Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'soziale Werte'

„Wie ist die Beziehung zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung?“ (Quora)


Michael Laitman, in Quora: „Wie ist die Beziehung zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung?“

Die Gesellschaft sollte die Grenze zwischen der Freiheit des Einzelnen und der sozialen Verantwortung spüren, verstehen und entscheiden, und nicht das Individuum.

Der Mensch lebt in erster Linie innerhalb der Gesellschaft, und das Leben des Einzelnen sollte letztlich dem Wohl der Gesellschaft dienen. Deshalb besteht ein großes Problem darin, das Wissen zu vermitteln, das uns das gesellschaftliche Wohl gleichwertig mit dem Wohl des Einzelnen fühlen lässt. Das heißt, die Ziele des Individuums und der menschlichen Gesellschaft als Ganzes sollten die gleichen sein: einen Zustand des gegenseitigen Nutzens jedes Einzelnen für den größeren Kreis der menschlichen Gesellschaft zu erreichen. Jeder von uns wird dann entsprechend seiner Loyalität gegenüber der Gesellschaft leben.

Darüber hinaus sollte die Gesellschaft jeden Einzelnen beeinflussen, indem sie den Wert der sozialen Verantwortung und des Nutzens zur obersten Priorität erhebt und jeden Einzelnen, der zum Nutzen der Gesellschaft handelt, mit Respekt, Verdiensten und Anerkennung belohnt.

Wir sollten also verstehen, wie sehr wir alle von der Gesellschaft beeinflusst werden. Was die Gesellschaft will, will auch jeder Einzelne, denn jeder braucht die Unterstützung der Gesellschaft. Unser Selbst, d. h. unser Ego, wird durch die Werte, die wir von der Gesellschaft erhalten, aktiviert.

Wenn die Gesellschaft egoistische Handlungen, die auf Kosten der Gesellschaft dem Einzelnen zugute kommen, nicht schätzt und altruistische Handlungen zum Wohle der Gesellschaft respektiert, dann wird jeder danach streben, altruistische Handlungen auszuführen, um geachtet zu werden und das Gefühl der Wichtigkeit und des Nutzens für die Gesellschaft zu haben. Jeder möchte von den anderen anerkannt werden und positiv beurteilt werden. Wenn es uns gelingt, einen altruistischen sozialen Einfluss zu etablieren, dann werden alle anfangen, ihr Bestes zu geben, um der Gesellschaft zu nützen.

Aus diesem Grund muss die Gesellschaft der Faktor sein, der die Grenze zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung festlegt.

Basierend auf einem Gespräch mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/editiert von Studenten des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Über Wertschätzung und Bewunderung

Heutzutage, wo die Bewunderung für Superstars, Popsänger und Models weltweit den Ton angibt, lohnt es sich einen Blick auf das Phänomen der Bewunderung zu werfen und zu überlegen, wie wir es positiv nutzen können. Wenn Küken schlüpfen dann folgen sie ganz natürlich ihrer Mutter, ist diese nicht da, folgen sie allem was groß ist und sich bewegt, so als wäre es ihre Mutter. Auch wir haben die Tendenz jemandem zu folgen der groß ist, der uns leiten und beschützen kann, der es wert ist dass wir ihm folgen.

Unser Bedürfnis nach Führung beginnt in der Kindheit. Zunächst bewundern wir unsere Eltern, die buchstäblich die Welt für uns bedeuten. Später lernen wir Lehrer, Freunde und Gleichaltrige die uns erfolgreich erscheinen, sowie andere Menschen die wir vergöttern zu schätzen. Ohne Vorbilder fühlen wir uns orientierungslos und sind nicht sicher wohin wir gehen wollen.

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Neid – Wie man das Monster zügeln kann

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Während einige Länder die Einkaufszentren öffnen und der Handel wieder auf Hochtouren läuft, tauchen die Gebrechen der westlichen Gesellschaft wieder auf, als hätten wir nie Covid gehabt. High-End-Läden sind so überfüllt, dass die Menschen in langen Schlangen vor ihnen stehen, in der Hoffnung, viel Geld für schicke Accessoires auszugeben. Man sollte meinen, dass das Coronavirus uns von diesen Übeln geheilt hätte, aber es hat nichts dergleichen getan. Im Gegenteil, es scheint, als ob die Menschen mit Rache einkaufen.

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Die Verbindung zwischen Arbeit und Bezahlung bröckelt.

Unter verschiedenen Ökonomen wächst die Überzeugung, dass wir uns dem Ende des Kapitalismus nähern. Ich persönlich halte es für verfrüht, das Ende des Kapitalismus zu verkünden, aber was wir sehen, ist eine wachsende Entkopplung zwischen Arbeit und Lohn. Das wirft wichtige Fragen auf, die wir in naher Zukunft beantworten müssen.

Erstens: Die Menschen müssen essen, ob sie arbeiten oder nicht. Sie müssen auch irgendwo leben, Kleidung kaufen, und in einem modernen Land müssen sie eine Krankenversicherung und Bildung erhalten. Es stimmt zwar, dass auch heute noch nicht jeder diese Grundbedürfnisse hat, aber es stimmt auch, dass dieser Zustand nicht eine gesunde Gesellschaft widerspiegelt. Daher die wachsende Prävalenz von Depressionen und die sprunghaft ansteigende Zahl der Todesfälle aufgrund von Drogenmissbrauch, Mord und Selbstmord. Die erste Frage ist also, wie sichergestellt werden kann, dass jeder die grundlegenden Dinge bekommt, die der Mensch braucht.

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