Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Tod'

Zur Existenz auf zwei Ebenen

Frage: Was ist der Unterschied in der Wahrnehmung des Lebens zwischen einem Kabbalisten und einem gewöhnlichen Menschen?

Antwort: Der Unterschied liegt in dem Punkt, der „Tod“ genannt wird. Für jeden Menschen auf dieser Erde wird alles unterhalb der Schwelle des Todes wahrgenommen: Er lebt – lebt und stirbt.

Wenn er sich jedoch vorstellen könnte, dass er sowohl in seinem Körper als auch außerhalb seines verstorbenen Körpers lebt, dann hätte er eine ungefähre Vorstellung davon, dass sich dem Kabbalisten gleichzeitig zwei Daseinsformen offenbaren: unsere Welt und die Höhere Welt – die nächste Dimension, die in unserer Welt auf einer anderen Frequenz existiert.

Dadurch verändert sich selbstverständlich die gesamte Lebensphilosophie, die Einstellung zu sich selbst, zu anderen, zum Ziel der Schöpfung, zu den menschlichen Idealen und zu seinen Plänen.

Grundsätzlich verstehen wir nicht, dass die tiefste, unbewusst in uns existierende und alles bestimmende Triebkraft die Angst vor dem Tod ist. Sie treibt uns ständig zu irgendetwas an. Wir erschaffen Kultur und Wissenschaft, um uns abzulenken, um irgendeinen Schutz vor dieser Angst zu finden.

Wir versuchen ständig, dieser Frage zu entkommen, denn wenn sie sich in uns erhebt, verliert das Leben seinen Sinn. Warum Kinder gebären, wenn am Ende alles vergeht, wenn alle sterben? Schließlich bedeutet jeder Geburtstag auch eine Annäherung an den Tod.

Die Kabbala löst diese für die Menschheit wichtigste Frage von Leben und Tod, indem sie dem Menschen ein ewiges, vollkommenes Dasein offenbart – noch während seines irdischen Lebens.

Wenn er auf die nächste Stufe aufsteigt und gleichzeitig auf beiden Stufen existiert, dann kann er wahrhaft Großartiges vollbringen! Er kann auf der irdischen Ebene richtig leben, rational und mit einem wahren Bezug zu anderen, denn ihn hält nichts mehr zurück. Das Empfinden der Ewigkeit überdeckt absolut alle Probleme – absolut alle!

Das bedeutet, dass du beginnst zu verstehen, wofür alles existiert – damit du immer tiefer in diese Ewigkeit eintauchst, in die Wahrnehmung des Schöpfers, in das Empfinden dieser allumfassenden, ewigen, vollkommenen und harmonischen Natur. Damit du dich immer mehr mit Ihm vereinigst, Ihn erkennst und Ihm ähnlich wirst. Dann begreifst du dein irdisches Dasein als die Verwirklichung einer höheren Möglichkeit, die dir gegeben wurde.

Es gibt keine jenseitige Welt. Wenn du während dieses Lebens die geistige Welt erreichst, dann hast du sie erreicht. Und wenn nicht, dann musst du erneut in denselben Zustand zurückkehren, in dem du dich jetzt befindest, und deinen Weg fortsetzen.

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(Aus dem Gespräch „Mein Telefon hat geklingelt. Leben oder Tod“)

Rosh HaShana, die erste Etappe auf dem Weg zur Korrektur

Die Feiertage, die mit dem Beginn des neuen jüdischen Jahres kommen, symbolisieren den Eintritt des Menschen in die spirituelle Arbeit. Tatsächlich beginnt dieser Eintritt jedoch viel früher, in der Vorbereitungszeit. Daher bedeutet der Monat Elul: „Ich bin meines Geliebten und mein Geliebter ist mein“. Das heißt, der Mensch erkennt, dass er eine Verbindung mit dem Schöpfer hat.

Beginnt er mit dem Studium der Kabbala, stellt er nach ein paar Jahren fest, dass er Höhen und Tiefen in seiner Gefühlslage, in seinem Verständnis, in seiner Wahrnehmung der Texte erlebt. Nach einiger Zeit wird ihm bewusst, dass das Spirituelle tatsächlich nur durch die Verbindung erreicht wird. Er beginnt, an das Gelesene zu glauben und sich mit dem Material zu verbinden.

Er versteht, dass es keinen anderen Weg gibt und  er sich der Gruppe anschließen muss, um praktisch zu arbeiten. Denn schöne Gespräche allein reichen nicht aus, sondern man muss es mit dem Herzen fühlen und seine Gefühle wecken. Das ist für das spirituelle Verständnis, die Empfindung und die Verwirklichung des eigenen Lebens notwendig. Er will nicht, dass das Leben zwischen Geburt und Tod spurlos vergeht, sondern dass es darüber hinaus und weitergeht.

Dann versteht er, dass man sich selbst korrigieren und die Kraft des Gebens über die Kraft des Empfangens erlangen muss. Die Erkenntnis der Notwendigkeit innerer Veränderung ist der Beginn des Monats Elul.

Elul ist ein Monat der Selbstanalyse: Was kann ich mit meiner Seele tun, um den ersten Kontakt mit dem Schöpfer herzustellen? Ich warte auf die Offenbarung der höheren Kraft, nicht um mich daran zu erfreuen, sondern um mich vor ihr zu verneigen.

Möge mein Ego sich verneigen und es mir ermöglichen, ein Diener des Schöpfers zu werden. Ich werde glücklich sein, mich der Herrschaft des höheren Lichts hinzugeben und seine Vollkommenheit, Ewigkeit und Größe zu spüren. Vor so einer Offenbarung ist mein Verlangen nach Genuss bereit, sich zu beugen, sich selbst einzuschränken und sich unter die Herrschaft der höheren Kraft zu stellen.

So kommen wir zum Neujahr, Rosh HaShana, dessen Wesen darin besteht, den Schöpfer als König der Welt zu verkünden. Die höhere Kraft ist der Anfang von allem, das Ende und die Mitte und kontrolliert alles ohne Ausnahme. Alles, was wir brauchen, ist das Gefühl, unter dem Einfluss der höheren Kraft zu stehen, Diener des Schöpfers zu sein, seine treuen Untertanen: den Glauben über dem Verstand zu empfangen, die Kraft des Gebens über dem Empfangen und mit Ihrer Hilfe an unseren Verlangen zu arbeiten.

All diese Arbeit steht im Zusammenhang mit dem Feiertag Rosh HaShana, der ersten Etappe auf dem Weg zur Korrektur der Schöpfung.

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Aus dem Morgenunterricht

Wie viele Leben werden wir noch leben müssen?

Frage: Unterscheiden sich in der Kabbala die Begriffe „Geburt“ und „Tod“ von unseren üblichen Vorstellungen? Soviel ich weiß, feiern Kabbalisten nicht ihren Geburtstag.

Antwort: Nein, auch nicht den Tag des Todes. Es gibt jedoch ein Beispiel für ein solches Fest in der Geschichte. An Lag B’Omer feiern wir den Tag, an dem Rabbi Schimon, der Autor des Buches Sohar, diese Welt verlassen hat.

Tatsache ist, dass Rabbi Schimon sein Werk vollständig fertiggestellt hat. Er widmete sein Leben vollständig dem Werk und gab die Quelle des Lebens, die Methode der Korrektur, an die Menschen weiter. Sobald er dies vollendet hatte, zog er sich sofort aus dem materiellen Leben zurück. Was konnte er in dieser Welt noch tun? Er hat seine Mission erfüllt.

Wir existieren in dieser Welt so oft, so viele Leben, wie es für unsere Vollendung notwendig ist. Dann brauchen wir nicht mehr zurückzukehren. Diese Welt ist von allen der schlimmste Zustand, den es in der Natur gibt.

Kommentar: Wir denken, das Leben ist wunderbar und wunderschön.

Antwort: Wir kennen nichts anderes. Wir haben Angst davor, davon wegzukommen.

Wohin gehen wir? Was wird mit uns geschehen? Wir wissen es nicht. Ein Mensch, der nicht mindestens die ersten zehn Sefirot seiner Seelenentwicklung erreicht hat, stirbt einfach, d.h. sein tierischer Körper stirbt, er taucht wieder in einer tierischen Hülle auf. Er kann die anderen Dimensionen nicht wahrnehmen.

Um in die spirituelle Welt einzutreten, muss man sie betreten, während man in dieser Welt lebt. Der lebende oder sterbende Tierkörper beeinflusst dann in keiner Weise den spirituellen Zustand. Es heißt: “ Sieh deine Welt in diesem Leben.“

Aus der Fernsehsendung  Nahaufnahme „Jenseits der letzten Zeile“

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Warum ein Kabbalist keine Angst vor dem Tod hat

Frage: Sie sagen, dass ein Kabbalist über der Stufe des Todes existiert. Ein gewöhnlicher Mensch existiert unterhalb dieser Stufe. Was bedeutet das?

Antwort: Ein Kabbalist hat keine Angst vor dem Tod, während ein gewöhnlicher Mensch ständig in dieser Angst lebt. Er versucht sich zu vergessen. Er spielt mit sich durch verschiedene Handlungen, nur um nicht daran zu denken, dass sein Leben zu Ende geht. Die Angst ist ein unbegreifliches Merkmal des Verschwindens, der Beendigung des Lebens, „Warum existiere ich dann, warum mache ich das alles?“

Obwohl diese Fragen sehr wichtig für uns sind, bleiben sie außerhalb der Grenzen unseres Lebens ungelöst. Wir verdrängen sie, beschäftigen uns mit unwichtigen Aktivitäten und lassen das Wichtigste beiseite, als ob es nicht existierte.

Wenn wir diese Fragen als die wichtigsten für uns festlegen, dann macht alles andere, bis sie gelöst sind, für uns keinen Sinn. „Warum bringe ich Kinder zur Welt? Warum existiere ich? Wozu jage ich allen möglichen belanglosen Dingen im Leben hinterher?“

Der Kabbalist enthüllt all dies und existiert daher in absolut klarer, realer Form. Für ihn ist alles an seinem Platz. Er lässt sich nicht auf halbe Andeutungen ein, versteckt sich nicht vor Geburt, Tod und der Beendigung dieses Lebens.

Er versteht die Bedeutung der Zustände eines jeden. Er verhält sich in diesem Leben rational, da er jedes Phänomen in seiner gegenwärtigen Perspektive, in seiner gegenwärtigen Dimension, in seiner gegenwärtigen Bedeutung behandelt – in Übereinstimmung mit dem Leben, der Bewegung, dem Tod, der Reinkarnation, dem Erreichen eines endgültigen Ziels, das vielleicht erst nach ein paar Leben erreicht wird. Er erkennt diese Perspektive.

So gehört für ihn auch dieses kleine Leben zu einem von vielen. Er versteht, wo sich jede seiner Bewegungen, jede seiner Handlungen befindet. Das heißt, er handelt in unserer Welt nicht wie ein gewöhnlicher Mensch, der heute und morgen nach dem Motto lebt: “ Was wird sein, was kann ich tun?“ – ohne den nächsten Moment zu verstehen, ohne sich vorzustellen, ob es überhaupt eintreten wird oder nicht.

Aus dem Fernsehprogramm  Nahaufnahme – „Jenseits der letzten Zeile

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Der Krieg von Gog und Magog. Teil 7

Krieg auf einer spirituellen Ebene

Frage: Im Buch Sohar heißt es, dass Gog aus dem Norden kommen wird. Daher wird schon nach christlicher Überlieferung angenommen, dass der letzte Krieg zwischen den Mächten der Finsternis und des Lichts höchstwahrscheinlich im Norden in der Nähe des Berges Megido stattfinden wird. Von dem Namen dieses Berges stammt das Wort „Armageddon“ („ar – megido“).

„Ar“ bedeutet „Berg“, Megido ist ein Ort 10 Kilometer von Afula entfernt. Es ist das israelische Tiefland, in dem seit Jahrtausenden die meisten Schlachten ausgetragen werden.

Warum wird die Macht von „Gog“ gerade aus dem Norden kommen?

Antwort M. Laitman: Weil eine gewaltige Macht immer aus dem Norden kommt. Der Norden ist der Teil, der keinen Frieden mag, immer schikaniert, sich immer als „gvurot“ (harte Kräfte) zeigt.

Frage: Woher wird die Menschheit wissen, dass es einen Krieg von Gog und Magog geben wird?

Antwort M. Laitman: Ich glaube nicht, dass dies der Fall sein wird. Ich hoffe, dass dies alles auf der spirituellen Ebene geschieht und keine physischen Maßnahmen erforderlich sind. Wir werden sehen, wie sich alles beruhigt und wieder normal wird, abgesehen vielleicht von ein paar Momenten, die ein normaler Mensch nicht bemerkt. Ich rechne fest damit.

Zumindest zielen wir nach der Kabbala darauf ab, dies vom Krieg, vom Leiden, vom Tod zu einer Lösung durch den Einzelnen mit sich selbst und mit anderen zu bewegen.

Fortsetzung folgt…

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Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände“, 30.04.2021

Über die Angst vor dem Tod

Was kann man einem Menschen sagen, der weiß, dass seine Krankheit unheilbar ist und seine Tage gezählt sind, und daher leidet er unter der Angst vor dem Tod?

Zunächst einmal muss man daran denken, dass alles vom Schöpfer kommt, um das Endziel zu erreichen. Und was das Endziel betrifft, so ist klar, dass jeder von uns schließlich Abschied von diesem materiellen Leben nehmen wird, von dieser niedrigsten und schwersten, düstersten Welt.

Das Wichtigste ist also, dass man versucht, so oft wie möglich mit dem Ziel verbunden zu sein. Es gibt keinen Grund, sich zu fürchten, denn jeder spürt irgendwann, dass dieses materielle Leben zu Ende geht und man sich fester an das nächste, das spirituelle Leben binden muss.

Aus der Morgenlektion nach dem Buch Shamati, Artikel 104, 21.12.2021

Wird man nach dem Tod wirklich zu einem Engel und kommt man in den Himmel? (Quora)

Nein. Die unzähligen Phänomene, von denen die Menschen glauben, dass sie nach dem Tod stattfinden, sind lediglich Theorien über den Tod, und selbst die Phänomene, die Menschen in Nahtoderfahrungen erlebt haben, sind psychologische Reaktionen innerhalb des vorübergehenden Zustands des klinischen Todes, in den sie eintreten.

Erlangen wir in unserem gegenwärtigen Leben keine klare Wahrnehmung und Empfindung unserer Seele, dann stirbt und verrottet unser Körper, und die Ebene des Verlangens, die wir in unserem gegenwärtigen Leben erreichen, nimmt einen neuen Körper an. Ein solcher Prozess setzt sich fort, bis wir schließlich unsere Seele erlangen, während wir in unserer Welt, in unserem Körper leben.

Wenn wir daher, während wir in unserem gegenwärtigen Körper leben, von einer Gelegenheit hören, unsere Seele zu erreichen, die spirituelle Welt zu betreten, dann sollten wir diese Gelegenheit mit beiden Händen ergreifen und unseren spirituellen Aufstieg beginnen.

Wir müssen aufhören, an alle Arten von Engeln und andere Phänomene zu glauben, von denen wir denken, dass sie mit uns geschehen, wenn wir sterben. Wenn wir in unserem jetzigen Leben keine Offenbarung der spirituellen Welt erlangen, dann haben wir keine Seele, und wir inkarnieren einfach immer wieder in neuen Körpern, sammeln Erfahrungen und Leiden an, bis schließlich unser Verlangen reift, den Prozess des spirituellen Aufstiegs in Angriff zu nehmen. Es ist so, wie es in den kabbalistischen Texten steht: „Du sollst deine Welt in deinem Leben sehen.“

Basierend auf „Frag den Kabbalisten, Folge 4“ mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman und Joseph (Asaf) Ohayon. Geschrieben/bearbeitet von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman. 

Eine höhere Existenz erleben

„Und wenn eine Panne auftritt, wird sie nicht als Panne dieses einen Rädchens angesehen. Sie wird im Hinblick auf ihre Rolle und ihren Zweck innerhalb des gesamten Mechanismus bewertet.“ (Baal HaSulam, „Frieden in der Welt“)

Wenn jemand von uns eine ungebührliche Handlung begangen hat, bzw. der Gesellschaft oder der Natur Schaden zugefügt hat, dann bedeutet das, dass er einen Zusammenbruch im Gesamtsystem verursacht hat.

Wir müssen die ganze Natur spüren. Angenommen, ich schneide einen Strauch in meinem Garten um, dann habe ich der Umwelt und der Welt einen Schaden zugefügt. Demnach kann man mich zu einer Antwort auffordern: „Warum hast du das getan? Muss ich mich selbst fragen?

Das heißt, jeder von uns sollte spüren, welchen Nutzen oder Schaden er der umgebenden Gesellschaft, der Welt, dem Universum, allen Welten zufügt. Dies entwickelt sich allmählich in einer Person.

Denn wenn wir beginnen, die Welt um uns herum und unsere Interaktion mit ihr zu spüren, dann erhebt sich der Mensch über dieses tierische Leben und den Tod. In ihm entwickelt sich ein Gefühl für eine höhere, ewige Existenz. Dann ist sein natürliches „tierisches Leben“ nicht mehr wichtig für ihn, er erhebt sich darüber.

Wir müssen uns auf diese Stufe begeben. Was die Kabbala sagt, verlangt von uns eine sehr ernsthafte Einstellung zur gesamten Realität.

Aus dem Unterricht, 21.07.2019

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Der Brunnen ewiger Jugend

Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahllose Methoden und Behandlungen entwickelt, die den Anspruch erheben, den Alterungsprozess aufzuhalten oder zu vermindern, da die Menschen tiefgreifende physiologische, psychologische und soziale Veränderungen erleben, die mit dem Älterwerden einhergehen. Israelische Wissenschaftler behaupten, das Geheimnis gefunden zu haben, um für immer jünger auszusehen und jünger zu bleiben. Selbst wenn sich dies als möglich erweisen sollte, bedeutet es nichts, ohne das Thema von einer tieferen Ebene aus zu erforschen. Einer Ebene, die die wichtigste Frage von allen beantwortet: „Wofür lebe ich?

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Wie ist das Leben entstanden?

Frage: „Biologie“ bedeutet im Griechischen „Lehre über das Leben“. Diese Wissenschaft hat keine Ahnung, wie das Leben auf der Erde entstanden ist. Wissen Sie, wie das Leben entstanden ist und was es ist?

Antwort: Das Leben ist eine besondere Form des Bewusstseins. Es ist aus einem ursprünglichen Verlangen entstanden. Diese Kraft des Verlangens entwickelte sich allmählich so weit, dass sie sich in ihren unterschiedlichen Metamorphosen entfaltete und teilweise zu sterben begann.

Frage: Es gibt also eine Kraft, die ein Verlangen nach Leben geschaffen hat. Woher kam dann der Tod?

Antwort: Ein Verlangen, das nicht verwirklicht wird oder nicht ausgeführt werden kann, fühlt sich wie Sterben an. Das heißt, der Tod ist der Mangel an Wunscherfüllung. Wenn es sich gefüllt hat, dann spürt man Leben.

In der Wissenschaft der Kabbala wird gesagt – „die Kraft des Lichts schafft das Verlangen und erfüllt es“. Unter dem Einfluss von Licht verändert sich das Verlangen ständig. Das Licht ist primär, das Verlangen ist sekundär.

Frage: Kann das im Grunde genommen alles untersucht werden?

Antwort: Natürlich, es gibt hier keine Geheimnisse.

Aus der TV-Sendung „die Zeit nach dem Koronavirus“, 14.05.2020

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