Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Test'

Wir müssen eine Gesellschaft mit einer inneren Harmonie erschaffen

Meinung (Dmitri Medwedew, Präsident Russlands): „Die Probleme in den Beziehungen zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, zwischen denen, die in die europäischen Länder zum Arbeiten kommen und den ursprünglichen Bürgern, verschlechtern sich fast in jedem Land in Europa. Diese Probleme existieren auch in Russland.“

Die meisten europäischen Politiker redeten von einer internationalen Krise – darüber dass die Multikulturellen nicht den Test über die Zeit bestehen werden. Russland ist in dieser Hinsicht ein sehr komplexes Land. Dort sind viele Nationalitäten und Religionen angesiedelt. Und für uns ist die Frage nach der Existenz der verschiedenen Völkern nicht eine Frage der Migration von Arbeitskräften, sondern der inneren Harmonie. Wir müssen eine Gesellschaft mit einer inneren Harmonie schaffen, wo die Menschen sich tolerieren und gegenseitig respektieren.

Mein Kommentar: Russland, mehr als jedes andere Land, ist in Explosionsgefahr. Russland muss sich vereinigen. Und dies wäre nur durch staatliche Bildung möglich… Es sollte über die Massenmedien eine Gesellschaft geschaffen werden; eine Gesellschaft die das Verhältnis zu anderen verändern wird. Einmal wollte die Regierungspartei dies, doch heute ist dies die natürliche Voraussetzung – und daher eine notwendige Bedingung für das Überleben!

Die Wissenschaft der Kabbala wird mit dem Verlangen studiert, nicht mit dem Verstand


Eine Frage, die ich erhielt: Muss in der heutigen Zeit ein Mensch spirituelle Erkenntnis besitzen, um die Wissenschaft der Kabbala zu verbreiten?

Meine Antwort: Das hängt davon ab, was Sie unter Verbreitung verstehen. Wenn wir verbreiten, was Baal HaSulam geschrieben hat, über ihn sprechen, seine Artikel lesen, sie studieren und darüber sprechen, wie wir seine Texte verstehen, dann sind dies selbstverständlich alles Dinge, die wir verbreiten können.

Was bedeutet Verbreitung? Es bedeutet Menschen die Gelegenheit zu geben an unserem Studium teilzuhaben, und noch wichtiger: mit den Quelltexten in Berührung zu kommen. Alles muss auf den Quelltexten fundiert sein. Die Wissenschaft der Kabbala zu studieren, bedeutet mit diesen Texten verbunden zu sein, sie ständig durchzugehen und zu prüfen, wie man alles, was dort geschrieben steht zu einer integralen Methode der Korrektur verbinden kann.

Schritt für Schritt beginnt man dieses gesamte Material mit dem eigenen Verstand und den eigenen Gefühlen zu verbinden und aufzunehmen. Wenn man studiert, sollte man den Wunsch hegen, sich innerhalb des Materials zu bewegen, so dass die eigenen Wünsche und Gedanken die Form des Materials annehmen. Es ist so, als ob man eine Flüssigkeit sein wollte, die die Konturen und die Form dieses Materials ausfüllen möchte. Man möchte sich selbst in diese Modelle hineinsetzen, um vom eigenen egoistischen „Ich“, der eigenen Art und Weise zu denken und der Art, wie man derzeit Verstand und Gefühle verbindet, Abstand zu gewinnen. Stattdessen möchte man höhere Eigenschaften in Verstand und Gefühlen erhalten und beginnen diesen entsprechend zu denken.

Man sollte bereit sein, alles, was man jetzt besitzt zugunsten des Erwerbs dieser neuen Eigenschaften auszuradieren. Das eigene Verlangen wird weiter bestehen, jedoch ohne Form, damit es dann die Form des Gebens annehmen kann. Dann wird man bereit sein, in der Spiritualität geboren zu werden.
Das bedeutet es Kabbala zu studieren. Das Studium geschieht nicht mit dem Verstand, sondern mit den Verlangen, aus denen man neue Eigenschaften formt. Die Menschen studieren die Kabbala nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen.

Wir lernen, wie wir uns selbst ändern und wie wir unsere Eigenschaften denen des Schöpfers gleichmachen können. Wir verbreiten den Unterricht, damit jeder Mensch, der dies wünscht gemeinsam mit uns am Unterricht teilnehmen kann. Und je mehr wir voranschreiten, desto mehr müssen wir überprüfen: wie eng sind wir mit den Quelltexten verbunden? Wie sehr entsprechen unsere Gedanken ihrem Inhalt? Sind wir dabei die Widersprüche zwischen diesen beiden Instanzen zu verringern? Fühlen und verstehen wir die Texte immer besser? Der wichtigste Test ist jedoch, ob die Wichtigkeit des Gebens in uns stetig wächst.

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Wird eine globale islamische Wirtschaft irgendetwas Gutes bringen?


In den Nachrichten (übersetzt aus MIGNews): Ökonomen sprechen jetzt öfter über alternative Wirtschaftssysteme. Eine der Alternativen ist ein islamisches Finanzsystem, das sogar vom Vatikan bejaht wird.

Mein Kommentar: Alle vorgeschlagenen Systeme sind egoistisch und darum werden sie den Test nicht bestehen. Die heutigen Systeme arbeiten immer noch innerhalb eines begrenzten Rahmens und sie sind wegen der ihnen auferlegten Begrenzungen existenzfähig (egal ob religiöse Begrenzungen, Angst vor Bestrafung oder andere).

Jedoch sobald sie in einem größeren Rahmen realisiert werden – in der multidimensionalen, multireligiösen, integral verbundenen Welt, werden sie erkennen lassen, wie mangelhaft sie sind. Zu versuchen, sie zu realisieren, mag der einfachste und kürzeste Weg sein zu erkennen, dass keines der egoistischen Systeme, die gemacht wurden, um den zwischenmenschlichen Umgang miteinander zu regeln, funktionieren wird.

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