Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Thora'

Gil Kopach im Kabbala TV Kanal


Nachrichtenbericht (übersetzt von zman.com): Der berühmte Komödiant und TV Moderator, Gil Kopach, wird die „Ale Yarok“ Partei anführen, die für die Entkriminalisierung von Marihuana in Israel wirbt. Kopach wird den Vorsitzenden Shlomi Sandak ablösen, der nie vorher in die Knesset gewählt wurde. Der Grund für den Fehlschlag der Partei war vielleicht die Anonymität ihres ehemaligen Führers. Nach den offiziellen Statistiken nehmen ungefähr 1.200.000 Israelis leichte Drogen, doch die Partei, die dafür wirbt, sie von der Gefahr des Gefängnisaufenthaltes zu retten, war nie imstande über die Wahlhürde zu gelangen . Diesmal zählen sie auf die Beliebtheit von Kopach.

Der Schauspieler wollte zu diesem neuen Angebot keinen Kommentar geben, das eine radikale Änderung in seiner Karriere darstellt. Der ehemalige Vorsitzende erklärte jedoch in einem Interview mit der Haarez-Zeitung, dass Kopach schon immer ein leidenschaftlicher Befürworter der Legalisierung von Marihuana war.

Kopach verdankt seine Popularität seiner Rolle im Film „Pini Ha-Gadol“ und in Amnon Levis Fernsehprogramm „Wochenende“ auf Kanal 1 ITV. Kopachs Parodien und ironische Kommentare zu religiösen Texten verursachten Ende der neunziger Jahre viel Aufruhr.

Vor ein paar Wochen begann Kopach mit dem Kabbala Kanal YES 66 zusammenzuarbeiten, wo er als Moderator über den wöchentlichen Toraabschnitt spricht (Photo unten).

Mein Kommentar: Mir wurde ein gutaussehender junger Mann vorgestellt, ungefähr 30 Jahre alt, und mir wurde gesagt, dass er ein beliebter Fernsehkommentator über die Tora sei und daran interessiert, mit mir auf dem Kabbala TV Kanal die Tora zu diskutieren. Das war vor ein paar Wochen und so begannen wir unsere wöchentlichen Gespräche. Wir sprechen über die wöchentlichen Toraabschnitte; Gil spricht aus der literarischen Perspektive, während ich ihre kabbalistische Bedeutung auslege.

Übrigens stellte ich keine Ironie fest, als er die biblischen Texte besprach. Im Gegenteil, ich bemerkte eher eine respektvolle und wohlwollende Haltung. Ich habe das Gefühl, dass er „zum Glauben“ zurückkehrt, doch kann ich ihn nicht fragen, weil es seine persönliche Sache ist.

Ich höre, dass die Show beliebt ist. Und selbstverständlich mache ich mir nichts aus den politischen oder gesellschaftlichen Engagements meines Gesprächspartners. Unser Kontakt begrenzt sich auf die Diskussion der Tora – es geht nicht um Drogen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Drogen und Erlangung sind nicht vereinbar

Schulen sollten Kinder lehren, wie man zum Menschen wird

News Report (aus BBC News): Der Bericht des (britischen) Regierungsberaters Sir Jim Rose … ruft Kinder dazu auf, mehr über Wohlbefinden, Glück und gesundes Leben zu lernen … Sir Jim Rose schlägt vor, den Schwerpunkt auf Lebenskunde zu verlagern, einschließlich Unterrichte über emotionales Wohlbefinden und soziale Kompetenz zu Pflichtfächern zu machen.

Mein Kommentar: Nicht ein einziges modernes Erziehungssystem arbeitet daran, ein Kind zu einem Menschen zu formen. Selbst Eltern und Lehrpersonal verstehen nicht, dass es notwendig ist, auf diese Weise mit einer heranwachsenden Person zu arbeiten. Wenn ein Kind in den Wäldern ausgesetzt werden würde, dann würde es ein Tier bleiben. Desgleichen wird es ein armseliger Roboter, wenn wir es einfach nur mit Wissen vollstopfen.

Erziehung bedeutet, einem Kind die Methode zu lehren, wie es zu einem Menschen wird. In Hebräisch heißt Mensch Adam, was von dem Wort Domeh – dem Schöpfer ähnlich – stammt. Es steht geschrieben, dass Adam nach dem Ebenbild und der Ähnlichkeit des Schöpfers geschaffen wurde und dann sündigte und fiel, den Egoismus empfing und entgegengesetzt zum Schöpfer wurde. Jetzt muss der Mensch selbst den Weg der Korrektur finden und seine anfängliche Gleichartigkeit mit dem Schöpfer erlangen – die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe, der einzigen Eigenschaft des Schöpfers.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe eine Frage über die Notwendigkeit einer richtigen Erziehung. Wir unterrichten unseren Sohn zu Hause, weil wir mit der Methode der Schulen völlig unzufrieden sind. Doch möglicherweise wäre es besser für unseren Sohn, überhaupt nicht zu lernen und sich spontan zu entwickeln? Und wenn er später alt genug für die High School ist, kann er entscheiden, in welchen akademischen Bereich er gehen will?

Meine Antwort: Es ist notwendig, einem Kind Informationen über unsere Welt und die Grundlagen, die es zum Erlernen des Berufes braucht, den es später wählen wird, zu geben. Die Tora sagt, dass „jemand, der seinen Sohn kein Handwerk lehrt, ihn zu einem Banditen oder Dieb macht“. Des weiteren ist es nötig, an seiner inneren Entwicklung zu arbeiten, ihn zu einem Menschen zu formen.

Verwandtes Material:
Blog-post: 7Wege zur korrekten Annäherung an die Globalisirung
 

Die Geschichte von Jakob und Esau lehrt uns, unser Ego zu überlisten

Eine Frage, die ich erhielt: Warum rechtfertigt die Tora Jakob, wenn er Esau belügt? Esau kommt zu Jakob mit offenen Armen, doch Jakob wendet sich von ihm ab und versucht sich mit Geschenken freizukaufen.

Meine Antwort: Die Tora spricht über die Korrektur einer Person, wodurch diese dem Schöpfer ähnlich wird. Jakob verkörpert die Absicht des Gebens und Esau verkörpert den Willen zu empfangen, unseren Egoismus. Esau versteht nicht, dass er immer leer bleibt, weil seine Absicht „eigennützig“ ist, und dass er nur durch die Veränderung zur Absicht „für andere“ sofort von der höheren, ewigen Erfüllung – dem Licht – gefüllt werden wird. Das ist etwas, was das Ego nicht versteht, und deshalb muss eine Person ihren Egoismus überlisten. Sie muss das Ego verleiten, an der spirituellen Entwicklung zu arbeiten, indem sie ihm sagt, dass dies Leiden vermeiden wird und einen mit spiritueller Erfüllung und Offenbarung füllt.

Auf diese Weise hilft uns der Egoismus, Kabbala zu studieren, weil er Erfüllung davon erwartet. Er studiert lo liShma für sich selbst. Im Prozess des Studierens und in Verbindung mit Freunden kommt es zum Empfang des Lichtes der Korrektur. Dadurch hört die Person auf, die Absicht „für sich selbst“ zu schätzen, und fängt stattdessen an, die Absicht „zu geben“ zu schätzen – um der anderen und des Schöpfers willen.

Das geschieht auf Grund des Einflusses des Lichtes. Und wenn sich jemandes Absicht ändert, kann er beginnen, seinen Egoismus (Esau) zu verwenden, um zu empfangen, um des Gebens willen. So erreicht man ewige, vollkommene Erfüllung. Dieses Manöver ist ähnlich, wie wir ein Kind überlisten oder verleiten, damit es lernt, und schließlich versteht es, dass es zu seinem eigenen Nutzen getan wurde. Auf diese Weise spielt der Schöpfer mit allen und jedem von uns.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer
Blog-Post: Das Ziel der Schöpfung ist vollkommene Erfüllung

Die kabbalistische Definition von Zion und der „vermischten Menge“

Michael LaitmanZwei Fragen, die ich zu Zionismus und der „vermischten Menge“ erhalten habe:

Frage: Was ist Zionismus? Was hat es mit Kabbala und Bnei Baruch zu tun?

Meine Antwort: „Kabbala ist die Methode, den Menschen dieser Welt den Schöpfer zu offenbaren“ (Baal HaSulam, Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“ ). Zionismus ist eine soziale Bewegung zugunsten der Rückkehr zu Zion (Israel). Die kabbalistische Definition lautet wie folgt: Das Land Israel wird auch „Zion“ genannt, vom hebräischen Wort Yetzia (=Ausgang). Jeder Mensch, der die Grenzen unserer egoistischen Welt verlässt und in die Höhere altruistische Welt eintritt, betritt „Zion“. Mi Tzion Tize Tora (=die Tora wird aus Zion kommen) bedeutet, dass ein Mensch, wenn er seinen egoistischen Zustand verlässt, zum Licht gelangt.

Frage: Während den letzten zwei Lektionen haben Sie die „vermischte Menge“ erwähnt. Wer ist das?

Meine Antwort: „Die vermischte Menge“ (Erev Rav) wird von den Gegnern der Kabbala gebildet, die die Menschen davon abhalten, aus dem spirituellen Exil herauszutreten und den Schöpfer zu offenbaren. Selbst wenn ein Mensch nach Schenkung und Liebe strebt, hindert ihn Erev Rav durch alle möglichen Mittel am Voranschreiten. Sie kamen Mose entgegen, als er versuchte, die Menschen aus Ägypten (dem spirituellen Exil) heraus in Richtung zur Enthüllung des Schöpfers zu führen. Außerdem platzierten Sie alle Arten Hindernisse während der 40-jährigen Wanderung durch die Wüste vor ihn.

Heute streuen sie immer noch alle möglichen Gerüchte. Sie können nicht länger gegen Kabbala anreden, da dies nicht länger möglich ist, wohl aber gegen die Menschen, die sie verbreiten, einschließlich unserer Gesellschaft. Sie sind, so steht es geschrieben, Irei Hashem Ovdei Paroh – jene, die sich vor dem Schöpfer fürchten, aber begehren, in ihrem Egoismus zu verweilen.

Der Vilnaer Gaon (Agra) schrieb in Das Licht des Sohar, 3,28 „Adam Ve Ishto„: „In der Zukunft wird Moses uns alles offenbaren, im Gegensatz zu der Art, wie es derzeit in der Tora in Form von Geschichten verborgen wird, die für Erev Rav bestimmt sind und die nicht die innere Bedeutung studieren.“

Verwandtes Material:
Shamati #33: Bezüglich der Lose von Jom Kippur und Haman
Artikel zum Abschluss des Buches Sohar

Die Wahrheit kann nur von innen heraus wahrgenommen werden


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man sicher sein kann, auf dem richtigen Weg zu sein:

Frage: Ich möchte dringendst herausfinden, wo die Wahrheit liegt, doch wo immer ich auch hinschaue, sieht es nach Lügen aus.
Wie kann ich mir und anderen den Beweis beschaffen, dass die Kabbala das Wahre ist? Zu sagen, alles sei schlecht und nur „unsere Tora“ die Wahrheit, reicht nicht aus.

Meine Antwort: Fortschritt und Wachstum gehen immer mit der Empfindung eines Fehlers und dessen Korrektur einher, so wie in jedem Ortungssystem, das ein bestimmtes Ziel anstrebt. Verunsicherung und das Gefühl, alles sei eine Lüge und falsch – all das ist notwendig – und Sie sollten froh sein, dass Sie dies spüren können.

Nur Tiere machen keine Fehler, weil sie von der Natur gelenkt werden, wohingegen der Mensch sich aus freien Stücken entwickeln muss. Überdies dürfen wir diese Eigenschaften im anderen nicht unterdrücken; im Gegenteil, man sollte sie ermutigen, auch wenn diese Menschen uns verlassen sollten. Erlaube ihnen, ihren eigenen Weg zu überprüfen und zu finden.
Sonst werden sie nicht zu einem Menschen, sondern bleiben „Tiere“, wie geschrieben steht: „Alle sind wie Tiere“ – alle außer denen, die das Licht des Wachstums und der Korrektur anziehen.

Frage: Es gibt viele Gruppen und Schulen, die Kabbala studieren. Eignet sich Ihrer Meinung nach jede Gruppe, die authentische Quellen studiert, zum Studium der Kabbala?

Meine Antwort: Nur Sie allein können bestimmen, welche Gruppe und Studiumsweise für Sie am besten sind. Manche Menschen müssen noch verschiedene Mystiken, Religionen und die Kabbala als Wissen erfahren (Baal HaSulam beschreibt dies, wenn er über „Kabbalisten von Jerusalem“ schreibt. Wenn man all dieses ausprobiert hat (vielleicht in seinem darauffolgenden Leben), kommt man zum authentischen Studium der Kabbala, was der Empfang des Lichts zur Korrektur unseres Egoismus ist. Tatsächlich ist dies der einzige Grund für die Existenz der Kabbala auf dieser Welt, der einzige Grund, warum uns die Tora (Kabbala) gegeben wurde. Der Schöpfer sagte: „Ich habe den Egoismus geschaffen und für seine Korrektur die Tora“, oder um es in anderen Worten auszudrücken: damit die Menschen die Eigenschaft „Liebe für deinen Nächsten“ erlangen – das Hauptgesetz der gesamten Tora und der ganzen Welt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum bekommt ein Mensch Schläge?
Blog-post: Viele Wege führen zum Schöpfer
Shamati # 148: Es gibt die Analyse von bitter und süss, Wahrheit und Lüge

Das einzige Gebot ist Gleichheit mit dem Schöpfer


Eine Frage, die ich über den Unterschied zwischen Religion und der Kabbala erhielt:

Frage: Ist Studieren der Tora und Einhalten der Mizwot das gleiche wie religiös zu sein?

Meine Antwort: Ja

Frage: Wenn das Wort „religiös“ dogmatisch, erstarrt und verschlossen bedeutet, mag ich es nicht.

Meine Antwort: Aber der Zweck der Religion liegt im Bewahren, im sturen Einhalten. Dies ist exakt der Genuss, den jemand verspürt, wenn er religiös ist.

Frage: Aber die Art, wie ich zusammen mit Chassidut und Kabbala die Tora studierte und die Mizwot (Gebote) praktizierte, , scheint etwas sehr Kraftvolles und Wichtiges zu sein.

Meine Antwort: Es gibt keine Gebote in der Kabbala, außer der Gleichheit mit dem Schöpfer durch „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“.

Frage: In der Tora gibt es einen enthüllten und einen verborgenen Teil und sie wirken gemeinsam. Fungieren demnach das kontinuierliche Torastudium und Praktizieren der Mizwot (von Juden und jenen, die sich davon angezogen fühlen) nicht als Plattform oder Fundament zum Studieren der Kabbala?

Antwort: Nein

Frage: Bewahren die traditionellen Praktiken nicht das verborgene kabbalistische Wissen, das noch enthüllt werden muss?

Meine Antwort: Nein

Frage: Oder sagen Sie, dass alles der alten Wege der Tora wie ein Mantel abgelegt werden muss und nur die Wissenschaft der Kabbala übrigbleiben sollte?

Meine Antwort: Ja

Frage: Ich möchte meine Frage erläutern und sagen, dass ich Ihre Einführung in die Kabbala auf Ihren Internetseiten auf eine wundervolle Weise als kraftvoll, bereichernd und notwendig erachte. Ich betrachte meine Gefühle ( konfliktreich, verwirrt und intensiv) als Teil meines Korrekturprozesses und ich habe diese Fragen voller Respekt und im Geiste des Wachstums und der Akzeptanz gestellt.

Meine Antwort: Vielen Dank!

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätsen
Artikel: Unterschied der Kabbala von der Religion

Warum wird die Spiritualität nicht individuell, sondern durch gegenseitige Garantie erreicht?


Eine Frage, die ich erhielt: Heute wird die Weisheit der Kabbala nicht so weitergegeben, wie dies früher war, von einem Rav an seinen Studenten. Stattdessen wird die Kabbala in einer großen Gruppe implementiert. Die Spiritualität wird in einer Gruppe erreicht, wo alle 600.000 Menschen die Erkenntnis gemeinsam erreichen, wie am Berg Sinai. Ist es wahr, dass es keine Individuen mehr gibt, welche die Spiritualität über die alte Methode erreichen können? Ist dies der Grund dafür, dass die gegenseitige Garantie – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – in einer Gruppe jetzt die Methode zur Erreichung der Gleichheit der Form mit dem Schöpfer ist?

Meine Antwort: Die Kabbala wurde im alten Babylon von Abraham enthüllt. Sie ist eine Methode der Korrektur des Egoismus der gesamten Zivilisation, um diese zur Gleichheit der Form mit dem Schöpfer – zu ewiger und perfekter Existenz zu bringen. Doch seit die Menschen von Babylon ihren Egoismus nicht mehr korrigieren wollten, sondern sich egoistisch entwickeln wollten, haben wir jetzt die Sackgasse einer solchen Entwicklung erreicht, wie dies im Buch des Sohar vorausgesagt wurde.

Heute hat sich die gesamte babylonische Zivilisation über den ganzen Planeten ausgedehnt und sie erreicht die Schlussfolgerung, die dazu nötig ist, die Methode zur Korrektur anzuwenden. Es gibt einfach keinen begehbaren Weg, da wir uns ansonsten selbst zerstören werden. Der Weg der Anwendung der Methode zur Korrektur ist für jeden der, sich in einer Seele zu verbinden und „seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben.“ In der Tora wird dies als die Bedingung der Enthüllung des Schöpfers am Berg Sinai erklärt.

Über die letzten 4000 Jahre wurde die Methode aufbewahrt und an die heutigen Zeiten angeglichen. Dies wurde von einer Abstammungslinie von einzelnen Kabbalisten getan, die in jeder Generation lebten. Heute wird uns die Kabbala durch die Kompositionen des Baal HaSulam präsentiert, in einer Form, die bereit für den Gebrauch ist. Ich bin ein treuer Student des ältesten Sohnes des Baal HaSulam, des Rabash (wie im Nachruf an Rabash, in der Zeitung „HaModia“ vom 15. September 1991 zu lesen ist). Und meine Rolle ist es, den Menschen zu helfen, diese Materialien zu verstehen.

 

Welche Bücher schrieb Rabash?

Eine Frage, die ich erhielt: Offenbar schrieb Rav Baruch Ashlag (Rabash) viele Bücher, einschließlich den Kommentaren zum „Talmud Esser HaSefirot“, zum „Vorwort zur Weisheit der Kabbala“,(Kabbala für Anfänger, Seite 403) zur „Einführung zum Talmud Esser HaSefirot und andere. Was denken Sie über diese Bücher und warum verbreiten Sie sie nicht?

Meine Antwort: Rabash schrieb nur seine Notizen (Dargot HaSulam – das Archiv, welches er mir hinterlassen hat und das ich veröffentlicht habe), Artikel (Shlavei HaSulam, was Artikel sind, die von seinen Studenten verfasst wurden) und Briefe (Igrot Rabash). Außerdem ist es möglich, dass einige Menschen zusätzliche Briefe besitzen, die an sie gerichtet waren. Allerdings wurden keine seiner Schriftstücke zu seinen Lebzeiten veröffentlicht! Zwölf Jahre lang war ich als Sekretär, Assistent, Student, Finanzleiter und Archivmanager bei Rabash ,und ich kann Ihnen versichern, dass er nichts anderes geschrieben hat.

Als ich anfing, mit ihm zu studieren, überzeugte ich ihn davon, mich seine Unterrichte aufnehmen zu lassen. Infolgedessen haben wir jetzt über eintausend Audiokassetten seiner Unterrichte. Ich machte von allen Kassetten Kopien und gab diese an alle seine Studenten. Einer von ihnen bearbeitet und veröffentlicht diese Aufnahmen und präsentiert sie als die Werke Rabashs. Ich persönlich glaube, dass wir kein Recht haben, etwas als Originalmaterial auszugeben, das aufgezeichnet wurde während er sprach, nachträglich kopiert und in eine geschriebene Form gebracht wurde. Nebenbei bemerkt ist dieses Verbot ein Gesetz in der Tora und es gilt für Dinge, die nicht persönlich geschrieben wurden. Darüberhinaus gibt es viele Veränderungen und Zusätze aufgrund der Bearbeitung und ich denke, dass sie Rabashs Erklärungen verfälschen. Viele von Rabashs Studenten sind mit mir darin einer Meinung. Darum empfehle ich Ihnen – um seine Stimme zu hören – seine Audio-Unterrichte im Original, z.B. jene auf dieser Webseite (sie steht nicht in Verbindung zu mir oder Bnei Baruch): http://ashlagbaroch.org/

Verwandtes Material:

Blog-post: Die gesammelten Werke von Rabash – Neue Ausgabe
Blog-post: Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft

 

Es gibt keine Familiendynastien in der Kabbala


Fragen, die ich über Rav Ashlags Nachkommen erhielt und darüber, wie man seine Familie in das Studium der Kabbala einbezieht:

Frage: Sind Rav Ashlags Nachkommen in Ihrem Zentrum involviert?

Meine Antwort: Nein.

Frage: Wo leben sie?

Meine Antwort: Größtenteils in Bnei Brak.

Frage: Führen sie die Lehren ihres Vaters und Großvaters auf ihre eigene Weise weiter fort?

Meine Antwort: Nein.

Frage: Was denken sie darüber, dass Sie die Lehren ihres Vater weiterführen?

Meine Antwort: Es interessiert mich nicht, was sie darüber denken, da ich Anweisungen von meinem Lehrer erhielt.

Frage: Sind Ihre Frau und Ihre Kinder involviert?

Meine Antwort: Ja. Mein Sohn betreut die Herausgabe und den Vertrieb der Bücher rund um die Welt (mit Ausnahme von Israel und Russland). Meine älteste Tochter hat einen PhD in Biologie und ist mit einem Manager unserer russischen Verbreitungabteilung verheiratet. Meine jüngste Tochter macht ihre Dissertation über die Kabbala und steht kurz davor, einen meiner Studenten zu heiraten. Ich bin sicher, dass meine Enkel auch diesem Weg folgen werden, da sie zuhause in diesem Umfeld leben. Mein Enkel sieht sich die Lektionen jeden Tag gemeinsam mit meinem Sohn an. Ihre Zeit wird außerdem die Zeit der spirituellen Entfaltung der Menschheit sein.

Frage: Wie beziehen wir unsere Ehepartner und Kinder ein?

Meine Antwort: Liebevoll. „Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität.“ Kabbala ist keine Religion – es gibt keine Überredung, Einschüchterung oder Überzeugungsarbeit. Liebe ist das einzige Mittel, um ihnen zu zeigen, dass die Korrektur der Seele, die bestmögliche Sache und notwendig für alle ist.

Es steht geschrieben, „die Tora ist nicht ererbt“. Jede Person verwirklicht sie innerhalb des vollen Umfangs ihrer Verlangen und Anstrengungen. Auf diese Weise enthüllt man die Tora, das Höhere Licht oder den Schöpfer in sich. Außerdem zeigt die Geschichte, dass die spirituellen Erben der großen Kabbalisten normalerweise nicht ihre physischen Erben waren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Als Kabbalist geboren werden
Blog-post: Verbunden durch die Welten

Der Machsom kann individuell und als Gruppe überquert werden


Fragen, die ich zur Überquerung des Machsom erhielt:

Frage: Du sagtest in einer deiner Lektionen, dass die Überquerung des Machsom individuell geschieht. Warum reicht die Kraft von Arwut (der Bürgschaft) nicht für alle Freunde der Gruppe aus, um den Machsom zur selben Zeit überqueren zu können, wie die Menschen, die die Tora am Fuße des Berges Sinai empfingen? Der Empfang der Tora war kollektiv, warum ist dann die Überquerung des Machsom individuell?

Meine Antwort: Die Kraft von Arwut (Bürgschaft) reicht definitiv für alle Freunde aus, um den Machsom zur selben Zeit zu überqueren! Jedoch ist es auch möglich, den Machsom individuell zu überqueren, wenn ein Mensch die notwendige Anzahl an Anstrengungen (genannt Seah) hinsichtlich der Gruppe und des Schöpfers aufbringt.

Frage: Ich verstehe aus deinen Erklärungen in den Morgenlektionen, dass jeder die besten Bedingungen erhält, um die Spiritualität zu erreichen. Es gab auch einen Text, in dem du erklärtest, dass der Machsom nur unter einer bestimmten Art von Druck überquert werden kann, welcher in der Gruppe existiert. Wir haben eine weltweite virtuelle Gruppe, die alle Vorraussetzungen erfüllt, um die spirituelle Welt zu betreten. Können wir in diesen virtuellen Verbindungen den richtigen Druck zur Überquerung des Machsom erreichen? Und wird es jedem zur gleichen Zeit passieren oder individuell?

Meine Antwort: Baal HaSulam beantwortet das im Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“. Am Ende der 6000 Jahre wird jeder die vollständige Korrektur erreichen, aber vorher kann es ebenso sowohl von Individuen als auch von Gruppen geschafft werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Es braucht Zeit, Anstrengung und Erfahrung, um die Höhere Welt zu enthüllen
Blog-post: Scham bringt uns dem Schöpfer näher
Artikel von Baal HaSulam: Die Bürgschaft (Arwut)