Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Segula'

Licht für die “Weisen des Herzens”

Das Einzige, was wir aus unserm Studium mitnehmen können ist, es in eine „übernatürliche Eigenschaft“ (Segula) umzuwandeln, um „das Licht, das umwandelt“ auf uns zu ziehen. Deshalb haben wir uns entschieden, die Bücher zu studieren, die uns Kabbalisten – das sind jene Menschen die ihre Korrektur bereits verwirklicht haben, die Enthüllung des Schöfpers und die Anheftung an Ihn die höhere Erlangung erreicht haben und zu den Wurzeln ihrer Seele zurückgekehrt sind – empfohlen haben.

Das heißt, sie haben ihren Auftrag erfüllt, der jedem Menschen in dieser Welt obliegt und haben ihren endgültigen korrigierten Zustand, Gmar Tikun – die Welt der Unendlichkeit, Vereinigung mit dem Schöpfer – erreicht. Deshalb hören wir auf ihre Unterweisungen und was sie uns raten ist – nur die kabbalistischen Bücher zu studieren – weil sie das Licht, das umwandelt in sich tragen.

Das Licht, das andere Bücher, die ebenfalls über die spirituelle Welt sprechen (wie die Tora, Mishna und Talmud), enthalten, ist nicht kraftvoll genug, um unsere Seelen zur Quelle zurückzuführen. Das bedeutet nicht, dass sie keine Spiritualität besitzen! Sie alle wurden von großen Kabbalisten geschrieben, die spirituelle Erlangung hatten. Aber diese Bücher sind nicht dazu bestimmt, uns die Kraft zur Korrektur zu geben. Daher nutzen wir sie nur als kleine Zugabe, während das gesamte Studium auf dem Buch Sohar mit den Kommentaren von Baal HaSulam, sowie auf dem Talmud Esser Sefirot basiert.

Genau das sind die Bücher, die uns das Umgebende Licht bringen, das am besten für die Seelen unserer Generation geeignet ist und die Kraft besitzt, uns zu korrigieren. Ein Mensch, der diese Bücher studiert, wird Weiser oder „Schüler eines Weisen“ (Talmid Hacham) genannt, denn er lernt vom Schöpfer (ein Weiser) über die Eigenschaft des Gebens. Dieser Mensch ist ein „Weiser des Herzens“, denn er möchte sein „Herz“ (seinen Willen zu geniessen) korrigieren, um es in ein Gefäß für das Licht von Chochma umzuwandeln.

Auf diese Weise betrachten wir unser Studium, unsere Gruppe, unseren Lehrer, die Verbreitung und unser gesamtes Leben, sodass alles zu einem Hilfsmittel wird, um diese „übernatürliche Kraft“ (Segula), zu erwerben – das Licht, das umwandelt. Das ist das Einzige, woran wir vom Morgen bis zum Abend und vom Abend bis zum Morgen denken sollten! Denn der ganze Erfolg eines Menschen hängt letztendlich von diesem Licht ab.

Kabbala Akademie

Ein besonderes Mittel – Segula

Baal HaSulam, „Вie Bürgschaft“: Es wird gesagt – „Ihr werdet das besondere Volk unter allen Völkern sein“, d.h. ihr werdet für Mich zum besonderen Mittel (Segula), ihr werdet die Funken der Kduscha an alle Völkern der Welt weiterleiten.

Segula hat eine besondere Wirkung, mittels derer wir die egoistische Absicht in die altruistische umwandeln. Ich weiß nicht genau, wie es wirkt, aber dank ihr verändere ich mich, bekomme eine zweite Natur, betrete die andere Realität, die über meinem heutigen Zustand liegt. Wie es geschieht, ist mir unbewusst.

Deshalb wird der Auszug aus Ägypten als „ein Wunder“ bezeichnet. Die verborgene Kraft in der Tora, das Licht (Or), das zur Quelle zurückführt, ist „das besondere Mittel“ – Segula. Ohne Vorstellung, wie es wirkt, sehe ich nur die Ergebnisse: als hätte ich mich unter den Einfluss einer unbekannten Bestrahlung gestellt und mich dadurch verändert.

Obwohl es unverständlich ist, wie Segula funktioniert, aktiviere ich sie, indem ich versuche die vorgegebenen Bedingungen einzuhalten. „Mache so, – schreiben die Kabbalisten, – und du wirst jenes bekommen“. Ich kann diese kausale Zusammenhänge nicht nachvollziehen, aber ich weiß, dass die richtigen Handlungen meinerseits zu einer bestimmten Reaktion führen.

Der Kontakt mit Ihm ist mir nicht klar, ich fühle keine Verbindung zum Höherem, dennoch bin ich seiner Wirkung ausgesetzt und es verändert mich.

Deshalb wird diese Wirkung als „besondere“ bezeichnet. Ein solches „besonderes Mittel“ beobachten wir auch beim Kind, das in unserer Welt spielt und wächst. Welche Kraft sorgt für seine Entwicklung? Wir haben uns daran gewöhnt, dass die Spiele unsere Kinder entwickeln, und merken gar nicht, wie die Entwicklung erfolgt.

Welche Kraft wirkt ein: bei dem Kontakt des Kindes mit dem Spielzeug, mit den Bildern im Buch, mit den Tieren, die es sieht, bei den Autos, die vorbei fahren? Inwiefern fördert der Einfluss der Umwelt seine Entwicklung? Für uns handelt es sich um etwas Gewöhnliches, aber eigentlich geht es hier um „ein besonderes Mittel“.

Das Kind will wachsen, er strebt nach den Formen der erwachsenen Welt – und wird Erwachsen. Wenn wir uns vorwärts bewegen wollen, dann sollen wir einige Handlungen unternehmen, um die Höhere Kraft zu aktivieren, die uns großzieht. Wir haben die Freiheit der Wahl: suchen die richtige Umgebung, organisieren das Studium, planen unseren Tagesablauf, kümmern uns um unsere Absichten – so entwickeln wir uns.

Also ist „Segula“ das Ergebnis der bestimmten Handlungen des Menschen, obwohl er nicht weiß, was er aktiviert und was zu ihm als Antwort zurückkommt. Bei uns wird es in den Beziehungen mit der höheren Kraft realisiert, bei den Kindern – in den Beziehungen mit der Umwelt.

Das selbe Prinzip gilt bei den Beziehungen zwischen „Israel“ und „den Völker der Welt“, d.h. zwichen allen, die nach dem Schöpfer streben, und allen, die es nicht tun. So wie wir mit dem Schöpfer – so sind auch sie mit uns. Denn sie haben keinen Funken, keine Verbindung zu Ihm. Deshalb sollen wir die Wissenschaft der Kabbala – in der angepassten, zugänglichen Form, verbreiten.

Sie wollen ein gutes Leben hier und jetzt, der Schöpfer interessiert sie nicht. Dementsprechend sollen wir auch in der Verbreitung vorgehen, dann werden wir zum „besonderen Mittel“ und realisieren „unsere Besonderheit unter allen Völkern“.

Dank der Verbindung mit uns beginnen sie „unerwartet“, die Kräfte, das Verständnis, die Wünsche zu bekommen, welche früher bei ihnen nicht denkbar waren. Diese „Funken“ gehen aus der Unendlichkeit, vom Schöpfer – durch uns – an sie.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“, 25.07.2011

Fehler sind unmöglich

Frage: Wie kann man den Menschen den Unterschied zwischen „dem besonderen Mittel“ (Segula) und der Mystik erklären?

Meine Antwort: Unter „dem besonderen Mittel“ werden die deutlich ausgerichteten, sehr klaren Handlungen gemeint. „Segula“ ist ein System, in dem es ein mir unbekanntes Element gibt, jedoch weiß ich, unter welchen Bedingungen es gilt.

Das Ergebnis setzt sich aus allen möglichen Elementen zusammen, die miteinander verknüpft sind. In diesem System ist mir alles verständlich, außer einem unbekannten Element. Jedoch soll es unbedingt vorhanden sein, und ich rechne damit. Denn ich weiß, dass mein Erfolg damit im Zusammenhang steht.

Ich bin mit diesem Element nicht verbunden, ich fühle es nicht wie alle übrigen. Aber – nachdem ich in diesem System meinen Teil der Arbeit erfülle, wacht es auf und funktioniert. Es ist wie hinter der Schirmwand verborgen, aber ich weiß, wie es aktiviert wird. Mit Hilfe der Gruppe und der Methodik lerne ich und organisiere alle Bedingungen. Wenn ich richtig arbeite, so setze ich dieses Unbekannte in Betrieb.

Es gibt keine Zweifel, es ist der störungsfreie Mechanismus. Wenn ich auf den richtigen Knopf gedrückt habe, wird es funktionieren. Von seiner Seite gibt es keinen Verzug, keine Störungen – er ist in meinen Händen unter der Bedingung, dass ich alle übrigen Elemente auch in die Hand genommen habe.

Dieses Element bestätigt: „Du hast alles richtig gemacht, du hast die richtige Verbindung mit den anderen hergestellt.“ Sein Siegel ist die Garantie, dass die Höhere Kraft sich nur durch deine Verbindung zu den anderen offenbaren kann. So ist dieses unbekannte Element in diesem System eine Art Abschlussprüfung, der Beweis, dass du alle Bedingungen erfüllt und ein richtiges Kli gebildet hast. Das ist Segula, das besondere Mittel.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“, 25.07.2011

Autofahren lernt man nicht in der Theorie

Frage: Wie äußert sich der Zusammenhalt der Gruppe? Wo liegt unsere Einheit?

Meine Antwort: Überall, doch hauptsächlich im Inneren. Wir müssen ständig, von früh bis spät, nur an den Zusammenhalt zwischen uns denken. In diesem Zusammenhalt werden wir dem Schöpfer ähnlich, und in der Vereinigung zwischen uns werden wir die gesamte Welt dazu erwecken, sich ebenfalls zu vereinen. Wozu? Um dem Schöpfer ähnlich zu werden. Wofür? Weil wir Ihm dadurch Vergnügen bereiten.

Wir wissen nicht, was das bedeutet, und müssen dennoch in diese Richtung denken. Es handelt sich um ein besonderes Mittel, genannt Segula. Du verstehst nicht, wie es funktioniert, doch du setzt es in Bewegung.

Aktiviere das System. Dir wurden einige Bedingungen gestellt – also handle. Du weißt nicht, was sich hinter der Bedienungskonsole abspielt. Vor dir befinden sich verschiedene Knöpfe – also drück sie. Warte nicht, bis du das gesamte System studiert hast – so wirst du es nie beherrschen können. Es wird sich dir eröffnen, nachdem du es in Gang gesetzt hast. Denn dadurch veränderst du dich und beginnst dann, es zu verstehen.

Was kennen die Menschen, die die ersten Fahrstunden nehmen? Lenkrad, Gangschaltung, Gas-, Brems- und Kupplungspedal – das war es schon. Die anderen Teile lernen sie erst später kennen, geschweige denn den Motoraufbau.

Auch du musst im Moment nur wissen, wie das spirituelle Auto zu bedienen ist, damit es fährt. Im Umgang damit wirst du es kennenlernen, wie geschrieben steht: „Aus Deinen Handlungen erkennen wir Dich“.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 18.07.2011


Ein Seil in die spirituelle Welt

Frage: Ist der Begriff „Segula“/„Wundermittel“ die Grundlage für die integrale Erziehung?

Meine Antwort: „Segula“ ist die Grundlage, damit fängt man an. Denn die spirituelle Welt ist unserer Welt entgegengesetzt und deshalb völlig von ihr getrennt. Die spirituelle Welt hat keine Verbindung mit der materiellen. Du kannst nichts mit der spirituellen Welt tun – weder die Kraft von dort anziehen noch auf sie einwirken. Weder Karten noch „Wunder“ noch rote Bänder werden dir helfen, diesen absoluten Bruch zwischen den Welten zu überwinden.

Der Kontakt, durch den du die spirituelle Einwirkung auf dich hervorrufen kannst, wird nur durch deine richtige Verbindung mit dem Lehrer, dem Lehrbuch und der Gruppe hergestellt – wenn du sie benutzt, um die Absicht, die dringende Notwendigkeit, das Verständnis, was genau du von dem Studium erwartest, in dir zu erwecken.

Und dann führt dich das Studium mit dem wahren Lehrer, der richtigen Gruppe und den authentischen Büchern zur Umsetzung der Absicht. Und außer all dem wird dir nichts helfen. Ohne „Segula“ in dieser Welt würde der Mensch ein Tier bleiben.

Aus diesem Grund ist es für uns derart wichtig, zu klären, wie diese drei Bestandteile – der Lehrer, die Bücher und die Gruppe – sein sollen, wie sie richtig auf mich einwirken sollen – in Bürgschaft.

All das ist in der Notwendigkeit, die Spiritualität zu ergründen, konzentriert. Und die Spiritualität wird durch das Studium ergründet, in dem eine geheime Kraft verborgen ist. Diese Kraft muss auf mich einwirken, wenn ich mich an sie wende.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 23.02.2011

Eine Motivation, um eher geboren zu werden

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass es nötig ist, zu verstehen, was Kabbala ist, bevor man sie studiert. Wie kann jeder ihre Sprache lernen, wenn sie so kompliziert ist?
Meine Antwort: Zu verstehen, was die Weisheit der Kabbala ist, bedeutet den Schirm zu erwerben, um sich über seinen Egoismus zu erheben und spirituelle Handlungen zu erkennen. Dann wirst du fähig sein, einen kabbalistischen Lehrer zu verstehen und zu lernen, was als nächstes zu tun ist. Du wirst begreifen und du wirst sofort alles praktisch bestätigen können, was er dir sagt, wie es auch bei Studenten in der normalen Welt geschieht.

Wie kann ich dir aber irgendwas erklären, bevor du in der Spiritualität geboren wirst? Es ist, als ob ich einem ungeborenen Kind im Leib seiner Mutter etwas über diese Welt erzählen würde. So erzählen Kabbalisten uns etwas von einer anderen Welt. Wir wohnen in dieser Welt innerhalb ihrer Sphäre, wie in einer Blase, während uns etwas über einen Ort außerhalb davon erzählt wird.

Darum arbeiten kabbalistische Texte wie „Wundermedizin“ (Segula) für uns. Die Artikel sind für Anfänger geschrieben, aber „Das Studium der zehn Sefirot“ ist für jene geschrieben, die in die Spiritualität geboren wurden, die schon „spirituelle Babies“ sind, denen von der Höhren Welt erzählt werden kann. Deswegen werden sie fortschreiten und anfangen, die neue Welt zu erkunden, in die sie geboren wurden.

Was jene betrifft, die noch immer im Leib ihrer Mutter sind, ist es nur ein Ansporn, eine Motivation, um so bald wie möglich geboren zu werden.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 14.02.2011, „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“

In der Spiritualität gibt es keine leichten Bücher

Frage: Was ist der Unterschied zwischen der Einwirkung des Sohar auf einen Menschen, der die spirituelle Erkenntnis erlangt hat, und auf denjenigen, der sich noch nicht in der spirituellen Erkenntnis befindet?

Meine Antwort: Der Sohar wirkt entsprechend der spirituellen Stufe des Menschen, als würde zum Beispiel ein kleines Kind oder ein großer Wissenschaftler ein Buch über Physik lesen.

Derjenige, der die spirituelle Welt noch nicht erlangt hat, liest, versteht jedoch nicht das Geschriebene. Und es gibt keine Bücher, die die spirituelle Welt auf seiner Stufe, in seinen Eigenschaften erklären könnten. Die spirituelle Welt ist für ihn eine Antiwelt, sie kann nur in dem Ausmaß verstanden werden, in dem ihre Eigenschaften des Gebens und der Liebe erlangt werden.

Deshalb beschäftigt man sich anfangs mit Kabbala, nicht um die spirituelle Welt zu verstehen, sondern um deren Eigenschaften zu erlangen. Denn wenn der Mensch diese Eigenschaften erlangen will, ruft er während des Studiums deren allmähliche Entwicklung in sich hervor. Dieses Phänomen wird als „Segula“ bezeichnet.

Und in dem Ausmaß der Erlangung von spirituellen Eigenschaften beginnt er das, was in den kabbalistischen Büchern geschrieben steht, zu spüren und zu verstehen – dann werden die gleichen Bücher zu Lehrbüchern und Wegweisern durch die für ihn neue spirituelle Welt.

Aus diesem Grund macht es keinen Sinn, aus der Lehre von den Zehn Sefirot, die von einem großen Kabbalisten Baal HaSulam geschrieben wurde, eine leichtere Version für Anfänger zu machen. Denn sie werden das Geschriebene sowieso nicht verstehen, sondern müssen den Text zum Erlangen der Eigenschaft des Gebens verwenden.

Es macht keinen Sinn, Kabbala wie Physik zu studieren – das lenkt von der Korrektur ab. Und der Gegenstand des Studiums ist der Mensch selbst, weil alle Welten sich in uns befinden und das Licht in uns enthüllt wird. Das Wichtigste ist, das Licht anzuziehen.

Einige, die die spirituelle Welt nicht erlangt haben, schreiben aber Ergänzungen und Kommentare zu der Lehre von den Zehn Sefirot (TES). Doch wie ist das möglich, wenn der Mensch diese Ergänzungen nicht selbst in der spirituellen Welt erfasst, sondern sie mit seinem irdischen Verstand vermutet. Wie kann man von einer nicht selbst erfassten Welt schreiben?!

Doch es geht noch nicht einmal darum, sondern darum, dass derjenige, der die höhere Welt noch nicht erlangt hat, die Quelle des Lichts braucht – eine authentische Quelle, die von jemandem, der die gesamte höhere Welt erfasst hat, geschrieben wurde, um aus diesem Buch das korrigierende Licht anzuziehen.

Diejenigen aber, die Kommentare zu TES ohne Erkenntnis schreiben, setzen ihn von der Ebene der spirituellen Kraft zu einer irdischen Wissenschaft herab. Ich darf mich im Gegenteil nicht damit zufrieden geben, dass ich TES verstehe, sondern erkennen, dass ich nichts davon verstehe, er mir aber die korrigierende Kraft spendet, deren Einwirkung ich allmählich wahrnehme.

In dem Ausmaß der Korrektur spüre ich in den korrigierten Verlangen die Weisheit. Wenn das Licht Chassadim und das Licht Chochma sich in meine korrigierten Verlangen kleiden, bedeutet es, dass ich Wissen erlangt habe. Wie geschrieben steht: „Und Adam erkannte Hava, sein Weib“ – aus der Verbindung, aus der Vereinigung heraus.

Aus diesem Grund wird das Studieren von Kommentaren nicht helfen. Ich brauche eine authentische Quelle, die stärkste in ihrer Fähigkeit, mir das Licht zu spenden. Denn ich selbst bin der Gegenstand des Studiums, und die ganze Weisheit wird sich in mir enthüllen.

Rabash hat während der Unterrichte keine große Aufmerksamkeit den Erklärungen geschenkt. Er machte nur kurze Erläuterungen, damit wir uns besser mit dem Text verbinden können, indem wir nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, verlangen.

Es gab damals zwei Gruppen – die Gruppe von Rabash und die Gruppe von Hillel. Wir gingen nach dem Unterricht „leer“ nach Hause, die Menschen aus der Gruppe von Hillel gingen „erfüllt“, mit Verständnis.

Das Studium der Kabbala ist „Segula“, ein „Wundermittel“ des Lichts und keine Wissensquelle. Das Wissen kommt mit dem Licht. Es ist nicht nötig, zu denken, das Licht erfüllt dich mit Wissen, entsprechend deiner Ähnlichkeit mit ihm im Geben.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 16.02.2011

Ein Ansporn, möglichst schnell geboren zu werden

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass man, bevor man überhaupt mit dem Studium der Kabbala beginnt, verstehen muss, was das ist. Wie kann aber jeder ihre Sprache erlernen, wenn sie so schwierig ist?

Meine Antwort: Zu verstehen, was die Wissenschaft der Kabbala ist, bedeutet, einen Schirm zu erhalten, um über den eigenen Egoismus steigen und spirituelle Handlungen erkennen zu können. Dann wirst du deinen Lehrer, den Kabbalisten, verstehen und von ihm lernen, was weiterhin zu tun ist. Alles, was er dir sagen wird, wirst du verstehen und praktisch belegen können, hier, an Ort und Stelle, wie das normale Schüler in dieser Welt auch tun.

Doch wenn du in der Spiritualität noch nicht geboren wurdest, wie kann dir dann irgendetwas erklärt werden? Es wäre das Gleiche, wie einem Ungeborenen, welches sich noch im Mutterleib befindet, von unserer Welt zu erzählen.

Genauso sprechen auch Kabbalisten aus einer anderen Welt zu uns. Wir befinden uns in dieser Welt, im Inneren deren Sphäre, wie in einer Blase, und uns wird erzählt, was außerhalb von ihr geschieht.

Deshalb wirken kabbalistische Texte nur wie ein „Wundermittel“ (Segula) auf uns. Die Artikel sind noch für Anfänger bestimmt, doch die „Lehre von den Zehn Sefirot“ ist für denjenigen geschrieben, der bereits zu einem spirituellen Neugeborenen geworden ist, dem man etwas von der spirituellen Welt erzählen kann – dadurch wird er vorankommen, er wird die neue Welt, in der er geboren wurde, kennenlernen.

Für dich aber, der sich noch im Mutterleib befindet, ist es nur ein Reiz, ein Ansporn, möglichst schnell geboren zu werden.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“, 14.02.2011

Das verborgene Gesetz des Lichtes

Frage: Wie kann mich das höhere Licht verbessern, wenn es in absoluter Ruhe ist?

Meine Antwort: Wenn vom ein- und austretenden Licht gesprochen wird, bezieht sich das auf die Veränderungen innerhalb meiner selbst. Das Licht ist das Phänomen innerhalb des Gefäßes zum Empfangen (Verlangen). Es gibt kein Licht ohne das Gefäß. Einige dieser Phänomene nenne ich „das Licht“ und schreibe den Veränderungen unterschiedliche Eigenschaften zu.

Alles ist in meinem Inneren. Einige innere Erfahrungen schreibe ich der äußerlichen Welt mit äußerlichen Ursachen zu, während ich inneren Ursachen mir, meinem Inneren, zuschreibe. Nach dem ich einige Veränderungen in meinem Inneren enthüllt habe, verbinde ich sie dann entweder mit persönlichen Handlungen oder mit dem Licht, dass diese Veränderungen unbewusst in mir herbeigeführt hat.

Wie ein Kind sagt: „Es ist alleine kaputt gegangen“ als ob es nicht gewesen war. Wir machen das auf Grund des Mangels an spirituellem Bewusstsein und der Enthüllung genauso. Wir übernehmen die Verantwortung für einige Ereignisse auf uns selbst und schreiben den anderen Teil einem verborgenen Faktor zu.

Frage: Ist das verborgener Faktor, was wir „eine wunderbare Kraft“ (Segula) nennen?

Meine Antwort: Segula bedeutet, dass ich Handlungen durchführe, aber die Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen ihnen und ihren Ergebnissen nicht sehen kann. Zum Beispiel wird mir erzählt: „Wenn Sie die Wand zehnmal schlagen, wird Wasser anfangen, vom Wasserhahn im Hinterhof zu laufen.“ Ich sehe keine Logik hier; aber inzwischen gibt es einen verborgenen Mechanismus in der Wand, die auf mein Schlagen der Wand reagiert und das Wasser einschaltet.

Es ist wirklich sehr einfach, aber ich bin dieses verborgenen Mechanismusses nicht bewusst. So wurde mir erzählt: „Dieser ist Segula. Wenn wir das tun, werden wir jenes bekommen.“ Folglich verbinde ich das eine mit dem anderen, obgleich ich die Logik der Ursache-Wirkungs-Beziehung nicht verstehe, die diesen Ereignissen zu Grunde liegt. Deshalb ist Segula ein Gesetz das vor mir verborgen ist. Es gibt nichts Übernatürliches hier: Ich weiß nur gerade nicht, wie der Mechanismus im Hintergrund funktioniert.

Das gleiche ist mit der Gruppe. Wenn Sie sich wie empfohlen mit einer Gruppe verbinden, an der Verbreitung teilnehmen, die Freunde umarmen, mit Ihnen singen und springen, werden Sie die Wirkung erfahren, ohne eine Vorstellung davon zu haben, wie das alles miteinander verbunden ist.

Die Kabbalisten gaben uns Empfehlungen, die wirklich wirken. Wie sie genau funktionieren, werden wir später enthüllen. Für jetzt, auf unserer Stufe wird es „Segula“, ein verborgenes Gesetz genannt.

Auszug aus Unterricht  über den Artikel von Rabasch „Was eine große oder kleine Sünde in der Arbeit ist“, 27.12.2010

Spiritueller Dekoder

Eine Frage: Kann ich meine Einbildungskraft verwenden, um die Zukunft in einem korrigierten Zustand abzubilden?
Meine Antwort: Das hängt davon ab, was wir bezüglich uns selbst zum zukünftigen Zustand vorstellen. Um es mechanisch zu porträtieren, machen wir Zeichnungen.

Es ist möglich, alle Bedingungen des zukünftigen Grades in eine Tabelle zu stellen, alle technischen Einzelheiten dieser Zustände aufzulisten: Wünsche, Schirme, Niveaus von Aviut, Eingang und Ausgang von Lichtern, der Umgebung und den Inneren Lichtern, der Aufteilung der Grade in eine Menge von inneren und äußerlichen Systemen in der Zweiten Einschränkung.

Aber, schließlich, kommen wir zu demselben spirituellen, durch Kabbalisten aufgenommenen Scharfsinn, um einander die technischen Details zu beschreiben, die ausgeführt werden müssen, um zu fühlen, was sie mitteilen möchten. Nimm an, dass ich dir ein Blatt voll mit Musiknoten gebe; d. h. ich teile dir einige Daten mit. Kannst du irgendetwas damit anfangen? Nein. Du musst es zuerst als Außeninformation wahrnehmen und dann der inneren Kopie ausführen. Wenn Sie Musik lesen, werden Sie im Stande sein, sie zu singen, und dann werden Sie wissen, was ich vorhatte, dadurch mitzuteilen.

Kabbalisten tun genau dasselbe, indem sie dir technische Daten weitergeben. Trage sie in deiner Seele aus, und du wirst alles erhalten, was sie beabsichtigt hatten. Genau dann wirst du wissen, worüber sie sprechen.

Die Übertragung der Information durch das Internet arbeitet auf dem selben Weg. Ich male ein Bild auf dem Computerschirm oder importiere Fotos von einer Kamera, speichere die Bilder in einem besonderen Format, und sende dir diese Information über einen Kommunikationskanal. Du erhälst diese technischen Daten und verwendest einen Decoder, um sie noch einmal als Bild auf deinen Bildschirm zu übertragen.

Das ist auch, wie Kabbalisten in Kontakt miteinander bleiben. Sie haben ein spirituelles Bild erreicht, nahmen es auf und gaben es an uns weiter, außer dass wir den Decoder vermissen“, um diese Information in dasselbe Bild zu verwandeln. Wir lesen darüber, aber haben keinen Möglichkeit uns vorzustellen, worüber sie sprechen. Für uns erscheint dies alles wie Fantasie.

Wir sind außer Stande, die Bedeutung von einigen der vier durch Kabbalisten verwendeten Sprachen zu entziffern und zu extrahieren, um zu uns die sprirituelle Welt (die Sprachen von Tanach, Halacha, Hagaddah, und Kabbalah) zu beschreiben. Aber was ist es, was Kabbalisten uns erzählen? Verwenden Sie diese Texte wie ein „wunderbares Heilmittel“ (Segula). Was ist Segula? Wenn du Enthüllung erreichen und irgendwie verstehen willst, dass die Enthüllung nur in der Eigenschaft des Gebens möglich ist, wirst du dich und die ganze Welt in Liebe und im Geben zueinander, in der gegenseitigen Garantie, wie ein Mann mit einem Herzen sehen.

Wenn du nach diesem Bild strebst, wirst du beginnen, näher an der richtigen Entzifferung dieser Texte zu sein. Es wird dich beeinflussen, und schließlich wird derselbe spirituelle „Dekoder“ in dir offenbart. Deshalb lesen wir das Buch Sohar.

Pages:  Prev 1 2 Next