Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpferkraft'

Ein vom Schöpfer gesegnetes Leben

Kommentar: „Ein Feld, das vom Schöpfer gesegnet ist.“ Unser ganzes Leben ist wie ein Acker, auf dem der Mensch wandelt und von dem er alles sammelt, was ihm für sein Leben nützlich erscheint. Wenn er aber will, dass sein Lebenszustand wie ein vom Schöpfer gesegnetes Feld ist muss er sein Leben als ein Geschenk betrachten, das ihm von oben gegeben wurde.

Der Schöpfer befindet sich in diesem Lebensfeld und gibt dem Menschen alles, was er daraus braucht, um auf diesem Feld zu ernten und die Früchte zu genießen, die mit dem Segen des Schöpfers gewachsen sind. Es stellt sich heraus, dass sein Feld tatsächlich ein vom Schöpfer gesegnetes Feld ist.

Das Feld wird als die höchste Schöpferkraft bezeichnet, die in diese Welt gekleidet ist. Dieses Feld kann gute Früchte oder schädliches Unkraut hervorbringen – alles hängt vom Menschen ab und davon wie er das alles annimmt, d.h. was er auf diesem Feld wachsen lassen will.

Der Schöpfer hat das Feld, das Land, das Saatgut für den Menschen vorbereitet – es fehlt nur noch die Arbeit des Menschen. Es kommt auf die Einstellung des Menschen zu diesem Feld seines Lebens an: ob er will, dass auf diesem Feld gute, richtige Früchte wachsen, oder ob es ihm egal ist und er gar nicht daran denkt.

Wenn ein Mensch also sein Leben als ein vom Schöpfer gesegnetes Feld betrachtet, dann sollte er mit dem Schöpfer in Kontakt treten und sich bemühen, dass auf diesem Feld alles wächst, was er braucht.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel aus dem Buch „Shamati“, 17.01.2024

Das stärkste Gebet ist das Verlangen der Gruppe nach der Eigenschaft des Gebens

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Rolle spielt das persönliche Gebet in der Kabbala und erhört der Schöpfer es? Kann ein Gebet, das mit eigenen Worten formuliert wurde, emporsteigen? Kann es sich auch auf körperliche Dinge beziehen, wie der Wunsch nach einem Haus oder gute Gesundheit?

Meine Antwort: Ein Gebet an den Schöpfer kann alles betreffen. Es muss jedoch aus dem Herzen kommen; gesprochene Worte haben nicht die geringste Bedeutung.

Tatsächlich ist alles, was wir spüren, schon unser Gebet. Wenn jedoch unsere Verlangen oder Gebete nicht mit dem Weg übereinstimmen, der zum Schöpfungsziel führt – der Gleichheit mit dem Schöpfer – dann werden sie „bereinigt“. In anderen Worten, wir erhalten „schlechte Noten“ (Bestrafung) und diese korrigieren uns. Das ist jedoch der lange und schwierige Weg zum Ziel.

Es gibt einen anderen kurzen und bequemen Weg, wenn wir unsere Verlangen oder Gebete auf die Gleichheit mit dem Schöpfer ausrichten – dem Schöpfungsziel. Wie machen wir das? Es ist nur durch die Vereinigung mit der Gruppe möglich und dadurch erhalten wir das Verlangen der Gruppe, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen. Dann gelangen wir zu einem Verlangen oder Gebet, das „kollektives Gebet“ (Tfila be Tsibur) genannt wird.

 

Das Fundament meines Hauses

„Wenn der Schöpfer das Haus nicht baut, haben seine Bauleute vergeblich daran gearbeitet.“

Der Schöpfer und nicht wir erbaut die Struktur unserer Seele. Wenn das so ist, wie können wir dieses vom Schöpfer erbaute Haus betreten? Auf welchem Fundament steht es?

Mein Zehner bildet das gesamte Fundament dieses Hauses.

Ich muss dieses Fundament stärken, sodass es tief im Boden verankert ist, und mit Bodenplatten und Betonpfeilern stützen.

Sobald ich die Stützen, wie berechnet, erbaut habe, kann ich bereits Wände, Bodenplatten usw. dazwischen errichten. Das ist unsere Arbeit – sowohl im spirituellen als auch im materiellen Aufbau. In allen Welten gelten die gleichen Grundsätze.

Unsere Verbindung bildet die Säulen, auf der unser Gebäude steht. Wir sollten uns durch alle möglichen Arten von Beziehungen verbinden: das erste Mal gemäß den Eigenschaften eines Freundes, das zweite Mal gemäß den Eigenschaften eines anderen Freundes, das dritte Mal gemäß den Eigenschaften eines Dritten. So bauen wir das Gebäude aus den grundlegenden Zehn Sefirot auf.

Danach beginnen wir, innerhalb dieses Gerüstes Stockwerke zu bauen und Decken zwischen den Pfosten zu verlegen. Dies geschieht bereits durch eine einfache Verbindung zwischen uns, auf einer einfachen Stufe auf der jeder den anderen vervollständigt, indem er sich annulliert.

Darin sind viele Details enthalten, die aufgrund der Wirkung der spirituellen Wurzeln auch in unserer materiellen Welt vorhanden sind. Die Verbindung findet hauptsächlich durch verschiedene Formen unserer gegenseitigen Annullierung statt.

Eine Verbindung zwischen uns herzustellen, bedeutet den Tempel zu bauen: das Gebäude unserer Seele. Beim Versuch, diese Verbindung aufzubauen, stellen wir fest, dass wir dazu nicht in der Lage sind. Doch wir fangen jedes Mal von vorne an – mit einer neuen Ablehnung und Verzweiflung. Wir erkennen dann, dass die Kraft des Schöpfers nicht ausreicht, um uns zusammenzuhalten und das Gebäude zu stützen.

Wir verbinden das eine mit dem anderen, aber der Schöpfer muss diese Verbindung aufrechthalten. Wir brauchen Ihn als die Kraft, die uns zusammenhält, wenn wir versuchen, einander näher zu kommen.

Wir brauchen den Schöpfer als Grundlage für unsere Arbeit – dass Er uns organisiert, die erreichten Erfolge sichert und unsere Fehler korrigiert. Wir brauchen Ihn bei jedem Schritt auf dem Weg. Wir legen unsere Verlangen hinein, und der Schöpfer korrigiert sie, fügt alle Teile zu einem Ganzen und hält es zusammen.

Es ist unmöglich, etwas ohne Hilfe des Schöpfers zu tun; und ohne die Arbeit des Schöpfers wird nichts in der richtigen Form erbaut.

Aus dem Unterricht „Wenn der Schöpfer das Haus nicht baut, so arbeiteten seine Bauleute vergeblich daran.“, vom 30.08.2022

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Wenn Dunkelheit und Licht eins werden


Alles kommt vom Schöpfer, der Höheren Kraft. Das Licht und die Dunkelheit, beides kommt von Ihm, wie geschrieben steht: „Er, der Licht und Dunkelheit geschaffen hat.“ Wenn ich verlange, Ihn zu enthüllen, muss ich diese beiden Kräfte nutzen und auf korrekte Weise vereinen. Im Moment scheinen sie einander entgegengesetzt zu sein und ich verstehe nicht, wie zwei gegensätzliche Kräfte aus einer Quelle stammen können. Zum Beispiel, Gutes und Böses, Licht und Dunkelheit, Unreinheit (Klipa) und Heiligkeit, welche in einem permanenten Kampf miteinander sind.

Wie ist es nun möglich, diese zu vereinen? In unserer Welt sehen wir oft Eigenschaften und Handlungen, die sich grundsätzlich voneinander unterscheiden. Die einen sind wunderbar und gut, oder böse, abstoßend und schrecklich. Wie kann es möglich sein, sie miteinander zu kombinieren und sie einer einzigen Quelle zuzuschreiben – dem Schöpfer?

In der Spiritualität ist diese Spaltung und Trennung zwischen den Eigenschaften noch viel größer als in unserer Welt. Nun müssen wir ein inneres System erschaffen, welches die gegensätzlichen Kräfte miteinander verbindet, denn so existieren sie in Wirklichkeit, in Frieden und Harmonie. Die eine vervollständigt die andere. Keine von ihnen kann ohne die anderen existieren.

Indem ich dieses System in mir selbst erbaue, beginne ich dessen Wurzel zu verstehen und erkenne, woher diese Gegensätzlichkeit kommt und was wirklich geschieht. Wir verstehen dies im Moment nicht. Dies wird für uns keinen Sinn machen, bis wir die Möglichkeit haben, den Machsom zu überqueren, also in die Spiritualität einzutreten. Bis dahin können wir entweder in dem einen oder anderen Extrem sein oder von beiden getrennt, aber wir sind nicht in der Lage, in Einheit und Harmonie mit diesen beiden entgegengesetzten Kräften zu sein.

Durch die Arbeit an der Einheit der zwei entgegengesetzten Kräfte in mir, erbaue ich einen Kontaktpunkt zwischen ihnen, ein System, in dem sie sich vereinigen, obwohl sie sich unterscheiden. Keiner unterdrückt den anderen, wie es in unserer Welt geschieht; sondern die beiden erreichen vollkommene Harmonie. Der Raum, den ich in mir selbst erschaffe, ist mein „Ich“, meine Seele, welche dem Schöpfer gleich ist.

Der Schöpfer ist eins, aber in Bezug zu mir teilt Er sich in zwei Kräfte, einer positiven und einer negativen, Plus und Minus. Ich verbinde diese beiden Kräfte in mir zu einem System, und dieses System, welches ich in mir zwischen dem Plus und dem Minus bilde, ist dem Schöpfer vollkommen gleich.

Auf diese Weise erkenne ich den Schöpfer durch Seine Handlungen. Dadurch schaffe ich in mir ein menschliches Wesen, welches dem Schöpfer angeglichen ist. Ich bin eins in dem System von Malchut und ich bin gleich wie der Schöpfer in dem System von Keter. Unsere ganze Arbeit liegt in der Erreichung dieser Gleichartigkeit.

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Wie man die Empfindung, einzigartig zu sein, für das Wohl der ganzen Welt nutzt

Um den Zweck der Schöpfung zu erreichen, benötigen wir eine besondere Kraft – eine externe, außerhalb von uns existierende. Ohne ihre Hilfe werden alle unsere Anstrengungen, zur Höheren Welt zu gelangen (mit anderen Worten, Handlungen der Liebe und des Gebens zu vollziehen), vergeblich sein. Das ist so, weil unsere ganze Natur aus dem Willen zu empfangen besteht. Demzufolge geschieht jede Handlung, die wir vollziehen, um uns selbst zu erfüllen. Selbst wenn wir die Bedürfnisse der anderen als wichtig erachten, tun wir es aus Furcht oder weil die Person, der wir geben, uns so nahe steht, dass wir sie als einen Teil von uns empfinden.

Der Antrieb aller unserer Handlungen ist Selbstliebe. Folglich können wir nicht wirklich für andere sorgen und ihnen geben. Wir haben das Verlangen, uns selbst auf Kosten anderer zu erfüllen, was man „Egoismus“ nennt. Durch dieses Verlangen unterscheidet sich die menschliche Ebene von der tierischen.

Wenn man unkorrigiert ist, ist man schlimmer als ein Tier, jedoch wenn man Korrektur erlangt, wird man dem Schöpfer gleich. Jede Person in der Welt fühlt sich einzigartig und außergewöhnlich, jedoch wenn dieses Empfinden mit dem Egoismus gekoppelt ist, wird es zur schlimmsten, destruktivsten Kraft der Natur.

Aber auch das hat einen Zweck. Wir müssen die äußerste Niedrigkeit dieses Zustands entdecken, um die verdorbene Art des Gefühls, einzigartig, exklusiv und außergewöhnlich zu sein, aussondern zu können. Dann werden wir in der Lage sein, wirklich zum Schöpfer zu flehen, die Art zu ändern, wie wir diese Empfindung nutzen. Dies wird sich dann in Gutherzigkeit und Liebe zu allen umwandeln, wo jedermanns Liebe für jeden einzigartig und besonders sein wird.

Kabbala Grundkurs

Laitman hautnah: Woher nimmt ein Kabbalist die Kraft

„Laitman hautnah“ – Unbefangene Interviews mit dem weltberühmten Kabbalisten Rav Dr. Michael Laitman über die Themen Spiritualität, Weisheit der Kabbala und den Sinn des menschlichen Lebens.

Woher habe ich diese spirituellen Gene?

Im siebten Teil des „Talmud Esser HaSefirot“, den wir gerade lesen, geht es um das Heruntersteigen der Welten von oben nach unten und ihr Zerbrechen.

Es ist wichtig für uns, das zu wissen, um die Natur der Dinge begreifen und daraus wiederum verstehen zu können, wie man aufsteigen kann, indem man sich durch seine kleinen Korrekturen und indirekte Hilfshandlungen auf diesen Aufstieg vorbereitet.

Jede dieser kleinen Handlungen bereitet eine größere Handlung in Zukunft vor.

Beim Heruntersteigen der Welten hat ein riesiges Zerbrechen vielerlei kleinere Handlungen zur Folge gehabt. Nun vollziehen wir, indem wir von unten nach oben aufsteigen, vielerlei kleinere Handlungen, die sich verbinden und eine große Handlung der Korrektur hervorrufen.

Auf diese Weise fließen kleine Korrekturen in einen vollkommen korrigierten Endzustand – Gmar Tikun – mit ein.

Natürlich ist das Hauptziel des Studiums das Anziehen des Lichtes, das zur Quelle zurückführt. Und doch müssen wir ein wenig von den Prozessen, die in der Spiritualität stattfinden, wissen.

Wir studieren das Zerbrechen der Welten so ausführlich, um es rechtfertigen und seine Notwendigkeit begreifen zu können!

Dank diesem befinden wir uns jetzt unten und verfügen über alle Informationsdaten (Reshimot) für den Aufstieg und die Erreichung der Endkorrektur.

Uns fehlt nur das höhere Licht, das diese Informationsdaten mit dem Material, in dem wir uns befinden, mit dem Verlangen, verbindet und sie eine nach der anderen (wer ist hier mit „sie“ gemeint?) umsetzt!

Reshimo ist eine Art Computerprogramm. Ich schiebe die CD mit dem Programm in den Computer hinein, und dort drin ordnet sich alles und nimmt die Form dieses Programms ein. Genauso funktioniert ein Reshimo.

Jedes nachfolgende Reshimo muss von mir in meinem Material umgesetzt („vernäht“) werden, damit es von ihm „formatiert“ wird, damit es im Inneren ein System aufbaut, eine bestimmte Form aus ihm „bildet“.

Ich habe ein Informationsgen (Reshimo), das Material (Verlangen) wird auch enthüllt, und ich muss nur das eine auf das andere legen und es in Ordnung bringen – das geschieht mit Hilfe des umgebenden Lichtes.

Das heißt, wir haben zwei Komponenten, wir müssen nur die dritte, die fehlende, erhalten – die Kraft des Schöpfers.

In dem Kapitel, das von dem Zerbrechen der Welten erzählt, wird uns erklärt, woher wir diese inneren Informationsgene haben, und uns ermöglicht, unser inneres Wesen zu spüren.

Aus dem Unterricht nach dem “ Talmud Esser HaSefirot“ vom 15.07.2010

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Jenseits der “Blackbox” der Schöpfung

Wir müssen die Schöpfung in ihrer Gesamtheit und Tiefe erreichen. Dann werden wir imstande sein, zu tun, was geschrieben steht: „Ich werde Dich an Deinen Handlungen erkennen.“ Das bedeutet, dass wir unseren Schöpfer in unserem Innern erfahren werden, in dem Maße, in dem wir das System korrigieren. Wir werden Ihn innerhalb unserer eigenen Materie erkennen, welche eine erhabenere, besondere Form annehmen wird.

Sprache ist eine Verbindung zwischen dem Licht und dem Kli (Empfangsgefäß). Sie ermöglicht uns, das Licht zu verstehen und seine Formen anzunehmen. Sie ist ein Programm, das in unser Material eindringt und aus uns neue Formen bildet, indem sie diese jedes Mal anders gestaltet.

Die gleichen 22 Buchstaben werden in uns fortwährend anders angeordnet. Sie beugen und formen unser Material und machen uns mehr und mehr gebend, bis wir vollständig wie der Schöpfer werden. Wenn wir das erreicht haben, werden wir die Kraft verstehen, die uns geschaffen hat.

Bis dies jedoch geschieht, werden wir alles nur gemäß der Veränderungen in uns offenbaren. Das heißt, dass wir alle Sprachen, Programme, Veränderungen und alles, was wir durchlebt haben und was in unserem Gedächtnis, in unserem riesigen „Computer“ gespeichert ist, enthüllen. Dort können alle Formen und Eigenschaften gefunden werden, vom Ursprung bis zum Ende.

Aber dies alles ermöglicht uns, die Hauptkraft zu erlangen – den Schöpfer, der diese „Blackbox“ erschuf, genannt „Malchut der Unendlichkeit.“ Wir werden dann seine Handlungen jenseits dieser „Box“ erlangen – hinter der Schöpfung des erschaffenen Seins selbst.

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Dem „Regisseur des Lebens begegnen…“


Wir stehen einer einzigen Kraft gegenüber: dem Schöpfer. So wie geschrieben steht: „Es gibt keinen anderen außer Ihn.“ Es scheint uns jedoch so, als würden viele Kräfte in der Welt wirken: Gewalten und Eigenschaften, Menschen, die Natur und wir selbst.
Die ganze Welt ist ein Theaterstück, wo die Szenen unseres Lebens von unbelebten und pflanzlichen Objekten gespielt werden. Wir sind alle Akteure in diesem Stück und doch kennen wir weder das Drehbuch, noch den Autor oder den Regisseur, die alles kontrollieren.

Dies ist die Bedeutung der Erlangung der Höheren Welt: es ist das Aufdecken der einzigen Kraft, des einzigen Willens, des einzigen Geistes, die auf dieser Bühne, die wir Leben nennen, das pflanzliche, belebte und menschliche Ebene steuert. Wenn man diese Kraft erreicht, erlangt man vollkommenes Wissen über alles. Man versteht, wie man das eigene Leben und Schicksal ändern kann, am wichtigsten jedoch ist: man stellt eine Verbindung zum „Regisseur“ her.

Die Menschen haben bereits resigniert und versuchen nicht mehr diese Welt auf eigene Faust zu verbessern. Es wird immer mehr klar, dass ohne eine Verbindung zum „Lenkenden“, ohne Kenntnis des Drehbuchs des Stücks, alle unsere Versuche nur noch mehr Schaden anrichten.
Deshalb wurden all unsere Hoffnungen auf Glück durch die Jahrtausende menschlicher Geschichte hindurch vereitelt. Und nun wird der Welt die Wissenschaft der Kabbala enthüllt, um klar zu machen, dass Zweck unseres Daseins in dieser Welt ist, den Einen zu erkennen, alles lenkt.
(Auszug aus der 1. Lektion anlässlich des Nordamerikanischen Kongresses in Buffalo)

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Die Form des Verlangens


Alles findet innerhalb des Verlangens nach Genuss statt, das vom Schöpfer erschaffen wurde. Dieses Verlangen macht während seiner Entwicklung bestimmte Veränderungen durch. Anfänglich stimmen wir dem zu, und es gibt keine Konflikte. Eigentlich ist jede Art von Konflikt überhaupt unmöglich, denn man entfernt sich nie von diesem Verlangen, sondern handelt nach seinen Befehlen. Man ist sich noch nicht bewusst, dass dieses Verlangen eigentlich nicht das eigene ist und über einen bestimmt.

Dennoch muss man in sich diese beiden Aspekte als separat ansehen: das Verlangen und den Menschen.
Dann jedoch wacht in ihm der Punkt des Schöpfers auf, der sich auf das Geben richtet, und dann beginnt man sein Verlangen als fremd zu empfinden. Man beginnt zwischen 1. dem Verlangen und 2. Sich selbst, dem Punkt im Herzen, zu unterscheiden.

Wenn man sich bemüht, seine Verlangen zu ändern, dann distanziert man sich immer mehr von ihnen und fängt an, sich wie deren Sklave zu fühlen. Unabhängig davon, ob sie Genuss oder Schmerz bringen, versteht man langsam, dass man diese Verlangen geschickt bekommt. Die Wirklichkeit scheint aus drei Komponenten zu bestehen: 1. dem Schöpfer, 2. den Verlangen, die Er sendet und 3. mir selbst.

Die Weisheit der Kabbala erklärt den Freien Willen , wie man mit ihm den Einfluss der Gruppe und das Höhere Licht (Or Makif) verwenden kann, um die Wichtigkeit des Zieles über die Interessen des Körpers und materiellen Lebens stellt und wie man seine Verlangen ändert, um das Ziel zu erreichen.

So entwickelt man seine Gleichheit zum Schöpfer (geben).

Aus der Morgenlektion vom 10. Oktober 2009

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