Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Sterben'

Was passiert mit der Seele, wenn der Körper stirbt?

Frage: Was geschieht mit dem Menschen und mit seiner Seele, wenn er stirbt?

Antwort: Wenn ein Mensch stirbt, dann stirbt sein Körper und er nimmt sich nicht mehr durch seinen Körper wahr. Das ist alles.

Was bleibt, ist sein Reshimo. Ein Reshimo ist eine Aufzeichnung, eine Informationskette über die weiteren Zustände des Menschen. Diese Informationskette ist vom Beginn der Schöpfung bis zum Ende aufgezeichnet. Ab dem Moment, wenn der Körper des Menschen stirbt, wird diese Kette von Reshimo in anderen Formen verwirklicht, ohne in einem materiellen Körper gekleidet zu sein und ohne eine Existenz eines Körpers wahrgenommen zu werden.

Frage: Gibt es ein Bewusstsein dafür, dass dies mein Reshimo ist?

Antwort: Das gibt es. Aber nicht in so, wie es jetzt ist.

Frage: Besseres oder schlechter?

Antwort: Das hängt von dem Leben ab.

Frage: Es bleibt also ein gewisses Bewusstsein, dass ich existiere?

Antwort: Ja, natürlich. Nichts verschwindet.

Frage: Und was geschieht dann mit der Seele?

Antwort: Die Seele ist der Teil des Verlangens, der korrigiert wurde und sich mit der Menschheit verbunden hat, um ihr Gutes zu tun. Die Seele existiert im gesamten Volumen aller Verlangen weiter. Es ist ein anderes Bewusstsein – ein viel höheres Bewusstsein.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 12.07.2022

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Leben und Tod, Teil 7

Werden Sie ein Mensch

Frage: Die Kabbalisten sagen: „ Die Aufgabe des Menschen besteht darin zu existieren. Sie haben kein  Gefühl für das Leben und den Tod. Wenn dieses Gefühl vorhanden ist, bedeutet es, dass die Person noch nicht über ihr tierisches Niveau hinausgewachsen ist, sie ist noch nicht Mensch geworden. Ein Mensch ist derjenige, der ewig existiert und sich als solcher fühlt. Wie ist das möglich?

Antwort: Wenn der Mensch diese Welt nicht niedriger als sich selbst wahrnimmt, dann ist er auf einer höheren Stufe. Er nutzt die ganze Welt, aber nur um sich zum Spirituellen hinzubewegen.

Wenn wir in unsere Vereinigung die gemeinsame, gegenseitige Kraft des Guten und der Liebe, die „ Schöpfer“ genannt wird offenbaren, dann ist die spirituelle Welt unsere Verbindung.

Frage: Was ist die Stufe „ Mensch“?

Antwort: Der Mensch ist Adam, was von dem Wort “Adomae“, „dem Schöpfer ähnlich sein“ abstammt. Er ist in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe wie der Schöpfer. In dieser Hinsicht ist es möglich, darüber zu sprechen, wer von uns, wie viel Mensch ist.

Frage: Verstehe ich richtig, dass ein Mensch, der eine gewisse spirituelle Stufe erreicht hat stirbt und dann in einem Körper wiedergeboren werden muss?

Antwort:  Wir sprechen über Wünsche und Absichten, nicht über den Körper.

Frage: Nehmen wir an, ein Kabbalist stirbt, wird wiedergeboren und durchläuft mehrere Entwicklungen. Die erste Stufe ist, wie bei jedem anderen Menschen auch, eine unbewusste Entwicklung. In ein paar Jahrzehnten wird er schnell zum Kabbalisten, dann hilft er anderen. Ist das richtig?

Antwort:  Sehr primitiv. Schließlich gibt es einen „Ibur Nashamot“, eine Trennung, eine gegenseitige Verschmelzung der Seelen. Es ist eine Bewegung, Verbindung und deshalb kann man nicht sagen, dass all dies geschieht. Alles ist viel komplizierter, weil es sich um ein einziges System handelt.

Sobald wir uns von der Erde (von unserer Welt) lösen, betreten wir sofort die Höhere Welt. Und dort gibt es ganz andere Zustände. Es existiert keine Trennung zwischen den Seelen, so wie in unserer Welt, in der sie sozusagen durch einen Körper getrennt sind. Wenn unser Körper, d.h. der irdische Egoismus, nicht existiert, ist die Verknüpfung zwischen den Eigenschaften des Gebens und der Liebe völlig anders.

Fortsetzung folgt….

Aus der TV Sendung „ Grundlagen der Kabbala“ 14.01.2019

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Die Zeit zwischen Leben und Tod

Frage: Wie soll man richtig mit dem Tod eines nahstehenden Menschen umgehen? Er war unter uns, und plötzlich ist er weg.

Meine Antwort: Nichts verschwindet aus dieser Welt; wir nehmen den Menschen nur einfach nicht mehr wahr. Doch die Kräfte bleiben.

Frage: Können wir uns mit diesen Kräften verbinden?

Meine Antwort: Es ist uns Menschen nicht gegeben. Nur in dem Maße, wie wir unsere Handlungen verbessern, helfen wir den fortgegangenen Seelen, sich richtig auf die neue Bestimmung vorzubereiten. Bei der nächsten Reinkarnation in materielle Körper werden sie sich richtig verhalten und somit der Korrektur viel näher sein.

Alle Seelen müssen die  Korrektur im Laufe des Lebens erreichen. Und wenn ein Mensch stirbt, dann wird ihm im nächsten Leben diese Möglichkeit gegeben. Die Seelen durchlaufen ihre Zyklen sowohl in einem Körper, als auch außerhalb.

Frage: Wenn ich einen nahstehenden Menschen verloren habe und weiter lebe, wie kann ich am besten mit dem Verlust und dem Schmerz umgehen?

Meine Antwort: Es ist notwendig, alle Anstrengungen zu unternehmen, die Welt zu korrigieren und die Nächstenliebe zu erreichen, wie es die Tora von uns verlangt. Dann wird die Liebe alle Sünden bedecken. Und damit  können wir allen Menschen helfen, die uns nahstanden. Auf die gleiche Weise wie wir einander in diesem Leben helfen, genauso helfen unsere Seelen einander. Wir sind alle mit einander verbunden.

Frage: Aber er ist doch gestorben?

Meine Antwort: Gestorben ist nur sein Körper. Was hat der Körper damit zu tun? Unsere Seelen sind verbunden, und wir gehören alle zur Seele von Adam Harishon. Sobald wir es schaffen, einander wirklich zu fühlen, werden wir auch die verstorbenen Seelen fühlen.

Frage: Und werden wir sie erkennen können?

Meine Antwort: Ja, aber nicht so, wir wie uns es vorstellen.

Frage: Was mache ich denn mit dem Schmerz?

Meine Antwort: Am besten für das Andenken an die Verstorbenen ist es, sich zu korrigieren und zur Nächstenliebe zu gelangen. Nichts anderes wird helfen, weder Geld noch andere Kräfte oder Handlungen; nur die Güte gegenüber unseren Mitmenschen und die Absicht, sie alle zu verbinden und sogar lieben zu lernen, zählen. Man korrigiert sich selbst, um gut zu anderen sein zu können, andernfalls ist diese Hilfe egoistisch. Und dies ist nur durch das Studium der Weisheit der Kabbala möglich. Dann nehmen wir die Verstorbenen wie Kräfte wahr. Denn wir alle sind Kräfte.

Alles hängt von der Wahrnehmung der Wirklichkeit ab und wie wir einander sehen. Jetzt denken wir nur, dass wir das wahre Bild erkennen. Wir könnten die Seelen tatsächlich sehen, aber momentan leben wir im Körperlichen und darum nehmen wir den Verstorbenen nicht mehr wahr. Der Körper verschwindet, weil wir nichts anderes als Körper wahrnehmen. Die Seele ist die Kraft des Gebens und der Liebe, die im Menschen verhüllt und kaum wirksam ist, weil man sie weder realisiert hat noch sie wachsen ließ. Entwickelt man die Fähigkeit, die Seelen wahrzunehmen, wird man es erkennen!

Frage: Was muss ich tun, um mich zu entwickeln?

Meine Antwort: Entwickle deinen Wunsch zu geben und die Menschen um dich herum zu lieben. Und dann wirst du alles sehen können, was dir jetzt noch verborgen ist.

Frage: Können uns die Verstorbenen uns sehen?

Meine Antwort: Das kann man nicht erklären. Die Wahrnehmung durch die Eigenschaft des Gebens unterscheidet sich grundlegend von der Wahrnehmung durch die Eigenschaft des Empfangens. Die Tora lehrt uns den Nächsten zu lieben, denn das ist die einzige Möglichkeit für ein gutes Leben. Probiere es aus und du wirst allmählich verstehen, was zwischen Leben und Tod passiert. Es steht geschrieben: „Die Liebe bedeckt alle Sünden“. Das bedeutet, dass wir jenseits aller verdorbenen Beziehungen zu einander eine Brücke aus Liebe erbauen müssen. Dann erst werden wir zur vollkommen Wahrnehmung der Realität gelangen.

Unser Schmerz um die Verstorbenen wird verschwinden und wir werden unser Leben aus einer reiferen Perspektive betrachten. Wir werden das Leben nicht mehr nur als eine kurze Periode von 70 Jahren sehen, sondern als ewig und vollkommen. Das Beste, das man in Gedenken an die Verstorbenen machen kann, ist die Weisheit der Kabbala zu studieren. Damit können wir das Prinzip von Körper und Seele wirklich verstehen.

„Neues Leben“, Folge Nr. 726

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Vierhundert Jahre am Berg des Hasses

Frage: Gehen alle unsere Absichten direkt in den Mund des Pharaos, um ihn zu füttern?

Meine Antwort: Es hängt alles davon ab, was diese Absichten sind. Der Pharao ist eine bestimmte Kraft, das Ego was sich gegenüber dem Licht enthüllt. Er ist eine Reserve des Egoismus, das Verlangen zu empfangen, welches wir erschaffen müssen.

In der Weisheit der Kabbala gibt es keinen „Pharao“ ohne „Israel“, d.h. das Streben in Richtung des Schöpfers im Menschen, der arbeitet, um sich mit den anderen zu vereinigen und das Geben zu erreichen. Deswegen erschafft ein Mensch im Grad seiner Bemühungen in Richtung des Gebens den Pharao, entwickelt seine Verlangen (Kelim) in sich, aus welchen er später flieht und die er danach korrigiert, um dadurch belohnt zu werden.

Die gesamte Arbeit in Ägypten liegt im übereinkommen mit dem Pharao und darin ihn groß zu machen, stark und reich, das bedeutet unser Ego von dem winzigen Punkt unseres natürlichen Egoismus zum Status des Schöpfers wachsen zu lassen. Was gibt uns dieser gesamte Egoismus letztendlich? Er gibt uns die Verlangen nach Essen, Sex, Geld, Ruhm und Wissen, ein winziges Ego in unserer Welt, ein physisches Ego, welches nichts mit Spiritualität zu tun hat. Dieses irdische Ego verlangt nicht einmal nach Korrektur.

Indem wir beginnen an unserer Vereinigung zu arbeiten, entdecken wir Wut, Entfremdung und Gleichgültigkeit in unserer Einheit.

Im Grunde ist das die Enthüllung des Bösen, aber nur wenn ein Mensch es als solches betrachtet. Am Ende kann er sagen, dass er sich mit den anderen nicht verbinden kann und dass es nicht seine Aufgabe ist, noch bevor er angefangen hat. Und einige beginnen, werden aber schwach und „Sterben in Ägypten“.

Aber es gibt diejenigen, die es ertragen, dank dem Verständnis, dass sie keine Wahl haben. Sie halten daran fest, immer und immer wieder, obwohl sie sehen, dass sie weitermachen, um zu verlieren. Und geben ihr bestes, um sich mit den Freunden zu verbinden, die Gruppe zu stärken, trotz ihrer Bemühungen sehen sie, dass nichts hilft. Im Gegenteil, sie erfahren ein Verlangen, ihre Freunde zu kritisieren und sie alle zusammen aus den Augen zu schaffen. Und einmal mehr überkommt sie dieser Blitz des Egoismus.

Deshalb wird alles was ein Mensch verdient, all seine Anstrengungen immer wieder von seinem Ego aufgebraucht, dem Pharao, welcher wächst und gedeiht. Der Mensch selbst baut all diese Eigenschaften in sich auf, durch seine eignen Anstrengungen. Später erreicht er die Stufe, auf der er sein Ego nicht länger aufrecht erhalten kann. Und dann empfängt er alle Gefäße des Pharaos (Kelim), die Verlangen.

Mit anderen Worten beginnt das ägyptische Exil genau mit der Arbeit des Menschen in Richtung der Vereinigung mit den Freunden. Was verdiente Israel tatsächlich, nachdem sie aus Ägypten flohen, als der Schöpfer sie befreite? Sie verdienten die Vereinigung am Berg Sinai (dem Berg des Hasses), zusammen als „ein Mensch mit einem Herzen“, aber nur für einen Moment, bis sie das „goldene Kalb“ formten und wieder fielen. Aber diese Abstürze sind heute von anderer Natur, im Gold, was sie aus Ägypten trugen, nahmen sie die „Ägyptischen Gefäße“ mit, um sie davor zu retten und zu erneuern.

Aber dennoch, was wollten sie während all dieser Jahre des Exils? Sie wollten in sich eine Einheit schaffen, die sie am Ende, am Berg Sinai, erreichten. Und ohne diese schrittweisen Anstrengungen, dem Berg Sinai zu trotzen, wären die „400 Jahre des ägyptischen Exils“ für euch nicht durchlaufen worden.

Aus dem zweiten Teil der Täglichen Kabbala Lektion vom 21.4.2011, Das Buch Sohar

Es darf keine Abstiege geben!

Frage: Wie können wir uns nach dem Kongress an dem Zustand festhalten, den wir dort erreicht haben, denn für gewöhnlich kommt immer ein Abstieg danach?

Meine Antwort: Wir können es uns nicht leisten, wie auch eine Mutter es sich nicht leisten kann, krank zu sein, wenn sie ein kleines Kind hat. Es gibt Situationen, in denen die Notwendigkeit alles andere in den Hintergrund drängt. Und nur wenn die Mutter im Sterben liegt, kümmert sich jemand anders um ihr Kind.

Und in unserem Fall haben wir keine Zeit für Entspannung, Gerede oder Abstiege. Die Welt um uns herum entwickelt sich rasant, und wir hinken hinterher, müssen aber mit ihr „Schritt halten“.

Wir werden immer mehr spüren, wie sehr alles Schlechte in der Welt mit uns zusammenhängt, weil wir in unserer Entwicklung zu spät sind.

Aus diesem Grund lasse ich nicht einmal einen Gedanken an einen Abstieg nach dem Kongress zu – es darf nicht sein!

Abgesehen davon steht uns bis in den Sommer hinein eine Reihe von Ereignissen bevor: Kongresse in Italien, Spanien und Moskau. Wir müssen uns alle vereinen und uns gemeinsam darauf vorbereiten. Deshalb gönnen wir uns keine Pausen, alles ist zeitlich sehr konzentriert. Und das ist auch gut so, weil es dem Tempo der Veränderungen in der Welt entspricht.

Auszug aus dem Gespräch über den Kongress, 25.03.2011

Leben auf der Stufe des Gebens

Im Prozess der Wiedegeburt ist die einzige Sache, die sich verändert, unsere Gesinnung oder „Bekleidung“, jedoch nicht der innere, grundlegende Zustand. Es ist überhaupt unmöglich, über diesen Zustand bezüglich Leben oder Tod zu sprechen.

Das Licht, das sich im spirituellen Parzuf entwickelt, heisst das Licht des Lebens. Wenn es den Parzuf verlässt, kommt Tod. Indessen gehen Dinge in der Spiritualität niemals durch Leben oder Tod, wie wir diese verstehen, weil ein Mensch immer über seiner Erfüllung steht. Er befindet sich auf der Ebene des Schirms und des Reflektierten Lichts, im Zustand des Chafetz Chesed, weil er die Ebene des Gebens erlangt hat.

Wenn das Licht kommt, dann ist das gut, da ein Mensch es um des Gebens willen empfangen kann und ihm dies mehr Leben schenken kann. Und wenn das Licht des Lebens geht und das Licht der Hassadim zurückbleibt, ist es ebenso Leben, jedoch ein geringes Mass davon, bis es die winzigste Lichtstärke erreicht, die das blosse Minimum liefert, einen Traumzustand. Dennoch ist ein Mensch, so oder so, immer mit der Kraft des Lebens verbunden.

Daher misst die Wissenschaft der Kabbalah den körperlichen Empfindungen keinerlei Bedeutung zu, die unser Leben und Sterben umfassen. In der Kabbalah haben diese Begriffe eine völlig andere Bedeutung, die in nichts dem gleichen, was wir unter ihnen verstehen.

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbalah Unterrichts vom 10/03/2011 über Leben und Tod

Bereite dich auf die Enthüllung vor!

Eine Frage, die ich erhielt: Der Kongress ist unser nächster Zustand. Was müssen wir heute tun, um mit dem richtigen Verlangen, mit der richtigen Forderung dorthin zu kommen?

Meine Antwort: Im Moment brauchen wir noch ein Gefühl des Mangels, des Strebens, der Sehnsucht, wie vor einem willkommenen Treffen oder in Erwartung eines frohen Ereignisses, das Verlangen nach der Enthüllung der Verbindung zwischen uns, damit sie sich mit aller Kraft enthüllt und in ihr die Kraft des Gebens, der Schöpfer, das Licht, welches diese gemeinsame Seele erfüllt, zum Vorschein kommt.

Im Moment bereiten wir uns auf diese Enthüllung vor, wir sollten aber nach dem Mangel selbst nicht suchen, wir sollten ständig an den willkommenen Zustand denken, und infolge dieser Suche, aus meinen Vorstellungen über die Einheit heraus, komme ich zur Erkenntnis, dass ich sie nicht habe! Und dadurch öffnet sich in mir diese Leere, dieses Verlangen. Das Licht erschafft das Verlangen!

Derjenige, der nach einem guten Zustand nicht sucht, wird nicht erkennen, dass es ihm daran mangelt. Denn wenn du danach suchst, wirkt das umgebende Licht jenes Zustandes auf dich ein und vergrößert dein Verlangen danach.

Du wirst nach guten Zuständen, nach Liebe und Vereinigung streben und dementsprechend umgekehrte Zustände – Abstoßung und Hass – enthüllen. Denn wir handeln in zwei entgegengesetzten Systemen: das Empfangen und das Geben, die linke Linie und die rechte Linie.

Der Mensch ist der umgekehrte Abdruck des Schöpfers, eine Form des egoistischen Verlangens. Und alle Lichter, die auf uns einwirken, stülpen unsere Form lediglich um, bringen sie in die richtige Form – von „um des Empfangens willen“ zu „um des Gebens willen“. Das ist das, was das Licht mit mir macht. Doch am Anfang enthülle ich immer die umgekehrte, egoistische Form.

Wenn ich nach einer guten Form strebe, kommt unbedingt der Abstieg, und ich enthülle den Hass, die Verachtung.

Doch man sollte nicht absichtlich in das Böse eintauchen und dort Klärungen durchführen, diese egoistische Form kommt selbst zum Vorschein und zwingt mich, sie zu studieren.

In dem Maße, in dem ich versuchen werde, sie loszuwerden, werde ich sie in allen Einzelheiten untersuchen, um sie ganz und gar ins Geben zu verwandeln.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Dies ist für  Jehuda“ vom 01.11.2010

Manche Organe im Körper der Menschheit sind wichtiger als andere

Es gab viele Kabbalisten nach dem Ari, aber kein einziger von ihnen war in der Lage, Ari’s Methode vom Ansatz her zu verstehen. Nur Baal HaSulam war dazu fähig, weil er dieselbe Seele wie der Ari erhielt. Es war nicht so, dass andere Kabbalisten niedriger waren als er, sondern weil die Methode des Ari nur durch eine Seele aus demselben Teil der gemeinsamen Seele verstanden werden kann, von demselben „spirituellen Organ“ des Körpers wie die Seele des Ari. Andere Seelen verstehen dieselbe Sache aus der Perspektive ihres Organs, ob es nun das spirituelle Herz, das Gehirn, die Leber oder die Lungen sind.

Deine Seele mag von einem sehr wichtigen spirituellen Organ herkommen; sie mag sogar höher als die Seele des Ari sein. Da er jedoch anders ist als du und andere Eigenschaften besitzt, bist du unfähig, seine Methode wirklich zu spüren und dich damit „zuhause“ zu fühlen, als ob du dich in Wasser auflösen würdest. Du kannst es nicht wie dein Leben fühlen, wenn du nicht auf dieselbe Weise aufgebaut bist wie er.

Deshalb beurteilen wir die Kabbalisten nicht anhand der Höhe ihrer Errungenschaft, sondern danach, wie sehr sie helfen können, uns zu korrigieren und aufzusteigen. Dies hängt vom Typ und Charakter ihrer Seelen ab und ihrer Fähigkeit, uns zu helfen.

Deshalb gibt es keinen anderen, von dem wir lernen sollten, außer von Baal HaSulam, und wir können niemand anderem folgen, um die Höhere Welt zu enthüllen. Schließlich war er der Einzige, der dieselbe Seele wie die des Ari verdiente.

Jede Person, die ein Streben nach der spirituellen Welt verspürt und sich entwickeln möchte, ist Teil eines der wichtigsten spirituellen Organe. Der Rest der Seelen ist da, um die Räume zwischen den wichtigen Organen zu füllen, und deshalb führen sie eine passive Rolle aus.

Aus dem täglichen Unterricht.

Wir warten darauf, uns mit unseren anderen Teilen zu vereinen

Neid ist eine direkte Folge des Zerbrechens. Früher waren wir verbunden und haben aus uns selbst heraus gegeben, zum Nutzen anderer. Schließlich war das Licht unter uns, hat uns vereint und uns nicht erlaubt, uns getrennt zu fühlen.

Plötzlich ist dieser Körper in verschiedene Teile und Organe zerbrochen und es ist, als ob jedes Organ für eine Transplantation vorbereitet würde, indem es konserviert und in eine Nährlösung gelegt wird. Jedes Organ für sich erhält seine Lebensgrundlage und darf nicht sterben, bis sich eine Gelegenheit ergibt, es in einen anderen Körper einzusetzen und alle Organe wieder zu einer Einheit zusammenzufügen.

So leben wir heute – wie ein Körper, der in Teile zersplittert ist, und jedes dieser Teile wird mit einem kleinen Funken Leben erhalten, der es vor dem Sterben bewahrt, damit es sich wieder mit den anderen Teilen vereinen kann. Das ist der jetzige Zustand der Menschheit.

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Verwandtes Material:
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Blog-post: Ein Mensch ist eine ganze Welt
Blog-post Die gesamte Menschheit ist der Leib deiner Seele

Kabbala über Heilige und Hirntransplantationen

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es Leute, die aus Sicht der Kabbala als Heilige bezeichnet werden? Existiert dieses Konzept? Wie können Sie das Phänomen von unvergänglichen Reliquien erklären, die von Heiligen oder heiligen Leuten übrig bleiben? Das ist ein Konzept, das in verschiedenen Religionen existiert. Ist es möglich, dass diese Menschen die Eigenschaft der absoluten Liebe und des Gebens zu Lebzeiten erreicht haben und deshalb nicht gestorben sind, aber ihre Seelen einfach ihre Körper verlassen haben? Und wird dies als Heiligkeit bezeichnet?

Meine Antwort: Der menschliche Körper ist ein Tier, das letztlich stirbt und in seine Grundelemente zerfällt. Und die Seele hegt keine Beziehung zum Körper. Baal HaSulam hat sogar gesagt: „Es ist mir egal, wo sie meinen Sack voller Knochen begraben.“

Ein heiliger Mensch ist jemand, der Gleichheit mit dem Schöpfer erreicht, während er in dieser Welt lebt, indem er das Verlangen „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ entwickelt. Was den Körper betrifft, können Sie alle Körperteile transplantieren und Bluttransfusionen vornehmen. Das wird die Seele in keiner Weise beeinflussen. Die Ärzte können bereits das Herz ersetzen und bald werden sie auch Hirntransplantationen vornehmen können. Denn unsere Informationen werden nicht im Hirn gelagert, sondern im Feld um uns herum.

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Blog-post: Östliche Lehren haben keinerlei Verbindung zur Kabbala
Blog-post: Was ist die Seele?
Blog-post: Bin ich ein Mystiker oder ein Prophet?

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