Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Tora'

Allgemeine Kraft der Gruppe als einziges Kriterium auf dem Weg

Frage: Während ich mich mit der Kabbala beschäftige, durchlaufe ich verschiedene Empfindungen. Woher soll ich wissen, dass sie real und keine Phantasien sind?

Meine Antwort: Unser einziges spirituelles Kriterium ist die Gruppe. Ich muss die Versammlung unserer Verlangen sehen. Ich möchte, dass sie alle durch die Kraft der gegenseitigen Bürgschaft zusammengeschweißt sind – über dem materiellen Leben. Soll es doch seinen gewohnten Lauf fortsetzen, nicht aus freiem Willen komme ich zur Welt, lebe und sterbe. Doch nun geht es um das grundlegende Bestreben des Menschen, um eine höhere Stufe, auf der wir uns untereinander verbinden müssen. In Bezug auf diese allgemeine Kraft überprüfe ich mich selbst.

In diesem Fall habe ich einen gewissen Standard, ein Kriterium, welches mir hilft, zu bestimmen, was die spirituelle Welt bedeutet. Alle anderen „Bilder“ sind eingebildet und falsch.

Andererseits, wenn ich nicht in der Lage bin, mir die allgemeine Kraft vorzustellen, die in der Gruppe herrscht, zeigt es mir genau, wie sehr ich von der spirituellen Richtung abgewichen bin. Die Menschen bilden sich alle möglichen spirituellen Märchen ein, während die einzige Stütze, der einzige spirituelle Grundinhalt für uns momentan gerade die allgemeine Kraft der Gruppe ist. Höher oder anders kannst du dir nichts richtig vorstellen.

Begreife nun, wie fehlerhaft deine Herangehensweise bis jetzt war. Du hast dir die Spiritualität als etwas vollkommen anderes vorgestellt, sie hat dich in alle möglichen Richtungen, nur nicht in diese gelockt. Halte also den genauen Kurs und korrigiere ihn nur in die Richtung der Gruppe. Worüber wir auch lesen oder was wir auch studieren mögen, das alles bezieht sich nur auf unsere Vereinigung und auf nichts anderes.

Nehmen wir an, du würdest jemanden hassen – doch auch das hat nichts mit Gut und Böse zu tun, wie es die Tora beschreibt. Denn sie erzählt nur vom Zusammenhalt der Freunde in der Gruppe. Befreie den spirituellen Grundinhalt von der Schale, löse dich von dem Zuhause, der Familie und der Arbeit, von dieser ganzen Welt – behalte in deinem Wahrnehmungsbild nur Kräfte, die wir vereinen wollen.

Allein diese allgemeine Kraft suchst du während des Studiums und unter den Freunden, und jedes Wort der Wissenschaft der Kabbala musst du durch diesen Begriff durchlaufen lassen. Nur dann kommst du optimal voran. Jedes andere Vorankommen führt dich durch den Weg des Leidens.

Auszug aus dem Unterricht über das „Vorwort zum Buch Sohar“, 25.11.2011

Der Schlüssel zur Verbindung mit dem Schöpfer

Frage: Was soll ich machen, wenn ich einen Aufstieg und eine Erweckung während des Lesens des Sohar empfinde? Wie kann ich in diesem Zustand um die Korrektur bitten?

Meine Antwort: Während des Lesens des Sohar, oder der anderen Originalquellen (Artikeln, Briefe, oder „TES“) soll ich mir vor allem das richtige Bild davon machen, wo ich mich befinde. Die Realität, in der ich mich befinde, wird in meinen Sinnesorganen, in meinen Verlangen wahrgenommen. Das Licht lässt mich glauben und empfinden, dass es die wahre Realität, meine Welt ist. Auf diese Weise habe ich die Verbindung mit dem Licht, mit der höheren Kraft, die mich erkennen lässt, wo genau ich mich befinde: ursprünglich begreife ich nichts und kann nichts sehen, wie ein neugeborenes Kind.

Darum muss ich zuerst dieses Bild auf die richtige Weise formen. Es gibt ein Verlangen, worin das Licht wirkt und es von innen zu erwecken versucht, um sich darin nach dem Gesetz der Gleichheit von Eigenschaften zu enthüllen. Das Licht befindet sich innerhalb des Verlangens, und keinesfalls außen, wird aber in Bezug auf dieses Verlangen als umgebendes, äußeres, inneres, entferntes Licht, als Kreis, Linie, usw. bezeichnet. All das sind die Formen, in welchen sich das Licht dem Verlangen offenbaren kann. Wir sprechen über alles von der Seite des Verlangens.

Wenn ich verstehe, dass die gesamte Welt, die gesamte Realität, alle Welten, das gesamte Licht, sich in mir befinden, dann soll ich mich richtig organisieren: wie und warum handele ich, um für den jetzigen Zustand das größtmögliche Verständnis und das Begreifen zu erlangen, um jedes Mal möglichst viel zu enthüllen. Die Enthüllung erfolgt mithilfe von zwei Kräften – der Kraft der Verhüllung und der Kraft der Enthüllung.

Es sind immer diese zwei Gegensätze vorhanden. Und genauso passiert es in unserer Welt: die Realität, die ich momentan wahrnehme, enthält ebenfalls die Verhüllung und die Enthüllung, beides zusammen. Denn ohne einen richtigen Wettstreit zwischen ihnen nehme ich nichts wahr, keine Farben, keine Töne, nichts. Je mehr Kräfte der Enthüllung und Verhüllung ich in mir einschließe, je mehr Gegensätze ich in mir vereine, desto mehr nehme ich wahr, desto klüger werde ich.

Deshalb möchte ich während des Lesens der Originalquellen das möglichst wahrhafte, kraftvolle Bild der Realität enthüllen. Dabei ist es unwichtig, welche Quelle und in welchem Stil man gerade liest. Wenn es um die Bücher geht, mit deren Hilfe ich die Kräfte meiner Seele erwecke – sowohl von der Seite des Verlangens, als auch von der Seite seiner Auffüllung, dann spielt es keine Rolle was man liest, es können „Talmud der Zehn Sefirot“, der Sohar, die Briefe oder die Artikel sein. Entscheidend ist dabei, meine spirituelle Entwicklung in Gang zu bringen.

Und dann beginne ich, die Wichtigkeit meines Studiums der Tora zu verstehen: das in ihr (der Tora) enthaltene Licht führt zur Quelle zurück, d.h. sie befördert mich zur Enthüllung des wahren Bildes der Realität, zu einem noch vor mir verhüllten Zustand, in welchem ich mit dem Schöpfer verbunden bin.

Deshalb vergegenwärtigen wir uns zunächst das Bild: es gibt mich und alles ist in mir eingeschlossen, in meinem Inneren verborgen. Ich soll die Kräfte meiner Seele erwecken und darin die wahrhafte Realität enthüllen, wobei ich und der Schöpfer in ein Ganzes verschmelzen.

Nachdem ich mich auf diese Weise eingestimmt habe, komme ich zum nächsten Schritt: Wie kann ich mich mit Hilfe des Studiums erwecken? Folglich spricht alles, was ich lese, meine fortgeschrittenen Zustände an, die noch entfernt oder auch schon nah bei mir liegen. Wichtig ist, dass ich mit Hilfe des Textes versuche, in mir diese Kräfte, diese Formen zu finden.

Dabei vergesse ich nicht, dass die Rede nur von meinen Verlangen, von inneren Kräften meiner Seele ist: von Kräften des Empfangens und des Gebens. Es ist unwichtig, ob sie seltsame Namen tragen oder Namen, die mir aus der gegenwärtigen Realität bekannt sind. Ich denke ständig darüber nach, wie ich all diese Kräfte enthüllen werde – die Teile meiner Verbindung mit dem Schöpfer.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 16.11.2011

Babylon ist immer noch hier

Das jüdische Volk war immer ein Objekt des Hasses. Es hat sich bereits einmal in der gegenseitigen Bürgschaft, im korrigierten System aufgehalten, von dem ihm heute nur eine schwache Kraft übrig geblieben ist. Deshalb entspringen alle Zustände aus dieser Quelle.

In der Tat sind die Juden nicht klüger als die anderen Völker. Sogar im Gegenteil. Hätten denn die anderen an unserer Stelle genauso gehandelt? Wir verstehen einfach nicht die Gründe für das, was passiert: Wir waren einst durch die Kraft der Bürgschaft verbunden, doch seitdem besteht der Antagonismus zwischen den beiden Wünschen, zwischen dem Empfangen und dem Geben, zwischen denen, die die Bürgschaft anerkannt haben und denen, die es nicht getan haben.

Dieser Hass stammt aus Babylon, in dem wir uns auch heute befinden. Vom spirituellen Standpunkt aus betrachtet, hat sich nichts geändert. Wir müssen uns wieder vereinen, wie es damals die Gruppe von Abraham getan hat, nur haben wir dieses Mal ein „Gedächtnis“ der damaligen Zeit; außerdem gibt es die Bücher und die anderen Möglichkeiten der heutigen Zeit für die Zusammenarbeit und die Durchführung der Verbreitung. Wir müssen uns selbst korrigieren, aufgrund unserer Vergangenheit und den Anforderungen der Zukunft, und uns um das gesamte Babylon kümmern, d.h. um die moderne Menschheit.

In der Tat brauchen alle Menschen nur das Eine, das Erreichen der gegenseitigen Bürgschaft. Es ist kein Zufall, dass Baal HaSulam eine Geschichte in zwei miteinander verbundene Teile aufgeteilt hat: Die „Gabe der Tora“ und „Die Bürgschaft“. Der zweite Teil spricht über die Realisierung, was eigentlich die Bürgschaft bedeutet. Wenn wir das Geschriebene umsetzen, dann wird nichts anderes mehr benötigt. Damit vollenden wir die Korrektur in allen Welten.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Das Volk“, 28.08.2011

Vor der Attacke

Arvut-Kongress. Lektion 1

Unsere Hauptarbeit besteht darin, uns über unsere Gedanken und Verlangen zu erheben, von ihnen abschalten zu können und zu jener Höhe aufzusteigen, wo wir alle zusammen sind, – dorthin, wo sich die Seele befindet. Es gibt nur eine einzige Seele auf der Welt.

Darum steht geschrieben, dass die Söhne Israel drei Tage vor dem Empfangen der Tora enthaltsam sein sollten – jeder versuchte, sich über seine irdischen Sorgen, Gedanken, Verlangen, Berechnungen zu erheben, um sich nur dem höheren Ziel widmen zu können.

Es ist alles andere als einfach und erfordert hartnäckige, peinlich genaue Arbeit, als würden wir winzige Körnchen aufsammeln, bis wir sie alle nach und nach zusammen haben und alle unsere egoistischen Berechnungen enden, bis keine nutzlosen Verlangen und Gedanken in dem Menschen mehr aufkommen, die ihn ablenken; dann wird er mehr oder weniger bereit sein, sich in die Gedanken und Verlangen der Umgebung einschließen zu lassen.

Diese Askese und Enthaltsamkeit, diese enorme Anstrengung, die er unternimmt, um sich vorzubereiten, ist keine einfache Sache. Der Mensch muss sein Ego zerbrechen und aus sich herauskommen, sich durch wahre physische Anstrengungen aus seiner Ecke lösen und sich physisch in die anderen einschließen lassen und dann versuchen, seinen Kopf zu beugen und von den anderen ihren Geist, der ihn beeinflussen wird, anzunehmen. Er darf seinen Gedanken keinen freien Lauf lassen, was ihn aus der Gemeinschaft, aus der Gruppe hinauswerfen könnte.

Der Mensch muss sich beugen und sich widerwillig, in materieller Form und innerlich, spirituell, in Gedanken und Verlangen, so konzentrieren, dass alles unter dem Einfluss der Umgebung steht. Er muss sich verlieren! Der Mensch soll von dem, was es in der Umgebung gibt, beeinflusst werden, damit er weder seinen eigenen Verstand noch sein eigenes Herz hat und nur von dem, was es in der Gemeinschaft gibt, gelenkt wird.

Das ist die erste Etappe der Vorbereitung auf den Einschluss ineinander. Wenn uns das gelingt, können wir bereits von dem Einfluss der höheren Kraft, der Kraft der Gruppe sprechen.

Die Gruppe ist nicht jenes physische Gebilde, welches wir uns vorstellen, es ist keine Gruppe von physischen Körpern. Wir werden von der inneren Kraft der Gruppe beeinflusst und von dem Licht in ihr, das zur Quelle zurückführt und das jedem die Heiligkeit, die Erhebung über sich selbst bringt. Und dann wird er in diesem Aufstieg damit anfangen können, die gemeinsame Kraft, die das Universum füllt, zu spüren, und wird begreifen, wovon die Rede war.

Deshalb ist das Wichtigste auf unserem Kongress, ja bereits wenigstens drei Tage davor (und man sollte jetzt schon damit beginnen, sich daran zu gewöhnen), über allen überflüssigen Gedanken und Berechnungen zu sein und sich auf das Nötigste zu beschränken. Und man sollte stets im Glauben über dem Verstand handeln.

Insbesondere die letzten drei Tage vor dem Kongress müssen wir mit der wahren Attacke, mit der Enthaltsamkeit, sowohl physisch als auch in Gedanken und Verlangen, beginnen, damit wir uns nur in einer Bestrebung befinden und möglichst wenige Hindernisse wahrnehmen.

Auszug aus der ersten Lektion des Arvut-Kongresses, 11.11.2011

Warte nicht auf den nächsten Kreislauf

Es wird gesagt, dass „Ein Gebot den Menschen rettet, wenn er es befolgt, und die Tora ihn immer rettet, sogar wenn der Mensch sich mit ihr nicht beschäftigt“.

„Ein Gebot“ ist die Arbeit des Menschen, seine gesamte Bemühung die spirituelle Welt zu erreichen. Und deshalb gilt es nur dann, wenn du es beachtest. Solange du schläfst oder deine Zeit ziellos verschwendest, fließt dein Leben nutzlos weg.

Wenn du dich in den richtigen Gedanken und Absichten befindest, und irgendwelche Handlungen begehst, die deine Absicht bestätigen, dann dient jeder Augenblick deinem Aufstieg auf die nächste spirituelle Stufe. Du musst den Wunsch, das Streben zeigen, auf die höhere Stufe hinaufzusteigen und sie wird beginnen, auf dich das Licht auszustrahlen.

Je mehr du sie anstreben wirst, desto stärker wird sie dir leuchten. Es ist eben das Gesetz der Physik der spirituellen Welt. Und wenn du nicht handeln wirst, dann wird auch nichts geschehen.

Wenn du dich bereits für den geistigen Aufstieg angestrengt hast, dann erwarte nicht, dass du die Tora, das Licht, welches dich zur Quelle zurückführt, sofort empfinden wirst. Das Licht kann in solcher Form offenbart werden, die du erst gar nicht erwartet hast. Darüber steht geschrieben: „Die Tora beschützt einen Menschen sogar dann, wenn er sich mit ihr nicht beschäftigt“.

Es ist der Prozess, welcher von dir nicht abhängig ist. Du kennst all diese Gesetze nicht: wann das Licht einwirken soll, was es dir nützen soll, welche Leiden dich erwarten. Es liegt eben nicht in deiner Macht und hängt von der Wurzel deiner Seele, sowie vom allgemeinen Prozess der Entwicklung aller Seelen ab. Es geht um eine Menge unterschiedlicher Berechnungen, entsprechend „den Urteilen über die Seelen“ welche durch die Tora, durch das allgemeine Licht A“B-Sa“G ausgesprochen werden.

Deshalb, beginnst du nicht sofort, das Licht zu empfinden, obwohl es auf dich ununterbrochen einwirkt. Denke nicht, dass es nicht da ist. Sogar dann, wenn es dir so zu sein scheint, dass du viel gemacht hast, dich viel bemüht hast und nichts geschah, bleibt die Situation für dich trotzdem unbekannt. Es kann auch sein, dass du die Ergebnisse erst nach einem Jahr sehen wirst.

Und bis dahin werden in deinem Inneren die Räder gedreht, das Licht wirkt auf dich ein, auch dann, wenn du es nicht empfindest. Denn zuerst geschehen die Veränderungen auf den unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus. Sie entwickeln sich ununterbrochen weiter. Möglicherweise gibt es in deiner Seele die sehr tiefen Verlangen, große „Awijut“, worin deine wichtigste Korrekturen geschehen sollen, die dem Begreifen vorangehen. Und deshalb fühlst du sie nicht.

Es gibt viele solche Menschen, die sehr weit gekommen sind, aber haben vor dem entscheidenden Augenblick aufgegeben – alles weggeworfen und sind herab gefallen. Du siehst es und kannst nichts machen, denn hier gilt das harte Gesetz. Wenn also auf deiner Waagschale nur ein winziges Körnchen fehlt, das dir erlaubt, die Selbstsucht zu überwiegen, dann wirst Du niemals hinaufsteigen können. So wirst du eben unten bleiben.

Aber man muss an der Barmherzigkeit des Schöpfers nicht zweifeln! Nach einiger Zeit wird diese Möglichkeit zu dir zurückkehren. Es kann ein anderer Zustand und eine andere Stufe sein, aber die Chance wird dir wieder gegeben. Es kann sogar sehr viel Zeit vergehen oder sogar schon im folgenden Leben sein.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 10.11.2011

Mit dem brennenden Herzen zum Kongress

Frage: Wie können wir unsere Funken auf dem Kongress im Dezember praktisch vereinen?

Meine Antwort: Wir müssen zum Kongress mit bereits vereinten Funken kommen. Genau das bedeutet die Vorbereitung.

Wozu fahre ich dorthin? Um durch alle möglichen äußeren Handlungen die innere Verbindung mit den anderen hervorzurufen, um mich jenem spirituellen Gefäß, in dem wir alle auf die Enthüllung des Schöpfers warten, anzuschließen. Unsere ganze Vorbereitung ist auf die Vereinigung von Funken ausgerichtet.

Meine ganzen Verlangen und Gedanken sind auf das Ziel, auf die Enthüllung der spirituellen Welt, der höheren Stufe, der Ewigkeit, der Vollkommenheit, auf die Enthüllung von etwas Großem und Grenzenlosem gerichtet. Ich muss alle meine Träume hervorheben, betonen und sie an die Vereinigung mit den anderen heranführen. Denn nur wenn wir unsere Bestrebungen nach einer höheren Stufe vereinen, werden wir alle zusammen das gemeinsame Gefäß, welches aus diesen einzelnen Regungen zusammengeschweißt ist, und das Licht, welches es erfüllt, wahrnehmen können.

Darin besteht die Vorbereitung – wir müssen mit diesem bereits geformten, herausgearbeiteten und innerlich brennenden Verlangen zum Kongress kommen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Gabe der Tora“, 10.11.2011

Wir reißen uns los

Frage: Was sollen wir vom Kongress verlangen, um später nicht von Ihnen zu hören zu bekommen: „Warum habt ihr nicht darum gebeten?“

Antwort: Wir sollten ständig daran denken, wie wir uns jetzt schon diesen besonderen Zustand vorstellen und wie wir danach streben, ihn auf dem Kongress zu realisieren, während wir uns für drei Tage von der Welt vollkommen losreißen.

Wir sollten alles hinter uns lassen und die Tür hinter uns zuziehen, um wahrhaft zur nächsten Stufe aufsteigen zu können. Das erfordert eine ernsthafte Vorbereitung: ich gehe die Artikel durch, nehme an den Unterrichten teil, arbeite in der Verbreitung – und was auch immer ich tun mag, das alles gehört zur Vorbereitung. Ich werde ständig von der Vorfreude, von der Erwartung dessen, was jeden Augenblick passiert, beherrscht.

Zum Kongress sollte man wie zur Erlösung kommen. Ich kann es kaum erwarten, und es scheint, als würde ich explodieren, wenn es nicht eintrifft.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Gabe der Tora“, 06.11.2011

Öffnet die Leitung mit dem höheren Licht!

Es ist unwichtig, welchen Punkt und welchen Teil wir im Buch Sohar studieren. Rabash machte folgendes: er öffnete mit geschlossenen Augen das Buch auf irgendwelcher Seite und begann in der Mitte der Zeile zu lesen. Er las einige Zeilen, was ausreichend war und setzte dann fort nachzudenken.

Es verbindet den Menschen mit der Quelle, welche ihm den zukünftigen guten und richtigen Zustand erklärt. Denn wir selbst wissen nicht, was die Quelle an sich darstellt. Wir wissen nur, dass wir die Leitung mit der gewissen Kraft öffnen und diese Kraft auf uns einwirken soll.

Solche Einstellung sollen wir zum Buch Sohar ausarbeiten. Diese „Kraft“ (Leitungswasser) wirkt auf uns nur unter der Bedingung ein, dass wir „unter der Leitung stehen“. „Unter der Leitung zu stehen“ bedeutet, zusammen zu sein und inwiefern es möglich ist, nach der Einheit zu streben. Dieses „Leitungswasser“ ist die Natur des höheren Lichtes, das innerhalb eines einheitlichen Gefäßes offenbart wird. Wenn wir also vereinigt werden und uns wünschen, uns zu verbinden, um wie ein Mensch mit einem Herzen zu werden, dann wird zu uns das Licht der Tora geleitet. Dann werden wir mit der Gabe der Tora, mit dem höheren Licht ausgezeichnet.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 31.10.2011

Erwerb durch das Geben

Unser Zustand wird nicht dadurch korrigiert, dass wir selbst etwas Neues aufbauen.

Wir werden uns nur in ein immer größeres Gleichgewicht mit dem schon existierenden System der gegenseitigen Bürgschaft bringen, wir werden einfach kompliziertere Stufen der gegenseitigen Bürgschaft offenbaren, bis das System vollkommen ist.

Unsere Korrektur erfolgt durch unsere einzige Handlung, durch die Erreichung der gegenseitigen Verbindung. Wenn wir uns verbinden, dann können wir uns ins einheitliche höhere System integrieren und unser Leben zum Gleichgewicht bringen.

Wenn bis zum heutigen Tag die Ökonomen sehr komplizierte Finanzsysteme aufbauen mussten und Verträge schließen, so wird das alles nicht mehr nötig sein. Denn in diesem neuen System ist schon alles enthalten. Wir müssen nur unsere menschlichen Beziehungen an dieses System anpassen. Mehr ist nicht notwendig. Alle Börsenmakler können zu Hause bleiben.

Wir werden plötzlich enthüllen, dass die Notwendigkeit an allen Berufen, außer den für das Leben notwendigsten, verschwinden wird. In diesem neuen System der Beziehungen zwischen uns wird es keine überflüssigen Berufe geben, weil das System in seiner ganzen Vollkommenheit und Verbundenheit offenbart wird.

Es ist nicht das System, das wir basierend auf unserer Selbstsucht aufgebaut haben, wie es beispielsweise bei Revolutionen, Globalisierung, Wissenschaft usw. der Fall ist. Nichts davon wird notwendig sein. Infolge der Verbindung zwischen uns und der Korrektur unserer Eigenschaften werden wir uns an das schon existierende ideale System anschließen.

Es existiert schon heute, wir wissen nur nicht, wie wir den Anschluss an dieses System finden können. Diese Unwissenheit äußert sich in der Krise.

Folglich wird die Menschheit offenbaren, dass sie überhaupt nichts zu machen hat! Diese vorige, tierische Vernunft muss verschwinden; damit können wir nichts mehr erreichen. Und alles, was wir brauchen, ist die gegenseitige Bürgschaft. Dadurch erreichen wir das Gleichgewicht mit dem höheren System und stellen infolge unserer Verbindungen fest, dass dieses System klar und vollkommen ist. Und wir werden uns daran anschließen und dort so lange existieren, bis uns endlich bewusst wird, dass dieses System, der innere Verstand der Schöpfung, die Natur oder der Schöpfer ist.

Wir werden das ewige und vollkommene Leben innerhalb dieses Systems empfinden. Unsere tierischen Körper werden sterben und verschwinden, aber wir werden es überhaupt nicht merken. Wir werden in diesem System in der Einheit mit dem Verstand des Schöpfers existieren.

Dieses System der Beziehungen, das wir untereinander heute offenbaren, ist die Enthüllung des höheren, spirituellen Systems. Deshalb geschieht die Wirtschaftskrise und die Krise in dem System der Beziehungen zwischen uns. Denn gerade die Wirtschaft verbindet uns miteinander, wie es in der Tora geschrieben ist: „Geht und verdient von einander“.

Genau das müssen wir entdecken, wie wir von einander verdienen können, nur dadurch, dass wir an einander geben! Es ist eine ganz besondere Periode, in die die Menschheit eingetreten ist.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der schaffende Geist“, 21.10.2011

Endlich!

Frage: Wozu brauchen wir einen „internen“ Kongress in den Zeiten, in denen wir mit der Massenverbreitung beginnen?

Meine Antwort: Gerade jetzt brauchen wir es mehr denn je. Früher konnten wir kleinere Versammlungen von Freunden veranstalten, und das hat fürs Voranschreiten genügt – aber für ein leises, persönliches Voranschreiten.

In Wirklichkeit haben wir darauf gewartet, dass die Welt erwacht. Denn wir, Galgalta we Ejnaim, haben kein Bedürfnis danach, uns selbst zu korrigieren. Unsere Aufgabe besteht darin, mit dem Erwachen von ACHaP die Korrektur zu empfangen und ihnen zu dienen. Baal HaSulam schreibt darüber in dem Artikel „Gabe der Tora“. Genau das bedeutet, ein „Königreich der Priester“ und ein „heiliges Volk“ zu sein.

Wir versuchen nichts mit Gewalt aufzuzwingen, und unser Unterschied besteht darin, dass wir der ganzen Welt dienen können und müssen. Das ist das Besondere an Israel, an Galgalta we Ejnaim. Und wenn uns irgendetwas „zustehen“ soll, dann ist es dieses Dienen, diese Arbeit.

Heute erwachen die Völker der Welt, es entstehen Unruhen, die Welt versinkt in Problemen – für uns ist es ein Zeichen dafür, dass wir uns an ähnliche Handlungen wie den Kongress im Dezember machen müssen, um eine größere Kraft des Gebens, der gegenseitigen Bürgschaft in uns sammeln zu können. Erst dann werden wir uns an die Welt wenden und die Menschen anziehen können, was uns erlauben wird, das Licht Chochma zu empfangen.

Unsere Enthüllung besteht darin, dass wir, Galgalta we Ejnaim, die Einheit, die gegenseitige Bürgschaft erlangen müssen, und zwar in Verbindung mit ACHaP. Wir müssen auch in ihnen die gegenseitige Bürgschaft hervorrufen. Daraufhin werden sie sich uns als einem Faktor ihrer Verbindung anschließen, und alle gemeinsam werden wir zu den zehn vollständigen Sefirot. Es wird ein echter Parzuf sein, auf den das höhere Licht einwirken kann, – und dann wird es uns erfüllen können.

Das Licht wird nicht nur an Galgalta we Ejnaim, an der „Hälfte des Körpers“, sondern an der gesamten Stufe arbeiten. Heute stehen wir vor der Umsetzung dieser Etappe: wenn wir uns mit den Massen verbinden, wenn wir sie und uns an die kleinste Stufe der gegenseitigen Bürgschaft heranführen, wird uns das höhere Licht erfüllen. Und zwar wird es uns alle erfüllen. Denn Galgalta we Ejnaim selbst verlangen von Natur aus keine Erfüllung und arbeiten nur für ACHaP.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Ein Gebot“, 21.10.2011