Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'sechster Sinn'

Die Bereitschaft, im Glauben über den Verstand zu gehen

Der Glaube über dem Wissen  ist kein Gewinn für den Verstand, sondern der Erhalt einer anderen Fähigkeit, die wir nicht besitzen. Es ist ein anderer, übernatürlicher Kanal, ein sechster Sinn, Spiritualität, die Korrektur vom Kli des Empfangs, die Kraft von Bina. Wie gelangt man dazu? Durch Nachdenken, Arbeit, Höhen und Tiefen.

Frage: Warum beschäftigen wir uns damit, wenn doch im Voraus bekannt ist, dass all dies der Schöpfer tut?

Antwort: Warum bist du dir so sicher, dass der Schöpfer dies tut? Denn für dich sind das alles nur Bezeichnungen, leere Worte, du lebst nicht darin. Es steht geschrieben, dass es eine höhere Kraft gibt, die alles lenkt, „es gibt niemanden außer Ihm“. Na und? Du hast davon gehört, aber du lebst nicht in dieser Offenbarung, identifizierst dich nicht damit.

Dabei bestimmt diese Identifikation all unsere Gedanken und Handlungen. Ich fühle mich wie ein Handschuh, der auf die Hand des Schöpfers gestülpt ist. Er bestimmt alles, was in mir geschieht, angefangen bei der Bewegung der Atome bis hin zur Bewegung der Gedanken und Wünsche. Von Ihm hängt jedes Ergebnis ab, sowohl am Anfang als auch am Ende. So spüre ich die Manifestation des Schöpfers in mir.

Kann ich behaupten, dass der Schöpfer der König ist, wenn ich das nicht habe? Kann ich sagen, dass ich damit einverstanden bin? Würde ich selbst, ohne Zwang, dasselbe tun, was Er tut? Das ist alles leeres Gerede. Ich weiß nicht, wer Er ist.

Deshalb sagt Rabash, dass es einen König der ganzen Welt gibt und einen König Israels. Über den König der ganzen Welt sagen alle: Der Schöpfer ist groß!

Den König Israels begreift man durch echtes Streben nach Ihm – „Yashar Kel“, direkt zum Schöpfer. Streben bedeutet die Bereitschaft, sein Wissen beiseite zu lassen und im Glauben über dem Verstand zu gehen. Darin liegt der Unterschied zwischen der Sichtweise der Tora und der Sichtweise der Massen.

Es reicht nicht aus, das nur zu sagen. Alle glauben, dass sie sich bereits in der Endkorrektur befinden, während die Zustände Israels durch sehr ernsthafte Arbeit erreicht werden, indem sie all ihre Wünsche und Absichten gegenüber dem Schöpfer so ausrichten, dass sie wie die Seinen werden. Erst dann gelangen sie zu dem Zustand, in dem sie sagen können, dass der Schöpfer der König der ganzen Welt ist.

Was ist die Welt? Die Welt ist mein ganzes Ich, und ich habe geprüft und gespürt und stimme zu, dass Er mich führt. Und worin besteht diese Zustimmung? Darin, dass ich selbst dann, wenn Er nicht existieren würde, dennoch dasselbe tun würde. So erschaffe ich das Bild des Schöpfers in mir. Das bedeutet, dass ich von Null bis zur Unendlichkeit wachse. Ich wachse und erreiche Seine Stufe.

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Aus der Lektion nach einem Artikel von Rabash, 10.062026

 

Die Physik des Sechsten Sinnes


Eine Frage, die ich erhielt: Um Spiritualität zu spüren, muss der sechste Sinn entwickelt werden, der nicht dem physischen Körper angehört. Wie funktioniert das?

Meine Antwort: Alles, was wir fühlen, wird von unseren Sinnen wahrgenomen, im Gehirn zu elektrischen und chemischen Prozessen umgewandelt, mit dem was in der Erinnerung existiert, verglichen und dem Bewusstsein als vorgeformtes Bild oder Konzept vorgelegt.

Meine Auffassung besteht aus zwei Komponenten, dem Ich und dem, was ich wahrnehme. Außerdem geschieht alles im Verlangen, denn das Verlangen ist immerhin die Materie in dieser Welt.

Das Verlangen selbst existiert nicht in den Körperzellen. Ich messe nur seine Reaktion auf meine Verlangen und Absichten innerhalb meines Körpers. Ich kann die elektrischen und chemischen Prozesse im Körper messen, doch damit messe ich nur die Reaktion des Körpers auf diese Weise und nicht was im Verlangen geschieht.

Es gibt nichts, womit ich das Verlangen selbst messen oder fühlen kann. Nehmen wir an, ich koste ein Getränk. Ich kann es schmecken, riechen und geniessen. Wir können unterschiedliche Reaktionen des Körpers auf dieses Getränk feststellen, doch ist dies immer das Messen der Reaktion und nicht des Verlangens.

Darum ist jedes Verlangen, sowohl in den spirituellen, als auch in den materiellen Welten, gedacht. Das Verlangen an sich, egoistisch oder altruistisch, existiert nicht in der Materie.

Aus der Ersten Lektion vom Amerikanischen Kongress 16. Oktober 2009

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Das fehlende Verlangen, sich zu vermehren, ist extremer Egoismus


Zwei Fragen, die ich über den Zusammenhang zwischen dem Egoismus und der Vermehrung erhalten habe:

Frage: Vermehren sich die Menschen, weil sie zuviel Egoismus in ihrer Seele haben?

Meine Antwort: Wenn es zuviel Egoismus in der eigenen Seele gibt, ist es schwierig, ihn zu korrigieren. Es ist viel einfacher, ihn zu korrigieren, indem man ihn in verschiedene Teile trennt. Aus diesem Grund nimmt die Bevölkerung zu. Sie nimmt jedoch ab, wenn der Egoismus den Menschen Leid zufügt. Das ist der Kreislauf des Universums.

Frage: Weshalb wollen sich die Leute nicht vermehren? Liegt der Grund darin, weil sie den Egoismus in sich korrigiert haben oder weil sie zu viel Egoismus haben, welcher ihnen Leid zufügt?

Meine Antwort: Das fehlende Verlangen, sich zu vermehren, ist eine extreme Form des Egoismus.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Hat jeder Mensch eine Seele?
Blog-Post: Das Schwarze Loch.
Artikel: Die Weltlage, die globale Krise und die Menschheit. Teil 1
Artikel  Rabasch „Wann hört man auf , wiedergeboren zu werden?“

Studiere die Handlungen des Schöpfers an dir


Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere Kabbala nun schon über ein Jahr. Seitdem merke ich mentale und innere Veränderungen in mir. Auf der mentalen Ebene erfahre ich Störungen in der Koordination meiner Bewegungen. Manchmal merke ich gar nicht, dass ich gehe. Ich wurde untersucht und die Testresultate sind normal. Im Inneren spüre ich Stimmungsschwankungen: Ich fühle mich manchmal für ein paar Tage wunderbar und dieser Zustand ist einfach nicht zu beschreiben, und dann wiederum empfinde ich überhaupt nichts.

Sagen Sie mir bitte, ist das eine Folge des Studiums der Kabbala? Ist es möglich, das Licht zu spüren, obwohl man noch unter dem Machsom ist? Wenn nicht, dann raten Sie mir bitte, wie ich besser vorankomme.

Meine Antwort: Sie machen gerade neue Phasen durch, weil ein neuer, sechster Sinn in Ihnen erschaffen wird, den Sie nicht von Geburt an besaßen. Mit diesem Sinn werden Sie irgendwann dann den Schöpfer spüren, wenn er genug gewachsen und in der Lage ist, den Schöpfer in Ihnen zu enthüllen.

Geduld, Ausdauer und Gelassenheit werden Ihnen zu schnellen Resultaten verhelfen. Schauen Sie sich von weitem an und studieren Sie die Handlungen des Schöpfers an Ihnen. Merken Sie sich: dies sind Seine Handlungen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Es braucht Zeit, Anstrengung und Erfahrung, um die Höhere Welt zu enthüllen
Baal Hasulam Artikel: Der die Vernunft erschafft

Die Art der Verbreitung

Fragen, die ich über die Art und Weise der Verbreitung der Kabbala erhielt:

Frage: Ich bin durch eine Zeit gegangen, in der ich Probleme mit meiner Karriere, Geschäft, Geld, usw. hatte. Trotzdem habe ich nicht aufgehört, weiter an meiner spirituellen Entwicklung zu arbeiten und habe mich sogar noch mehr darauf konzentriert. Ich möchte die Kabbala mit anderen teilen und sie dafür begeistern. Seitdem die Leute jedoch wissen, mit was ich mich beschäftige, lächeln sie nur oder unterbrechen schnell das Gespräch. Ich denke, dass ich den Ruf der Kabbala dadurch verschlechtere. Gibt es „Regeln“, die man bei der Verbreitung beachten sollte?

Meine Antwort: Die korrekte Verbreitung muss sein:

  1. Generell – unpersönlich, unauffällig und zwanglos. Das ist, wenn Sie einem Fremden eine Zeitung, ein Buch oder auch einen Hinweis auf unsere Webseite und das Fernsehen geben, ohne dass er sich dabei in irgendeiner Weise verpflichtet fühlt.
  2. Persönlich – nur wenn jemand Dich direkt danach fragt oder er ganz klare Zeichen zeigt, dass er die Kabbala braucht (wie Depression, Fragen nach dem Sinn des Lebens usw., vorausgesetzt jedoch, dass dies wirklich seine Fragen sind und nicht die Ergebnisse Deiner Anspielungen).

Jegliche andere Art der Verbreitung schadet Dir und allen anderen. Falls jemand nach dem Sinn des Lebens fragt und diese Frage auch unverfälscht ist (das heißt, dass sie nach einer Antwort verlangt, um zur Quelle des Lebens, also dem Schöpfer, zu gelangen), dann wird der Mensch durch seinen „Sechsten Sinn“ zur Kabbala finden. Egal wo er lebt, welche Sprache er spricht, durch welches Medium oder die Art und Weise. Durch die Verbreitung der Kabbala (kabbalistisches Material in verschiedenen Sprachen veröffentlichen und es so günstig wie möglich jedem zugänglich machen), möchten wir diesen Prozess der Kontaktaufnahme zwischen der Kabbala und denen, die sie brauchen, beschleunigen und erleichtern.

Frage: Ich möchte etwas studieren, das es mir ermöglicht, die Kabbala zu verbreiten. Was wird das Beste zu diesem Zweck sein, sodass ich keine Zeit verschwende? Jede Person kann bestimmte Dinge besonders gut, die sie nutzen und auf das Ziel ausrichten sollte. Wie kann ich herausfinden, welches meine besonderen Qualitäten diesbezüglich sind?

Meine Antwort: Du solltest Dich in allen Arten der Verbreitung versuchen: Kopiere die Texte, editiere, übersetze, schreibe und gib Artikel zum Drucken oder für das Internet heraus, schreibe kurze Zusammenfassungen der Artikel, arbeite mit Fotos, erzeuge und veröffentliche Videomaterial und Radioprogramme, helfe bei Simultanübersetzungen, programmiere und editiere etwas Nützliches für Computer usw. – die Liste ist endlos!

Verwandtes Material:
Blog-post: Verbreite die Kabbala im Internet, doch als erstes finde heraus, wie!
Blog-post: Hast Du Zweifel, verbreite!
Kabbala Heute Artikel: Zeit zu Handeln
Artikel von Baal HaSulam: Das Horn des Messias