Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'sich ändern'

Warum sollte ich verzeihen?

Anmerkung: Ludmilla schreibt: „ Ich weiß nicht, wie ich verzeihen soll. Ich denke, dass alle Taten strafbar sein sollten. Aber wenn ich verzeihen könnte, würde es mir seelisch viel leichter fallen. Wie lernt man zu verzeihen?“

Antwort: Wir können nur dann lernen zu vergeben, wenn wir das Böse in unserer Natur begreifen. Wenn ich erkenne was ich bin: selbstsüchtig, alles über andere vergessend, niemandem etwas Gutes zurückgebend und so weiter und so fort – dann komme ich zu der Erkenntnis, dass ich all die negativen Einflüsse auf mich, selbst verursache. So muss ich niemandem vergeben, ich muss nur gut über andere denken.

Anmerkung: Was Sie gerade gesagt haben: …mich selbst negativ beeinflussen – das klingt ein bisschen beängstigend.

Antwort: Natürlich bin ich die Ursache. Was ist damit? Durch meine egoistische Natur bringe ich die gesamte Natur gegen mich auf. So kommt es, dass ich mich ändern muss, mich zumindest ändern will, wenn es nicht möglich ist, etwas zu tun. Dann wird sich alles ändern.

Frieden ist im Prinzip eine Beziehung zwischen uns.

Frage: Ich beginne also zu verstehen, dass die Täter alle in mir sind?

Antwort: Ja, natürlich.

Anmerkung: Sobald ich sie ändere, ändert sich alles um sie herum.

Antwort: Alles hängt von mir ab.

Frage: Wird diese Formel funktionieren, wenn ich wirklich verstehe, dass ich mich ändern muss und sich dann alles um mich herum ändern wird?

Antwort: Es ändert sich nicht sofort nach meinem Wunsch, aber es ändert sich.

Frage: Es ist also ein Prozess, und das ist der einzige Weg, den die Menschheit gehen wird?

Antwort: Sie sollte noch davon überzeugt werden, dass es keinen anderen Weg gibt. Es funktioniert nur in diese Richtung.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Leitman“, 24.06.2021.

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Die Weisheit König Salomos: Wer wird der Eifersucht widerstehen?

Aussage: König Salomo wendete in seinen Sprüchen eine verblüffende Weisheit an, hinter deren äußerer Einfachheit eine große Tiefe liegt.

„Es gibt keinen rechtschaffenen Menschen auf Erden, der Gutes tut und nicht sündigt“.

Antwort: Ich würde es anders sagen: Es gibt keinen rechtschaffenen Menschen auf Erden, der etwas Aufrichtiges tun würde, ohne vorher zu sündigen. Jedes Mal kann er nach dem Maß seiner Sünde etwas Gerechtes tun. Das eine gegen das andere.

Frage: Was ist Ihrer Meinung nach Sünde?

Antwort: Sünde ist jeder Zustand, in dem ich einem anderen schaden kann. Es braucht keine Handlung sein, es genügt die Absicht. Wenn ich mir dessen bewusst bin, dann gehe ich sofort zum nächsten Zustand über, in dem ich mich auf die richtige, freundliche Weise gegenüber anderen ändere und dort endet meine Korrektur.

Die Tatsache, dass man gute Handlungen sieht, kann daran liegen, dass man nicht erkennt, ob ein Mensch, der etwas Gutes tat, zuerst etwas Böses meinte. Er traf nur anschließend die Entscheidung, zum Guten zu wechseln – nach außen hin sieht man dann den guten Zustand.

Es müssen vier Stufen vom Zustand des Bösen, zum Zustand des Guten durchlaufen werden.

Frage: Habe ich, bevor ich eine gute Tat vollbracht habe, davor gesündigt?

Antwort: Selbstverständlich! Und wenn du nicht das Gefühl hast, dass du vorher gesündigt hast, dann hast du keine gute Tat vollbracht. Im Ernst! Es gibt Geschichten, Gleichnisse, die besagen, dass jeder fröhliche, weise Mensch in seinem Inneren das Gegenteil davon ist. Er ist depressiv und so weiter.

Raikin (ein russischer Schauspieler) ist ein gutes Beispiel von solch einem Charakter! Dank der Zustände, die er erlebte: er empfand die Welt und sich als abstoßend, konnte er auf die Bühne gehen und das Gegenteil darstellen. Er hätte sonst diese Emotionen, dieses Verständnis, nicht darstellen können. Das ist immer so.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 16.12.2019

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Wie bereitet man sich auf die Offenbarung des Schöpfers vor

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Verbindung gibt es zwischen der Offenbarung des Schöpfers und dem Text des TES, den wir lesen? 

Meine Antwort: Die Kabbalisten schreiben nur über die Enthüllung des Schöpfers, über die einzig notwendige Handlung in unserer Welt, damit wir uns darauf vorzubereiten können.

 Dafür müssen wir den Eindruck vom Licht Chochma und vom Licht Chassadim bekommen, damit in unserer Materie, unserem Wunsch, der die Spiritualität weder empfindet, noch versteht, die Eindrücke (Reschimot) von diesen Einwirkungen/Eigenschaften entstehen.

Auf jede Einwirkung des Lichtes müssen wir klären: wer genießt beim Öffnen/Erhalten – ich oder der Schöpfer, oder vielleicht wir beide?

 Deshalb kommt das Licht vom System АwI. Und SA (HaWaYa) wirkt wie ein Vorbild auf Malchut (die Seelen) und bestimmt, wie sie letztendlich werden muss, um Ihm gleich zu werden, um das Licht zu erhalten und zu geben.

 Die Einwirkung von oben wechselt die Beziehung von SA zur Malchut, als ob er sich von verschiedenen Seiten zeigen möchte, und deshalb ändert sie sich.
Sie braucht die Empfindungen von SA, und die Bereitschaft zur Ähnlichkeit – denn es ist unsere Arbeit eben, weil wir den Körper Malchut bilden.
Und SA unterrichtet Malchut in der richtigen Wahrnehmung des Lichtes, der drei Linien usw. Er bildet uns, füllt uns mit den Eindrücken und den Erklärungen. Unsere Eindrücke sind offenbar, und die Erklärungen sind verborgen, als ob sie in uns selbständig aufkommen würden, und nicht von Ihm erscheinen.
Über diese Zustände der Entwicklung Malchut von oben, lesen wir in der Lehre der Zehn Sfirot – wie SA entsprechend dem höheren Programm, das in AA angelegt ist, Malchut/Nukwa zur Verschmelzung mit ihm vorbereitet, sowohl in ihrer vollen Ähnlichkeit, als auch in ihrem vollen Gegenteil.

 Aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sfirot“ „, 27.09.2010

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