Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schmerzen'

Ich bat Gott, mich vor Schmerzen zu bewahren

Kommentar: „Ich bat Gott, mich und meine Lieben vor Schmerzen zu bewahren.“ Und Gott sagte zu mir: „Nein, wir leiden und überwinden das Leiden gemeinsam.“

Stanislaw Jerzy Lec

Frage: Wenn man diese Zitate betrachtet, gibt Gott keine Antworten auf direkte Fragen. Er sagt nicht: „Hier! Bitte.“ Er sagt: „Nein, das musst du selbst tun.“ Ist das die Aufgabe?

Antwort: Ja, das ist unsere Arbeit.

Frage: Das heißt, Er gibt uns die ganze Zeit Arbeit und keine direkten Geschenke?

Antwort: Er hat absichtlich Hindernisse für uns geschaffen. Der Egoismus ist schließlich das wichtigste Hindernis.

Kommentar: Es heißt, dass der Mensch darum bittet, vom Schmerz befreit zu werden und der Schöpfer antwortet: „Wir leiden und überwinden das Leiden gemeinsam. Das ist es, was du tun musst.“ Es stellt sich also heraus, dass der Schmerz notwendig ist.

Antwort: Ja, natürlich! Wenn es keinen Schmerz gäbe, wüssten wir nicht, was wir tun könnten!

Kommentar: Aber wenn man Schmerzen empfindet, bittet man natürlich: „Befreie mich vom Schmerz!“.

Antwort: Das ist es, was es braucht – dass man den Schmerz fühlt und um Befreiung bittet.

Frage: Das nennt man, sich über den Schmerz erheben?

Antwort: Richtig.

Frage: Ist es überhaupt möglich, einen Zustand zu erreichen, in dem man keinen Schmerz mehr spürt?

Antwort: Wenn man vorher sieht und weiß, wie man handeln muss, wird man so handeln, dass man keinen Schmerz fühlt.

Frage: Wenn man eine Krankheit, einen Schmerz hat, kann man damit irgendwie umgehen, ohne Pillen zu nehmen?

Antwort: Ich denke, das ist möglich.

Frage: Man kann sich also in irgendeiner Weise über den Schmerz erheben?

Antwort: Ich glaube, dass ein Mensch mit Hilfe innerer Anstrengungen alle Krankheiten überwinden kann.

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 01.07.2024.

Eine Einladung zum Aufstieg – oder der Sinn dieses Blogs


Ein Kommentar, den ich erhielt: Ich sah mir neulich einen Unterricht von Ihnen im Internet an – Sie sprachen ein wenig über Ihren Blog und ich hatte das Gefühl, als wüssten Sie, wie ich mich als Leser fühle. Die meisten Internet User lesen maximal die Überschrift oder ein paar Zeilen eines Postings. Meistens überfliegt der Leser schnell den Text und denkt sich, “viel zu viele Worte“ und liest gleich bei den Kommentaren weiter.

Meine Antwort: Mein Blog verfolgt eine klare Absicht – Kabbala zu erklären. Er dient nicht als Diskussionsgrundlage. Trotzdem scheinen manche Leute noch nicht reif genug dafür zu sein. Ein Mensch muss alle seinen Verlangen durchwandert haben, eines nach dem anderen, von den körperlichen (Essen, Sex, Familie, Schutz) bis hin zu den sozialen Verlangen, die durch den Einfluss der Gesellschaft entstehen (Reichtum, Ruhm, Ehre, Wissen). Wenn ein Mensch erst den Zustand erreicht hat, an dem er erkennt, dass keines dieser Verlangen tatsächlich Erfüllung bringt, erwacht in ihm der Punkt im Herzen (das Verlangen der Seele nach Erfüllung). Dieser Prozess braucht tausende von Jahren und viele Reinkarnationen.

Daher ist es sinnlos, mit den Menschen zu diskutieren, die dazu noch nicht bereit sind. Sie fühlen sich durch die Religionen (sie treiben Handel mit dem Schöpfer: „Ich tue, was Du verlangst, und im Gegenzug bekomme ich eine Belohnung in dieser oder in der kommenden Welt!“), Reichtum und andere Dinge noch befriedigt. Solche Menschen bitte ich daher, uns zu verlassen oder ein wenig zu studieren. Egal, alle Menschen, die von ihrem Leben enttäuscht sind oder nirgends eine Erfüllung finden können, sind herzlich eingeladen. [Rest des Beitrags lesen →]

Zwei Wege, um gut zu sein

In jedem Aspekt, den wir untersuchen können, ist das Leben heute besser als es jemals war: Wir haben mehr Nahrung als je zuvor, sogar zu viel; wir haben eine bessere Gesundheitsversorgung; wir leben länger; und wir haben Redefreiheit, zumindest im Vergleich zu vor hundert Jahren oder früher. Die Technologie hat uns Überfluss beschert; wir können bequem innerhalb von Stunden überall hinreisen, wo wir wollen, und das zu einem lächerlichen Preis; wir können mit jedem Mensch auf dem Globus innerhalb von Sekunden kommunizieren, als ob er direkt neben uns stünde, und die moderne Medizin vollbringt Wunder (selbst Covid-19 ist nichts im Vergleich zu Seuchen, die noch vor einem Jahrhundert zig Millionen Menschen getötet haben). Es scheint, als ob die Menschen glücklicher denn je sein sollten. Überraschenderweise sind wir heute deprimierter als je zuvor.

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Liebe sie wie deine eigene Seele, schlage sie wie einen Sandsack

Frage: Warum ist das so: Während der Verhüllung fühlt man sich wie in einem dunklen Raum, von allen Seiten Schläge bekommend? Es ist so, also ob der Schöpfer nur darauf warten würde, dass du wahnsinnig oder apathisch wirst…Und all das passiert, obwohl du in der Verbreitung und in der Gruppe mitarbeitest. Ist es so, wie das russische Sprichwort sagt: „Liebe sie wie deine eigene Seele, schlage sie wie einen Sandsack“ (das bedeutet, „jene, die wir am meisten verletzen, sind häufig jene, die wir am meisten lieben“)?

Antwort: Das ist vollkommen richtig, „wenn ich sie wie meine eigene Seele liebe, schlage ich sie wie einen Sandsack“, denn der Egoismus muss aus dem Menschen herausgestanzt werden oder er aus seinem Egoismus, so dass er nichts mehr damit zu tun haben möchte. Die unerfreulichen Phasen sind diejenigen, die uns aus dem allgemeinen egoistischen Sumpf herausziehen, zum Schöpfer hin.

„Der Schöpfer spart nicht mit Schlägen bei denen, die er liebt“ – das wird in der Kabbala ausführlich erklärt. Kein Kabbalist verbirgt die Tatsache, dass der „wahre Weg zu der Rose über die Dornen führt“ (durch die Dornen zu den Sternen). Nicht indem man ein rotes Bändchen für fünfzig Dollar kauft oder meditiert, um sich zu entspannen.

Kabbala Akademie

Neues Leben Nr. 84 – Chronische Müdigkeit verstehen

Neues Leben Nr. 84 – Chronische Müdigkeit verstehen
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Wenn wir uns in einer Blase verschließen, fühlen wir uns auf der einen Seite sicher und wohl, auf der anderen leer und allein. Wir blockieren den Geist des Lebens und haben am Ende keine Kraft, keinen Willen und keine Motivation. Der daraus resultierende Mangel an Zirkulation zwischen uns verursacht Krankheiten, Beschwerden und Schmerzen wie Krebs, Scheidung, Depressionen und Terrorismus. Gesundheit kann wiederhergestellt werden, indem eine warme Verbindung zu anderen hergestellt wird. Beispielsweise kann die Pflege eines Enkelkindes die Langeweile in einen neuen Lebenssinn verwandeln.  Sich für Fremde mit einer Haltung der Liebe und Selbsthingabe zu öffnen, hat die Kraft alle Blockaden zu lösen und wirklich zu heilen.

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Aus KabTVs „Neues Leben # 84 – Chronische Müdigkeit verstehen“ vom 17.10.12

Die Gebote der Natur = Die Gesetze des Schöpfers


Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Der Frieden„ den Absatz „Die Notwendigkeit vorsichtig mit den Naturgesetzen umzugehen“:

Es ist lebensnotwendig für uns, die Gebote der Natur zu studieren und zu wissen, was von uns verlangt wird, ansonsten wird sie uns gnadenlos bestrafen. Die Natur verpflichtet den Menschen, ein gesellschaftliches Leben zu führen und wir müssen die Gebote untersuchen, die wir laut der Anordnung der Natur in unserer Gesellschaft einhalten müssen. In der Tat gibt es nur zwei gesellschaftliche Konzepte, die man einhalten sollte: „Empfangen“ und „Geben“.

Dies bedeutet, dass die Natur jedes Mitglied der Gesellschaft zu Folgendem verpflichtet:

1. Seine Bedürfnisse von der Gesellschaft gedeckt zu bekommen und
2. durch seine Arbeit der Gesellschaft zum Wohlsein zu nutzen.

Und es ist verpflichtet, beide Gebote richtig einzuhalten, denn wenn es eines von ihnen bricht, wird es gnadenlos bestraft.

Wenn der Mensch gegen das Gebot des Empfangens verstößt, erfolgt die Bestrafung auf dem Fusse, was jegliche Vernachlässigung auslässt und uns dazu zwingt, es einzuhalten. Doch bei dem anderen Gebot, dem Geben zur Gesellschaft, erfolgt die Bestrafung nicht nur sofort, sondern wird auch indirekt verabfolgt. Darum wird dieses Gebot nicht richtig eingehalten.

Die Natur ist ein kompetenter Richter, der uns je nach unserer Entwicklung bestraft, denn wir können sehen, wie sich die Menschheit entwickelt, so werden auch die Schmerzen und Schwierigkeiten für unsere Existenz zu sorgen immer mehr. Und das Leiden wird immer mehr, bis die globale Krise uns zeigen wird, dass die schöpferische Vorsehung geboten hat, mit aller Macht das Gebot des Gebens an andere mit äußerster Präzision einzuhalten.

Und solange wir nur nachlässig dieses Gesetz einhalten, so wird die Natur nicht aufhören, uns zu bestrafen. Und sie wird uns natürlich besiegen und wir werden dazu gezwungen werden – wie ein einziger Mensch – die Gebote mit allen erforderlichen Mitteln einzuhalten.

Kabbala Grundkurs
 

Was ist die spirituelle Wurzel des Holocaust?

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel des Holocaust?

Antwort: Wenn die Diskrepanz zwischen dem Volk Israel und seiner spirituellen Wurzel einen kritischen Punkt erreicht, erzeugt dies in Folge einen „Aufprall“ der korrigierenden, verbessernden Kraft des Lichtes. Baal HaSulam schreibt, dass wir selbst in unserer Zeit den nächsten „Schlag“ auf uns heranziehen, wenn wir unsere Aufgabe, uns selbst und die Welt zu korrigieren, nicht erfüllen wollen.

Kabbala Akademie

hl

Frei von Leid

Frage: Verursacht ein Mensch Krankheit und Leid selbst?

Meine Antwort: Man kann nicht behaupten, dass wir Leiden als Bestrafung bekommen. Wir müssen es als Enthüllung betrachten, als Einfluss des Lichtes, auf Grund des großen Egoismus in uns. Das umgebende Licht ist vom Ego entfernt und da es deswegen nicht eintreten kann, fühlt das Ego Leiden. Je näher das Licht herankommt, um so größer wird die Qual. Der Mensch beginnt darüber nachzudenken, wie er diesen Schmerz vermeiden und sein Ego schützen kann; vielleicht verschwindet es auch, wenn sein Verstand aufhört und er über nichts mehr nachdenkt. Viele Menschen nehmen Drogen, konsumieren Alkohol oder flüchten in verschiedenartige Bereiche, wie Wissenschaft, Kunst, Sport und so weiter; Hauptsache Flucht und nicht über den Sinn des Lebens nachdenken.

Das Licht zeigt uns den Sinn des Lebens. Wir beginnen zu verstehen, dass wir ohne Schmerz die Reise nicht beginnen können. Dies zeigt uns, dass wir dem Licht einen Schritt entgegen gehen müssen, damit es in uns eintreten kann. Wenn ich eine Methode suche, die mich vom Leiden befreit und die mir sagt, wie ich den Sinn des Lebens finde, werde ich auf die Weisheit der Kabbala stoßen. Letzten Endes kommen nur diejenigen dorthin, die eine Leere in dieser Welt verspüren. Sie haben bereits viele Erfahrungen mit Problemen, Schmerzen und Misserfolgen in vorherigen Inkarnationen gemacht. Auch in diesem Leben leiden sie hauptsächlich unter einer nicht füllbaren Leere.

Frage: Vor ein paar Jahren wurde ich ernsthaft krank. Dieses Leiden ließ mich die Bibel studieren und schließlich die Wissenschaft der Kabbala. Ich hatte keine Schmerzen mehr, da ich nicht mehr darauf achtete. Kann ich so gesund werden?

Meine Antwort: Das ist kein Problem, wenn du so weiter machst, wird sich dir das Höhere Licht annähern. Tatsächlich leiten sich alle Probleme von der Tatsache ab, dass das Licht vor dir ist, aber nicht eintreten kann.

Frage: Ist damit gemeint, dass wenn ich mich dem Licht freiwillig annähere, die Leiden reduziert werden?

Meine Antwort: Nein. Die Qualität wird sich nur stufenweise, wenn ein Bedarf vorhanden ist, verändern. Denn die Entwicklung auf das Licht zu wird nicht schwächer, immerhin sind wir alle Egoisten. Wie sonst soll es möglich sein, mit dem Ego zu arbeiten? Man kann nur mit einem spitzen Stock, der „Antrieb“ genannt wird, voran geschubst werden. Man sagt, wenn ein Mensch über einen Fortschritt, ob nun gut oder schlecht, gleichermaßen dankbar sein kann, schreitet er in der richtigen Weise voran.

Es ist egal, woher die Leiden kommen, sie kommen in jedem Fall ausschließlich vom Schöpfer:„Es gibt nichts außer Ihm“ (Deuteronomium 4:35). Wenn ein Mensch dankbar für diese Einflüsse ist, wird er nicht von dem vorgeschriebenem Weg abweichen, sondern wird direkt zum Schöpfer voranschreiten.

Aus der russischen Kabbala Lektion 3/1/16

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Sich für die Entwicklung entscheiden

Frage: Wie soll ich auf die Empfindungen reagieren, die infolge der Handlungen des Schöpfers entstehen?

Meine Antwort: Man könnte sagen, dass sie das Ergebnis des Treffens mit dem höheren Licht, dem Schöpfer, sind. Und dennoch sollte man nicht vergessen, dass der Schöpfer unveränderlich ist, nur ich selbst verändere mich, die Reshimot wechseln sich in mir ab.

Aus diesem Grund kann ich nur eins tun: ich kann mich bei der Abfolge der Reshimot anstrengen. Dadurch beschleunige ich ihre Entwicklung und sehe sie als erwünscht an. Ich bin nicht gegen meine Entwicklung, sondern dafür, obwohl ich verstehe, dass es nicht einfach ist, dass ich dafür Anstrengungen in Kauf nehmen muss, wie bei jeglicher Entwicklung. Ich bin dazu bereit.

Wie entwickle ich mich denn? Durch den Einschluss in die Gruppe. Mit Hilfe der Freunde beginne ich die Wichtigkeit meiner Entwicklung zu erkennen, sie geben mir Kraft, um damit fertig zu werden. Genau das bedeutet die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels. Denn wenn das Ziel in meinen Augen wichtig ist, bin ich bereit, es zu verfolgen, selbst wenn es für meinen Körper unangenehm ist. Die Wichtigkeit verleiht mir Kraft.

Wenn ich mich wirklich in das Verlangen der Freunde einfüge, werde ich keine Probleme damit haben, die Entwicklung voranzutreiben, anstatt durch Leiden voranzukommen, wenn es infolge der Nichtübereinstimmung mit dem in mir erwachten Reshimo Schmerzen in mir auslöst.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 04.02.2011

Geben aus Verzweiflung

Warum gibt der Mensch auf einmal auf und kämpft gegen die Leiden nicht weiter?

Das ist das Ergebnis seiner Informationsgene („Erinnerungen“, Reshimot).

Mit einem Tier passiert es nicht, weil es wie eine Maschine handelt und für sein Leben kämpfen wird bis zum Schluss, es verzweifelt nicht wie ein Mensch.

Das Tier kämpft verzweifelt oder flieht, es wird niemals den Schmerzen unterliegen. Nur der Mensch lässt die Hände hängen: es kommt wie es kommen soll, er hat „menschliche“ Informationsgene und handelt nicht instinktiv, wie eine Maschine, in der das Verlangen gegen die Leiden steht.

In diesem Punkt der Verzweiflung liegt die ganze menschliche Psychologie, wo der Mensch zum kämpfen aufhört und das Geschehene annimmt.

Denn unsere inneren Daten, „Reschimot“, sind das Ergebnis von der Zerbrechlichkeit der Seelen. Sogar in einem kleinem Reshimo gibt es eine Verbindung zum Höheren, zum Schöpfer, welcher mit uns auf der gebenden Stufe zerbrochen ist.

Und deshalb erwachen in uns unbewusst solche Eigenschaften, wo wir nicht mehr über das Nehmen denken, sondern bereit sind, über das Geben nachzudenken.

Auszug einem Unterricht ueber den Artikels „Frieden in der Welt“, 22.12.10