Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kabbalisten zu Tora und Geboten, T.12

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu den Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

613 (TARJAG) Ratschläge und 613 Anweisungen.

Darin wird uns erklärt, was an einigen Stellen im Sohar als die 613 Gebote Itin de-Orajta bezeichnet wird (Ratschläge, wie das Kli zu korrigieren sei), und an einer Vielzahl an Stellen im Sohar als die 613 Gebote Pkudin bezeichnet wird (Lichter, die in das unkorrigierte Kli eintreten müssen). Zunächst muss der Mensch Tora und die Gebote halten, um seinen Körper zu reinigen und die Seele zu vergrößern. Dann befinden sich die 613 Gebote bei ihm in Itin, das heißt stellen für ihn Gebote dar, wie man dennoch dessen würdig werden und vor den Schöpfer kommen kann, erfüllt von Seinem Licht, da das Einhalten der Tora und die Erfüllung der Gebote ihn allmählich soweit reinigen, dass er der Offenbarung des Schöpfers würdig wird. Wie es geschrieben steht: „Was macht das für einen Unterschied für den Schöpfer – ob man das Tieropfer vom Hinterkopf tötet oder ihm die Kehle durchschneidet? Denn die Tora und die Gebote wurden zu nichts anderem gegeben, als nur, um durch sie das Volk Israels zu vereinen“.

Jedoch nachdem der Mensch in ausreichendem Maße seine Bedürfnisse reinigen und des Lichtes des Schöpfers würdig wird, werden sich seine Augen und seine Seele öffnen, und er wird die 613 Lichter erkennen, die in den 613 Geboten enthalten sind, was das Geheimnis der Namen des Schöpfers ist. Das heißt, er gelangt zu deren Erkenntnis. Und mittels der Ausführung eines jeden Gebots empfängt er den Teil des Lichtes, welcher darin eingeschlossen ist, da das Gebot das Geheimnis des Kli ist. Darin kleidet sich das Licht ein, das heißt der Name des Schöpfers, der zu diesem Gebot gehört, wie es geschrieben steht: „Das Gebot ist ein Leuchter, und die Tora- das Licht“.

Und das heißt – 613 Gebote des Empfangens der Lichter. Das gleicht einem Menschen, der Edelsteine in ein Gefäß legte und dem von ihm geliebten Menschen sagte: „Nimm das Gefäß, doch bewahre es vor den Händen der Diebe“. Und es ergibt sich, dass sie von einem Gefäß sprechen, doch sie meinen die darin befindlichen Edelsteine.

Aus den Büchern der Kabbala ist bekannt, dass das Geheimnis des Namens des Schöpfers im Namen HHaWaJaH inbegriffen ist, welcher in sich alle Namen des Schöpfers auf allen Stufen einschließt. Daher gilt „der Schöpfer, Sein Licht und Israel sind Eins“, ungeachtet der Tatsache, dass die Massen in der Tora nichts als historische Erzählungen, Gesetze und Gesetzbeschlüsse sehen.

Ich erklärte jedoch bereits den Sinn des Ausdrucks „Goldene Äpfel in silberner Fassung“, was als die 613 Gebote des Empfangens der Lichter bezeichnet wird. So sagten die Weisen: „Die ganze Tora sind die Namen des Schöpfers“, und daher „Tora und der Schöpfer sind Eins“, doch im Geheimnis „Allgemeines und Besonderes“, wo der Schöpfer der Komplex aller Namen und das allgemeine Licht ist, und die Tora in 613 Lichter unterteilt wird. Und es ergibt sich, dass sie alle gemeinsam eins sind und den Schöpfer selbst darstellen.

Nun bleibt es uns zu klären, was Israel darstellt. Zunächst muss man verstehen, was die Vielzahl unterteilter Formen im Spirituellen bedeutet, das heißt, wie und zu welchem Zweck sie unterteilt und voneinander getrennt sind. Im Materiellen kann man das Eine vom Anderen mithilfe eines Messers trennen, oder es lösen und trennen sie die Zeit und der Ort. Es ist jedoch unmöglich, sich solches im Spirituellen vorstellen, welches außerhalb von Zeit und Raum steht.

Doch wisse, dass im Spirituellen der ganze Unterschied zwischen den Höchsten Lichtern nichts anderes als der Unterschied der Eigenschaften ist. Bezüglich vernünftiger Seelen, die den Menschen innewohnen, ist natürlich jede Seele von der anderen getrennt und entfernt. Doch die Basis der Trennung ist die Unterscheidung der Eigenschaften, das heißt die Seele des Einen ist gut, die des anderen schlecht, beim dritten ist sie klug oder torhaft usw. Wie es heißt: „Wie sich die Gesichter voneinander unterscheiden, so unterscheiden sich auch ihre Meinungen“.

Damit ist klar, dass wenn alle Menschen über die gleiche Bildung und gleiche Neigungen verfügen würden, auch die Seelen der Menschen eine Seele wären. Und hinsichtlich der Bedeutung wäre sie wie das Licht der Sonne, welches alle Menschen so bestrahlt, dass es völlig unmöglich ist, getrennte Formen zu unterscheiden. So wäre auch eine Seele in eine Vielfalt an Körpern eingeschlossen, da der Abstand die spirituellen Wesen überhaupt nicht trennt, solange es keinen Unterschied in ihren Eigenschaften gibt.

Kommen wir nun zur Erklärung. Es ist bereits bekannt, dass das Geheimnis der Seelen der Söhne Israels das Geheimnis des Göttlichen Teils von Oben ist, wobei die Seele nach dem Gesetz von Ursache und Folge abstieg, indem sie sich von einer Stufe zur anderen herabsenkte, bis sie sich eignete, in diese Welt zu kommen und sich in den unreinen, materiellen Körper einzukleiden. Und mittels der Einhaltung der Tora und der Erfüllung der Gebote steigt sie von einer Stufe zur anderen auf, bis sich ihr Umfang auffüllt, und sie letztlich würdig wird, ihre Belohnung vom Vollkommenen zu erhalten, die für sie beizeiten bereitet wurde. Das heißt die Erkenntnis der heiligen Tora in Form der Namen des Schöpfers ist das Geheimnis der 613 Gebote des Empfangens der Lichter


Auszug aus dem Artikel von Baal HaSulam „Vorwort zum Buch  Mund des Weisen“

Verzweifeln, jedoch nicht verzichten

Während wir uns einem kabbalistischen Text, und besonders dem Buch Sohar widmen, müssen wir uns der Wichtigkeit der spirituellen Erkenntnis bewusst werden.

Denn letztendlich wollen wir genau das – kein Wissen, keine Scholastik, keine allgemeinen Materialkenntnisse, sondern allein die Erkenntnis, die davon zeugt, dass der Mensch den Schöpfer enthüllt hat. Genau das ist das Kriterium für unsere Bewertung.

Auf dem Weg zur Erkenntnis wirkt das Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften, das keine Kompromisse kennt.

Einerseits hängt der Mensch voll und ganz von der Einwirkung der Höheren Kraft ab. Nichts Anderes wird ihm helfen, er braucht nur die Hilfe von oben. Wer das versteht, baut eine korrekte Haltung auf.

Die Tora spricht davon, wenn sie das ägyptische Exil beschreibt: „Und die Söhne Israel stöhnten wegen der Arbeit und schrien, und ihre Klage wegen der Arbeit drang zum Schöpfer“. Mit anderen Worten: sie haben genau gewusst, dass sie durch ihre eigenen Kräfte nichts erreichen können.

Doch andererseits werden spirituelle Schritte immer auf dem Verbinden von Gegensätzen aufgebaut. Und deshalb müssen wir uns trotzdem am Prozess beteiligen.

Letztendlich unternehmen wir große Anstrengungen und sind zugleich sicher, dass nur ein „Wunder vom Himmel“ uns aus dem ägyptischen Land ins Land Israel ausziehen lässt.

Die Verzweiflung an eigenen Kräften ist notwendig, und der Mensch darf nicht vor diesem Gefühl weglaufen. Außerdem ist die Gewissheit über die Hilfe von oben notwendig, nach der man unaufhörlich mit aller Kraft verlangen muss.

Der Mensch muss sich in der Lage der Söhne Israel wiederfinden, die wegen der Arbeit stöhnen – wenn alles in seinem Inneren sich mit der äußeren Umgebung zu einem Ganzen verschmilzt und diese Bedingungen erschafft und ihn dem Auszug aus Ägypten wesentlich näher bringt.

Deshalb müssen wir versuchen, uns selbst auf die richtige Art und Weise in diesem Punkt vorzustellen. Hier vollziehen wir alle notwendigen Handlungen, und laufen anschließend nicht vor Verzweiflung weg, sondern übertragen die ganze Kraft unserer Verzweiflung im Gegenteil auf den Schrei, auf die Forderung nach Korrektur.

Aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 14.12.2010

Väter und Söhne

Es ist gesagt worden: Abraham zeugte Isaak und Isaak zeugte Jakob. In unserer Welt setzt der Sohn das Handwerk des Vaters fort, weshalb er „höher“ als sein Vater ist.

In der spirituellen Welt ist es genau umgekehrt: „höher“ ist derjenige, der „früher“ da war. Der Sohn ist ein Ergebnis der Handlung des Vaters, aber im schlechteren Zustand – im gröberen Wunsch. Deshalb stellt Isaak den Zustand dar, welcher niedriger als Abraham ist, und Jakob ist niedriger als Isaak.

Andererseits, je tiefer und stärker der Wunsch ist, desto mehr Möglichkeiten hat er, in der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer korrigiert zu werden. Deshalb ist jede neue Generation, im Hinblick auf die Entwicklung der Generationen, schlechter als die vorhergehende, kann aber  im Hinblick auf die Nutzung des Wunsches höher hinaufsteigen, d.h. mehr Licht erreichen.

Deshalb wird das, was Abraham wegen der kleinen Tiefe des Wunsches nicht machen konnte, in Isaak, in seiner linken, egoistischen Linie gezeigt. Diese Arbeit hat nichts mehr mit Abraham zu tun, er soll nur „verbinden,“ den erwachenden egoistischen Wunsch einschränken. Und Jakob verbindet sich schon mit beiden Kräften und beginnt, sich zu realisieren. Daraufhin entwickelt sich die Seele, die aus zwei Eigenschaften besteht.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“, 29.10.2010

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Dein eigenes Haggada zu Pessach

Der Auszug aus dem Exil ist der Auszug aus unserem egoistischen Verlangen, eine Erhebung aus ihm mit dem Glauben über dem Verstand, aus „Lo Lischma“ (um seiner selbst Willen) zu „Lischma“ (um des Schöpfers willen), aus Liebe zu sich selbst zu der Liebe zum Nächsten.

Wodurch gehen wir bei der Vorbereitung zu diesem Auszug und während der Flucht aus dem eigenen „Verlangen zu genießen“ zum „Verlangen zu geben“? Es ist uns allen sehr wichtig das zu wissen, denn gerade jetzt kommen wir gerade zu diesem Zustand.
„Hier ist das magere Brot, das unserer Väter in dem Land von Ägypten aßen“ [Haggada zum Pessach].

Wenn wir uns in unserem Ego befinden – essen wir „mageres Brot des Armen“, weil wir Armen bezüglich des Spirituellen nur winziges Licht bekommen, einen minimalen Funken des Lebens („Kista de Chajuta“), sogenanntes „dünnes Leuchten“ („Ner Dakik„), das uns und die ganze Welt belebt.
Und das ist nicht das Brot, das Menschen in Ägypten aßen, in Ägypten isst man gut! Unser Ego gibt uns alles: bitte schön, genieße!

Aber sobald wir die spirituelle Welt erreichen wollen, noch vor dem Ausgang aus dem egoistischen „Ägypten“, beginnen wir das „magere Brot“ zu kosten, – denn wir verstehen nicht, wie wir das Geben erreichen und was so gut daran ist.

Ich spüre in dem Geben kein Geschmack; alles ist trocken und fade wie dieses einfaches Plätzchen, nur Mehl mit Wasser! Genau so sieht für mich die spirituelle Welt zu der ich gehe aus.

Und deswegen muss ich aus dem satten Ägypten fliehen – von allem Guten – von Töpfen voller Fleisch und Fisch, fettem und appetitlichem, um mich in der Wüste von dem mageren Brot zu ernähren?! Danach sehne ich mich?

Aber das war wirklich so. Und deshalb steht es geschrieben, dass das Gebot über das „ungesäuerte Brot“ (mageres Brot, Matzen) den Söhnen Israels gegeben wurde, noch bevor sie aus Ägypten ausgezogen sind, als Darstellung der Erlösung, die in Eile vollzogen werden muss.“

„In der Eile“ – weil sonst kann man aus dem Egoismus nicht heraustreten! Das Spirituelle scheint so unattraktiv, so abstoßend zu sein, dass der Ausgang zu ihm eilig, mit Hilfe von einer zwingenden äußeren Kraft, die mich aus dem Egoismus herauszieht geschehen muss, denn ich selbst bin nicht in der Lage davon wegzukommen, von dieser ach so schöner Welt, wie sie sich mir in meinem egoistischen Verlangen darstellt.

Und die spirituele Welt scheint meinem Ego als große Finsternis, es gibt nichts darin was für meinen Egoismus atraktiv wäre, ich will sie nicht sehen!

Deshalb kann die Flucht nur „in der Eile“ stattfinden – ich werde plötzlich daraus herausgestoßen. Und lasst uns hoffen dass es so auch mit uns geschieht!

Aus einem Unterricht über Artikel von Baal HaSulam „Dies ist für Jehuda“, 31.10.2010

Der treue Gesandte des Schöpfers

Der Sohar, Kapitel „BeShalach“, Punkt 28-29: „Und Pharao stand auf in der Nacht, er und all seine Diener und alle Mizraim (Ägypter), und es war ein großes Heulen in Mizraim, denn kein Haus, worin nicht ein Toter war.“ (Gen. 12, 30)
„Und er rief zu Moshe (Moses) und Aarons  in der Nacht“, da alles durch dich geschah, “ Und segnet mich auch“ was bedeutet, tötet mich nicht.
Später begleitete er sie selbst aus dem Land, wie geschrieben steht:
„Und es geschah als Pharao das Volk ziehen (hebr. beshalach) ließ.“ (Gen. 13, 17)

Wir verstehen nicht, in wie fern diese böse, furchtbare Kraft, der Pharao groß und dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Denn sie ist der Abdruck des Schöpfers, und handelt wie sein treuer  Gesandter. Der Pharao öffnet sich immer mehr und durch diese Enthüllung des Übels, stößt er den Menschen an, aus dem Ego hinauszuziehen.

Wir beobachten es jetzt in der Welt: Einerseits werden wir zu  immer größeren Egoisten, beachten niemandem und handeln nur zugunsten des eigenen Wohls.
Andererseits führt uns die wachsende Selbstsucht immer mehr zur Erkenntnis, dass wir verpflichtet sind, sich von ihr zu trennen, weil solche Form der Existenz unmöglich ist, und wir dadurch zur allgemeinen Zerstörung kommen.

Darüber ist gesagt worden, dass „der Pharao die Söhne Israels näher an den Schöpfer brachte“. Diese negative Kraft erfüllt also ihre Arbeit, um uns in Richtung der Spiritualität anzustoßen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 19.10.2010
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Den Geist des Lebens bewahren

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Merkmale hat eine gute Verbindung zwischen den Freunden?

Meine Antwort: Der Geist des Lebens zwischen ihnen, der Aufstieg und die Begeisterung unabhängig von den laufenden Zuständen.

Das Licht erzeugt bei uns allerlei Handlungen, offenbart in uns die Abtrennung, die Absonderung, das Zerbrechen und korrigiert uns. Dann enthüllt es wieder das Zerbrechen und korrigiert es wieder, usw. bis zur vollständigen Korrektur.

Wir verstehen, dass wir durch verschiedene Zustände auf diesem Wege gehen, mehr oder weniger angenehme, mehr oder weniger klare.

Und wir rechtfertigen sie immer, denn sie stammen vom Guten und vom Gutem Schaffenden, und es gibt niemanden, außer Ihm. Wir bemühen uns nur, die Einheit zu erhalten und, den allgemeinen Geist – unseren Geist des Lebens zu unterstützen.

Es ist eben der wünschenswerte Zustand. Hier befinden sich alle 125 Stufen – in der Erhaltung der Verbindung und des Lebensgeistes über die Aufstiegen und Abstiegen.

Wenn zwischen den Seelen die Vereinzeltheit oder die Einigkeit geöffnet wird, dann enthüllt man dort die ganze Fabel der Tora, die man erleben soll.

Du öffnest dort den bösen Anfang, Ägypten, die Vertreibungen und ihren Grund, die ganze Tiefe des Übels, das aus dem Zerbrechen entstand, und die Reihe der Korrekturen.

Du öffnest dort die Handlungen, die zur Einheit führen, – „Urväter“ und „Söhne“. Du öffnest die Seelen, d.h. deine Teile, die in dieser oder jener Weise verbunden sind.

Du öffnest die ganze Geschichte in Form der mit dir geschehenden Prozesse. Du setzt dich jeder Seele gleich und öffnest ihren Weg der Korrektur.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010


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Wie schafft man es, die Verbindung mit den Kindern aufrecht zu erhalten?

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe einen Sohn, und wir können gemeinsam den geistigen Weg beschreiten. Mein Nachbar studiert die Kabbala nicht. Kürzlich kam sein Sohn zur Welt. Mein Nachbar sieht, dass die Kinder von den Eltern getrennt werden, und fürchtet, dass er auch später keine Verbindung zu seinem Sohn haben wird. Was kann man ihm sagen? Er hat nicht vor, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren, und möchte nur den Rat hören, wie die Verbindung zu den Kindern zu erhalten ist.

Meine Antwort: Früher verband eine egoistische Form der Existenz die Menschen miteinander. Das Haus, die Familie, die Ernährung, die Gesundheit verbanden die Menschen innerhalb der Familie, innerhalb des Volkes oder des Staates. Heute werden diese Rahmen gesprengt, und niemand weiß, wie man diesen Tatsachen widerstehen kann und was die Zukunft mit sich bringt.

Warum? – Weil das Materielle die Menschen nicht mehr miteinander verbindet. Jeder Mensch beginnt zu wachsen, er hebt den Kopf über die tierische, materielle Stufe der Existenz, kommt an die Wasseroberfläche, – und du bist verpflichtet, diesem Menschen die Antwort auf der geistigen Stufe zu geben. Es gibt keine andere Wahl – dein Nachbar wird gezwungen sein, die Verbindung mit seinem Sohn auf dem geistigen Niveau zu erreichen. Denn andernfalls wird sie nichts mehr verbinden.

Deshalb steht über den Schöpfer geschrieben (die Vereinigung aller Menschen in der Eigenschaft des Gebens): „Derjenige, der die Herzen der Söhne den Vätern zurückgibt und die Herzen der Väter an die Söhne zurückführt“.

Aus dem Unterricht zum Thema „Die Aktualität im Licht der Kabbala“, 10.08.2010

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Die ganze Welt wird sich mit dem Wissen des Schöpfers anfüllen

Die Welt entwickelt sich und betritt die neue Epoche „die Zeit des Messias“, wenn die Wissenschaft der Kabbala den Massen geöffnet wird. Viele Menschen beginnen den Plan für die eigene und für die weltweite Entwicklung verstehen. Es ist nicht mehr nur ein Kabbalist, der ohne Wissen der Massen ihre Wünsche entwickelt, sondern die Massen selbst, die von ihm ihre bewusste Entwicklung fordern, wie größer werdende Kinder. Dann wird in der Welt, das Licht Chochma offenbart – die Offenbarung des Schöpfers Seinen Geschöpfen gegenüber. Wenn es früher nur einen Kabbalisten und einige Vereinzelte abgesonderte Menschen gab, so beginnen sie heute, sich zu verbinden. Wenn der Kabbalist in der Vergangenheit die Wünsche der Massen auf seinem Niveau korrigierte, so soll er heute auf ihre Stufe heruntersteigen, um mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Dank seiner vorläufigen Korrektur ihrer Wünsche, steigen die Menschen nach oben hinauf, und der Kabbalist kommt ihnen entgegen, um für sie noch verständlicher zu werden. Baal HaSulam bat in seiner Prophezeiung den Schöpfer um die Möglichkeit des Abstieges, um in einer dem Volk verständlichen Sprache zu kommunizieren. Heute sind die Massen und der Kabbalist in der allgemeinen Arbeit verbunden, dank seiner trifft das Licht auf den bewussten Wunsch der Massen, mit der Folge, dass positive Veränderungen in der Welt geschehen.

Ohne das höhere Licht könnte die Welt überhaupt nicht existieren. Deshalb arbeiteten die Kabbalisten Generation für Generation insgeheim (Jachidej Sgula). Aber heute ist schon alles anders. Nach der durchgeführten Vorbereitung, müssen wir die allgemeinen bewussten Handlungen beginnen, damit „Ihn alle erkennen, vom Kleinsten bis zum Größten!“ Die Menschheit soll erkennen, dass das Volk Israels die Wissenschaft der Kabbala hat. Und wir sollen sie zusammen enthüllen, damit „die Völker der Welt die Söhne Israels auf ihren Schultern tragen, um den Dritten Tempel“ – die allgemeine zerbrochene Seele zu bauen. Wir sollen zusammen die Methodik der Korrektur (die Vereinigung) unserer Seelen begreifen, damit der Schöpfer uns mit Seinem Wissen ausfüllen kann.

Dafür wird die gemeinsame Arbeit angefordert, weshalb wir auch alle Völker der Welt ansprechen, um unsere gemeinsame Aufgabe zu erklären. Wir sollen die Wissenschaft der Kabbala aus ihrem Versteck herausziehen um zusammen, – sie dank unserer, und wir dank ihrer, diese Methodik realisieren. Deshalb existiert heute die weltweite Gemeinschaft der Menschen, die die Kabbala studieren, die uns zu solchen richtigen Beziehungen im ganzen weltweiten System bringen wird.

Weil alle, die sich mit uns entwickeln – zu „Israel“ („jaschar-kel“ – „direkt zum Schöpfer“) gehören, weil es in jedem von ihnen den Punkt im Herzen gibt. Durch sie werden wir an die wahren Völker der Welt rankommen – an diejenigen, die nicht selbständig zur Spiritualität aufwachen.

Wie Baal HaSulam schreibt: „die Weisheit der Kabbala wird außerhalb der Grenzen Israels ausgeschüttet werden und die ganze Welt ausfüllen“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 22.07.2010

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Das Licht, das zum Schöpfer zurückführt

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf die Tora zu dessen Korrektur“. Wir haben uns an all diese Aussagen gewöhnt und glauben, dass es einfach nur schöne Worte über die Tora sind.

Doch in Wirklichkeit ist das sehr wichtig und ernst. Denn wenn wir an das Studium der Tora nicht richtig herangehen, leiden wir unter ihr, weil das Licht eine gewaltige Kraft ist, die auf uns einwirkt und mit deren Hilfe wir die Güte erreichen können oder aber umgekehrt.

Dieses „umgekehrt“ ist auch ein Weg, d.h., mit Hilfe der Enthüllung des Bösen müssen wir ebenfalls das Gute erreichen. Wir können das am Beispiel des letzten Exils sehen.

Exil bedeutet, dass du von der Spiritualität getrennt bist und keine Chance hast, die Verbindung mit dem Schöpfer vor dem Ende des Exils zu erreichen.

Doch wenn wir von der Spiritualität getrennt sind und uns in der Absicht für uns selbst befinden, wie können wir uns dann mit der Tora beschäftigen?

Denn unsere ganze Beschäftigung dient nur dem Eigengenuss, dem Erhalt der Belohnung, noch nicht einmal „lo liShma“, d.h. ohne jegliche richtige Absicht.

Doch jetzt verstehen wir bereits, dass wir genau dadurch, dass wir uns auch während des Exils mit der Tora beschäftigen, das umgebende Licht anziehen, dieses Licht jedoch entfernt uns von der Korrektur, anstatt uns ihr näherzubringen. Dies bedeutet, dass wir das Licht der Tora als „tödliches Gift“ verwenden.

Doch dadurch stellen wir fest, dass wir uns im Bösen befinden, und mit dem sinkenden Generationsniveau, wenn „das Gesicht der Generation wie das Maul eines Hundes geworden ist“, erreichen wir einen Zustand, von dem geschrieben steht: „…und die Söhne Israel seufzten wegen ihrer Arbeit“.

Das heißt, dass wir immer, ob in der Erkenntnis oder im Exil, das Licht, das in der Tora enthalten ist, benutzen – entweder von der negativen oder von der positiven Seite aus. Ohne dies würden wir niemals das Gefühl des Exils und der Notwendigkeit der Befreiung erreichen können.

Deshalb ist es jetzt, wenn wir uns in diesem besonderen Zustand, von dem Baal HaSulam schreibt, in der Generation des Mashiach, an der Schwelle zur Befreiung befinden, für uns sehr wichtig zu verstehen, dass das alles eine Bedingung ist, die uns von oben gegeben, von uns jedoch noch nicht akzeptiert wurde.

Was bedeutet das? – Uns wurde die Möglichkeit gegeben, das gleiche Licht, das zur Quelle, zum Schöpfer, zurückführt zu benutzen, jedoch anders, damit es uns zur Quelle zurückführt und nicht von ihr entfernt, wie das während des Exils der Fall war.

Während des Exils waren unsere Absichten immer auf uns selbst gerichtet: Wie wir mit Hilfe der Tora in dieser und in der zukünftigen Welt verdienen können.

Nun müssen wir unsere Absichten und dadurch auch die Einwirkung des umgebenden Lichtes auf uns verändern, des Lichtes, das uns wirklich zur Quelle zurückführt, und zwar direkt und nicht durch seine Kehrseite.

Deshalb müssen wir heute hauptsächlich an die Absicht, mit der wir an das Studium herangehen, denken.

Je klarer, gewollter und deutlicher unsere Absicht sein wird, je besser wir uns so organisieren werden, dass unser Gebet zu einem „Gruppengebet“ wird und wir uns zu einem Ganzen zur einzigen Quelle verbinden, desto erfolgreicher werden wir sein.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 23.06.2010

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„Die Nahrung der Welt ist schwer für den Schöpfer“

Der Sohar, Kapitel „Wajigash„, Punkt 55: Die Nahrung vor dem Schöpfer ist so schwer wie das Teilen des Roten Meeres. Dies ist so, weil die Nahrung der Welt von oben ist, von Seir Anpin; aus dem Massach de-Chirik in der Mittleren Linie. Es ist so, weil Söhne, Leben und Nahrung nicht vom Verdienst abhängen, sondern vom Glück (Masal).

Und aus diesem Grund ist die Nahrung des Menschen vor Ihm schwer, denn sie hängt vom Glück ab, aus dem Söhne, Leben und Nahrung kommen. Deshalb ist die Nahrung der Welt schwer vor ihm, denn sie haben diese nicht, es sei denn, er ist vom Glück (Masal) gesegnet.

Das Glück (Masal) bedeutet „laufend“ (Nosel) und bezeichnet den höchsten Überfluss, der zu uns deshalb nur tropft, und nicht ununterbrochen strömt, weil wir beschränkt und unfähig sind, etwas mehr zu bekommen.

Der Höhere möchte uns die ganze Welt der Unendlichkeit geben, und ist gezwungen, das Licht nun tropfenartig – im Maß unserer Wahrnehmungsfähigkeit – zu geben.

Deshalb ist geschrieben, dass „die Nahrung des Menschen mühsam (schwer) für den Schöpfer ist, wie das Teilen des Roten Meeres“, denn Seine Natur ist – Barmherzigkeit, Er ist der Gebende und schafft nur das Gute, und Ihm fällt es schwer, Sich davon abzuhalten, dem Menschen das ganze Wohl sofort zu geben. Und deshalb ist es für den Schöpfer schwer – das Glück in Tropfen zu geben.

Aus dem Abendunterricht nach dem Buch Sohar, 07.06.2010