Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'spirituelle Zustände'

Keine Angst, der Schöpfer wird uns nach vorne ziehen

Der Schöpfer hat sich selbst im Inneren des schwarzen Punktes eingeschränkt, um Platz für uns zu schaffen. Und dieser leere Raum hat sich mit dem Anti-Schöpfer gefüllt, dem Mangel an Licht, den wir als egoistische Kraft offenbaren.

Der Schöpfer dreht sich wie ein Kleid um, und zeigt uns seine Kehrseite. Und wenn wir diese Kehrseite der höheren Kraft spüren, nennen wir sie „Dunkelheit“, „der böse Feind“, geben ihr alle möglichen negativen Beinamen auf der unbelebten, pflanzlichen, belebten und menschlichen Ebene.

Das heißt, jedem guten Zustand auf der spirituellen Stufenleiter steht ein schlechter Zustand gegenüber. Und durch den Kontrast zwischen diesen beiden Zuständen haben wir die Möglichkeit, einen Sinn zu entwickeln und den Vorteil des Lichts gegenüber der Dunkelheit zu erkennen.

Alles offenbart sich nur durch sein Gegenteil. Daher bleibt uns nichts weiter übrig als diesem Weg zu folgen, und wir sollten keine Angst vor negativen Zuständen haben. Jedes Mal, wenn wir fallen, müssen wir verstehen, dass uns eine stärkere Verbindung zwischen uns fehlt. Und der Schöpfer, der sich in dieser Verbindung versteckt, wird uns nach vorne ziehen.

Mit anderen Worten, wir müssen uns jedes Mal mehr auf die Unterstützung des Schöpfers verlassen, Ihn zwischen uns setzen und sicherstellen, dass Er in all unseren Gedanken und Handlungen dabei ist. Und das wirksamste Mittel, den Schöpfer anzuziehen, ist unser Gebet.

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Aus der Lektion „Wir bitten den Schöpfer, den Raum zwischen uns zu füllen“, 03.01.2022

Religionen sind die Folge der Verhüllung der Höheren Welt

Alle Religionen sind aus der Verhüllung der Kabbala entstanden.

Einst, von der Zeit Abrahams bis zur Zerstörung des Zweiten Tempels, lebte das Volk Israel, d.h. eine kleine Gruppe der gesamten Menschheit, nach kabbalistischen Grundsätzen. Sie setzten die Methode um, sich selbst an das höhere Gesetz anzugleichen und es dann, indem sie es an sich selbst demonstrierten, an die gesamte Menschheit weiterzugeben.

Das ist die Aufgabe des Volkes Israel, welches eigentlich kein Volk, sondern eine kleine Gruppe von Menschen ist, die aus Babylon herauskam, um die kabbalistische Methode selbst zu beherrschen und an andere weiterzugeben.

Diese Gruppe existierte zunächst in spirituellen Zuständen: im gegenseitigen Geben und Liebe, im Erfassen der Höheren Welt, der höheren Kraft des Einen Gesetzes – des Schöpfers. Als sie vor zweitausend Jahren von dieser Stufe fielen, d.h. das Volk Israel wurde vom Egoismus erobert, entstand anstelle der Kabbala eine Religion – das Judentum, aus dem das Christentum und dann der Islam hervorging.

Mit anderen Worten, alle drei Religionen sind eine Folge der Verhüllung der Höheren Welt und nicht das Begreifen derselben. Sie werden so lange bestehen bleiben, bis in der Menschheit das Gesetz der Globalisierung, das Gesetz der Integration aller Menschen, vollständig wirksam wird.

Wenn sich die Kabbala zu manifestieren beginnt, werden die Religionen allmählich die Weltbühne verlassen müssen. An ihrer Stelle wird die Kabbala, als eine Methode zur Korrektur des Menschen, anstatt einer allgemeinen moralischen Unterstützung, die während der zweitausend Jahre, in denen das wahre Weltgeschehen verborgen blieb, notwendig war, wieder auftauchen.

Aus dem TV-Programm „Nahaufnahme: das universelle Gesetz“

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Leben und Tod, Teil 4

Angst vor dem Tod und anderen psychologischen Verwandlungen

 Frage: In unserer Welt lebt jemand und jemand stirbt. Warum findet dieser Prozess statt?

Antwort: In unserer Welt geschieht alles in Übereinstimmung zur Höheren Welt. Wenn in der spirituellen Welt Wünsche und Absichten zusammenkommen und in ihnen die Eigenschaft des Gebens entsteht, wird dies Leben genannt.

Wenn diese Wünsche zersplittern, sich nicht miteinander verbinden können um die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zu erlangen, wird diese Trennung als Tod bezeichnet.

Frage: Gibt es in der Kabbala besondere Bestattungsrituale?

Antwort: Nein. Absolut nicht!  Die Kabbala hat nichts mit unseren Körper zu tun. Sie ist der Meinung, dass der Körper nur ein Tier ist und spricht deshalb nicht über ihn.

Frage: Warum gibt es die Angst vor dem Tod?

Antwort: Die Angst vor dem Tod existiert, da der Mensch nicht weiß, was danach kommt. Der Mensch glaubt, dass er weiter existieren wird.

Frage: Ich möchte die Frage klären: Warum lässt uns der Schöpfer den Tod fürchten? Können sie sich eine Realität vorstellen, in welcher der Mensch keine Angst vor dem Tod hat….

Antwort: Gott bewahre. Dann hätte er nie Ergebnisse in seinem Leben erzielt, er hätte einfach nur existiert. Seit unserer Jugend treibt uns die Angst vor dem Tod dazu an, den Sinn des Lebens zu begreifen: etwas zu erreichen, vorwärts zu kommen und zu enthüllen.

Frage: Was können Sie über den klinischen Tod sagen? Viele Menschen, die einen solchen erlebt haben, hatten die gleichen Erfahrungen: Sie sehen Licht, einen Tunnel und fühlen sich außerhalb ihres Körpers.

Antwort: Ich habe das auch erlebt und es selbst gespürt. Es gibt alle möglichen psychologischen Metamorphosen, die wir im Zustand des klinischen Todes erleben. Sie haben nichts mit spirituellen Zuständen zu tun.

Frage: Kann man sagen, dass der tragische Tod eine Strafe für bestimmte Sünden ist? Denkt die Kabbala so darüber?

Antwort: Nein. Wir können verschiedene Situationen und die Konsequenzen daraus, nicht unserem Verstand zuschreiben.

Ein Mensch sollte sich immer in einem Zustand des freien Willens, der Wahlfreiheit fühlen: warum existiere ich, wofür lebe ich, wie steige ich auf, um wirklich etwas Nützliches in meinem Leben zu tun.

Fortsetzung folgt….

Aus dem TV Programm „Grundlagen der Kabbala“ 14.01.2019

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Warum der Weg zur spirituellen Offenbarung so lang ist?


Frage: Warum dauert die Vorbereitung auf die spirituelle Offenbarung so lang?

Antwort: Die Vorbereitungszeit ist sehr lang. Es kann 20 und 30 Jahre dauern, bevor Sie die Antworten erhalten und bekommen.

Tatsache ist jedoch, dass dies nicht nur eine Erwartung ist, als ob Sie in der Bahnhofshalle auf einen Zug warten würden, sondern ihre ständige Anpassung an den Zustand, wenn Sie beginnen, die verborgene Höhere Welt zu verstehen.

Daher hängt Ihr gesamter Weg von der Tiefe Ihrer Seele ab. Je höher es ist, desto größer wird die Reise sein, bevor es die erste Entdeckung der geistigen Welt gibt.

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Ist der Frieden zwischen Mann und Frau möglich?

RABASH, Band 3, Artikel „Verschiedene Zustände“: „Wenn ein Mann und eine Frau würdig sind, so herrscht die Shechina zwischen ihnen“.

Man sollte fragen: stehen sie nicht einander gegenüber? Und wie ist es möglich, dass zwischen ihnen Frieden herrscht?

Doch genau dann, wenn der Mensch würdig ist, d.h. das Empfangen ins Geben verwandelt, was „Empfangen um des Geben willen“ bedeutet, herrscht der Frieden zwischen ihnen.

Sonst gibt es keine Einigung zwischen ihnen: der Eine unterwirft sich einfach dem Anderen und die Kategorie der Unterwerfung gehört nicht zur Liebe und Vollkommenheit, weil der Unterworfene immer darauf wartet, die Macht wieder zu erlangen.

In der Wissenschaft der Kabbala verkörpert der weibliche Teil das Empfangen und der männliche Teil das Geben. In jeder Seele gibt es einen männlichen und einen weiblichen Teil, die Kraft des Empfangen und die Kraft des Geben, das Verlangen zu genießen und den Schirm, und sie müssen ausbalanciert sein.

Das Verlangen zu genießen, die weibliche Kraft ist die Hauptkraft, die Schöpfung, doch darüber muss es einen Schirm geben, und der Schirm ist die männliche Kraft.

Wenn diese Kräfte sich im Gleichgewicht befinden, dann bedeutet das: Mann, Frau und die Shechina, die Kraft des Schöpfers, zwischen ihnen.

Sie arbeiten mit dem höheren Licht, dem Schöpfer, zusammen und es erfüllt sie mit Hilfe von Siwug de Hakaa (Paarung durch Schlag). Es entsteht eine Verbindung dieser drei Kräfte: von Mann, Frau und dem höheren Licht, welches das Kli ausfüllt.

In unserer Welt ist die Kraft des Schöpfers jedoch verborgen, Männer und Frauen existieren getrennt voneinander, niemand verpflichtet sie, sich zu vereinen und wir können keine Verbindung zwischen ihnen feststellen.

Wenn wir nach dem Licht, nach der Kraft des Schöpfers streben, werden Männer und Frauen, gezwungen sich zu verbinden, weil wir ohne die richtige Verbindung zwischen uns den Schöpfer nicht enthüllen können.

„Mann und Frau und die Shechina (die göttliche Anwesenheit) zwischen ihnen“ – auf diese Weise müssen wir gezwungenermaßen zur richtigen Verbindung zwischen Mann und Frau kommen, damit sich die höhere Welt zwischen ihnen enthüllt.

Frage: Was bedeutet, zur richtigen Verbindung zu kommen?

Antwort: Ein Mann und eine Frau müssen sich auf gleicher Höhe bewegen und in ihrer Bedeutsamkeit gleich sein und jeder muss den Anderen ergänzen, wie das vor Adams Sündenfall war.

Vor der Trennung von Adam und Eva waren sie quasi „ein Körper“, und auf diese Weise müssen wir uns wieder vereinen.

Frage: Warum wurden Adam und Eva getrennt?

Antwort: Damit wir spüren, wie unvollkommen jeder von uns für sich alleine ist und dass wir nur durch die Verbindung untereinander die gleiche Höhe mit dem Schöpfer erreichen können. Gerade durch diese Erkenntnis werden wir den Schöpfer enthüllen, wir werden Ihn zwingen, sich in uns zu enthüllen.

Wenn wir uns nicht verbinden, wird Er sich nicht enthüllen – das ist die Bedingung der Bürgschaft zwischen uns drei.

Kabbala Grundkurs

Bürgschaft ist das Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Ist das Licht, das zur Quelle zurückführt, unser Kompass in der Gruppe? Oder ist die Verbindung unser Kompass?

Meine Antwort: Die Verbindung kann nicht der Kompass sein, denn ich habe sie noch nicht erreicht. Der Kompass zeigt mir den Punkt an, in dem ich mich noch nicht befinde. Dieser Punkt ist die Einheit unter uns, sie muss ich erreichen.

Darum ist alles, was ich jetzt tue, indem ich Anstrengungen in der Umgebung, in der Gruppe unternehme, mich von meinen Freunden begeistern lasse, von ihnen die Wichtigkeit des Ziels erhalte und meine eigene Nichtigkeit erkenne – all das tue ich, um den Sohar nun mit der Empfindung und dem Verständnis zu lesen, dass er uns die wahren, hohen, spirituellen Zustände beschreibt, die ich wahrzunehmen und zu erreichen wünsche.

Es ist uns verboten, zu vergessen, dass das Licht eine Erscheinung innerhalb des Verlangens (Kli), die Form des Verlangens ist. Wir studieren, empfinden und besprechen nur die Materie und die Form, die in die Materie eingekleidet ist.

Die Materie ist unser gemeinsames Verlangen zu genießen, das wir zu einem Ganzen vereinen und ihm die Form der Verbindung zwischen uns, genannt „Bürgschaft“, geben wollen.

Die Bürgschaft an sich, wenn sie eintritt, wird das Licht sein. Denn die Rede ist nur von der Form, die dem Verlangen (Kli) eigen ist. Ich weiß nicht, was die Elektrizität, das Licht an sich ist, ich weiß nur, welche Veränderungen davon im Material stattfinden.

Darum strebe ich nur die Form, die in die Materie eingekleidet ist, an. Diese Form ist der Schöpfer („Bo-Re“ – „Komme-Sehe“), das Licht, das in seinen verschiedenen Erscheinungen wirkt – als umgebendes oder inneres Licht, „Nekudot“ (Punkte) oder „Taamim“ (Geschmäcke) usw.

Letztendlich muss ich mich selbst fest davon überzeugen, dass es nichts außer unseren Verlangen, die auf eine richtige Art und Weise verbunden sind, gibt – und das nennt sich „Licht“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 21.10.2010

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Wie legt man den Weg zurück

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 551: „Ungestüm wie das Wasser, wirst du nicht bleiben“.

Wenn die Söhne von Ruwen in den Krieg mit der Welt ziehen, und viele Völker besiegt werden, dann werden sie nicht im Reich bleiben, denn ihre Vorbestimmung ist, im Heiligen Land zu kämpfen.

Je nach der Beschreibung des Systems der Welten und der Erscheinungen, erzeugen die Autoren des Buches Sohar eine Menge der Korrekturen in diesem Lenkungssystem. Wir denken, dass sie uns einfach über die in der Vergangenheit geschehenden Ereignisse erzählen.

Aber Kabbalisten haben diese spirituellen Zustände empfunden, über die sie uns erzählen, und als sie diese offenbart haben, wurden diese sofort korrigiert, wodurch für uns der korrigierte Raum vorbereitet wurde, damit wir dorthin hinaufsteigen können.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 04.10.2010

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Springe hoch und erstarre

Es ist schwer für uns, die Sprache von Kabbalisten zu verstehen. Der zu behandelnde Gegenstand selbst ist vor uns verborgen, wir wissen nicht, was Licht und Kli, Schöpfer und Schöpfung, spirituelle Welt, richtige und falsche Beziehungen bedeuten.

Wir können das, was im Buch steht, nicht mit unserer Realität vergleichen, weil die spirituelle Realität auf das Geben gerichtet ist und sich noch nicht in unseren Empfindungen, die egoistisch sind, befindet.

Indem wir versuchen, uns die Worte von Kabbalisten zu merken, ergründen wir nicht deren Wesen, sondern sprechen in Mustern, die wir im Voraus festgelegt haben.

Selbst wenn wir ein gewisses Verständnis hineinbringen, woher sollen wir wissen, dass es richtig ist? Denn die spirituellen Zustände, von denen die Wissenschaft der Kabbala spricht, haben in uns noch keine Empfindung, keinen Eindruck hinterlassen.

Und alles, was von uns in unserem egoistischen Verlangen wahrgenommen wird, hat nichts mit der Realität zu tun. Um den Sinn von kabbalistischen Büchern zu verstehen, müssen wir innerlich über unseren Egoismus springen, in diesem inneren Sprung erstarren und beginnen, den Sinn ihrer Worte in uns aufzunehmen.

Das ist der Grund, warum wir die Worte von Kabbalisten in Richtung sinnlicher Wahrnehmung lenken sollten. In der Welt der Unendlichkeit ist alles einfach: das Licht füllt das Gefäß.

Und in den Entwicklungsphasen von unten nach oben, während man den Text studiert, ihn aber nicht spürt, ist es unmöglich, sich vorzustellen, worum es geht, ihn zu verstehen, ja noch nicht einmal ihn sich mechanisch zu merken – weil das, was uns die Kabbalisten enthüllen, mit uns noch nicht geschieht.

Infolge des Studiums bleiben einige Vorstellungen in unserem Gedächtnis hängen. Weil sie aber in den Gefühlen nicht vorhanden sind, geraten wir durcheinander und verlieren sie. Das läuft so weiter, bis wir es schaffen, die beschriebenen spirituellen Zustände in dem Maße der Ähnlichkeit mit ihnen in den Eigenschaften des Gebens wahrzunehmen.

Erreichen kann man das nur durch die Arbeit mit den Freunden, weil die Liebe zum Nächsten uns zur Liebe zum Schöpfer führt.

Während wir uns im Egoismus befinden, müssen wir zuerst durch das Streben nach der Verbindung mit den Freunden den Hass enthüllen und diesen anschließend korrigieren, bis wir zur Liebe wie zu einer Brücke über dem Abgrund des Hasses gelangen.

Dank dieser Korrektur füllt sich der Abgrund mit Licht.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 06.10.2010

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