaften irren. Am Ende werden sie ohne Fundament „in der Luft hängen“.

Jetzt denken die Menschen, dass die Wissenschaft die unbestrittene Wahrheit ist, worauf sie sich verlassen können. Doch das ist nur solange der Fall, wie sie innerhalb der egoistischen Eigenschaft der Welt existieren.

Doch sobald man anfängt, sich über diese Welt zu erheben, aufzusteigen, erkennt man, dass alle vorherigen Gesetze nicht mehr gelten. Das ist deshalb so, weil alle Gesetze, die der menschliche Verstand bis heute erkannt hat, die Gesetze des egoistischen Verlangens sind. Wenn jemand sein Verlangen zu empfangen, in ein Verlangen zu geben ändert, dann werden sich die Gesetze, sowie die Wissenschaft, ebenfalls ändern. Man wird plötzlich erkennen, dass die Gesetze nicht mehr länger funktionieren: Zu seiner Überraschung wird Essig anfangen zu brennen, genau wie Alkohol. (Das ist eine Anspielung auf das, was im Talmud geschrieben steht: „Der dem Öl sagte, dass es brennen soll, wird dem Essig sagen, dass er brennen soll.“)

Natürlich werden diese Veränderungen nicht entscheidend sein, weil unsere Welt bis zum Abschluss der Korrektur existieren wird. Es ist nur so, dass wir zusätzlich zu dieser Welt neue spirituelle Verlangen enthüllen werden und in ihnen werden wir dann neue Phänomene erkennen.

Wie haben die Menschen die Wissenschaft erschaffen? Das machten sie innerhalb ihres Verlangens, innerhalb ihrer selbst. Die Menschen bemerkten, dass ein egoistisches Verlangen von einem Phänomen begleitet ist und ein anderes Verlangen – von einem anderen. Und das ist auf jeder Stufe unserer Welt gleich, ob es nun die unbelebte, pflanzliche, belebte oder die menschliche ist.

Die gesamte Wissenschaft gründet sich auf solche Beobachtungen. Zum Beispiel nehme ich in der Mechanik ein egoistisches Verlangen der unbelebten Stufe und messe, welche Abläufe bestimmten Verlangen entsprechen. Im Wesentlichen ist das dennoch das Licht und das Kli, die miteinander interagieren.

Wir verrichten die gleiche Art der Forschung auf den unbelebten, pflanzlichen, belebten Stufen der Natur. Auf diese Weise kam die gesamte Wissenschaft auf – denn der Mensch ist derjenige, der alles erforscht!

Solange wir also in einer egoistischen Natur existieren, welche die unbelebte (niedrigste) Stufe des Verlangens ist, werden wir weiterhin alles innerhalb davon erforschen. Doch wenn wir höhere Schichten hinzunehmen, jene, die zum Verlangen des Gebens gehören, dann wird sich unsere Wahrnehmung der Naturgesetze verändern.

Wir werden in der Natur neue Phänomene enthüllen und es wird uns erscheinen, als ob sich die Natur verändert hat. Doch in Wirklichkeit ist das einzige, was sich jemals verändert, unser Verlangen. Und wenn es das tut, empfinden wir in seinem Innern andere Fakten.

(Aus dem 1. Teil des täglichen Unterrichts)

 

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Konzentrierte Augenblicke

Der Erfolg im Erreichen der Spiritualität hängt nicht von irgendwelchen hervorragenden Fähigkeiten des Menschen ab. Auf uns wartet noch die Überraschung, dass nichts von unseren Eigenschaften mit ins Spirituelle übergeht!

Denn man betritt die spirituelle Welt durch solch einen feinen Filter, dass man nichts dorthin mitnehmen kann, was man jetzt besitzt. Alles verbleibt innerhalb deines egoistischen Wunsches, innerhalb deiner irdischen Vernunft, alles vorher Erworbene verschwindet, und nichts bleibt erhalten.

Somit hängt der Erfolg nur von den Bemühungen ab, die trotz aller Schwierigkeiten, Problemen und Enttäuschungen durchgeführt werden. Wenn trotz alledem der Mensch doch noch vorankommt und nicht zurückfällt, dann geht er in die spirituelle Welt ein, und seine Anstrengung ist das einzige, was mit ihm bleibt. Diese Hartnäckigkeit gibt ihm das Recht darin einzugehen. Mehr als das, gibt es nichts.

Wenn wir aus Ägypten hinausgehen, und die Gefäße (Kelim) der Ägypter mitnehmen, dann sollen diese vollkommen leer sein: die nackten Wünsche, in denen nichts übrig blieb. Das bedeutet, dass alle egoistischen Ansammlungen, die wir in Ägypten besaßen, weggeworfen werden. Wir nehmen nur das dürftigste Brot (Matza) und die leeren Gefäße, die Wünsche mit, weil es andernfalls unmöglich ist, aus Ägypten auszuziehen.

Deshalb gibts es jetzt nur einen Rat: man muss versuchen, ungeachtet aller Probleme und Schwere, Enttäuschung und Kraftlosigkeit voranzukommen. Und es funktioniert nur unter der Bedingung, dass der Mensch die gegebene Zeit sehr wertschätzt und versucht, möglichst viel zu tun, und jeden Augenblick ausnutzt.

Es ist sehr wichtig, wie viel er während des Unterrichts aufschreibt, wie viel er im Laufe des Tages die Botschaft verbreitet, das heißt, womit die gegebene Zeit ausgefüllt wird.

Auszug aus dem Gespräch während des Mahles am 24.12.2010

„Überraschungen“ von Arkadi Duchin

Hier ist ein weiterer großartiger Song von unserem Freund Arkadi Duchin. Er heißt „Überraschungen“ und basiert auf dem Morgenunterricht vom 15.09.09

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Was können wir unsere Kinder lehren?


Ein Reiseführer weiß alles, was auf dem Weg geschehen könnte und führt die Menschen nicht in die Irre. So sollte jeder Lehrer in der Welt lehren. Der Grund, weshalb Lehrer in Mathematik, Physik und anderen pragmatischen Schulfächern erfolgreich sind, ist weil sie Kinder die wahren Gesetze lehren, die in der Natur existieren und ihre eigenen Erkenntnisse und Erfahrungen weitergeben. Lehrer der exakten Naturwissenschaften sind ausgezeichnet; sie belügen ihre Schüler nicht.

Jedoch solche Lehrer, die Kindern beibringen wollen, wie sie sich im Leben verhalten sollen, bieten keine korrekte oder wirkliche Information. Vor allem leben sie selbst nicht auf richtige Weise; sie wissen nicht, was morgen geschehen wird und sie können sich nicht vorstellen, was mit dem Kind geschehen wird, weil sie auf diesem Weg nie vorangekommen sind. Wenn wir deshalb über Schulbildung sprechen, lasst Schullehrer Mathematik, Physik und andere exakte Wissenschaften lehren.

Wenn wir jedoch über wahrhaftige Erziehung sprechen, sind die einzigen, die lehren können jene, die auf der spirituellen Leiter ein paar Grade über die der Kinder aufgestiegen sind. Es spielt keine Rolle, ob die Schüler kleine oder große Kinder sind; Schüler können solche sein, die 60 oder 70 Jahre alt sind.

Deshalb haben wir so viele Probleme zwischen Eltern und Kindern. Die Eltern befinden sich auf der vorhergehenden Stufe des egoistischen Verlangens in der Welt, die schon weiter vorangeschritten ist. Sie sind wie Dinosaurier, die in eine neue Welt fallen! Sie wollen ihre Kinder lehren, welche aber schon auf einer neuen Stufe des Verlangens sind und neue Lehrer brauchen. Es gibt hier also einen Doppelfehler! Ein Elternteil, der zum vorigen Jahrhundert gehört, lehrt ein Kind, das im jetzigen Jahrhundert lebt, aber einen Lehrer aus dem nächsten Jahrhundert braucht. Es gibt zwischen den zwei Stufen einen Graben und wir behaupten noch immer, dass wir unsere Kinder etwas lehren können.

Wir eignen uns nicht für unsere Kinder, weder was ihre Verlangen betrifft, noch ihre Erfüllung. Es ist keine Überraschung, dass wir in der Erziehung keinen Erfolg haben. Heute wird eine neue globale Verbindung zwischen allen enthüllt und wir, die ganze Welt, sind völlig weltfremd.

Wenn wir also über die Schaffung eines individuellen menschlichen Wesens sprechen, über seine Vorbereitung auf das Leben, dann können Lehrer nur solche sein, die ein paar Grade höher gestiegen sind. Er kann nicht einfach nur jemand sein, der einen Abschluss der Universität oder des College hat. Wie wird er ein Kind lehren, wie es sich in der Welt verhalten soll, wenn er selbst nicht versteht, was in der Welt vorgeht?

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