Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Sefirot'

Raum für den Schöpfer schaffen

„Lehre der Zehn Sefirot, Teil 2, Absatz 1: Im Buch Tikunei Sohar steht geschrieben, dass man das Wort „Rohr“ (Zinor) erhält, wenn man die Buchstaben des Wortes „Verlangen“ (Razon) neu anordnet. Der Begriff „Rohr“ entspricht demnach einem Kanal und stellt das Gegenteil vom „Verlangen“ dar, da man sich zwingt, das Gegenteil von dem zu tun, was man eigentlich tun wollte. Wenn wir also von dem spirituellen Gefäß als Ganzes sprechen – vom Verlangen und Schirm zusammen -, nennen wir es „das Rohr“ (Zinor). Und wenn wir vom Licht, Verlangen und Schirm zusammen sprechen, d.h. von Licht, das sich durch ein „Rohr“ (Zinor) ausbreitet, nennen wir es eine „Linie“ (Kav). Und wenn wir von einem Gefäß sprechen, das keinen Schirm hat, nennen wir es „Kreis“ (Igul).

Malchut, die Schöpfung, das Verlangen nach Genuss, erlangt durch alle Arten von Bitten, Gebeten und Forderungen die Eigenschaften des Gebens in sich selbst. Diese neuen Eigenschaften des Gebens verbinden sich mit seiner natürlichen Eigenschaft des Empfangens. Aus dieser Vereinigung der beiden Gegensätze, dem Verlangen zu genießen und der Absicht zu geben, entsteht ein neues Gefäß (Kli). Das Verlangen zu empfangen nimmt die Form des Gebens an, und in der Form dieses Gebens offenbart sich die Verbindung zwischen der vierten Stufe und der Wurzel, der Schöpfung und dem Schöpfer.

Alles geschieht innerhalb der Schöpfung. In der kreisförmigen Kugel (Igul), die vorher existierte, erstreckt sich nun eine Linie (Kav). Wir sehen also, wie die Schöpfung in sich selbst Platz macht, damit der Schöpfer eintreten kann. Sie schafft diesen Ort aus ihrem neuen, leeren Verlangen heraus, das sie entwickelt.

Es ist nicht das Verlangen, das es von oben, vom Schöpfer, erhalten hat, denn dann wäre es ein Verlangen nach Genuss, die vierte Stufe selbst, die sich füllen will. Doch das Geschöpf fügt allen Verlangen, die von Natur aus in ihm vorhanden sind, neue Verlangen hinzu, um die Eigenschaft des Gebens zu offenbaren. Und wenn diese Eigenschaft des Gebens zu ihm kommt, dann gibt es bereits einen Ort, an dem sie sich einkleiden und existieren kann.

So kleidet sich der Schöpfer in das Innere der Schöpfung, und wir offenbaren Ihn. Und so wird der Schöpfer (Bore) genannt, was „komm und sieh“ bedeutet.

In dieser Manifestation des Schöpfers offenbaren wir eine bestimmte Ordnung, eine Verbindung zwischen uns, die als “10 Sefirot“ bezeichnet wird. Die erste Sefira Keter ist der Schöpfer, die letzte ist das Geschöpf, Malchut, und die dazwischen liegenden Sefirot sind die Beziehungen zwischen ihnen, in beide Richtungen: von Keter zu Malchut und von Malchut zu Keter.

Diese Sefirot sind „Die Gerade Linie“ (Yosher), sie sind die Hauptkanäle der Kommunikation zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung. Andere sind „runde“ Sefirot (Igulim), sie sind die Verbindung, die die Schöpfung selbst noch nicht verwirklichen kann. Sie fühlt sie nur in eine Richtung, vom Schöpfer zu sich selbst. Der Gast spürt, dass der Gastgeber ihm fast die ganze Welt des Unendlichen noch schenken will. Zusätzlich zu dem, was er im engen Rohr als dünnen Lichtstrahl (Linie) erhalten hat. Der Gast ist jedoch noch nicht in der Lage, diese Unendlichkeit aufzunehmen, und empfindet sie daher als „das umgebende Licht“.

Es gibt also eine „Linie“, d.h. ein mit Licht gefülltes „Rohr“ – wie ein Bohrloch, das, wenn es mit Wasser (dem Licht der Chassadim) gefüllt ist, als „Brunnen“ bezeichnet wird. Das ganze Licht entfaltet sich innerhalb dieses Rohrs, das „Linie“ genannt wird.

Und alles andere bleibt vorerst bestehen, wie „runde“ Gefäße (Kelim) und runde Lichter.

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Aus einer Lektion über die Lehren der Zehn Sefirot“, 27.07.2011

Jom Kippur – Bewusstsein des Egoismus

Frage: Während Rosh HaShana beschließt ein Mensch, ein neues Leben zu beginnen, und obwohl er sich über seine Natur erheben muss, möchte er dennoch innerhalb von zehn Tagen vor Jom Kippur alle seine Eigenschaften überprüfen.

Wenn er sie mit den Eigenschaften des Schöpfers vergleicht, sieht er, dass er in keiner von ihnen sich dem Schöpfer angleichen kann, und beschließt am Jom Kippur, sie unter Einschränkung zu setzen, die sich in unserer Welt durch fünf Einschränkungen äußern.

Danach, fünf Tage später, die die fünf Sefirot symbolisieren, beginnt das Sukkot-Fest. Was ist der Sinn dieser Feiertage?

Antwort: Vor dem Neuen Jahr (Rosh HaShana) gibt es eine ganze Reihe von Tagen, an denen die Menschen um Vergebung bitten. Sie bewerten sozusagen ihre Taten, was sie Gutes und Schlechtes getan haben, und im Allgemeinen erkennen sie, dass sie nicht wirklich etwas Gutes vollbracht haben.

So prüft der Mensch seine Handlungen und kommt zum Schluss, dass er dem oberen Willen des Schöpfers zu gehorchen hat, weil „es nichts außer Ihm gibt.“ Er akzeptiert den höheren Willen als die einzige Kraft, die in der Welt herrscht. Aus diesem Zustand heraus beginnt er, sich selbst zu bewerten. Er unterzieht seine Handlungen und Taten einer sehr ernsten Analyse, die bis Jom Kippur andauert.

Jom Kippur ist der innere Zustand eines Menschen, wenn er erkennt, dass die handelnde Kraft in ihm ausschließlich der große Egoismus ist und er sich über sich selbst erheben muss. Schließlich lautet das Hauptgebot der Tora „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, und davon ist er Lichtjahre entfernt und befindet sich sogar im Gegenteil davon. Deshalb bittet er um Vergebung.

Das ist das Prinzip von Jom Kippur, wenn er bereit ist, auf sein egoistisches Verlangen zu verzichten. Es gibt insgesamt fünf von ihnen im Menschen. Deshalb werden sie durch fünf Einschränkungen in unserer Welt repräsentiert: ein Verbot zu essen, zu trinken und so weiter.

Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände, Rosh HaShana und Jom Kippur“

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Sukkot-Feiertag: Der zweite Tag von Sukkot – Isaak, Überwindung

Die Tage des Sukkot-Festes symbolisieren die Etappen des Aufbaus des spirituellen Gefäßes (Kli), das heißt der Seele, die sieben Sefirot umfasst.

Die drei oberen von zehn Sefirot : Keter, Chochma und Bina kommen von oben zu uns. Es handelt sich dabei um die Eigenschaften des Schöpfers, die Er uns zeigen will. Aus diesen Qualitäten bauen wir bereits eine besondere Eigenschaft, die  Verbindung zwischen uns auf. Sie existiert im Inneren der geschaffenen Wesen und gleicht dem Schöpfer, da sie reines Geben ist.

Die sieben Tage von Sukkot sind sieben Stufen des Aufbaus des vollständigen Klis unserer Seele. Es ist die Zeit, in der etwas, das dem Schöpfer ähnelt, innerhalb der Materie der Schöpfung aufgebaut wird. Das ist die innere Bedeutung des Feiertages Sukkot und im Allgemeinen von unserem Leben und unserer Existenz. Wir müssen lernen, wie wir unsere Verbindung, unsere Einheit aus verschiedenen, gegensätzlichen Kräften aufbauen können.

Der erste Tag von Sukkot ist mit der ersten Eigenschaft, die wir vom Schöpfer erhalten haben, verbunden und wird Abraham genannt. Das ist die Eigenschaft der rechten Linie, die Korrektur, die Eigenschaft der Barmherzigkeit, der Wunsch nach unbegrenztem Geben.

Der zweite Tag, die zweite Eigenschaft in der linken Linie ist Isaak. Es ist die Überwindung, in der Arbeit mit dem Willen zu empfangen, um zu geben. Dies ist eine andere Eigenschaft, die im Gegensatz zu Abraham steht. Der Mensch überwindet seinen Egoismus und will seinen Willen zu empfangen der Eigenschaft Abrahams annähern, der sich im Geben befindet. Dann erhält er von der rechten Linie das Leben, die Kraft der Barmherzigkeit.

Wie können wir diese Stufen von Abraham, Isaak aufbauen? Wir versuchen in unserer Verbindung voranzukommen, damit sie von Tag zu Tag stärker wird. Dann spürt jeder, welche Bereicherung er durch eine stärkere Verbindung erhalten hat. So enthüllen wir allmählich, was die spirituellen Sefirot und ihre gegenseitige Verbindung bedeutet und was ein spiritueller Parzuf ist. Der Parzuf ist das Ergebnis, der aus der richtigen Kombination dieser Sefirot entstanden ist.

Im Wesentlichen ist der spirituelle Parzuf der Schnittpunkt der Eigenschaft des Schöpfers und der Eigenschaft der Schöpfung, des Willens zu empfangen und des Willens zu geben, die beiden Kräfte Keter und Malchut. In der Lücke zwischen Keter und Malchut entstehen Eigenschaften, Kräfte und ihre Verbindungen, aus denen alle Eigenschaften hervorgehen, die in der Natur existieren.

Die Menschen wollen die Natur kennen, verstehen und fühlen, sind dazu aber noch nicht in der Lage. Die gesamte Natur besteht aus Kräften des Empfangens, Kräften des Gebens und deren Verbindungen miteinander.

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Aus der täglichen Kabbala Lektion, 11.10.2022, „Ushpizin Isaac – Sefirat Gwura“

Am Nullpunkt der Realität

Die Freunde sollen sehen, dass ich daran arbeite, meinen Egoismus zu reduzieren. Jeder versucht in der Mitte des Zehners zu sein, gleichzeitig fühlt man, dass die anderen Platz für den Freund machen. Auf diese Weise werden wir das Gefühl haben, dass wir alle an einem Ort sind, an dem es genug Platz für alle gibt. Es ist wichtig, dieses Gefühl zu erreichen, indem man sich sowohl im Denken als auch im Handeln anstrengt.

Ich strebe danach, mich in den Punkt der Verbindung einzubeziehen, um die Freunde anzuziehen, damit wir alle dort sein können. Es gibt keinen Raum in der Spiritualität, wir können uns alle in einem Punkt befinden. Das bedeutet, dass sich zehn Punkte in einen Parzuf von Keter bis Malchut, in einem Punkt bündeln, der das Zentrum der Realität genannt wird.

Wie in Aris Gedicht beschrieben, gab es vor der Erschaffung der Welten und Geschöpfe nur ein einfaches, unendliches Licht, welches die ganze Wirklichkeit erfüllte. Dann entstand in dieser Wirklichkeit ein zentraler schwarzer Punkt, in dem sich das Licht einschränkte und mit ihm die gesamte Schöpfung begann.

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Wie können wir die Barriere zwischen dieser Welt und der spirituellen Welt überwinden? (Quora)

Die Barriere, die unsere körperliche Welt von der spirituellen Welt trennt, zu überwinden, bedeutet, die Realität im Inneren zu spüren. Das geschieht, indem wir unser Verlangen nach Spiritualität bis zu einem Punkt entwickeln, an dem es bereit ist, einem bestimmten Teil der spirituellen Welt zu ähneln.

Unser Verlangen nach Spiritualität, das in der Weisheit der Kabbala als „Punkt im Herzen“ bezeichnet wird, tritt in unserem Leben auf, wenn wir bereit sind, über die körperliche Erfüllung von Nahrung, Sex, Familie, Geld, Ehre, Kontrolle und Wissen hinauszugehen, um einen spirituellen Weg einzuschlagen.

Eine solche Sehnsucht zeichnet sich dadurch aus, dass wir den Sinn und Zweck unseres Lebens in Frage stellen, wenn wir eine unterschwellige Unzufriedenheit in unserem täglichen Leben spüren und uns nach einem gewissen „Etwas“ sehnen, das wir noch nicht genau benennen können.

Je nach der Intensität dieser Empfindung suchen wir in verschiedensten Richtungen, z. B. in Büchern, bei Lehrern und Gruppen, bis wir schließlich auf die Weisheit der Kabbala stoßen. Sie ist eine Methode, die speziell für die Beantwortung unserer existenziellen Fragen bestimmt ist, und uns zu einer klaren Erkenntnis und Wahrnehmung des Sinns unseres Lebens führt.

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Wie sind die Seelen miteinander verbunden? (Quora)

Gemäß der Weisheit der Kabbala gibt es eine höhere Kraft, die „der Schöpfer“ genannt wird, die die Schöpfung erschuf und ein Verlangen nach Genuss ist.

Das Vergnügen, mit dem der Schöpfer das Verlangen zu genießen füllt, wird „Licht“ genannt.

Der Zustand, in dem der Schöpfer das Verlangen vollständig erfüllt, nennt man die „Welt der Unendlichkeit“.

Im Laufe seiner Entwicklung erreicht das Verlangen ein Stadium, wo es in eine Vielzahl von individuellen Verlangen zerfällt, was in der Weisheit der Kabbala als Zerfall in „600.000 Seelen“ bezeichnet wird. Da alle diese Wünsche zerbrochen sind, enthält jeder von ihnen nur einen winzigen Teil des Lichts, und jeder dieser Wünsche wird eine „individuelle Seele“ genannt.

Allerdings sind solche Seelen unvollständig. Sie sind jeweils nur ein winziger Punkt innerhalb der gesamten Seele. Zudem spüren sie die vollständige Seele nicht, sondern nur den winzigen Punkt, der die Sehnsucht hervorruft, zu ihrer Wurzel zurückzukehren. Dort ist sie mit allen anderen Punkten zu einer großen Einzelseele vollständig vereint, in einem harmonisch vollendeten Zustand, in dem alle Teile vollkommen als eine einzige Seele miteinander verbunden sind.

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Zeige mir, welchen Schirm du hast

Die Nacht „Oschana Raba“ symbolisiert die Vollendung der Korrektur „Sukkot“ (die Laubhütte).

Sieben Tage zogen wir das umgebende Licht heran, bauten den Vorsprung der Laubhütte auf. Denn das Licht geht von Aba we-Ima (АwI) der Welt Azilut durch Seir Anpin (SA), was der Palmenzweig symbolisiert.

Weiterhin geht das Licht durch ChaGaТ, durch die Sefirot Chessed-Gwura-Tiferet, wofür drei Myrtenzweige als Symbol stehen und durch Sefirot Nezach-Hod, verkörpert von zwei Zweigen der Weide.

Und dann kommt das Licht aus Jessod des Parzufs SA in Malchut ein, was die Zitrusfrucht symbolisiert. Diese Vereinigung aller Kanäle des Lichtes (von АwI bis Malchut) verwirklicht sich unter dem Vorsprung der Laubhütte, d.h. unter dem Schirm, worin die Seele vom Licht verborgen ist.

Nachdem man alle sieben umgebenden Lichtern der Korrektur in sieben Feiertagen erhält, prüft man in der letzten Nacht, die als „die Große Rettung“ (Oschana Raba) genannt wird, was man erreicht hat, welchen Schirm, die Eigenschaft des Gebens.

Denn als Ergebnis des umgebenden Lichtes in unserer Arbeit gilt gerade der Schirm. Kaum wird er in meinem Inneren aufgezeigt, beginne ich sofort im Maß der Stärke des Schirmes, den Schöpfer zu empfinden, sowie die Wechselbeziehungen zwischen uns zu bestimmen.

Deshalb legen wir soviel Wert auf diesen Moment unserer Entwicklung, es ist das besondere Ereignis, der Anfang unserer Arbeit mit dem Schirm. Diese Arbeit bildet mich zur Persönlichkeit in der spirituellen Welt.

Denn ohne Schirm gibt es mich einfach nicht. Das Maß des Schirmes, seine Größe, sein Charakter und seine Form, all das bin ich. Sowohl der Wunsch „zu genießen“, als auch der Wunsch „Genuss zu bereiten“, bzw. das Licht – ist von mir nicht abhängig. Was bin ich dann? Nur der Schirm!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel 8 aus dem Buch „Schamati“, 29.09.2010

 

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Die ganze Welt besteht aus zehn Sefirot

Sohar, Abschnitt „Wajetze“, P.59: „Und siehe, der Herr stand darüber.“ Hier in der Leiter sah Jakob die Verbindung des Glaubens, die Nukwa, die alle Sefirot zu einem verbindet. „Stand darüber“ weist auf eine Säule aus Salz, eine Aufschüttung (ein Hügel) hin. Denn alle Stufen befinden sich wie eins auf eben dieser Leiter, der Nukwa,
damit alles sich in einen Knoten verbindet, weil diese Leiter zwischen den zwei Seiten gegeben wurde, wie es geschrieben steht: „Ich bin der Herr, der Gott von Abraham, deinem Vater, und der Gott von Isaak.“

Dies sind die zwei Seiten, Rechte und Linke-Abraham ist Rechte und Isaak ist Linke. Malchut nennt man ein Gestalt, ein Bild des Schöpfers. Wir befinden uns in Malchut, wir selbst sind Malchut, wir nehmen alles innerhalb von ihr wahr, in Form unseres Weltbildes. Aber in der Wirklichkeit ist alles, was wir wahrnehmen, nur der Schöpfer. Und es gibt nichts außer Ihm.

Das Problem besteht darin, dass wir Ihn entsprechend unserer Eigenschaften, im Maß unserer Ähnlichkeit mit dem Schöpfer wahrnehmen.

Das Empfinden kommt immer vom Licht, aber das Verlangen, das Kli fühlt es in seiner Wahrnehmung auf die eine oder andere Art und Weise, im Maß seiner Entgegengesetzheit oder Ähnlichkeit mit dem Licht.

So sind die höheren Sefirot die Eigenschaften, die in Malchut eingeschlossen sind, die die Einstellung des Schöpfers beinhalten, wenn Malchut ihnen ähnlich werden möchte.

Man nennt sie Sefirot, da sie innerhalb der Malchut, die sie aus ihrem Wunsch zu genießen, der um des Gebens willen korrigiert ist, „einzündet“, leuchten. Deswegen hat Malchut ein Leuchten in sich.
Denn das höhere Licht leuchtet nicht alleine, es ist verborgen. Nur wenn der Untere sich erhebt um dem Höheren ähnlich zu werden. Seine Eigenschaften, die er erweckt um dem Höheren ähnlich zu werden, diese Eigenschaften leuchten und nennen sich Sefirot.

So beginnt alles, wird wahrgenommen und endet in Malchut. Und wenn wir uns irgendein Gebilde außerhalb von Malchut vorstellen können, scheint es uns nur so in unserer egoistischen Wahrnehmung.

Genauso wie es uns in dieser Welt vorkommt, dass vor uns irgendeine Realität, unsere Umwelt existiert, aber in der Tat existiert nichts VOR uns, alles ist nur IN uns. Wir sehen es so, weil sich in unserer Wahrnehmung die Realität auf „ICH“ und „AUßERHALB VON MIR“ aufteilt.

Genauso ist es im Spirituellen: wir teilen die ganze Realität in die Seele, die sich selbst sieht und das, was sich außerhalb von ihr befindet auf.

Aber wenn wir alle Korrekturen abschließen, verbindet sich alles zu einem Ganzen, und es gibt keinen Unterschied zwischen Innerem und Äußerem, alles schließt sich in einem einzigen Punkt ein.

Wenn der Mensch nach oben aufsteigt, sieht er wie das ganze Bild, das immer breiter, reicher und komplizierter wird, sich sammelt und sich in zehn Sefirot anordnet.

Daraus kann man einen Schluss ziehen, dass alles von unserer Wahrnehmung, von unserer Ähnlichkeit mit dem Licht abhängig ist.

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Chanukka ist das Fest des Lichtes in uns


Wenn der Mensch drei Eigenschaften in sich selbst auf korrekte Weise anordnet, welche als „Kerze“ „Öl“ und „Docht“ bezeichnet werden, so erreicht er einen Zustand den wir als Chanukka bezeichnen, was aus den Worten „Chanu Ko“ herrührt, was so viel wie „hier aufhören“ bedeutet. Der Mensch erreicht somit eine kurze Verschnaufpause in der Mitte des Weges.

Das „Öl“ ist unsere Material, unser Wille zu Genießen, der Inhalt des Gefäßes oder Klis. Dieses ist unfähig aus sich selbst heraus zu leuchten und ist auf das Licht, welches wir von außen anziehen angewiesen. Es kann nur mit Hilfe eines Dochtes zum Leuchten gebracht werden. Der Docht muss im Öl eingetaucht werden, aber ein Teil muss herausreichen, da er den Schirm symbolisiert, den wir außerhalb unseres egoistischen Verlangens (außerhalb des Öles) erbauen.

Der einzige Teil des egoistischen Verlangens, der in der Lage ist zu scheinen (in Kontakt mit dem Höheren Licht sein), ist jener Teil, der innerhalb des Schirmes eingeschlossen ist. Anders gesagt, kann nur das Öl, welches im Docht getränkt ist, entzündet werden. Das kann nur unter der Bedingung geschehen, dass das Öl nicht nur den Docht durchdringt, sondern sich über die Ebene des restlichen Öles ( Egoismus) erhebt, und in Richtung Bina, das Licht (Eigenschaft des Gebens) emporsteigt. Erst dann wird es in der Lage sein, zu leuchten.

Das Licht erscheint am oberen Ende des Dochtes, dem Platz, an welchem der Docht den Kontakt mit dem Öl, dem Egoismus, verliert. Das reflektierte Licht ist das Feuer, das von unten nach oben steigt, um so zu Keter der 10 Sefirot des Reflektierenden Lichtes zu erreichen. An diesem Punkt gibt es kaum einen Zusammenhang zwischen dem Reflektierten Licht und der Kraft des Wunsches zu Empfangen, dem Egoismus, der die Kraft für die Verbrennung liefert. Das Öl steigt im Docht nach oben und dies ist dann der einzige Ort, an dem der Kontakt, oder die Angleichung der Form zwischen dem Öl im Docht und dem Licht erreicht wird. Nur zusammen können sie leuchten. Das Licht kann sich nicht manifestieren, bis es eine Verbindung mit dem in Öl getränkten Docht eingeht.

Wenn wir uns eine brennende Kerze vorstellen, können wir die innere Arbeit des Menschen auf dem spirituellen Weg und was wir für unsere Seele zu tun haben, um eine Angleichung an das Licht, dem Schöpfer zu erreichen, besser verstehen. Das Verlangen verschwindet nicht, sondern muss vielmehr komplett an den Schirm, dem Docht, angeheftet werden. Daraus erbauen wir in uns die Mittlere Linie in dem Maß, in dem wir in der Lage sind, das Öl (Verlangen) in den Docht zu bringen.

Der Schirm kann nur einen kleinen Teil des Verlangens einschließen. Der Docht symbolisiert diesen Schaft, die dünne Linie, die der Maßstab der Angleichung zwischen unserem Verlangen und dem Licht ist. Der Schirm, oder die Mittlere Linie besteht aus diesen beiden Kräften – dem Öl und dem Docht, der rechten und der linken Linie.
Die rechte Linie ist Geben und Licht und die linke Linie ist das Empfangen, das Öl. Die Mittlere Linie, welche wir aus den beiden höheren Eigenschaften des Gebens und Empfangens erbauen, wird Seele genannt.

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Das Ideal der Liebe und des Gebens

Rav BlogDas Ideal der Liebe und des Gebens

Den Schöpfer, das Ideal der Liebe und des Gebens, sollten wir uns ständig in einer eindeutigen Art und Weise vorstellen. Wir sollten erkennen, dass wir dieses Ideal zu einem bestimmten Grad  verstehen und enthüllen sollen.

Dies bedeutet, dass der Schöpfer etwas ist, das wir außerhalb von uns fühlen. Es gibt keine Voraussetzung für die Enthüllung des Schöpfers, und wir fühlen ihn in unseren Eigenschaften und Verlangen.

Die höchste Eigenschaft ist die Eigenschaft von Keter, hier fühlen wir den Schöpfer; es ist die Eigenschaft der Liebe und des Gebens als Ergebnis der Arbeit der neun unteren Sefirot.

So haben wir uns nach dieser Stimmgabel abzustimmen, gemäß der zehnten oberen Sefira – und müssen uns ständig allen anderen Sefirot anpassen.

Das ist nicht einfach, da die richtige Absicht in der Gruppe während des Studiums des Oberen Lichts aus dem Punkt von Keter erreicht wird, und während des Gebrauchs aller anderen Eigenschaften. Alles, was wir in dieser Welt bei der Festigung der gegenseitigen Verbindung zwischen uns tun, ist notwendig um unsere Verbindung ständig zu überprüfen.

Der Oberste Teil von Keter muss sich von uns lösen. Wir müssen uns jedes mal mehr und mehr reinigen, um ihn zu erhöhen und von uns zu trennen. Dies muss mehr und mehr transparent in unseren Gefühlen werden.

Dann gibt es acht Sefirot: Hochma, Bina, Hesed, Gevura, Tifferet, Netzach, Hod und Yesod, unsere Verlangen, die korrigiert werden müssen, und Malchut, die nicht korrigiert werden kann.

Die oberste Sefira – Keter, die niedrigste Sefira Malchut, und alles, was wir uns zwischen Malchut und Keter vorstellen können, sind die acht Sefirot. Es ist in Bezug auf dieses System, in dem wir arbeiten.

Auf jeder Stufe dieser Entwicklung muss ein Mensch nur darüber nachdenken, wie er Keter durch die Enthüllung von Malchut mehr und mehr erhöhen kann, und es als Keter in den vorangegangenen acht Eigenschaften zu sehen.

Keter strahlt nach unten, und am Ende der Korrektur breitet sie sich in einer Weise aus, dass sie sich über Malchut leitet, mit der Hilfe der Arbeit in den acht Sefirot zwischen ihnen für 6.000 Jahre oder 125 Stufen. Die acht Sefirot zwischen Keter und Malchut sind das Netzwerk der gegenseitigen Verbindungen. [148742]