Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpferliebe'

Der Schöpfer wird in den Beziehungen zwischen uns geboren


Wir müssen so starke Beziehungen zwischen den Mitgliedern der Kabbala Gruppe anstreben, dass die Beziehungen der „Schöpfer“ genannt werden können. Der Schöpfer ist die Größe zwischen uns, wenn wir andere genauso wahrnehmen, wie wir uns selbst wahrnehmen. Wir müssen uns ständig fragen, ob wir uns dieser Art Beziehung annähern oder nicht und nicht, ob wir dem Schöpfer näher kommen.

Der Schöpfer wird geboren, indem wir uns miteinander verbinden, denn das, was wir Schöpfer nennen, wird aus unseren Beziehungen, Spannungen, Bindungen und Bestrebungen zueinander geboren. Stell dir vor, dass wir so eng zueinander hingezogen werden, dass wir in einen Kreis hineingezogen werden, in dem etwas das „Bore“ (komm und sieh) genannt wird, enthüllt wird. Das bedeutet, komme herein und erkenne den Schöpfer.

Das was wir erschaffen, ist das gemeinsame Kli mit zehn Sfirot des Gebens. Das gemeinsame Kli wird enthüllt und erfüllt, wenn wir es zu unserer Berufung machen, die richtigen Beziehungen zueinander zu finden. Anstatt über uns und den Schöpfer zu fantasieren, müssen wir erkennen, dass Seine Enthüllung unser Ziel ist.

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Die Verwirklichung der Nächstenliebe wird uns vor Zerstörung retten


Zwei Fragen, die ich über den Zweck der Schläge, die wir vom Schöpfer bekommen, erhalten habe:

Frage: Warum brauchen wir all diese Schläge, wenn es gar nicht offensichtlich ist, dass sie mit der Verbindung unter den Menschen und der Liebe zum Nächsten etwas zu tun haben?

Meine Antwort: Dies ist nur für diejenigen nicht offensichtlich, die noch nicht entdeckt haben, dass es zwischen ihnen und den Menschen auf der ganzen Welt eine Verbindung gibt. Nur 0,1% aller Menschen auf der Erde sagen, dass die jetzige Krise dazu da ist, die Verbindung unter den Menschen aufzudecken. Alle anderen sind sich der Tatsache noch nicht bewusst, dass speziell die menschlichen Beziehungen die Wirtschaft, den Ausbruch von Epidemien, Tsunamis, Erdbeben und andere Katastrophen der Natur beeinflussen.

Wenn jedoch der Zusammenhang zwischen unseren Beziehungen und unserem Leiden offensichtlich wird, dann haben die Menschen keine andere Wahl, als ihre egoistische Beziehungen zu verwerfen.

Frage: Warum versetzt uns der Schöpfer dann nicht die endgültigen Schläge, damit wir Seinen Plan verwirklichen können?

Meine Antwort: Es gibt keinen Zweifel darüber, dass, wenn wir uns darüber klar wären, dass die Tsunamis, Erdbeben und der Zerfall der finanziellen Institutionen durch unser Verhalten geschehen, wir uns aus Notwendigkeit ändern würden. Wir würden die notwendigen Schritte nur darum unternehmen, um uns vor der Zerstörung zu retten und nicht aus dem eigentlichen Zweck, um die Großartigkeit des Gebens und die Liebe zum Nächsten zu verwirklichen.

Es wäre eher eine tierische Flucht vor dem Tod und nicht eine freie Wahl, die man trifft, um sich über seine Natur zu erheben, um dem Schöpfer gleich zu werden, obwohl der Schöpfer uns doch von Beginn an so hätte erschaffen können.

Damit wir den Schöpfungsplan erfüllen können, müssen wir eine schrittweise Entwicklung durchmachen, die uns zur Erkenntnis der Großartigkeit des Gebens und der Liebe für den Nächsten bringt.

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Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Das Licht des Schöpfers ist grenzenlos

Zwei Fragen, die ich über den Schöpfer erhielt:

Frage: Können individuelle Seelen die Ebene der Einheit mit dem Schöpfer erreichen oder ist dies nur mit Hilfe aller anderen Seelen möglich?

Meine Antwort: Sich mit dem Schöpfer zu vereinigen, bedeutet Ihm gleich zu sein. Denn Er ist das Verlangen zu geben und zu lieben. Eine Person erreicht Vereinigung mit Ihm in dem Maße, wie sie die gleiche Eigenschaft oder das gleiche Verlangen erlangt. Das Verlangen (oder die Eigenschaft) zu schenken und zu lieben, die sich in einer Person enwickelt, wird Seele genannt.

Frage: Warum wird der Schöpfer als Licht oder Genuss charakterisiert? Macht Ihn das nicht begrenzt oder unvollkommen?

Meine Antwort: Alle Begrenzungen existieren lediglich in unserem Begehren, das Licht zu empfangen, wohingegen das Licht Selbst unbegrenzt ist.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Seine Unerreichbarkeit im Geist eines Kabbalisten
Blog-post: Der Name des Schöpfers bedeutet „Komm und siehe“ (Fortgeschritten)
Blog-post: Gleichheit und Individualität schließen einander nicht aus

Gleichheit und Individualität schließen einander nicht aus


Eine Frage, die ich erhielt: Die universelle Gleichheit, über die Sie sprechen, ist etwas erschreckend. Wo bleibt meine Einzigartigkeit, wenn jeder gleich ist.
Meine Antwort: Ihre Einzigartigkeit liegt in der Tatsache, dass sich jeder in Ihnen befindet und Sie sich wünschen, jedem zu geben. Sie sind der Einzige, der ihnen das geben kann, was Sie zu geben haben.
Jedoch, wenn Sie ihnen geben wollen, müssen Sie zuerst alle ihre Wünsche erlangen. Sie müssen die Verlangen der anderen zu Ihren eigenen machen. So bringen Sie das Höhere Licht in diese Verlangen und verbinden sie mit dem Schöpfer. Indem Sie das tun, werden Sie einzigartig sein, wie der Schöpfer.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Individualität und Einzigartigkeit verwicklichen sich in der Verschmelzung mit dem Schöpfer
Blog-post: Ein Kabbalist fühlt dasselbe Vergnügen Vergnügen wie der Schöpfer
Shamati #1: Es gibt nichts außer Ihm

Bin ich ein Mystiker oder ein Prophet?

Zwei Fragen, die ich über mich selbst erhielt:

Frage: Sind Sie ein Mystiker?

Meine Antwort: Ich bin ein rationaler, nüchterner Mann. Mystik hat mich nie gereizt. Selbst wenn ich Gefühle habe, die „mystisch“ scheinen, fühle ich sie, weil ich sie für mich selbst erreicht habe. Das ist eine Wahrnehmung des Schöpfers, eine Wahrnehmung des Überganges, eine Wahrnehmung der Gemeinsamkeit, einer einzigen Kraft und eines Feldes der Liebe. All das ist in mir. Das ist meine Wirklichkeit, weil ich es lebe und atme. Deshalb ist es nicht Mystik für mich, sondern eine sich entfaltende, erweiternde Welt. Also nennen Sie mich einen „Mystiker“, wenn Sie wollen, aber für mich bedeutet dies das Erreichen einer höheren, weiteren Sichtweise, wo Erreichung nicht Mystik ist.

Frage: Sind Sie ein Prophet?

Meine Antwort: Leute stellen mir häufig diese Frage. Für mich ist eine spirituelle Empfindung keine Prophezeiung, sondern die Wirklichkeit, in der ich lebe. Und wenn Sie mich fragen werden, „Was wird morgen geschehen?“, werde Ihnen unzweideutig sagen: „Das weiß ich nicht.“ Und keiner der Propheten wusste es. Sie sagten einfach, „Wenn ihr nicht das tut, was ihr tun solltet, dann werden die Dinge für euch schlecht sein.“ Und sie konnten die „schlechten Dinge“ beschreiben, die geschehen würden, weil sie die Naturgesetze kannten, und was geschehen wird, wenn Leute sie nicht erfüllen. Das ist, was sie geschrieben haben.

„Aber wenn ihr euch entsprechend verhaltet“, so erklärten sie, „dann wird sich all dieses Übel zum Guten wandeln. Wir, die Propheten, wissen nicht, was wirklich geschehen wird. Wir erzählen euch über den Plan der Natur (oder des Schöpfers) und der Rest hängt von euch ab.“ Ich weiß auch nicht, was in der Zukunft wirklich geschehen wird. Es hängt von unserer Wahl ab: Welchen Pfad wir wählen werden, um ans endgültige Ziel zu gelangen – die Angleichung an den Schöpfer.

Was ist der Machsom?


Eine Frage, die ich erhielt: Was genau ist der Machsom? ImTalmud Esser HaSfirot suchte ich nach einer genauen Definierung und in anderen wissenschaftlichen Studien, doch es ist mir nicht gelungen. In der Tat ist es so, als existiere dieses Konzept in keinem der Artikel oder Bücher von Baal HaSulam oder Rabash, daher habe ich folgende Fragen:

1. Ist dies ein kabbalistischer Begriff (wie z.B. der Massach)?
2. Wenn ja, warum erwähnen die größten Kabbalisten unserer Zeit dies nicht?
3. Wenn nicht, warum verwenden Sie ihn, und kann der Machsom in anderen weniger technischen Termini erklärt werden?

Meine Antwort: Der Machsom ist ein Wort, welches Rabash oft während unserer privaten Unterhaltungen verwendete. Öffentlich gebrauchte er es seltener, weil er nie über die praktische Überquerung des Machsoms gesprochen hat. Es ist ganz selten, wenn er diesen in seinen Texten benutzt. Hier ist ein Beispiel:

תשמ“ה – מאמר כ‘ 1984/85 – מאמר 20
אנו צריכים לדעת, שיש שני מפריעים, שעומדים נגד האדם ולא נותנים לעבור את המחסום, להגיע לאהבת ה‘, היות שהאדם נולד עם רצון לקבל לעצמו

Rabashs 20. Artikel von 1984 – 1985:

Wir müssen wissen, dass zwei Hindernisse vor dem Menschen stehen, die ihn von der Überquerung des Machsom und der Erlangung der Schöpferliebe abhalten, denn der Mensch ist mit dem Willen für sich selbst zu empfangen geboren…

Ich rate Ihnen, selbst danach in den Texten zu suchen. Ich bin sicher, dass es noch andere Beispiele gibt, obgleich sie selten sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Machsom ist überall der gleiche – sogar in Japan
Blog-post: Der Machsom kann individuell und als Gruppe überquert werden
Baal HaSulam: Einführung zu Talmud Esser HaSefirot, Punkt 1
Artikel: Der spirituelle Gärtner