Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Stillstand'

Der Knopf

Schließlich gibt es nur eine Handlung, in der wir frei sind und mit deren Hilfe wir etwas bewirken können. Alle übrigen Handlungen schlagen nicht an.

Angenommen, ich brenne vor Begierde, etwas zu machen, etwas zu verändern und mein Leben zu verbessern. An der Wand vor mir befinden sich tausend Schalter. Ich drücke die Knöpfe in der Hoffnung, eine Veränderung herbeizuführen. Ich versuche zu verstehen, ob sich dadurch etwas ändern kann, verliere aber dabei die Reihenfolge und werde verwirrt …

Genauso passiert es in unserem Leben, wir sind von der Menge „der Knöpfe“ überfordert. Wir schaffen es kaum, alle diese Knöpfe zum Einsatz zu bringen. „Beruhigen Sie sich, sagen uns die Kabbalisten. Sie werden dadurch nichts erreichen. Es gibt nur einen Knopf, auf den man drücken muss, damit es Ihnen gut geht. Wenn Sie auf andere Knöpfe drücken, wird es Ihnen schlecht gehen“.

Warum sind diese Knöpfe notwendig? Damit wir aus den vergeblichen Versuchen klüger werden und den Weg zum richtigen Knopf suchen. Dieser Weg heißt „der Weg des Leidens (Beito)„. Aber es gibt auch einen anderen Weg – „den Weg der Tora (Achischena)“. Er erklärt uns:

„Berühre alle übrigen Knöpfe an der Wand nicht; davon wird es nur schlechter sein. Du bildest dir ein, dass sie arbeiten, und wartest auf die guten Ergebnisse. Die Zeit vergeht, deine Erwartungen und Hoffnungen erfüllen sich nicht, und du bist nicht auf den Schöpfer gerichtet. Du orientierst dich nicht auf diese einzig wirksame Kraft im Universum. Mit anderen Wörtern, du dienst den anderen Göttern.

Erstarrt in einer falschen Erwartung kannst du keine Fortschritte machen. Das Folgen dem Tempo der Korrektur ist nicht möglich, und du kehrst auf den Weg des Leidens (Beito) zurück. Im Endeffekt führt jeder falsche Knopfdruck und der nachfolgende Stillstand zu den negativen Folgen“.

Welche Lösung gibt es? So schnell wie möglich den richtigen Knopf zu finden. Im Artikel „Freiheit des Willens“ erklärt uns Baal HaSulam, wie wir es machen können. Wenn du jedes Mal zu diesem richtigen Knopf zurückkehrst, wenn du ihn immer wieder in deinen Gedanken festhältst, dann findest du die Quelle des Lebens, die dich korrigiert und mit dem ganzen Wohl ausfüllt.

Nur dieser Knopf setzt das System in Bewegung, und alle übrigen sind trügerisch. Wenn du dich auf diese Knöpfe konzentrierst, störst du deine Entwicklung und verlierst den einzig wirksamen Mechanismus aus den Augen . Diese Verspätung in der Korrektur verursacht negative Ereignisse in deinem Leben. Wenn du deinen Teil der Arbeit im spirituellen System nicht rechtzeitig machst, versetzt diese Verspätung der Korrektur das ganze System in eine negative Balance.

Deshalb muss man den richtigen Knopf unter allen übrigen finden und sich zwingen, nur auf sie  ihn zu drücken. Das ist unsere ganze Arbeit. Wer sucht den Erfolg? Es ist der „Erfolg“ eben.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Freiheit des Willens“, 29.04.2011

Countdown für den Weltuntergang in Philadelphia?

In den Nachrichten (aus The CW Philly): „Verheerende Kürzungen werden unter Weltuntergangs-Finanzplan erwartet“ – Bürgermeister Michael Nutter sagte, der Countdown läuft für die Durchführung eines verheerenden „Weltuntergangs-Haushaltsplans“ in Philadelphia.

Unter dem „Plan C“ Finanzhaushalt werden fast 3000 Stadtangestellte ihre Arbeit verlieren, einschließlich 1000 Polizisten und 200 Feuerwehrleute.

Am Mittwoch erklärte Bürgermeister Nutter, dass sich das Gerichtswesen von Philadelphia einem „faktischen Stillstand“ gegenübersehen wird, wenn die Stadt mit Liquidätsproblemen keine Staatsbewilligung für eine Mehrwertssteuererhöhung bekommt und Veränderungen dafür, wie sie die Pensionszahlungen leisten soll. Philadelphia steht einem 1.4 Milliarden Fünfjahres-Haushaltsdefizit gegenüber.

Mein Kommentar: Plünderungen und Raub werden bald beginnen, genau wie wir es in den Filmen sehen, die unsere „rosige“ Zukunft zeigen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wir alle sind an der globalen Krise schuld
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Blog-post: Warum mögen wir die Vorstellung vom Ende der Welt?

Der Erfolg liegt in der Verbindung unter uns


Die Kabbala liefert den Menschen die Mittel zum Erfolg in ihrem Leben. Sie zeigt uns, dass all unser Unglück durch unseren Egoismus hervorgerufen wird, der während der gesamten Geschichte angewachsen ist. In der Vergangenheit sorgte unser wachsender Egoismus für größere Errungenschaften und Revolutionen.

Damals wurde unser Leben besser. Doch in den letzten 50 Jahren fühlten wir uns stufenweise schlechter. Wir spüren, dass es eine Krise gibt, die praktisch alle Bereiche unseres Lebens betrifft, Unfrieden und Scheidung in unserem Familienleben hervorruft, die Beziehungen zu unseren Kindern ruiniert und zu Drogensucht und Depression führt.

Demnach hat der Egoismus aufgehört, uns zu erfüllen. Zum ersten Mal in der Geschichte wollen wir keinen Fortschritt machen. Und diese Krise ist universal. Sie findet ebenfalls in der Wissenschaft, in der Bildung und der Kultur statt. Sie befindet sich in unserm Innern und schneidet uns von der Möglichkeit ab, uns zu entwickeln.

Der Egoismus lockt uns nicht länger zu hochfliegenden Zielen und Wohlstand. Im Gegenteil zeigt er uns, dass wir ihn niemals erfüllen können und treibt uns an den Rand der Verzweiflung. Außerdem zeigt der Egoismus, dass jeder Mensch mit jedem anderen verbunden ist, dass der Erfolg eines jeden vom Erfolg aller anderen abhängig ist und dass Erfolg nicht länger daher kommt, alle anderen für den eigenen Vorteil zu benutzen.

Wir haben eine Entwicklungsstufe erreicht, die in vorangegangenen Generationen nicht ihresgleichen hat. Unser Ego treibt uns nicht länger vorwärts, sondern im Gegenteil: Es stoppt uns. Es sagt uns: „Von diesem Augenblick an musst du mich anders gebrauchen. Du musst erkennen, wie du mich verwenden musst, um dich gut zu fühlen.“ Die Antwort ist, dass wir unseren Egoismus in den Dienst für andere stellen müssen, anstatt für uns selbst, denn jeder einzelne von uns ist mit allen anderen verbunden. Auf diese Weise können wir glücklich werden.

Dieser Ansatz ist so entgegengesetzt zur Art, wie wir den Egoismus üblicherweise gebrauchen, dass wir ratlos sind, was zu tun ist. Unseren Egoismus nicht zu benutzen, bedeutet, unsere Natur nicht zu benutzen! Doch dann kommt alles zum Stillstand und geht in den „Krisenmodus“ über. Und genau das geschieht heute: Wir können nichts mehr tun. Zum Beispiel sind wir unfähig, mit anderen Menschen Geschäfte zu machen, weil wir darauf Rücksicht nehmen müssen, wie sie sich auf jeden anderen auswirken. Kleine Geschäfte funktionieren vorläufig noch, doch große Geschäfte können nicht länger funktionieren.

Weil die Menschen in diesem universalen Egoismus leben, beginnen sie plötzlich zu spüren, dass sie im Vergleich zu dem, was andere erreichen, keinen Grund haben, stolz auf ihre Errungenschaften zu sein. Und das bedeutet, dass man keinen Grund mehr hat, andere auszunutzen. Die innere Wahrnehmung unserer Verbindung zueinander, die uns die gegenwärtige Krise enthüllt, führt zu einer Situation, in der die Menschen aufhören werden, Genuss daran zu haben, andere auszunutzen. Das ist sehr befremdlich, aber genau das ist, was mit uns geschieht. Schlussendlich werden wir keinen Genuss an Geld, Ruhm oder Macht verspüren. Was also wird uns bleiben? Dann werden wir verstehen, dass der Weg zu Glück und Wohlstand in der Verbindung unter uns liegt.

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Verwandtes Material:
Blog-post: In der neuen Welt werden wir darum wetteifern, anderen zu geben
Blog-post: Es ist unmöglich, vom globalen Egoismus davonzulaufen
Blog-post: Die neue Generation – Eine Definition
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu Geschöpfen

Das Spiel des Lebens hat neue Regeln


Heute sagen Banker und Industrielle, dass die richtige Verbindung zwischen uns fehlt. Wir haben natürliche Ressourcen und Industriezweige, wir haben genug Geld gedruckt, wir haben ein Verlangen – wir haben alles! Uns fehlt es nur an einem: Die Fähigkeit, zwischen all diesen Dingen eine funktionierende Verbindung zu schaffen.

Alles hat plötzlich aufgehört zu funktionieren, obwohl von allem reichlich vorhanden ist: Flugzeuge, Autos, Fabriken, Banken, Nahrung. Also warum funktioniert das System nicht? Es funktioniert nicht, weil wir nicht wissen, wie wir all diese Komponenten verbinden sollen. Aber waren wir jemals dazu fähig?

Ja, wir waren es, aber nun ist es so, als hätte jemand von „außen“ einen Knopf gedrückt, und die bisherige Verbindung hat aufgehört zu funktionieren. Nun brauchen wir eine neue Verbindung. Es ist wie ein Monopolyspiel, wo sich die Regeln des Spiels verändert haben und wir neue Regeln lernen müssen. Es ist ein neues Programm, welches heute in Form einer universellen Verbindung enthüllt wird.

Die gesamte Menscheit wird sich bald wie betäubt und eingefroren fühlen und der Stillstand wird weiter anwachsen, bis das letzte bisschen Luft aus den Reifen verschwunden ist und die ganze Machine komplett stoppt. Das wird so lange dauern, bis wir die richtige Verbindung gefunden haben.

Die richtige Verbindung bedeutet, dass wir uns wie eine globale Gesellschaft verhalten müssen, wie ein „kleines Dorf“, wo sich jeder um jeden sorgt. Und dies ist nur durch Liebe für den Nächsten möglich. Das heißt, bis wir uns nicht auf „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ programmiert haben, können wir das System nicht in Betrieb nehmen. Wir können anfangen uns mit jedem zu bekriegen oder sonst irgendwas tun – nichts wird helfen. Das Problem ist, dass die Verbindung zwischen uns unterbrochen ist, und es gibt nichts für uns zu tun, außer sich zu verbinden und uns über das Ego zu erheben. Das ist das einzige, was helfen wird.