Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das Licht der Freude

Und nun kann er [aus der] Zeit der vergangenen Arbeit fortsetzen, wo er stets dem Schöpfer dankte und Ihn pries, dafür dass Er ihn jedes Mal annäherte. Und darüber fühlte er Freude. Die einst von ihm empfundene Freude kann er nun an Sukkot fortsetzen. (Baal HaSulam. Shamati. 96. Der Abfall des Dreschbodens und des Weinkellers in der spirituellen Arbeit)

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen der Freude in einer ständigen und einer vorübergehenden Behausung?

Antwort: Es ist ein großer Unterschied, denn in einer festen Behausung ist eine Kraft am Werk, während in einer vorübergehenden Behausung, z. B. in einer Sukka, diese Kraft viel geringer ist.

Deshalb muss der Mensch sich mehr anstrengen, damit auch in der Sukka das leuchtet, was in der ständigen Behausung erstrahlt.

Frage: Ist das Streben, zu der Freude zurückzukehren, die in der ständigen Behausung herrscht, nicht eine Selbstgefälligkeit? Wenn ja, wie kann man dem widerstehen?

Antwort: Das kann sein. Wie kann man dem widerstehen? – Indem man nicht allen Arten von Schwächen nachgibt.

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Aus einer Lektion über den Brief von Rabash, 18.10.2024

Nichts ist so ganz wie ein gebrochenes Herz

Frage: Von Zeit zu Zeit stoße ich auf eure Diskussionen über den Zustand der Gruppe insgesamt und jedes einzelnen und staune, wie unkorrigiert, wie unwürdig ihr noch seid. Die Gruppe ist noch keine richtige Gruppe, ohne freundschaftlichen Zusammenhalt. Wo ist denn euer Vorankommen?

Meine Antwort: Ich danke Ihnen für die Frage. Vielleicht werden Sie aus ihr heraus auch Ihren eigenen Zustand erkennen.

Je höher ein Mensch aufsteigt, desto mehr Laster und Schwächen sieht er in sich selbst und in seiner Gruppe, weil das höhere Licht O“M auf ihn scheint und er sich in Relation zu immer höheren Stufen sieht.

Und wenn sie über sich selbst sprechen, denkt ein Außenstehender, dass auch er sich mit ihnen auf dem gleichen oder sogar noch höheren Niveau befindet, denn er sieht solche Makel in sich selbst nicht, weil er sich bezüglich des Niveaus bewertet, auf dem er sich selbst befindet!!!

Darüber steht geschrieben, dass „die geraden Wege des Schöpfers nur die Gerechten gehen können“, die, nach all den Makeln, die sie in sich enthüllen, den Schöpfer, der für diese Zustände verantwortlich ist, rechtfertigen – denn „Es gibt nichts außer Ihm“.

Sehen Sie als Beispiel, wie in der Tora das Volk Israel auf seinem spirituellen Weg ständig Sünden begeht! Sehen Sie auch „Der brennende Dornbusch in Kotzk“ u.a.

Und Außenstehende glauben, dass sie besser sind als diejenigen, die sich ganz der spirituellen Entwicklung hingeben, weil sie die drei Linien nicht in sich haben, was bedeutet, sich über sich selbst erheben zu können, gegen den Verstand.

Wie geschrieben steht: „Die Meinung der Tora steht der Meinung von Kleinbürgern entgegen“. Ihr falsches (weltliches, egoistisches) Verständnis unserer Zustände entfernt sie von uns und das ist sowohl für sie als auch für uns besser.

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Mein Ziel ist es, zu wünschen

Frage: Wie ist es möglich, sich den ganzen Tag an den Schöpfer zu erinnern? Wie kann man Ihn in jeden Moment einbringen?

Meine Antwort: Wir sind in Malchut in der Welt der Unendlichkeit, welche vollkommen mit Licht erfüllt ist. Obwohl wir uns in diesem ewigen, vollkommenen Zustand befinden, sehen und spüren wir in uns nur jene Eigenschaften, welche die materielle Welt für uns erzeugt. Wenn wir uns also auf das Ziel ausrichten wollen, auf die Empfindung der Welt der Unendlichkeit, brauchen wir die Unterstützung von unserer Umgebung. Die Freunde müssen uns die Kräfte geben, das Verlangen, die Hartnäckigkeit und die Verwirklichung der Wichtigkeit des Ziels.

Nach allem habe ich nur ein Ziel – das richtige Verlangen zu bekommen, und nichts anderes. Ich möchte ständig spüren, dass ich mich nicht genug damit beschäftige, genauso an den Schöpfer zu geben wie Er an mich gibt.

Man kann einwenden: „Aber wenn ich nicht weiß, was Er mir gibt. Wenn ich mein Leben betrachte, wäre es mir manchmal lieber, Er gäbe mir gar nichts.“ Das stimmt. Offensichtlich wehrt sich jeder Mensch gegen die Dinge entsprechend seinen eigenen Schwächen. Daher kann die Haltung dem Schöpfer gegenüber so beschrieben werden: Ich möchte einen Zustand erreichen, wo ich mir wünsche, an Ihn zu geben.

Und das aktuelle Ergebnis wird dank des Einflusses des Lichts kommen, dank der Anstrengungen, die wir Schritt für Schritt machen. Das Licht kommt immer wieder zu uns, und plötzlich erzeugen diese Erleuchtungen ein Verlangen im Menschen.

Wir wissen nicht, was Lishma bedeutet, was ein Erwecken von Oben ist. Doch wenn es geschieht, kann der Mensch sagen: „Jetzt weiß ich, jetzt verstehe ich.“ Man muss sich anstrengen wie ein kleines Kind, und aus diesen Anstrengungen entsteht die Empfindung. Aber nicht vorher.

Aus dem ersten Teil des täglichen Kabbalaunterrichts, 5. Juli 2011, Shamati

Wir haben für einander gebürgt!

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man den Freunden helfen, die sich im Absturz befinden, und einander unterstützen?

Meine Antwort: Vor allem innerlich unterstützen – mithilfe des Gebetes, der Bitte, den gemeinsamen Gedanken.

Denn wir „haben“ zwischen uns „den Vertrag über das Bündnis“, über die gegenseitige Bürgschaft, die gegenseitige Hilfe auf dem geistigen Wege unterschrieben! Wir sollen dafür sorgen, dass jeder 100 %ig daran teilnimmt. Und es hängt nur von der Unterstützung der Gruppe ab. Ich darf nicht den Freund damit beschuldigen, dass er keine Anstrengungen in der Zielerreichung macht, sondern mich selbst seiner Schwäche beschuldigen, dass ich ihn dazu nicht erwecken kann! Denn er ist vollständig von mir abhängig!

Die gegenseitige Unterstützung funktioniert nur dann, wenn der einzelne keine Kraft hat, aber alle können jedem Einzelnen die 100 %ige Kraft geben, die als die Bürgschaft bezeichnet wird. Wenn ich den Vertrag unterschrieben habe, dann wird dadurch der geistige Aufstieg allen Gruppenmitglieder garantiert, dass sie das Ziel erreichen! Ich garantiere, wie der Bürge in der Bank, dass mein Freund die Kraft des Wunsches haben wird, sich zum Ziel hin zu bewegen.

Wenn ich jetzt unterschrieben habe, dann hängt alles weiter von mir ab! Und wenn er fällt, dann soll ich verstehen, dass er in meinen Augen fällt, um mir die Arbeit zu ermöglichen, ihn zu erwecken. Ich belebe ihn, und belebe somit den Teil meiner Seele.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.09.2010

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