Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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So verwenden Sie kabbalistische Quellentexte richtig!


Zwei Fragen, die ich über kabbalistische Texte erhielt

Frage: Ich stelle fest, dass sich die Kabbala darauf konzentriert, das Leben zu verändern. Doch kann ich keine Anweisungen finden, wie ich am besten alle grundlegenden Texte von Humasch, Mischnah, Talmud, Halachot und anderen einordnen kann. Wie soll man sie verwenden? Brauchen wir sie überhaupt? Und wie rücken wir diese ins rechte Licht ?

Meine Antwort: Sobald Sie Kabbala lernen, werden Sie auch andere Quellen lesen und beginnen zu verstehen, dass sie alle über Spiritualität oder den Schöpfer sprechen. Das heisst, sie sind ebenfalls Kabbala, nur sind sie in einem anderen Stil geschrieben! Ich habe gerade eine gekürzte Übersetzung des wöchentlichen Tora-Abschnittes gepostet. Warum? Weil der größte Kabbalist aller Zeiten, Moses, in diesem Buch den Aufstieg der Seele des Menschen auf den 125 Stufen der Leiter der Gleichartigkeit mit dem Schöpfer beschreibt. Wir müssen nun diesen Aufstieg verwirklichen – wir alle zusammen und jeder einzelne von uns individuell – , uns auf jedem Level immer mehr vereinigen, damit wir am Ende des Aufstieges letztendlich die einzige Seele von Adam werden. Keine andere Quelle erklärt diesen Weg so präzise und in so vielen Einzelheiten!

Der Sohar ist ein Kommentar der Tora. Unser nächster Schritt ist, schrittweise damit zu beginnen, das Buch Sohar in diesem Blog zu studieren und dann werden wir anfangen zu verstehen, was uns wirklich in der Tora überliefert wurde. Dann, nach der Tora (Humasch), werden wir auch in der Lage sein, Mischnah, Talmud und Halachot auf diese Weise zu lernen. Jedes dieser Bücher spricht nur von der Korrektur des Menschen, seiner Seele oder dem egoistischen Verlangen – Yetzer Ra – das vom Schöpfer erschaffen wurde. Und danach wurde uns die Tora (Tavlin) gegeben, ausschließlich für dessen Korrektur. Diejenigen, die in ihrem Innern den Egoismus nicht spüren, studieren nicht Tora. Sie lesen einen „leeren“ Text anstelle dessen, was Moses ihnen gab. Sie werden nur in der Lage sein, alle diese Bücher korrekt zu „verinnerlichen“, nachdem Sie sich selbst genau darauf abgestimmt haben, wie heilige Bücher zu verwenden sind (Heiligkeit ist etwas, das Ihnen die Eigenschaft von Heiligkeit gibt – Liebe und Geben).

Frage: Als ich Kabbala an der Hochschule studierte, wurde das Buch Sefer HaBahir mehrere Male genannt, doch Sie erwähnen das Buch nicht auf Ihrer Homepage oder während Ihres Unterrichtes. Hat dieses Buch jemals existiert?

Mein Antwort: Ja, das Buch Sefer HaBahir existiert. Wir lernen jedoch hauptsächlich aus den Werken von Baal HaSulam, der der letzte Kabbalist war und sich daher am besten für die Korrektur unserer Seelen eignet. Außer seinen Werken studieren wir auch die Texte von Rabash, Ramchal und Tanach.

 

Kabbalistische Meditation


Eine Frage, die mir gestellt wurde: Rabbi Chaim Vital beschreibt in seinem Buch Shaarey Kedusha , im Kapitel Shaar Dalet, wie man meditieren soll. Wenn jemand mit seinem Studium der Tora so weit gekommen ist, dass er voller Gottesfurcht alle Gebote einhält, kann er beginnen zu meditieren. Er gehe in ein Zimmer, wo er allein sein kann, hänge sich einen Tallit um und setze sich mit geschlossenen Augen hin. Schon wird er erleben, wie er seinen Körper hinter sich lässt und in die Himmel aufsteigt. Hat er dieses Stadium erreicht, wählt er einen Satz aus der Mishnah und sagt ihn immer wieder auf. Was halten Sie davon?

Meine Antwort: Nicht ein Wort davon spricht über unsere Welt. Das Ganze ist in der „Sprache der Zweige“ geschrieben und weist auf Kräfte der Höheren Welt hin. Kabbalisten schreiben ihre Bücher immer so.

„…Er gehe in ein Zimmer (Heichal Malchut), wo er alleine sein kann (weg von allen Klipot oder Störungen), hänge sich einen Tallit um (er sieht das Niveau von Tallit in Seir Anpin der Welt Azilut mit Or Makif) und setze sich mit geschlossenen Augen hin (er verlässt seinen bisherigen Zustand). Schon wird er erleben, wie er seinen Körper verlässt (seine AHP) und in die Himmel aufsteigt. (in die AHP von Elyon). Hat er dieses Stadium erreicht, wählt er einen Satz aus der Mishnah und sagt ihn immer wieder auf (und steigt auf diese Weise von einem Level zum nächsten auf – immer wieder).“

Verwandtes Material:
Blog-post: Verbot Okkulter Inserate
Blog-post: Was können wir tun, um den Wunsch nach Korrektur zu erwecken?

Schau nach vorne, nur nach vorne!


Ich erhielt folgende Frage: Ich habe eine sehr wichtige Frage! Vor fünfzehn Jahren bin ich religiös geworden und einer religiösen Schule beigetreten, da der Punkt meiner Seele in meinem Herzen erwachte! Ich wollte Ewigkeit, doch wusste ich nicht wie. Ich fand die Studien in dem religiösen Seminar oberflächlich und für alles, was tiefer ging, musste ich meine Persönlichkeit „zerbrechen“; es machte mich traurig und reumütig (weil ich einen Freund hatte). Ich weinte, hatte Unterhaltungen mit „Gott“, fühlte mich hoffnungslos, ängstlich, neidisch und annullierte meine Verlangen!

Ich versuchte, meine Persönlichkeit auszulöschen und litt, um gerecht zu werden! Das war jedoch alles blödsinnig! Langsam verstand ich, dass ich Götzendienst betrieben habe, jedoch sagte ich mir selbst, dass dies unmöglich wäre, da es schließlich die Tora war! Und alle Rabbiner sagten: „Die Tora, die Gebote!“ Über Jahre hinweg wusste ich, dass es das nicht war und ich mühte mich ab und war dennoch nicht fähig, das zu erklären! Ich habe an einer sehr angesehenen religiösen Schule in Jerusalem, mit den besten Rabbinern studiert, jedoch wusste ich intuitiv, dass diesen etwas fehlte! Ich fühlte mich depressiv, alleine und konnte mich selbst nicht finden. Ich stritt mit ihnen und sagte ihnen, dass sie sich mit Fragen von geringer Wichtigkeit befassen würden! Vor einer Woche habe ich glücklicherweise den Kabbala Kanal eingeschaltet und sagte: „Das brauche ich! Danach habe ich gesucht!“ Das war nach nur einer Fernsehsendung.

Ich wurde glücklich! Und das ist nur der Anfang! Ich bemitleide viele Rabbiner! Ich wurde von deren Tora nicht erwärmt, sondern verbrannt! Vielleicht liegt es daran, dass mein Vater ein rechtschaffener Mann war, den ich dafür schätzte, deren Unsinn und leeren Worte nicht zu glauben! Es tut mir leid, das zu sagen, doch meiner Meinung nach sind das alles die Gleichen – nur Dozenten!

Hier nun meine Frage. Habe ich, nachdem ich so unterdrückt wurde, dass ich das nicht einmal beschreiben kann, eine Chance, zu dem Zustand in dem ich geboren wurde, spirituell wieder belebt zu werden? Durch meine Natur war ich mit der Gesellschaft verbunden und ich habe verstanden, was „Israel“ ist, doch die Religion hat diese Ewigkeit für mich zerstört! Ich entschuldige mich, für solch eine lange Frage und die Bemühungen, die sie für mich machen! Früher habe ich gedacht, es wäre in Ordnung, meinen Charakter zu zerbrechen. Das wurde mir gelehrt und ich löschte mich selbst aus; ich fastete und war sogar froh darum, spirituell zu leiden. Später habe ich angefangen zu weinen, da alles an mir vorüber gegangen war!

Habe ich eine Chance? Wenn ja, welche? Das ist sehr wichtig für mich! Werde ich jemals wieder die Stärke haben, die ich einmal hatte? Ich habe einmal Liebe für die Menschen empfunden, Liebe für Befreiung, Liebe für Bescheidenheit, Liebe für die Ewigkeit, Liebe für die Gesellschaft! Und plötzlich hat sich all das in Ärger, Angst, Zusammenbruch, religiösen Egoismus, sammeln von Geboten und religiösen Götzendienst verwandelt.

Meine Antwort: Alles, was Sie studiert haben und alles, was Ihnen widerfahren ist, musste genau so geschehen, wie es geschehen ist und wird Ihnen nützlich sein. Sie sollten niemanden anklagen, da bis jetzt, alles in Ihrem Leben nach dem Willen des Schöpfers stattgefunden hat. Von diesem Moment an und weiter, sollten Sie sich weiterhin wie gewöhnlich auch verhalten, doch ergänzen Sie Ihr Leben mit dem Studium der Kabbala. Fangen sie mit den Artikeln aus dem Buch Shamati an und machen Sie dann mit den Artikeln von Baal HaSulam weiter. Es könnte für Sie aber auch besser sein, unsere Lektionen zu hören und zu sehen (Red. siehe unten), anstatt selbst zu lesen. Versuchen Sie es. Sie sollten nur nach vorne schauen – niemals zurück!

 

Lektionen von Michael Laitman:
Tägliche Kabbala-Lektionen von Rav Michael Laitman, PhD, werden live auf Kabbala TV übertragen: 3:20 bis 6:00 israelische Zeit/2:20 bis 5:00 unsere Zeit, Sonntag bis Freitag und sind auf Kabbalah Media Info archiviert

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Kabbala, Astrologie und Leben auf anderen Planeten


Ich habe zwei Fragen erhalten über die Verbindung der Astrologie zur Kabbala und ob es Leben auf anderen Planeten gibt:

Frage: Ich habe mich zwanzig Jahre mit Astrologie beschäftigt und seit 1988 studiere ich auch kabbalistische Psychologie, die auf dem Gesetzt basiert: „Was zu einer gewissen Zeit geboren wird, empfängt die Eigenschaften dieses Zeitpunkts“. Warum geben Sie keinen Unterricht zu diesem Thema?

Meine Antwort: Weil es keine Verbindung zwischen Astrologie und Kabbala gibt, obwohl manche die Kabbala als Teil der Astrologie ausgeben wollen. Die Tora bestimmt ganz strikt: „Übe keine Zauberei und Wahrsagen aus“, weil sie den Menschen von der Korrektur ablenken, ihn auf den falschen Weg führen und die Obere Lenkung „umgehen“.

Wir können auf unser Schicksal nur einwirken, wenn wir das Licht beeinflussen und letzteres geschieht in dem Ausmaß, in dem wir danach streben, Ihm gleich zu werden, indem wir Liebe und Geben anstreben. Wenn wir dies zu unserem wahren Bestreben machen, dann kommt das Obere Licht zu uns herunter, korrigiert uns und verändert unseren Zustand. Das Überirdische, mit Ausnahme des Menschen, ist in einem Zustand vollkommener Ruhe und nur unsere positive Veränderung kann unser Schicksal ändern. Darum ist Wahrsagerei verboten.

Vorhersagen können teilweise wahr werden, wenn der Mensch nichts für seine Korrektur tut; denn dann befindet er sich unter dem Einfluss der negativen Reaktionen der Natur auf sein Verhalten (d.h. dem Mangel seiner selbstständigen Korrektur) auf dem Wege von Beito (wörtl. zu gegebener Zeit) und dieser Weg kann vorausgesagt werden. Wenn wir uns jedoch in die Höhere Lenkung einmischen, indem wir uns selbst korrigieren, dann gibt es keine Möglichkeit, die Zukunft vorherzusagen, da sie sich in Abhängigkeit zu uns verändert, auf dem Weg von Achishena (wörtl. „Ich werde es beschleunigen“).
Es gibt zweifachen Schaden durch Wahrsagungen:

1. die Vorhersagen sind nicht korrekt und
2. lenken sie den Menschen von der Korrektur ab.

Schlichtweg gibt es eine entsprechende Reaktion von Oben: Korrektur oder doppeltes Leiden.

Frage: Gibt es menschliches oder tierisches Leben auf anderen Planeten? Wenn nicht, wie erklärt dies die Kabbala und worauf basiert es?

Meine Antwort: Alles, was in der Kabbala steht, basiert auf empfangenen Angaben. Lesen sie etwas Material zur Erreichung der Wirklichkeit. Wenn wir etwas nicht erlangen, dann kennen wir es auch nicht. Bisher haben wir in keinen unserer irdischen oder spirituellen Wahrnehmungssinnen (der leblosen, vegetativen, belebten und menschlichen Ebenen der Erlangung) irgendetwas Rationelles erlangt, das in unserer oder der spirituellen Welt existiert – außer uns selbst. (Was die Engel betrifft, so sind diese besondere Kräfte der Seele und des Schöpfers).

cr

 
 

Kain und Abel sind in jedem von uns!


Drei Fragen, die ich zu Tora und innerer Arbeit erhielt:

Frage: Können Sie die Bedeutung der Geschichte über Kain und Abel erklären? Ich nehme an, dass sie vom Kampf zwischen dem „Willen zu geben“ und dem „Willen zu empfangen“ spricht. Können Sie das bitte genauer erklären, besonders was die Reaktion des Schöpfers bedeutet?

Meine Antwort: Kain und Abel sind zwei Kräfte innerhalb eines Menschen. Die eine Kraft ist der Egoismus und die andere ist die Eigenschaft des Schöpfers – das Geben – die in einen Menschen herabsteigt und die er aus ihrer ursprünglichen Manifestation, dem sogenannten „Punkt im Herzen“, entwickelt. Die ganze Geschichte in der Tora handelt von Menschen, die erobern, töten und miteinander konkurrieren – alles in unseren Leben, bis zu dem Punkt, an dem wir die Kontrolle selbst übernehmen und anfangen, eigenständig auf das Ziel zuzuschreiten – indem wir die egoistische Kraft in Schranken halten, sie konstruktiv gebrauchen und sie mit der in uns liegenden Kraft des Schöpfers beherrschen.

Frage: Ich habe versucht, dieses Kapitel in die kabbalistische Sprache zu übersetzen und bin bei dem folgenden Vers steckengeblieben: „Meine Seele wird Dich verachten.“ Wie übersetze ich der Welt „meine Seele“ in diesem Kontext?“

Meine Antwort: Die Seele eines Menschen verfällt in Egoismus, der das Gegenteil der Eigenschaft von Bina der Welt Atzilut ist – die Eigenschaft des absoluten Geben – und folglich wird die Seele von Bina, dem Schöpfer, abgestoßen.

Frage: Kann ein Verlangen nach Korrektur, nachdem man das Böse enthüllt hat, als ein Akt des Geben bezeichnet werden?

Meine Antwort: Noch nicht, aber es führt dahin.

Kabbala Akademie

Murphys Gesetz und das Gesetz der Tora


Murphys Gesetz behauptet: Wenn etwas schief gehen kann, dann wird es mit Sicherheit schief gehen. Dieses Gesetz hat viele Varianten: Wenn Dir ein Stück Brot aus den Händen fällt, landet es mit Sicherheit mit der Butterseite nach unten; das Kleingeld an der Kasse ist mit Sicherheit dann aus, wenn Du an der Reihe bist; wenn Du gerade Dein Auto gewaschen hast, wird es regnen usw.

Die Menschen denken, dass es sich bei Murphys Gesetz nur um eine Volksweisheit handele, die auf ironische Art und Weise unsere Wahrnehmung portraitiert. Das Gesetz stammt von realen „falsch laufenden“ Dingen, die realen Menschen zustoßen.

Das Gesetz der Tora: Was denken Kabbalisten über das Gesetz, das sich ihnen enthüllt? In meinem Blog Posting „Klipot – hilfreich und schädlich“ (fortgeschritten) wird die Rolle des Bösen (Klipot) folgendermaßen erklärt: alles geschieht, um die Menschheit zur Korrektur zu bringen, entweder durch das Gute oder das Böse, je nachdem wie jemand gut und böse wahrnimmt. Es gibt in der Natur nur eine wirkende Kraft, doch sie manifestiert sich auf verschiedene Weisen, je nachdem wie wir uns verhalten. Wenn wir unsere Handlungen auf das Schöpfungsziel ausrichten, hilft uns diese Kraft. Handeln wir aber dagegen, hält uns diese Kraft zurück.

Mehr noch: diese Kraft (des Schöpfers), die jedem zur Seite steht, der sich für das Schöpfungsziel einsetzt, erschafft auch Störungen für jenen, die ihm dabei helfen, sich schneller in Richtung Ziel zu bewegen. In der Kabbala, manifestiert sich Murphys Gesetz – also das Gesetz unserer irdischen Welt – als Gesetz der Höheren Welt: „Es gibt nichts außer Ihm. Er ist gut und tut Gutes!“