Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Trauer'

Viele Ängste und eine Freude.

Frage: Wenn es 800 Arten von Ängsten gibt, wie viele Arten von Freude gibt es dann?

Antwort: Eine. Es ist die Freude der Offenbarung, das Verständnis, das Gefühl des Schöpfers.

Wie viele Filme, Musikwerke, gibt es in dieser Welt, welche die Menschen zum Thema Trauer, Leid, Konflikte erfunden haben?

Wie viele fröhliche Filme gibt es dagegen? Es gibt ein paar unbedeutende Filme. Es gibt nicht viele Berührungspunkte und Erfahrungen in etwas Gutem Süßem, Freudigem.

Es ist so, da wir im Egoismus existieren. Seine Erscheinungsformen sind bitter und schmerzhaft, davon gibt es viele Schattierungen.

Frage: Ist der Weg zum Schöpfer die Freude in Beziehungen zu anderen, zum Beispiel die Liebe zu einem Mann, zu einer Frau, zu Eltern, zu Kindern, oder ist das der Egoismus?

Antwort: Nein, das ist der pure Egoismus.

Aus dem Unterricht, 26.04.2020

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Die Trauer um die Schchina im Exil

Es ist sehr schwierig, die spirituelle Vertreibung zu empfinden. Man muss hierfür den entgegengesetzten Zustand der geistigen Befreiung empfinden. Dann man muss das umgebende Licht O“M fühlen , die implizite Empfindung der Eigenschaft des Gebens.

Was ist „Schchina (die Erscheinung des Schöpfers) im Exil“? Wie trauert man ihr nach, wie bedauert man die Abwesenheit des Ortes für die Offenbarung des Schöpfers? Man bedauert nicht Seine Offenbarung, sondern die eigene Nichtübereinstimmung mit Seinen Eigenschaften. Man bedauert die eigenen Eigenschaften, und nicht die angenehme Empfindung der Enthüllung.

Natürlich hat ein beliebiger Mensch nichts dagegen, die Offenbarung des Schöpfers zu erleben, aber an der Nichtübereinstimmung mit dem Schöpfer leidet nur derjenige, der das O“М erhalten hat.

Niemand hat das Bedürfnis in Schchina: wenn es den Schöpfer gibt, dann kann Er sich offenbaren, was natürlich, zu unseren Besten ist. Niemand empfindet jedoch die Trauer um den Ort dieser Offenbarung.

Der Unterschied ist groß. Die Offenbarung des Schöpfers wird egoistisch, wie eine Erfüllung wahrgenommen. Und den Ort Seines Öffnens muss man aus unserem egoistischen Streben erschaffen: den Schöpfer zu öffnen, in dem man dieses Streben in die Absicht „die Enthüllung für Ihn zu machen“ umwandelt. Es ist die Vorbereitung des Ortes, dessen Eigenschaft dem Schöpfer zulassen wird, geöffnet zu werden.

Ebenso in unserer Welt wird eine beliebige Erscheinung in mir entsprechend meinen Eigenschaften gezeigt. In dem sich meine Wahrnehmung der äußerlichen Einwirkung angepasst wird, kann ich sie im Maß unserer allgemeinen Eigenschaften erkennen: seines Organes der Einwirkung und meines Organes der Wahrnehmung. Alles hängt von der Korrektur der Instrumente der Wahrnehmung ab.

„Schchina“ ist ein Ort, der von uns aus der Addition unserer Bestrebungen zum Schöpfer geschaffen sein soll, und in unserer Absicht zum Geben korrigiert werden soll.

Vor allem, ist der große Wunsch notwendig, den Schöpfer nicht für das eigene Wohl zu offenbaren (Lo Lischma), dann versteht der Mensch die Notwendigkeit der Korrektur, und nutzt die Umgebung, er zieht mittels des gemeinsamen Studiums das korrigierende Licht heran.

Dann beginnt er eben, zu verstehen, dass der Erfolg nur im Falle der Ähnlichkeit der Eigenschaften, nur in der Absicht des Gebens möglich ist, die ihm zulassen wird, sich möglichst schnell dem Öffnen des Schöpfers, der Eigenschaft des Gebens anzupassen. Jetzt, wo der Mensch sich korrigieren muss, tritt die Etappe der Korrektur ein.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 27.09.2010

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Der nicht existierende Film unserer Wirklichkeit


Ein Mensch lebt in seiner eigenen Wirklichkeit und fängt plötzlich an zu verstehen, dass diese gesamte Wirklichkeit sich einfach vor ihm entfaltet und er keine freie Wahl hat. Als ob er in einem Kino einen Film anschaut, der ihm zeigt, wie er im Kino sitzt und sich einen Film anschaut und unendlich so weiter.

Wo liegt dann die wahre Wirklichkeit? Mit dieser Frage beginnt die innere Suche. Diese Suche bringt ihn an den Punkt, an dem er merkt, dass es außerhalb von ihm nichts gibt: alles geschieht innerhalb von ihm. Solange wie er noch einen Körper und Gefühle hat, empfängt er ein inneres Bild, welches er als seine Wirklichkeit empfindet.

Rabash beschreibt dies in seiner Geschichte über den Kutscher. Der Kutscher hatte ein Haus, eine Frau, Kinder, ein Pferd und eine Kutsche und war sehr mit seinem Leben zufrieden. Plötzlich verlor er alles: seine Familie, seine Frau, Kinder und auch das Pferd starben. Am Ende stirbt er in tiefer Trauer selbst.

Er kommt im Paradies an und wegen all seiner Leiden wird beschlossen, ihm ein Geschenk zu machen: Er bekommt das, was er sich am meisten wünscht: das Gefühl, dass er ein Haus, eine Frau, Kinder, eine Kutsche und mehrere Pferde besitzt! Somit beginnt er sich vorzustellen, dass er seine von starken Pferden gezogene Kutsche fährt, erfolgreich in seiner Arbeit ist und sich insgesamt seines Lebens freut.

Vielleicht sind wir auch in solch einem Zustand? Wie können wir das herausfinden? Wie können wir aus uns heraustreten und sehen, was wirklich geschieht? Es kann sein, dass wir schlafwandeln. Oder vielleicht werden wir von Außerirdischen gelenkt, die uns in Formaldehyd gegeben haben und uns einen Film zeigen, während wir in Wirklichkeit in Glasflaschen existieren und schon seit Millionen Jahren schlafen. Und dies nennen wir unsere Welt?

Doch hier gibt es eine Methode, die es uns ermöglicht, uns über die gesamte Wirklichkeit zu erheben und diese aus der Perspektive des Schöpfers, der Höheren Kraft zu sehen. So wie ein Fisch mit einem Mal anfängt sich zu fragen: „Wer wechselt das Wasser im Aquarium aus?“

Und somit beginnt ein anderer Weg, der den Menschen zum Schöpfer führt. Dies geschieht, wenn man dieses System erlangt, und wenn man es benutzt, kann man zu Ihm aufsteigen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Entfremdung und Trennung sind nichts weiter als Illusionen!
Blog-post: Wir nehmen alles innerhalb unserer Verlangen wahr
Blog-post: Wie man eine Reise in die „jenseitige Welt“ antritt
Artikel: In sich den Schöpfer finden

In Zeiten des Leidens vergiss nicht, woher dieses Gefühl kommt und warum es auftaucht

Fragen, die ich zu negativen Erfahrungen entlang des Weges erhielt:

Frage: Oft kommt es mir vor, als hätte ich mehr Vertrauen und einen bessere Verbindung zum Schöpfer gehabt, bevor ich die Kabbala studierte. Damals verließ ich mich auf meine Instinkte und folgte meinem Bauchgefühl und das funktionierte. Wenn ich zurückschaue, tat ich die „richtigen“ Dinge. Nun analysiere ich immer mehr und ich finde viel mehr zu kritisieren, als in der Vergangenheit. Ist dies Teil der Entwicklung? Ich möchte gerne mehr Ausgeglichenheit erreichen.

Meine Antwort: Du findest Informationen darüber in vielen Artikeln: du wurdest aus deinem Vertrauen und aus deiner Balance geworfen, um den Wunsch nach der Enthüllung des Schöpfers zu erreichen. Lies den Artikel „Es gibt nichts außer Ihm“.

Frage: In einem Moment bin ich glücklich und im nächsten traurig und mein Leben erscheint mir schmerzvoll. Und ich fühle eine Last auf meinen Schultern auf Grund meiner Verantwortung als Gruppenmitglied gegenüber der Gruppe und der ganzen Welt. Was kann ich tun, um diesen Schmerz zu lindern?

Meine Antwort: Vergiss nicht, dass dieses Gefühl in dir durch den Schöpfer erweckt wird, um dich in Richtung Korrektur zu treiben.

Frage: Ist es normal, wenn ich während meines Kabbalastudiums das hasse, was ich gerade lese?

Meine Antwort: Manchmal passiert das und es ist natürlich, weil du studierst, wie du deine derzeitigen Eigenschaften hassen sollst. Daher beginnst du als Egoist die Kabbala zu hassen und auch mich, der dir darüber erzählt.

Frage: Viele Kündigungen drohen angesichts der Finanzkrise. Wenn man bei Bnei Baruch studieren will, muss man eine Arbeit haben. Wenn ein Student gekündigt wird und keinen neuen Job findet, muss er dann die Gruppe verlassen und sich vollkommen der Arbeitssuche widmen?

Meine Antwort: Nein aber er muss eine bestimmte Zeit dafür verwenden. Oder wenn er wie jeder andere Arbeitslosengeld erhält, sollte er den ganzen Tag bei Bnei Baruch in der Verbreitung der Kabbala mitarbeiten. So wird er für die Menschen nützlich sein.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum schickt uns der Schöpfer so viel Leid in dieser Welt?
Shamati #4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren
Leben aus der Kabbala, Kapitel 4, Seite 64: Die persönlichen Interessen ausschalten
 
 

Hören Sie auf, an die Vergangenheit zu denken!

Eine Frage, die ich erhalten habe: Ich habe eine sehr schwierige Frage. Ich habe meinen Sohn vor sechs Jahren verloren. Er war 19 Jahr alt. Ich fühle noch immer unheimlichen Schmerz, über den ich jedoch nicht einmal mit denen, die mir am nächsten sind, sprechen kann. Ich gebe mich nach außen stark und weine nur, wenn ich alleine bin. Ich fühle mich, also ob ich meinen Sohn nicht gehen lassen könnte, wohin er sollte. Oder ist er es, der nicht von mir gehen möchte? Mit meinem Verstand weiß ich, dass er nicht länger existiert, und dass der Allmächtige mir seine einzigartige Seele für eine kurze Zeit anvertraut hat. Dafür sollte ich dankbar sein. Aber es funktioniert so nicht. Ich bin mit dieser Situation vollkommen alleine und es kommt mir so vor, dass Gott mich verlassen hat, wie ein Waisenkind. Wie kann ich endlich Frieden finden?

Meine Antwort: Man sollte unter keinen Umständen zurückblicken. Man sollte nur vorwärts schauen. Sonst werden sie unreine Gedanken und Kräfte anziehen, die egoistisch sind und sie nur vom Weg abkommen lassen. Es gibt keine Wahrheit in solchen Gedanken.

Eine Frage, die ich erhalten habe: Wie kann ich mit Fehlern zurechtkommen, die ich in der Vergangenheit gemacht habe und die ich erst jetzt verstehe? Wie kann ich mich vorwärts bewegen, ohne Bitterkeit über diese Fehler zu verspüren?

Meine Antwort: Es gibt keine Zeit und es gibt keine Vergangenheit. Sie sollten nur vorwärts streben, sonst werden sie eine „Salzsäule“ wie die Frau von Lot, d.h., sie werden aufhören sich vorwärts zu bewegen.

Verwandtes Material:
Pri Chacham Igrot S. 70 (Ausschnitt) – Baal HaSulam