Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ein kleiner Funken oder ein riesiges Feuer?

Wie können wir ein spirituelles Gefäß aus dem Punkt im Herzen eines jeden bauen, der in seinem Egoismus eingeschlossen ist?

Wie kann ich diesen Punkt aus dem egoistischen Herzen befreien, ihn erheben, wichtiger als alle egoistischen Verlangen machen, so dass mich nur das interessiert, was in diesem Punkt des Strebens nach der Spiritualität passiert?

Dafür ist der Einfluss der Umgebung notwendig: zuerst muss man diese Punkte aus dem Egoismus freibekommen, herausholen und sie dann miteinander verbinden.

Das Wichtigste ist ihre Verbindung, Punkte im Herzen sind Mittel der Verbindung zwischen uns, in dieser Verbindung werde ich den Schöpfer spüren. Und wenn sie stärker ist, wird sich in ihr das ganze Licht enthüllen..

Diese Verbindung ist wie ein Resistor, denn wir wehren uns dagegen und wollen uns nicht miteinander verbinden! Und wenn wir uns doch verbinden, dann spüren wir, wie durch diesen Widerstand das Licht zu fließen beginnt, auf ihn einwirkt, ihn erwärmt, in ihm spüre ich den Schöpfer.

Das heißt, ich vernichte nicht mein Ego, wie verschiedene „spirituelle“ Praktiken das tun, womit sie den Menschen von der Realität losreißen. Ich benutze mein Ego und gerade mit seiner Hilfe komme ich zur Erkenntnis. Deshalb heißt es: „Je höher ein Mensch aufsteigt, desto größer wird sein Egoismus“.

Auf der nächsten Stufe wird es dir noch schwerer fallen, dich mit den anderen zu verbinden. Wieso eigentlich, du hast doch bereits diese Arbeit gemacht? Doch plötzlich wird dir klar: Auf wen habe ich mich da eingelassen, wer sind sie überhaupt…? Das bedeutet, dass bereits die echte Arbeit begonnen hat.

Denn je größer der Widerstand zwischen euch wird, desto höher werdet ihr aufsteigen und größeres Licht enthüllen können.

Anstatt des Lichtes Nefesh, eines bescheidenen Lichtes, das ein kleines Lämpchen von einigen Watt zum Leuchten bringt, wirst du die Verbindung durch einen riesigen Widerstand (R2 statt R1) erreichen und das Licht Ruach enthüllen, das milliardenfach größer als das Licht Nefesh ist – wie ein kleiner Funken im Vergleich zu einem riesigen Feuer.

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Die schmutzige Brille ist an allem Schuld

Wir befinden uns innerhalb eines Systems, das als die einzige Schöpfung, die Seele, Adam bezeichnet wird.

Dieses System wurde vom Schöpfer geschaffen. Wir sind darin mittels der konstanten Beziehungen verbunden, wie die Organe eines menschlichen Körpers.

Unsere gemeinsame Verbindung ist mit dem Leben dieses Systems – mit dem Licht ausgefüllt. Das System heißt die Welt der Unendlichkeit, weil dort alles grenzenlos und vollkommen ist.

Auf diese Welt der Unendlichkeit, worin alle Teile in Liebe verbunden und mit dem grenzenlosen Licht ausgefüllt sind, legt der Schöpfer einen herabsetzenden Filter auf, und dann noch einen usw….

Als ob man anfangs ein schönes Bild zeichnete und später darauf eine Folie mit den schmutzigen, ungeordneten Flecken auflegte.

Folglich legte man noch eine und noch eine weitere Folie darauf, wodurch das Originalbild immer schmutziger wurde – und somit ergaben sich später 125 Schichten. Es sind 125 Schichten der Senkung der Eigenschaften des Gebens und der Liebe, die uns im System der Welt der Unendlichkeit vereinten.

Wir befinden uns in der äussersten Schicht und können überhaupt nicht die vorhergehenden Schichten fühlen. Und hier, in dieser Welt, ist das System der Beziehungen ganz verdorben.

Anstelle der Empfindung der Liebe, die uns in der Welt der Unendlichkeit verbunden hat – hassen wir einander, fühlen keine allgemeine Verbindung, sind abgekapselt, abgesondert und zerrissen.

Folglich wünscht sich der Schöpfer, uns aus diesem letzten Zustand ins Licht zurückzuführen, damit wir durch diese Schichten, alle Filter und alle Welten (die Welt/Olam – kommt vom Wort Olama/die Verhüllung) in die Unendlichkeit zurückkehren. Deshalb ruft Er uns und weckt uns auf. Früher entwickelte Er uns egoistisch, damit wir lernten, mehr zu verstehen, mehr zu fühlen und das Leben zu lenken.

Und wenn wir eine bestimmte Reife erreichen, dann beginnt Er uns qualitativ zu entwickeln.

Denn es genügt Ihm nicht mehr, weiterhin unseren Egoismus zu vergrößern.

Wir sollen uns jetzt Seine Eigenschaften aneignen, den gleichen Wunsch aus demselben Material bekommen und nicht bloß einen größeren, wie es im Laufe unserer ganzen Geschichte geschah. Deshalb ist unsere gegenwärtige Etappe der Entwicklung so eigenartig.

Wenn wir versuchen, uns an die innere Schicht anzugleichen, worin wir miteinander stärker verbunden sind, dann regen wir dadurch Sein Licht an – das uns aus der Ferne leuchtet, genannt das umgebende Licht oder Or Makif – und darin werden wir korrigiert, um das Licht der Liebe und des Gebens zwischen uns zu enthüllen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel, aus dem Buch „Shamati“, 28.05.201

 

Die Gruppe ist die Errettung von allem


Fragen, die ich darüber erhielt, wie man mit Schwierigkeiten, egoistischen Verlangen und Abstiegen umgehen soll:

Frage: Sie haben einmal eine Geschichte über eine Person erzählt, die ein Lotterielos kaufte und dachte, sie hätte die ganze Welt in ihrer Hand. Dann ging sie und setzte sich betrunken hinter das Lenkrad ihres Autos und wurde in einen Unfall verwickelt. Sie machte das, weil sie spürte, dass nur ein Unglück sie „ernüchtern“ könnte.

Wie kann uns das Studium der Kabbala vor solch einem Entschluss bewahren? Und wie bringen Sie das in Übereinstimmung mit der Tatsache, dass alles vorherbestimmt ist und dass niemand „seinem Schicksal entfliehen“ kann? Wird nicht diese Betrachtungsweise einen furchtlos machen – sogar bis hin zum Tod?

Meine Antwort: Die Gruppe ernüchtert uns von all unseren Verwirrungen. Bleib öfters mit deinen Freunden in Verbindung.

Frage: Wie soll man mit egoistischen Verlangen umgehen, die einem Leiden bringen? Diese Verlangen werden manchmal von der Angst verursacht, sie nicht überwinden zu können und nicht fähig sein zu können, sich auf eine spirituelle Stufe zu erheben. Und trotzdem werden diese Gefühle manchmal von dem Verlangen ersetzt, mit dem Schöpfer eins zu sein und in Ihm Trost zu finden.

Frage: Obgleich ich mit Ihnen jetzt seit zwei Jahren studiere, spüre ich jeden Tag dieses immense Gefühl der Leere. Manchmal möchte ich überhaupt nicht aus dem Bett aufstehen, weil ich spüre, dass es nichts Gutes in der Welt gibt und das Leben nichts als ein Spiel ist, das ich nicht mehr spielen will! Was soll ich tun?!

Meine Antwort: Lesen Sie das Buch Shamati und spüren Sie, wie es über Sie spricht. Stellen Sie sich außerdem auf die Gruppe ein – das ist die einzig mögliche Errettung.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer wird durch die Vereinigung mit anderen erreicht
Blog-post: Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft
Blog-post: Ein Freund ist jemand, der dieselben Qualitäten, Handlungen und Ziele hat wie du
Shamati #6: Was bedeutet in spiritueller Arbeit „Hilfe der Tora“?

Was ist zu tun, wenn dich die Verzweiflung überkommt


Eine Frage, die ich erhielt: Ich weiß nicht was zu tun. Ich fühle mich als hätte ich meine ganze Energie verloren und würde „in der Luft hängen“. Nichts interessiert mich bei der Arbeit. Auch wenn ich alles Mögliche bei meiner geistigen Arbeit tue, fühle ich eine Art der Verzweiflung wie nie zu vor. Ich habe keinen „Brennstoff“. Nichts betrifft mich mehr. Ich fühle kein Verlangen nach irgendetwas in dieser Welt, der einzige Wunsch, den ich habe, ist irgendwohin zu flüchten, aber ich weiß nicht wohin. Mein Herz sagt mir, dass dieser Platz existiert aber ich bin noch immer nicht dort. Ich studiere mit euch seit mehr als drei Jahren und ich kann mir das Leben ohne Kabbala nicht vorstellen. Ich werde immer verzweifelter und es kommt mir so vor als würde sich in mir nie etwas verändern. Im Gegenteil, die Verlangen meines äußeren Umfeldes berühren mich und machen mich immer schwächer. Was kann ich tun? Ich kann so nicht mehr weitermachen! Was soll jetzt geschehen?

Meine Antwort: Der Grund, warum Sie sich so schwach auf dem geistigen Pfad fühlen, besteht darin, dass Sie einen Mangel in der Verbindung mit der Gruppe haben. Sie erhalten die Wichtigkeit der Absicht der Umgebung nicht, das aber ist das Wichtigste – es ist das Fundament unserer Weiterentwicklung! Sie können mehr über diese Zustände in den Artikeln Shamati und in den Briefen von Baal HaSulam lesen. Es gibt Reshimot, (Informationen oder die Gene unserer geistigen Entwicklung) die in uns verborgen sind und sich ständig offenbaren, indem sie unsere egoistischen Verlangen verursachen und diese ständig größer werden lassen. Wir müssen ständig versuchen, über dieses Reshimot aufzusteigen, indem wir unsere Absicht verwenden, die Liebe zum Schöpfer zu erreichen. Genau darum wächst unser Egoismus: um uns die Gelegenheit zu geben, sich darüber zu erheben und sich von unserer Welt bis auf das Niveau des Schöpfers zu erheben. Erst dann werden wir Ihn verstehen, da geschrieben steht, „Weil sie mich alle kennen werden, vom kleinsten unter ihnen bis hin zum größten“ (Yirmiyahu 31:33). Aber der Prozess ist immer derselbe: Die Reshimot, die in uns offenbart werden, sind immer egoistisch und jedes Mal, wenn wir Kraft brauchen, um uns über sie zu erheben, schaffen wir das, indem wir unsere Verbindung mit der Umgebung (die Gruppe) vergrößern.

Verwandtes Material: 
Blog-post: Freude bringt dich näher zum Schöpfer
Blog-post: Willensfreiheit besteht nur in unserer Umgebung
Blog-post: Warum schickt uns der Schöpfer soviel Leid in dieser Welt?

Ratschlag für Studenten: Studiere, verbinde dich und verbreite


Fragen, die ich über den spirituellen Pfad erhielt:

Frage: Ich studiere Kabbala schon seit geraumer Zeit (mehr als vier Jahre) und habe von Anfang an verbreitet. Seit meiner ersten Lektion bis heute spüre ich, wann immer ich durch etwas in der Lektion (oder von Nachrichten über eine großartige Verbreitungsaktion) besonders beindruckt bin, eine klare körperliche Empfindung, die einmalig ist und die ich niemals in einer anderen Situation verspüre. Es fühlt sich wie eine Energiewelle an (wie Elektrizität), geht durch meinen ganzen Körper und ist so eine Art angenehmes Gefühl. Trotzdem verwirrt es mich jedesmal. Ich weiß nicht, ob das normal ist, was es bedeutet und wie ich mich verhalten soll. Ich weiß, dass sich Spiritualität nicht in der Körperlichkeit wiederspiegelt und dass ich nicht darüber verwirrt sein sollte, aber ich wollte Sie das schon seit langem fragen. Was bedeutet das nun und wie sollte ich mich verhalten?

Meine Antwort: Schritt für Schritt wird alles Ausgewogenheit erlangen. Sie sollten Studium und Verbreitung einfach miteinander abwechseln.

Frage: Könnten Sie bitte erklären, wie man seine Anstrengungen messen kann? Ich könnte annehmen, dass ich eine Menge Anstrengungen investiere, während andere, die mich beobachten, sagen könnten, dass ich das nicht tue. Und in welchem Bereich sollten die Bemühungen unternommen werden, in der Verbreitung oder im Studium?

Meine Antwort: Wenn Sie stets über spirituellen Fortschritt nachdenken, heißt das, dass Sie die notwendigen Anstrengungen machen.

Frage: Wie erklären Sie es, wenn eine Person, die vor Unterrichtsbeginn überhaupt nicht schläfrig war, während der Lektion einschläft?

Meine Antwort: Das passiert, weil das Material, das Sie studieren, nicht mit Ihren spirituellen oder physischen Interessen und Verlangen übereinstimmt.

Frage: Ich bin auf dem Weg des Leidens, aber ich trenne mich niemals von der englischen Ausführung des Buches „Shamati“ Was kann ich sonst noch tun, um sicher zu stellen, dass alles was ich durchlebe kein Abfall (Verschwendung) sein wird?

Meine Antwort: Studieren Sie, verbinden Sie sich mit den anderen und verbreiten Sie. Besonders zu Zeiten des Leidens, oder mit anderen Worten, während Sie noch nicht das Höhere Licht auf Sich erweckt haben, sollten Sie sich auf die gemeinsame Verbreitung mit Freunden konzentrieren.

Frage: Kabbala studiere ich seit zwei Jahren und ich hatte bereits einige Abstiege. Genau jetzt bin ich im Stadium eines Abstiegs, der vor eineinhalb Wochen begann. Er brachte mich in ein Umfeld mit Leuten, die nicht an Spiritualität interessiert sind. Jetzt teilt mir meine Depression mit, dass ich zum Studium zurückkehren soll. Wie kann ich damit leben?

Meine Antwort: Das ist die Art des Schöpfers, Sie zu Sich zu drängen, denn auch die Abstiege kommen von Ihm. Sie brauchen eine Gruppe, ein gründliches Lesen der „Shamati“ Materialien und beständiges Studium mit uns. Sonst werden Sie es nicht schaffen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Grad der spirituellen Entwicklung hängt von den eigenen Anstrengungen ab
Blog-post: Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer
Blog-post: Die Ursache aller Probleme dieser Welt
Handbuch der Absichten, Seite 136, Kapitel „Die Absicht der Gruppe“

Freude bringt dich näher zum Schöpfer


Eine Frage, die ich erhielt: Warum verzweifle ich daran, dass ich so weit vom Schöpfer entfernt bin? Und warum fühle ich tief drinnen, dass dieses Gefühl der Isolation falsch ist? Ich habe Angst um meine Gesundheit, und es bringt mich zum Weinen.

Meine Antwort: Du brauchst den Beistand der Umgebung. Vielleicht hast du auch eine Umgebung, bist aber nicht in der Lage, die Kraft der Gesellschaft von ihnen aufzunehmen. Alles hängt von dir ab. Sogar eine virtuelle Verbindung kann einen Menschen im korrekten Zustand halten.

Verzweiflung stößt dich vom Schöpfer weg, wohingegen Freude dich näher heranzieht. Lies Shamati Artikel 58 : Die Freude ist die „Erscheinung“ der guten Taten. Wenn ein Mensch nicht glücklich ist, dann beschuldigt er durch eben diese Empfindungsweise den Schöpfer, diese Welt unkorrekt geschaffen zu haben und rechtfertigt nicht Seine Handlungen. Er sagt, der Schöpfer sei schlecht , wodurch dieser Mensch ein Sünder genannt wird – nicht für seine Handlungen, sondern für seinen Gemütszustand!

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein Kabbalist fühlt dasselbe Vergnügen wie der Schöpfer
Blog-post: Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft
Blog-post: Kabbala und Humor
Shamati # 153:Der Gedanke ist Folge des Wunsches

Die einzigartige Kraft der Kabbala


Das Höhere Licht leuchtet für jeden, der sich in das Studium der Weisheit der Kabbala vertieft, auch wenn er es nicht spürt, denn er ist noch nicht ausreichend korrigiert, um dieses Licht in seinem Inneren zu empfangen. Trotzdem korrigiert ihn diese Erleuchtung von Oben und bereitet ihn stufenweise auf das Empfangen des Lichtes vor.
Baal HaSulam, Einführung in die Lehre der Zehn Sfirot, Punkt 155

Alle Hürden, die ein Mensch erfährt, kommen von Oben, damit sie seine spirituelle Entwicklung vorantreiben – daher ist er mit seinem derzeitigen Entwicklungsstand nie zufrieden. Nur jenen, die der Schöpfer näher an Sich heranbringen möchte, schickt er Hilfe, um ihnen zu zeigen, dass sie spirituell nicht fortschreiten und Er gibt ihnen ebenfalls Gedanken, die sie an Ihm – dem Schöpfer – zweifeln lassen.
Baal HaSulam, Shamati, Es gibt nichts außer Ihm

Das Schöpfungsziel besteht darin, den Geschöpfen Freude zu schenken, und solange ein Mensch nicht alle Freuden empfängt, die der Schöpfer für ihn vorgesehen hat, hat er das Schöpfungsziel nicht erreicht.
Rabash, Das Wesen und die Korrektur der Schöpfung

Es ist die Aufgabe des Menschen, durch eigene Korrektur das Schöpfungsziel zu erreichen. Die Korrektur liegt darin, die Eigenschaft des Schenkens zu erlangen. In dem Ausmaß, wie ein Mensch über diese Eigenschaft verfügt, empfängt er das, was der Schöpfer für ihn vorgesehen hat.
Rabash, Das Wesen und die Korrektur der Schöpfung

Ein Mensch muss nicht nur sein Außen sondern auch sein Innen korrigieren – sein „Ich“, seinen Egoismus. Dies kann nicht durch äußere Handlungen geschehen – durch Fasten oder Einschränkung. Im Gegenteil: Der Egoismus liebt solche Einschränkungen, denn er kann auf sie stolz sein. Die Korrektur liegt darin, seine Bedeutungslosigkeit gegenüber den Freunden zu spüren – jenen, mit denen er die Kabbala studiert – aber keinesfalls gegenüber anderen.
Baal HaSulam, Pri Chacham – Briefe, S. 75

Ein kleines Loch im Herzen reicht, damit ein Mensch sich wieder dem Schöpfer zuwendet, doch nur unter der Voraussetzung, dass die Nadel in lebendem Fleisch steckt und nicht in totem.
Rabbi Menachem Mendel (Der Kotzker Rebbe), Es gibt nichts Vollkommeneres als ein gebrochenes Herz, S. 30

Der Heilige Krieg ist kein Krieg zwischen den Menschen, sondern er findet in dir selbst statt. Er bricht dann aus, wenn du gegen deine dunkle Seite ausholst und deiner guten Seite sagst: „Wachse!“
Rav Kook, Maamarei Reiya, 508

Zahlreiche falsche Doktrinen gibt es vor der Ankunft des Messias. Du kannst dich vor ihnen schützen, indem du jeden Tag den Sohar studierst. Auch wenn du kein einziges Wort dieses Buches verstehst, wird es dennoch dein Herz reinigen.
Or Jasharim, Mira Dah’ya

Wenn man eine Stunde lang das Buch Sohar studiert, hat man mehr davon, als ein Jahr lang den einfachen Kommentar darüber zu lesen.
Kisseh Melech, Tikun 43, Kapitel 60

Der Schöpfer hat keine größere Freude, als wenn die Menschen Kabbala studieren. Eigentlich wurde der Mensch nur dazu erschaffen, die Kabbala zu studieren.
Rabbi Chaim Vital, Einführung zu Shaar HaHakdamot

Während der Schöpfer sich verhüllt, erlaubt Er das Böse – jedoch nicht bis zur völligen Zerstörung der Welt. Dadurch enthüllt manch einer erst später die Einzigkeit des Schöpfers und die Korrektur alles Bösen durch Seine allmächtige Kraft.
Ramchal (Moshe Chaim Luzzato), Da’at Tevunoth, S. 185

Es gibt keine einzige Handlung, die nicht vom Höheren Licht kommt.
Ramchal, Adir BaMarom, S. 227

Alle Gebote dienen dazu, das Herz zu korrigieren, obwohl sie von physischen Handlungen sprechen oder in Versen zitiert werden – aber der Schöpfer will nur die Korrektur der Absichten im Herzen eines Menschen.
Abraham ben Meir ibn Ezra, Yesod Mora, S. 8

Verschmelzung mit dem Schöpfer, aus ausgewählten Quelltexten


Etwas wird Spiritualität genannt, wenn man es niemals verlieren kann. Daher nennt man den Wunsch mit der Absicht, „für sich selbst“ zu empfangen, „Körperlichkeit“. Sie wird von dieser Form befreit und die Form des Empfangens „für den Schöpfer“ annehmen.
Baal HaSulam, Artikel aus Shamati: Als Spiritualität wird etwas bezeichnet, das niemals verloren geht

Wir müssen für das Geben arbeiten, denn es ist gegensätzlich zu unserer Natur, welche „das Verlangen, Genuss zu empfangen“ darstellt. Wir müssen aber das Gegenteil wollen – den Wunsch nach Geben haben und nicht „für uns selbst“ zu empfangen.
Baal HaSulam, Artikel „Die Essenz und die Korrektur der Schöpfung (hebr.)“

„Einer der wütend ist, ist wie ein Götzendiener“, denn wenn man wütend ist, erfreut man sich am Zorn und darüber hinaus ist man stolz, weil man glaubt, im Recht zu sein. Hier begeht man zwei Sünden: Genuss und Stolz. Über den Stolz steht geschrieben: „Ich kann nicht mit einem stolzen Mann zusammen sein“ – und die eigene Seele verlässt einen solchen Menschen.
Baal HaSulam, Artikel „Einer der wütend ist (hebr.)“

„Man sollte tief in seinem Herzen wissen, dass der Schöpfer hinter einem her ist, wie man selbst hinter Ihm her ist. Man darf das nie vergessen, selbst in der größten Sehnsucht nach dem Schöpfer nicht. Wenn man sich erinnert, dass der Schöpfer einen vermisst und jagt, sollte man sich noch mehr anstrengen, den Schöpfer zu erreichen, bis man durch die Liebe die Verschmelzung mit ihm erreicht.“
Baal HaSulam, Briefe, S. 70

Wir können die großen Seelen in unsere Welt anziehen und sie werden durch die Tugend ihrer erhabenen Verlangen die Erlösung für die Welt bringen. Alles hängt von unserem Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, ab.
Rav Abraham Isaac Kook, „Arpilei Tohar,“ 41

Dies ist das Wissen, das ein Mensch haben muss: den Schöpfer zu kennen und sich selbst zu kennen – wer bin ich? Wie wurde ich erschaffen? Woher komme ich und warum? Wohin gehe ich? Wie kann ich meine Verlangen korrigieren? Wie soll ich vor dem Schöpfer erscheinen?
Das Buch Sohar, „Shir HaShirim“

Das Gesetz der Kabbala besagt, das es keine Verbindung zwischen Spiritualität und Körperlichkeit gibt, in keinem einzigen Wort. Und auch in keiner Notiz und in keinem Brief, denn die Briefe sind Formen, die sich auf weißem Papier abbilden, wohingegen der Mensch Körper und Seele ist.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 27

„Am Ende der Tage wird die Unverschämtheit wachsen“ (Talmud. Sota, 49). Weil diese Generation extrem weit vom Schöpfer entfernt ist, denn die Leute sind sogar stolz auf ihre Unwissenheit. Und jene, die vom Schöpfer entfernt sind, sind betrügerisch und frech.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 28

Eine Erfüllung kann nur spirituell sein


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, warum Frauen nicht loyal zu ihren Partnern stehen:

Frage: Meine Freundinnen und ich haben uns gefragt, warum ein Mann allein einer Frau nie genügt? Wie kommt es, dass sogar wenn er Kabbala studiert, sie nach einer Weile ihr Interesse an ihm verliert und sich nach einem neuen umschaut? Ist Monogamie nicht eigentlich etwas Natürliches für eine Frau? Ist sie als Frau und Mutter nicht dafür vorgesehen, treu ergeben zu sein – eine loyale Partnerin für ihren Mann? Wo kommt dann dieses Verlangen her, ständig mit neuen Männern zusammensein zu wollen? Was sollte eine Frau mit diesem Verlangen tun und wie kann sie sich ändern, um in Harmonie mit der Natur zu sein?

Meine Antwort: Ich denke, dass Sie über Ihre Männer enttäuscht sind. Abgesehen von den minimalen körperlichen Bedürfnissen, kann Erfüllung nur im Spirituellen liegen. Darum, suchen Sie sich einen Mann, mit dem Sie Shamati studieren können – und Sie werden Ihn nie mehr verlassen wollen!

Frage: Könnten Sie bitte etwas zu diesen Nachrichten von Ethology.ru sagen. Die Manager der Dating-Website IllicitEncounters.com stellten etwas Interessantes fest. Ihrer Meinung nach sind die wirtschaftliche Rezession und unser Kursverfall der Grund dafür, dass verheiratete Frauen sich auf dieser Site registrieren und außereheliche Verbindungen suchen. Dieses Phänomen öffnet ein weites Forschungsgebiet über das instinktive Verhalten einer Frau im Bereich der familiären und intimen Beziehungen.

Meine Antwort: Dieses Phänomen ist durchaus instinktiv, egoistisch, dem belebten (tierischen) Niveau entsprechend und natürlich. Es ist Nichts Seltsames dabei. Ein Weibchen wählt sich einen Partner anhand seiner Fähigkeit, für sie und ihren Nachwuchs sorgen zu können. Im Tierreich sucht sich das Weibchen den Partner anhand seiner Stärke aus und nicht nach seinem Aussehen oder ob er ein „gutes Herz“ hat – so wie die Leute das im Film machen.

Der Egoismus ist unsere einzige Kraft. Wenn Sie stattdessen etwas anderes möchten, bitten Sie den Schöpfer darum, Ihnen die entgegengesetzte Kraft zu geben – die Kraft des Schenkens. Andere Kräfte existieren nicht in der Natur!

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Wie machst du aus einer Fledermaus einen Hahn?


Ich erhielt folgende Frage: Im Buch Shamati, Artikel 16, wird gesagt: „Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?'“ Meine Frage ist: Wie kommt ein Mensch während seines Lebens von der Stufe einer Fledermaus auf die Stufe eines Hahns?

Meine Antwort: Jene, die die Kabbala (Tora) benutzen, um die Eigenschaften der Liebe und des Schenkens zu erreichen, werden das Licht des Lebens in dieser Eigenschaft sehen. Auf der anderen Seite werden jene, die die Kabbala (Tora) zum eigenen Nutzen verwenden (um reich zu werden, ihren Stolz zu befriedigen, Ansehen und Ruhm zu erreichen, um sich besser als andere zu fühlen, ihre Existenz zu rechtfertigen u.s.w.) sich auf der Stufe der Dunkelheit befinden; obwohl sie davon überzeugt sind, dass sie im Licht des Schöpfers stehen. Sie sind wie Fledermäuse, die die Dunkelheit mit dem Licht verwechseln und deswegen zufrieden sind, im Exil der Spiritualität zu bleiben, um physische Rituale auszuführen – und sie fühlen nicht, dass sie irgendetwas anderes brauchen.

Sieh dir an, was Baal HaSulam in der „Einführung zum Talmud Esser HaSefirot“ über die Worte des Propheten Amos schreibt: „Wehe denen, die den Tag des Herrn herbei sehnen! Wozu soll euch der Tag des Herrn sein? Er ist Dunkelheit und nicht Licht!“ „Es gibt eine Parabel über einen Hahn und eine Fledermaus, die auf das Licht wartete. Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?‘ (Talmud. Sanhedrin 98:2)“ Das bedeutet, dass man ohne das Licht (das nur hinabsteigt, wenn jemand die Kabbala studiert), nicht einmal versteht, dass man sich in Dunkelheit befindet, weil man nur unsere Welt empfindet.

Wenn ein Mensch nicht nach Höherem strebt, über unsere Welt hinaus, aber zufrieden mit mechanischen Befolgungen von Ritualen ist, historischen und philosophischen Untersuchungen, Theologie, heiligem Wasser, Amuletten und Meditation (wie wir sehen können, umfasst es das ganze Ausmaß, vom Naiven zum Gelehrten), mit anderen Worten, wenn jemand den Punkt im Herzen nicht hat, dann wird ihm nichts helfen. Weil sein Verlangen nur auf der Stufe unserer Welt existiert und Menschen handeln immer ausschließlich entsprechend den Verlangen, die in ihnen auftauchen.

Deswegen ist die Kabbala nur für die bestimmt, die nach einer echten Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ suchen. Und die Antwort liegt in der Erlangung der Quelle seiner Existenz. So enthüllt man die Bedeutung von dem was passiert als auch dessen endgültiges Ergebnis.

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