Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ausdruck spiritueller Errungenschaft durch Musik, Tanz und Theater

Eine Frage die ich erhielt: Wieso schrieben so viele Kabbalisten Musik?

Meine Antwort: Musik, Theater und Tanz sind alles Hilfsmittel um spirituelle Errungenschaft auszudrücken. Es ist kein Zufall, dass Musik und Tanz zwei von sieben Wissenschaften waren, die man beherrschen musste bevor man sich dem Studium der Kabbala nähern konnte. Sie wurden als Wissenschaften betrachtet, da die Menschen, die höhere Errungenschaft durch den Klang der Musik, Tanzbewegungen und durch das Singen ausdrücken mussten.

Worte sind auch Musik. Ich kann mein Empfinden durch Worte oder auch durch Noten ausdrücken. Jede Musikkomposition erzählt nach den Gesetzen von Ursache und Wirkung. Musik ist eine Sprache.

Das TaNTA (das volle Kli Taamim, Nekudot, Tagin und Otiyot), das in der geschriebenen Sprache gebraucht wird, wird auch in der Musik und im Tanz angewendet. Es spielt keine Rolle, in welcher Form du die Verbindung zwischen dem Kli und dem Licht ausdrückst, es wird immer aus TaNTA bestehen.

Derselbe Satz kann durch Worte, Musik und Tanz ausgedrückt werden. Die Kabbala drückt es jedoch dadurch aus, dass sie die Beziehung zwischen den Gefäßen und dem füllenden Licht aufzeichnet, was eine einfache und universale Sprache ist.

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Eindrücke vom Kongress


Ich erhielt viele Briefe, in denen die Menschen ihre Eindrücke vom Kongress beschreiben und ich spüre, dass jeder daran Anteil nehmen muss:

… ehrlich gesagt, aufgrund meiner letzten Erfahrungen habe ich erwartet, nach dem Kongress in ein Tief zu geraten, doch diesmal geschah etwas ganz anderes. Als ich am nächsten Morgen zur Arbeit fuhr, verstand ich auf einmal, dass sich die Welt nach dem Kongress verändert hat! Dies war nicht nur ein Gefühl, sondern eine Offenbarung. Plötzlich sah ich ganz klar, wie die Welt sein wird und wie sie funktionieren wird – umgekehrt, mit geben anstatt zu empfangen.

Eine lange Zeit hat mich die Frage gequält, wie das alles funktionieren wird, weil sich die gesamte Industrie und die Gesellschaft generell auf nehmen gründet. Doch plötzlich sah ich klar: Ich sah das Lächeln in den Gesichtern der Menschen, ich sah ihren Drang, dafür zu sorgen, dass jeder andere sich gut fühlt. Alle Menschen um mich herum verhielten sich wie wir an dem Kongress: Ihre Gesichter strahlten, das Fernsehen und das Radio brachten nur gute Nachrichten und die Werbung für die Eigenschaft des Gebens war in vollem Gang. Alles um mich herum verbreitete Licht und war in eine Wolke aus Freude gehüllt. Es fühlt sich an, als ob der Kongress diese Welt verändert hat. Alles um uns herum hat sich verändert, genauso wie wir uns verändert haben.

… es war nicht nur eine Menge von Erwachsenen, die zusammen kamen, um Unterricht anzuschauen und das Tanzbein zu schwingen, sondern es waren Familien, gesunde soziale Einheiten und jedes Familienmitglied unterstützte die anderen, vervielfachte unendlich all das Gute. Es waren dort Familien, die aus drei, sogar aus vier Generationen bestanden, anwesend. Sogar Babies waren da, die nur wenige Wochen alt waren.

So viele verschiedene Aktivitäten waren für die Kinder organisiert: ein Zirkus, Spiele, Lieder, Tanzen, Räume zum Ausruhen und Nickerchen machen und separate Spielräume für jedes Alter. Die Kinder wurden ständig beaufsichtigt und beschützt. Die Kinder wurden zum Beispiel während dem gemeinsamen Singen und Tanzen in einem sicheren Bereich gehalten, wo sie zusammen mit ihren Lehrern ebenfalls Raum zum Tanzen hatten. Die älteren Kinder setzten sich die jüngeren auf ihre Schultern. Überall wohin du schautest gab es Männer und Frauen, die damit beschäftigt waren sicherzustellen, dass die Kinder nicht verlorengingen, sich verbrannten oder sich in anderer Weise verletzten.

… Das Essen war köstlich und es gab reichlich davon. Zwischen den Mahlzeiten gab es überall viele Stände mit heißen Getränken, Zitrone und Süßigkeiten und das alles stand rund um die Uhr zur Verfügung. Jede Aktivität wurde mit Liedern und Tanzen abgeschlossen, das so energiegeladen war, dass man nicht still sitzen bleiben konnte, selbst wenn man wollte. Da gab es vom frühen Morgen bis in die späte Nacht so viel Energie und Liebe, dass es nicht möglich war, sich müde zu fühlen.

Vor und nach dem Kongress fuhren die Menschen an kabbalistische Orte mit Sehenswürdigkeiten, die einem den Atem verschlagen, genossen das wundervolle Wetter und die frische Luft und die Gemeinschaft Tausender Menschen, die ihnen nahe stehen (es gab Dutzende Busse).

Mein Kommentar: Mein Wunsch für einen jeden ist es, dass die Welt jetzt beginnt, sich durch das Licht und durch Freude zu entwickeln, anstatt durch Leiden!

Anfängliche Probleme


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nahm am 15. Juni an einem Kabbala-Seminar in Tallinn, Estland, teil. Beim Treffen äußerte ich meinen Unmut zu folgender Aussage: „Während eines Abfalls kann jemand sogar mehr vorankommen, als während eines Aufstiegs, weil ein Mensch zu dieser Zeit nur die Kraft der Gruppe nutzt, welche immer größer ist als seine eigene Kraft. Die Freunde in der Gruppe werden vom Schöpfer selbst ausgewählt. Wenn du sie lieben wirst, wird er dich lieben.“

Ich bin es gewohnt, vorwärts zu gehen und Dinge alleine zu erreichen. Vielleicht ist das falsch, aber so ist es zurzeit. Menschen singen zusammen, halten sich an den Händen, singen Lieder. Ich spüre, dass sie das nicht nur tun, ohne den Text zu kennen oder zu sehen, sondern sie tun das auch ohne jegliche Seele. Also was soll ich tun?

Ich lege mehr Seele hinein, wenn ich einen Brief an eine Frau schreibe, die ich liebe oder ihr in die Augen blicke. Ich kann noch nicht Teil einer Gruppe sein. Vielleicht bin ich noch nicht bereit für eine Gruppe und ich muss an mir arbeiten, solange die Gruppe fremd für mich ist. Auf der anderen Seite war es ein Vergnügen, mit einzelnen Menschen am Abend in Tallin zu sprechen. Aber als es zum Singen und Umarmen kam, wollte ich aufbrechen.

Meine Antwort: Jeder rebelliert zuerst dagegen. Manche Menschen sind von Natur aus sozial und manche sind Einzelgänger. Ich persönlich gehöre zu Letzteren, daher verstehe ich Sie sehr gut. Sie sollten so viel Sie können, teilnehmen. Und danach wird Ihr Leben Sie ausrichten, denn wenn man Anstrengungen unternimmt und keine Ergebnisse erhält, versteht man, dass es keinen Ausweg gibt, dass unsere Korrektur in der Vereinigung der Seelen liegt. Sie müssen nicht andere umarmen oder eine gute Singstimme haben. Sie sollten studieren und verbreiten und der Rest wird zu gegebener Zeit kommen. Setzen Sie sich nicht unter Druck.