Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Taten'

Die wahre und die eingebildete Freiheit

Wir verfügen über eine einzige freie Handlung in unserem Leben in dieser Welt, alles Andere ereignet sich mit einer absoluten Unvermeidbarkeit und auf Befehl von oben.

Es ist jedoch nicht einfach, diese uns überlassene Freiheit zu finden, denn wir werden hart durch Schmerz und Genuss von oben regiert, gefesselt von Tausenden von Fäden.

Wir sind gehorsame Marionetten, die von oben an diesen Fäden gezogen werden, wobei unsere Verlangen, Gedanken und Körper, Worte und Taten gesteuert werden.

Wir sind absolute Sklaven unserer Natur, angefangen von einer Embryozelle im Mutterleib bis hin zum Alter, in dem der Mensch glaubt, dass er bereits selbständig handelt und existiert.

Er wird von den Naturkräften gesteuert. Woher kann auch etwas Neues in ihm entstehen, wenn alles Natur ist? Daher gibt es hier auch keine Freiheit der Wahl, und der Mensch wählt immer das Angenehmste für sich und flüchtet vor den Leiden, wie auch jedes andere Geschöpf, ob Pflanze oder Tier.

Und obwohl diese Illusion der Freiheit im Menschen existiert – denn ich mache doch, was ich will! – ist es doch eine Illusion, und die wahre Freiheit verbirgt sich im Ausbruch über die Natur, d.h. im Ausbruch über den Egoismus.

In der Tora steht geschrieben, dass es die „Freiheit vom Todesengel“ bedeutet. Diese Worte können niemanden gleichgültig lassen! Die Freiheit vom Tod setzt nicht voraus, dass unser tierischer Körper die Unsterblichkeit erlangt, um endlos dieses irdische Dasein voller Leiden und mit wenig Freude zu fristen.

Die Freiheit vom Todesengel tauscht dieses Leben gegen die Erlangung eines vollkommenen und bestmöglichen Daseins ein: sowohl eines ewigen als auch eines vollkommenen zugleich! Und das kann durch diesen Begriff, genannt „Freiheit des Willens“, erreicht werden.

Eine solche Freiheit ist wirklich anlockend und erwünscht, denn in unserem normalen Leben brauchen wir für gewöhnlich auch keine Freiheit, und es passt uns viel besser, wenn unser Leben wie eine gut funktionierende Uhr geregelt ist: Zuhause, Familie, Arbeit.

Je weniger Freiheit, desto weniger Kopfschmerzen. Doch wenn man Ewigkeit und Vollkommenheit erlangen kann, indem man sich vom Todesengel befreit, was kann es besseres geben?

Man muss außerdem verstehen, dass der Todesengel unser eigenes Ego ist, das uns unser Grab schaufelt. Es gibt uns dieses schreckliche Gefühl, dass wir uns niemals erfüllen können, und wir nehmen dieses Leben als beengend und vergänglich wahr.

Die Freiheit vom Todesengel bedeutet die Erlangung des Gebens, dessen unendlicher Erfüllung und des Einschlusses in den ewigen Strom des Lebens.

Ausgehend davon wollen wir versuchen, aus den Werken von Kabbalisten zu klären, wie man eine solche Freiheit erlangen kann.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit des Willens“ vom 15.10.2010

Fragen aus dem Blog – 36

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt gewisse Unstimmigkeiten: Einerseits steht geschrieben, dass es „niemanden außer Ihm gibt“, d.h. alles vom Schöpfer ausgeht. Doch wie muss ich mich gegenüber einem Menschen verhalten, der gemein zu mir ist?

Meine Antwort: Es steht geschrieben: „Der Schöpfer schickt Gutes über anständige Menschen und bestraft über böse Menschen“. Darum müssen diejenigen, die böse Taten begehen, nicht dafür bestraft werden, was sie begangen haben, sondern dafür, dass sie es verdient haben, dass der Schöpfer über sie Böses in unsere Welt geleitet hat. Also ist die Bestrafung gar keine Bestrafung, sondern sowohl die Korrektur seinerselbst als auch jene der Welt.

Eine Frage, die ich erhielt: Warum haben Sie zu einem Journalisten gesagt, dass Sie kein Professor sind und gegenüber den Aussagen über Sie gleichgültig sind? Das wirkt sich doch auf die Verbreitung der Kabbala aus.

Meine Antwort: Es ist sehr nützlich, beschimpft zu werden, das beugt dem Stolz vor. So steht es auch geschrieben: „Wer vom Schöpfer geliebt wird, wird von Ihm in die Mängel genommen“. Ihm werden Beschuldiger und Beschimpfer geschickt, um ihm zu helfen, mit dem Stolz und dem Egoismus fertig zu werden.

Außerdem gibt es in den Handlungen gegen Klipot „Maim achronim“, „Seir le asasel“ u.a.,die Verpflichtung, die Essensreste den Hunden vorzuwerfen… Die echte Verbreitung wird dadurch nur gewinnen.

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Wie bemisst man „den Glauben über den Verstand“?

Unser ganzer Weg besteht in der Erkennung der Handlungen des Schöpfers uns gegenüber und der Klärung der richtigen Reaktion auf diese.

Das heißt „die Arbeit für den Schöpfer“, wenn ich zwei Sachen klären will: wer das mit mir macht und was Er macht? Das heißt, die Handlung und den Handelnden erkennen. Dadurch, dass ich versuche, die Handlungen und den Handelnden zu erkennen, entsteht meine Einstellung zu ihnen. Erst dann darf es um einen „Menschen“(„mich“) gehen, der irgendeine Haltung hat, zu „dem, was mit ihm geschieht“ und zu „Dem, der über ihn regiert“.

Die Einstellung zur Handlung entsteht „im Wissen“, durch Einbeziehung des Verstandes.

Wen ich dem Handelnden, dem Schöpfer eine Haltung aufweise, die meiner Empfindung seiner Taten entgegengesetzt ist, handelt es sich in diesem Fall um „über den Verstand“ bzw. trotz des Verstandes. Wenn ich mich dem Schöpfer gegenüber in direkter Abhängigkeit von Seinen Handlungen einstelle, dann heißt das „innerhalb des Wissens“. Unsere ganze Arbeit bewerten wir nur bezüglich des Schöpfers.

Diese Handlungen, die vom Schöpfer kommen, kann ich als „bitter/süß“ empfinden, das heißt als „gut und böse“ wahrnehmen. Und gleichzeitig habe ich einen weiteren Bezug zum Schöpfer – „die Wahrheit und die Lüge“.

Es ist nicht obligatorisch, dass „bitter“ die Wahrheit ist, und süß – die Lüge. Aber wenn ich mich über meine Empfindung „süß/bitter“ hinwegsetzeund für mich nicht die Empfindung wichtig ist, sondern die Erkenntnis, dass es von dem guten und Gutes tuenden Schöpfer kommt, dann bedeutet das, dass ich mich im Glauben über den Verstand befinde.

Von selbst bin ich dazu nicht fähig, weil ich in meinen Empfindungen lebe. Jedoch kann ich die Hilfe des Schöpfers bekommen und „süß und bitter“ werden nicht mehr unterschieden. Das bedeutet, dass ich mich im Geben befinde und Ihn im Glauben über dem Verstand wahrnehme.

Dank der von Ihm gegebenen Kraft bin ich aufgestiegen, und empfange identisch sowohl die angenehmen als auch unangenehmen Zustände, „das Gute“ und „das Böse“. Ich werde mich nicht einfach damit abfinden, sondern es wirklich so empfinden, und es bestimmt das Ausmaß meiner Beziehung zum Schöpfer!

Je größer die Gegensätzlichkeit zwischen dem Bösen und Guten ist und ich alle Zustande mit der Dankbarkeit durchlebe, desto höher ist meine spirituelle Stufe, die Höhe, auf welche ich über meine sowohl angenehme als auch unangenehme Wünsche und Erfüllungen hinaufgestiegen bin. Das heißt die Höhe des Glaubens an den Schöpfer.

Nicht der Körper ist ewig, sondern die Seele!

Eine Frage, die ich erhielt: Spielt es eine Rolle, wie ein Mensch beerdigt wird?

Meine Antwort:1. Die Kabbala beschäftigt sich nur mit der Korrektur der Seele. 

Wenn der Mensch in die kabbalistische Gruppe kommt und beginnt, an sich zu arbeiten, um sich mit den Freunden zu verbinden, um die Bürgschaft zu erreichen, dann enthüllt er das Begreifen des Hasses in sich sowie die Abstoßung von den anderen. Gerade diese Abtrennung von den Freunden, die er empfindet, ist jene egoistische Eigenschaft, die er zur Eigenschaft der Liebe korrigieren soll. 

Es ist nur mittels des Lichtes möglich, das auf ihn während seines Studiums der kabbalistischen Quellen einwirkt (Baal HaSulam, Rabasch).

Angefangen mit den korrigierten Beziehungen zum Nächsten bis zur Nächstenliebe, kann man die Seele des Menschen insofern korrigieren, dass sie sich mit dem Licht des Gebens und der Liebe – mit dem Schöpfer anfüllt.                    

2. Der menschliche Körper hat keine Heiligkeit. Diese Beziehung zu unserem tierischen Körper ist von den Religionen bewirkt, die hauptsächlich auf der Verhüllung des Schöpfers basieren und gerade deshalb die Seele nicht empfinden oder unseren tierischen Körper für die Seele halten. Und deshalb scheint es dem Menschen so zu sein, dass es im Körper etwas gibt, da er außer seinem Körper nichts empfindet oder wahrnimmt. Im Altertum wurden die Nahrung, die Sachen, die Frauen und die Sklaven zusammen mit dem Körper des gestorbenen Mannes begraben – um ihn zu begleiten und ihm in seinem zukünftigen Leben im selben Körper zu helfen. Deshalb wurde der Körper balsamiert. Die Indianer Amerikas nehmen die Knochen der Vorfahren aus dem Grab heraus, waschen sie und legen sie wieder zurück, als ein Zeichen des großen Respekts.Die Hindus wählen ein Kleinkind aus und machen aus ihm den Heiligen.

Inwiefern im Christentum die Reliquien populär sind – muss man gar nicht erwähnen! Bis zum heutigem Tag werden die Streits über die Reliquien geführt. Die Beerdigung wird von einem Bund allerlei Rituale begleitet. Und sie alle sind auf der Unwissenheit und der Anbetung des Staubs gegründet. Die Moslems glauben, dass es auch in der zukünftigen Welt dieselben Vergnügen geben wird, die in unserer Welt vorhanden sind.

Der Judaismus hat auch mit den Jahren des Fallens aus der Empfindung der Spiritualität, des Schöpfers begonnen (im Exil, im Galut) – die Gräber zu achten und beschäftigt sich mit dem Wahrsagen und „den geistigen“ Manipulationen, bedeckt sich mit allerlei äußerlichen Ritualen, Formen der Kleidung, versucht den Tempel zu bauen.

Obwohl es allen klar ist, dass mit seinem heutigen geistigen Niveau der Tempel nichts mehr als der gewöhnliche Bau wird. Die Schlussfolgerung: in unserer Welt (in den Gedanken, Gefühlen, Taten, Gegenständen, Bräuchen) gibt es keine Heiligkeit (keine Ewigkeit, Vollkommenheit oder Göttlichkeit). Unsere ganze Welt beinhaltet drei Niveaus der Natur: unbelebtes, pflanzliches, tierisches. Das Niveau „der Mensch“ – das vom Wort „Adam“ kommt, d.h. „Dome“, ähnlich dem Schöpfer – muss man durch die Korrekturarbeit erreichen, indem man den gegenseitigen Hass in die gegenseitige Liebe umwandelt. Dadurch werden wir dem Schöpfer ähnlich, und werden gerade in dieser Eigenschaft, unabhängig von unserem tierischen Körper, die Ewigkeit und die Vollkommenheit wie der Schöpfer empfinden. Baal HaSulam: „Mir ist vollkommen egal, wo man den Sack mit meinen Knochen vergraben wird!“

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Wir werden tun und wir werden hören

Eine Frage, die ich erhielt: Warum wird dem Menschen von oben so viel Verstand gegeben, dass seine Überlegungen seine Taten überwiegen und annullieren und ihn so der Möglichkeit berauben, voranzukommen?

Meine Antwort: Dem Menschen wird so viel Verstand gegeben, damit er sich von dem Tier unterscheidet! Ein Tier besitzt gerade mal so viel Verstand, wie viel es zum Leben braucht, und es macht keine Fehler. Dem Menschen wird ein Überschuss an Verstand gegeben, damit er Fehler macht, Zukunftspläne schmiedet, egoistische Absichten hat. Daneben wird er mit Verstand bedacht, um nach einer höheren Stufe zu streben, sich zu entwickeln und zu leiden. Denn Leiden bringen uns voran.

In dem Menschen wird ein zusätzliches Verlangen – der Punkt im Herzen – erweckt, das in ihm Unzufriedenheit hervorruft: „Wer bin ich? Wozu lebe ich? Was ist Leben und Tod?“ – ein Tier stellt sich solche Fragen nicht. Du beklagst dich doch nicht, dass in dir solche Fragen entstehen, anstatt dein Leben gemächlich wie ein Tier zu verbringen? Das Problem liegt nicht im Überschuss an Verstand, sondern darin, dass der Mensch seinem irdischen Verstand erlaubt, ihn zu beherrschen und nicht handeln zu lassen.

Wenn die Handlung mit dem Verstand nicht übereinstimmt, dann gewinnt der Verstand und stoppt die Handlung.

Wir müssen uns in die Gruppe einordnen, gute Beziehungen herstellen, „uns einen Freund kaufen“ – das bedeutet handeln, wie geschrieben steht: „wir werden tun“. Und danach „werden wir hören“, d.h. die Stufe von Bina erreichen. Denn durch die Handlung ziehen wir das Licht der Korrektur von Bina an, und dieses Licht wirkt auf uns ein und verleiht uns die Eigenschaft des Gebens von Bina.

Doch wenn der Verstand den Menschen von der Handlung abhält, kann er sich nicht verändern.

Nach dem Rabasch Artikel 14.06.2010

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Der Schleier über der Zukunft

Der Sohar, Kapitel Chayei Sarah (Das Leben Sarahs),“ Punkt 203: Wenn ein Mensch bestimmt ist, für seine Taten Rechenschaft abzulegen, bevor er die Welt verlässt, ist dieser Tag ein Tag der Abrechnung, wenn der Körper und die Seele Bericht erstatten. Danach entfernt sich die Seele vom Körper und trennt sich von ihm, und der Körper, welcher aus Staub geschaffen wurde, kehrt zu Staub zurück und alles kehrt zum Platz zurück, von welchem es genommen wurde. Und bis zu der Zeit, wenn der Schöpfer die Toten wiederbelebt, wird alles vor ihr verborgen sein.

Das gleiche gilt für unseren spirituellen Fortschritt, wir wissen nicht was die obere Stufe ist, oder was unsere nächste Stufe bildet. Auch heute weis niemand, was die nächste Minute unserm Leben bringt. Wir können versuchen, vorauszusagen, aber es wird nicht helfen. Niemand kann die Zukunft ergreifen. Die nächste Stufe ist immer verschlossen und wird entweder durch den Weg des Leidens (Beito, in der Zeit) enthüllt oder durch den Pfad der Güte (Ahishena, beschleunigte Zeit).

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Weltweiter Kabbala Kongress vom 7. bis 9. Mai 2010–>

Das Studium des Sohar steht über allem anderen

Sei nicht von der Tatsache überrascht, das sogar ein einzelner Mensch durch ihre oder seine Taten eine Erhebung oder einen Niedergang der Welt hervorrufen kann. Dies ist ein unveränderliches Gesetz. Die gesamte Welt und ihre Teile sind so identisch, wie zwei Tropfen Wasser. Alles was auf der ganzen Welt geschieht, geschieht ebenfalls in allen ihren Teilen. Darüber hinaus geschieht alles, was in ihren Teilen geschieht, auch im Ganzen, weil das Ganze nur durch die Manifestation seiner individuellen Teile enthüllt wird, gemäß ihrem Maß und ihrer Eigenschaft.

Auf diese Weise können wir verstehen, was im Sohar geschrieben steht, dass wir durch das Studium dieses Buches und der Praktizierung dieser Weisheit unserem Zustand des Exils ein Ende machen können und die vollständige Erlösung erlangen. – Rav Yehuda Ashlag (Baal HaSulam), „Einführung in das Buch Sohar“, Punkt 68

Das Studium des Sohar steht über allem anderen, denn die Tora hat vier Ebenen des Verständnisses von Pardes (direkt, andeutend, gleichnishaft und geheim). Jene die einen einfachen Kommentar studieren, können sich nicht einmal vorstellen, dass es eine geheime Bedeutung gibt. Doch jene, die den Sohar studieren wissen, dass es ein Geheimnis darin gibt und das hilft der Korrektur seiner Seele wirklich. – Rav Chaim Ben Yitzchok (Chaim Volozhin), Nefesh Chaim, Kapitel 7

Es gibt keine andere Methode, um die äußere Erscheinung von der Tora wegzunehmen und sie zu enthüllen, als durch die Werke von Rashbi (Autor des Sohar). – Rav Moshe Cordovero (Ramak), Da et Elokey Avicha, Punkt 16

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Lasst uns nicht von den Toren der Höheren Welt verbannt sein

Der Sohar: Jeder Mensch, der zu dieser Welt geht, ohne die Geheimnisse der Tora erlangt zu haben, auch wenn man ihm viele guten Taten zurechnet, ist verbannt von den Toren der Höheren Welt.

„Diese Welt“ ist das, was wir gegenwärtig spüren und „die kommende Welt“ (Olam HaBa) ist unser nächster Zustand. Alles wird in dem Maße unseres Verlangens enthüllt. Unser Verlangen kann entweder auf natürliche Weise mit Hilfe der Reshimot verändert werden, was es noch egoistischer macht oder es kann durch unsere Arbeit mit der Gruppe und dem Umgebenden Licht korrigiert werden.

Wenn ich mich selbst nicht korrigiere, werden alle Tore zur spirituellen Welt für mich verschlossen bleiben. Ich kann die spirituelle Welt nicht spüren, wenn ich meine Verlangen und Kelim nicht dafür vorbereite, ohne den Egoismus zu Geben zu korrigieren. Denn so kann ich die Tore öffnen!

Jeder Mensch, der zu dieser Welt geht, ohne die Geheimnisse der Tora erlangt zu haben (was nur durch das Studium der Kabbala möglich ist, um Licht in seine korrigierten Verlangen zu empfangen), auch wenn man ihm viele guten Taten zurechnet (die Art, wie die Menschen in dieser Welt denken), ist verbannt von den Toren der Höheren Welt (d.h. dieser Mensch hat keine Möglichkeit, die ewige Welt zu spüren und zu betreten).

Auf dem spirituellen Pfad geschieht das bei jedem Schritt des Weges, wenn wir von einem Zustand zum nächsten gehen. Man kann nur durch die Enthüllung von Geheimnissen, dem was einem jetzt verborgen ist, voranschreiten. Alles geschieht innerhalb unseres Verlangens. Unser jetziges Verlangen und unsere jetzige Empfindung heißt „diese Welt“ und ein mehr korrigiertes Verlangen und die mehr korrigierte Empfindung heißt „die kommende Welt“.

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Dinge, die gleich klingen, können gegensätzlich sein

Eine Frage, die ich erhielt: Kabbala spricht über Geben und Einheit. Ist das nicht gleich den kommunistischen Ideen, die Leute abschrecken?

Meine Antwort: Die Idee des Kommunismus war in sich selbst nicht schlecht, aber dessen Problem war, dass er keine Mittel hatte, die menschliche Natur zu ändern. Das geschah im sozialistischen Russland und in den israelischen Kibbuzim. Sie hatten nicht die richtige Methode.

Kabbalisten scheinen die gleichen Worte zu benutzen und das gleiche Ziel zu verfolgen. Allerdings waren Kommunisten säkular, wohingegen Kabbalisten über den Schöpfer sprechen. Dennoch ist auch dies irrelevant, da der Schöpfer eine altruistische Wesensart ist, und die Schöpfung eine Person, die Erfüllung verlangt. Das ist alles. Der grundlegende Unterschied zwischen Kabbala und Kommunismus besteht in etwas anderem: Wie kann die menschliche Natur des vollendeten Egoismus geändert werden, so dass die Menschen beginnen, ihre Nächsten zu lieben?

Wenn die Sozialisten doch nur eine Möglichkeit hätten, ihre egoistische Art zu ändern! Dennoch, keine Macht in unserer Welt ist in der Lage, die Natur des Menschen zu verändern, da unsere ganze Welt egoistisch ist. Alle menschlichen Verlangen, Taten und Gedanken sind absolut egoistisch und demzufolge besitzt unsere Welt keine geeignete Kraft, die fähig ist, uns zu korrigieren.

Wenn „ein Punkt im Herzen“, ein Embryo der Eigenschaft des Gebens (Bina), sich in einem Menschen bildet, dann kann er sich selbst ändern und die Eigenschaft des Gebens durch die Methode der Korrektur, die Kabbala, erlangen. Dies wird ihm erlauben, sich mit anderen Seelen zu verbinden und innerhalb der Vereinigung wird er die Höhere Kraft, die ihn geschaffen hat, offenbaren – den Schöpfer.

Sozialismus, Kommunismus und andere Methoden sprechen über etwas, das ähnlich klingt wie Kabbala. Dennoch, der einzige Weg, um die Vereinigung zu verwirklichen und die Höhere Form des Lebens zu offenbaren (die spirituell und ewig ist), geschieht mit der Hilfe einer äußeren Kraft – dem Schöpfer.

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Lehrt Eure Kinder richtig

Als die Menschen die antike Stadt Babylon verließen, begannen sie das Bedürfnis nach einem einheitlichen und systematisierten Bildungssystem zu verspüren, das der jungen Generation die Werte richtigen zwischenmenschlichen Verhaltens vermitteln sollte. Dies stammte aus der Wissenschaft der Kabbala. Zu dieser Zeit formte sich die Idee einer Schule. Die Kinder dieser Gruppe lernten im Alter von 3 Jahren schreiben und lesen. Sie lernten sich miteinander zu verbinden, um die Wahrnehmung der spirituellen Welt zu erlangen. Der Lernprozess fand in Form von Diskussionen statt: In Gruppen, an denen alle mit Fragen, Erörterungen und Diskussion teilnehmen konnten, teilten Erfahrenere Menschen ihr Wissen mit den Anderen (die Kinder eingeschlossen).

Die alten Griechen, die ihre Philosophie und Naturwissenschaften von der Kabbala erhielten, verwendeten ebenfalls dieses Schulsystem.

Aus dem Altgriechischen übersetzt bedeutet das Wort „Schule“ „Freizeiteinrichtung“- ein Ort, wo die Menschen ihre freie Zeit verbrachten. Die Menschen versammelten sich dort zu genau diesem Zweck.

Die Schule der heutigen Zeit ist von diesem Modell natürlich weit entfernt. Heute wird ein Kind dazu gezwungen zur Schule zu gehen und eine Erziehung zu bekommen. Ein Kind muss es jedoch wollen in einer Umgebung zu sein, die Schule genannt wird, denn sonst lernt es nicht.

Zuallererst soll das Kind sich entwickeln und mit Hilfe der Schule wird aus ihm eine Persönlichkeit geformt. Nicht indem es mit Wissen vollgestopft wird, sondern indem es verändert wird, indem man ihm ermöglicht sich selbst, die Natur und die menschliche Gesellschaft zu verstehen. Das Kind muss wissen, was es in sich selbst ändern muss, um den Sinn des Lebens zu erfüllen. Indem es sich selbst ändert, wird es verstehen, was in der Welt und in der Natur geschieht. Es muss dabei durch aufregende Konversationen unterstützt werden.

Wenn eine Gruppe von Gleichgesinnten zusammenkommt, spielt das Alter keine Rolle. Der Lehrer unterdrückt und begrenzt nicht, er bleibt auf dem Niveau der Allgemeinheit. Die Kinder lehren die anderen Kinder und die Schule wird zu einem Ort der Kommunikation, des Lernens, der Konversation und des Zusammenkommens von Kindern, wo jeder aus freien Stücken teilnehmen kann.

Die Wissenschaft der Kabbala lehrt, dass ein Mensch von seinem Umfeld geformt wird. Was wir in der Schule benötigen sind nicht Tafeln, Lehrer oder Lehrbücher. Wir müssen eine Gesellschaft formen, wo jedes Kind die Verpflichtung spürt mit allen Freund zu sein und die Gesellschaft so gut es kann zu unterstützen. Die natürlichen Eigenschaften des Neides, des Konkurrenz Denken und des Ehrgeizes werden dem Kind bei seinem Fortschritt helfen, denn es wird für die Reaktionen seiner Umgebung empfänglich sein.

Wenn wir eine Generation richtig lehren, werden sie diese Erfahrung an ihre Kinder weitergeben. Der Niedergang der Generation wird enden und ihr Aufstieg wird beginnen.

 

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