Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schlägen'

Kein Land kann die Krise allein bewältigen

Meinung: Kim Sung-Hwan, Minister für ausländische Angelegenheiten und Handel der Republik Korea: „Die internationale Gemeinschaft hat Erfahrung damit, wirtschaftliche Schwierigkeiten zu überwinden, wie die globale Finanzkrise von 2008. Aber kein Land kann allein solche globalen Schlägen überwinden. Das erfordert enge Zusammenarbeit zwischen allen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft. Heute ist es extrem wichtig die Anstrengungen zu vereinen.“

Mein Kommentar: Zusammenarbeit sollte nicht deshalb existieren, weil keiner die Kraft hat, die Krise alleine zu überwinden, sondern weil die Krise für uns verursacht wurde, um die Notwendigkeit zu entdecken, uns zu einem Ganzen zu vereinigen.

Das verborgene Gesetz des Lichtes

Frage: Wie kann mich das höhere Licht verbessern, wenn es in absoluter Ruhe ist?

Meine Antwort: Wenn vom ein- und austretenden Licht gesprochen wird, bezieht sich das auf die Veränderungen innerhalb meiner selbst. Das Licht ist das Phänomen innerhalb des Gefäßes zum Empfangen (Verlangen). Es gibt kein Licht ohne das Gefäß. Einige dieser Phänomene nenne ich „das Licht“ und schreibe den Veränderungen unterschiedliche Eigenschaften zu.

Alles ist in meinem Inneren. Einige innere Erfahrungen schreibe ich der äußerlichen Welt mit äußerlichen Ursachen zu, während ich inneren Ursachen mir, meinem Inneren, zuschreibe. Nach dem ich einige Veränderungen in meinem Inneren enthüllt habe, verbinde ich sie dann entweder mit persönlichen Handlungen oder mit dem Licht, dass diese Veränderungen unbewusst in mir herbeigeführt hat.

Wie ein Kind sagt: „Es ist alleine kaputt gegangen“ als ob es nicht gewesen war. Wir machen das auf Grund des Mangels an spirituellem Bewusstsein und der Enthüllung genauso. Wir übernehmen die Verantwortung für einige Ereignisse auf uns selbst und schreiben den anderen Teil einem verborgenen Faktor zu.

Frage: Ist das verborgener Faktor, was wir „eine wunderbare Kraft“ (Segula) nennen?

Meine Antwort: Segula bedeutet, dass ich Handlungen durchführe, aber die Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen ihnen und ihren Ergebnissen nicht sehen kann. Zum Beispiel wird mir erzählt: „Wenn Sie die Wand zehnmal schlagen, wird Wasser anfangen, vom Wasserhahn im Hinterhof zu laufen.“ Ich sehe keine Logik hier; aber inzwischen gibt es einen verborgenen Mechanismus in der Wand, die auf mein Schlagen der Wand reagiert und das Wasser einschaltet.

Es ist wirklich sehr einfach, aber ich bin dieses verborgenen Mechanismusses nicht bewusst. So wurde mir erzählt: „Dieser ist Segula. Wenn wir das tun, werden wir jenes bekommen.“ Folglich verbinde ich das eine mit dem anderen, obgleich ich die Logik der Ursache-Wirkungs-Beziehung nicht verstehe, die diesen Ereignissen zu Grunde liegt. Deshalb ist Segula ein Gesetz das vor mir verborgen ist. Es gibt nichts Übernatürliches hier: Ich weiß nur gerade nicht, wie der Mechanismus im Hintergrund funktioniert.

Das gleiche ist mit der Gruppe. Wenn Sie sich wie empfohlen mit einer Gruppe verbinden, an der Verbreitung teilnehmen, die Freunde umarmen, mit Ihnen singen und springen, werden Sie die Wirkung erfahren, ohne eine Vorstellung davon zu haben, wie das alles miteinander verbunden ist.

Die Kabbalisten gaben uns Empfehlungen, die wirklich wirken. Wie sie genau funktionieren, werden wir später enthüllen. Für jetzt, auf unserer Stufe wird es „Segula“, ein verborgenes Gesetz genannt.

Auszug aus Unterricht  über den Artikel von Rabasch „Was eine große oder kleine Sünde in der Arbeit ist“, 27.12.2010

Die Liebesleiden sind süß

Eine Frage, die ich erhielt: Genügen uns die gewöhnlichen Leiden dieser Welt nicht – dass wir noch die Leiden vermehren müssen, während wir die Höhere Welt erreichen möchten?  Somit verdoppelt der Mensch seine Leiden, wenn er sich für den geistigen Weg entscheidet?

Meine Antwort
: Ja, du multiplizierst die Leiden, um diesen Weg schneller zu gehen! Und womit sonst kann man dich vorwärts anstoßen?

Aber uns werden keine Leiden von oben geschickt, denn das Ziel ist, dass wir selbst in uns die Leiden der Liebe enthüllen …

Das Licht, das zur Quelle zurückführt, ruft in uns die Leiden der Liebe hervor – und wir gehen folglich nicht aufgrund lebenswichtiger Leiden voran, wie die Tiere es tun, die nichts verstehen, und den Schlägen des fortlaufenden Schicksals vollständig untergesetzt sind. Deshalb wartet man oben, bis wir in Aktion treten. Und wir denken hier: gut, man kann noch auf die Hilfe von oben warten, alles wird sich von selbst auflösen.

Und welche Hilfe kann von oben kommen – nur die Leiden der materiellen Welt, die uns zwingen werden, sich vorwärts zu bewegen! Aber wenn du der Gruppe beitreten wirst, dann wirst du die geistigen Leiden bekommen und kannst schneller vorankommen. Dies ist die Empfindung der geistigen Leere, des Leidens der Liebe. Folglich muss man dich nicht mithilfe der gewöhnlichen Leiden bestrafen.  Wenn du freiwillig vorankommst, d.h. mit der Geschwindigkeit, die für dich aufgrund deiner geistigen Ausgangsdaten (Reshimot) optimal ist, dann muss man dich nicht mit dem “Stab zum Glück” vorwärts bringen.

Wenn du aber schon so hoch hinaufsteigst, dass du dich mit allen übrigen Seelen verbindest, dann beginnst du, für sie zu leiden, wie die Mutter für ihre Kinder leidet. Deshalb scheint uns so zu sein, dass die Kabbalisten in dieser Welt auch leiden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel “das Vorwort zu” Panim Meirot “”, 01.09.2010

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Geisteswelt oder Visionen?

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 170: Bei der Abreise einer Seele, gehen all seine Verwandten und Freunde in der Welt der Wahrheit mit seiner Seele und zeigen ihr den Platz von Eden und den Ort der Strafe.

Eine Frage, die ich erhielt: die Menschen, die den klinischen Tod erlitten, erzählen über die Visionen, die mit Sohar in vieler Hinsicht übereinstimmen, obwohl sie keine Ahnung über die Kabbala haben…

Meine Antwort: Das Verständnis der Kabbala hilft dem Menschen nicht, die Geisteswelt zu sehen. Man kann die höhere Welt nur in der korrigierten Seele empfinden. Es spielt keine Rolle, ob der Mensch die kabbalistischen Bücher studiert oder nicht. Wichtig ist dabei, ob er sich korrigieren möchte.

Zu den Emotionen der Menschen, die den klinischen Tod erlitten, kann man Folgendes sagen. Wenn der Mensch in den kritischen Zustand gerät, dann ist es ein großer Schlag für den physischen Körper, der nichts mehr als den Wunsch, zu genießen darstellt. Unser Körper scheint uns materiell zu sein, einen Umfang haben, aber er stellt ausschließlich den Wunsch dar, eine bestimmte Art von Füllung zu genießen.

Wenn dieser Wunsch die Leere, die Leiden empfindet, dann möchte er natürlich kein Leben, keinen Wunsch empfinden, woran er leidet, denn er wünscht sich, diese Stelle zu schmälern, weniger zu leben, die Gefühle abzuschalten, Drogen zu nehmen, usw.

Jeder Mensch, der die seelischen oder materiellen Leiden empfindet, wünscht sich, diese zu verringern, die Wahrnehmung der Welt zu verringern, bis zur Unlust zu leben.

Aber wenn du die Leiden empfindest und hinaufsteigen möchtest, sowie den Wunsch hast, aus dieser Stelle ausgerissen zu werden, aus der Finsternis, Bitternis, aus den Schlägen, Kriegen und Krankheiten – dann begehst du die geistige Handlung – nicht für das Geben, oder weil dich das Geistige heranzieht, sondern weil die Leiden auf dich mit solcher Kraft drücken, dass du wie ein Kern aus der Kirsche ausgestoßen wirst – und nach oben aufspringst.

Es ist der Weg der Leiden, und kein Aufstieg, weil du dich nicht dem Ziel annäherst; du kennst es nicht – du läufst den Leiden davon wie ein verprügeltes Tier – vom Stock wegläuft. Aber wie dem auch sei, du erhebst dich über die Selbstsucht, über dem Wunsch zu genießen, und willst folglich dein Ego annullieren: „Ich will nichts mehr, lassen Sie mich nur in Ruhe!“.

Angenommen, ich habe eine Milliarde Dollar gestohlen, man hat mich gefangen und lebenslänglich im Gefängnis gesperrt. In diesem Augenblick wünsche ich nur Brot und Wasser und zu Hause zu sein. Nichts anderes!

Aber ich wollte doch eine Milliarde Dollar! Der Wunsch verringert sich, und steigt aufgrund „des Glaubens über dem Verstand“ hinauf, er ist bereit, im Geben zu sein, auf sich zu verzichten, sich zu verringern, um nur die Leiden der Strafe nicht zu empfinden. Dann empfinden diese Menschen die Wahrheit, im kleineren Ausmaß öffnet sich hier die Verbindung mit dem Schöpfer. Aber nur für die kurze Zeit, sodass sie diesen Zustand nicht wahrnehmen und festhalten können, weil sie keine eigenständigen Kelim (keine geistigen Gefäße) haben – und ihr Zustand vergeht.

Aber in 99.9 % der Fälle der Empfindung vom Jenseits empfinden die Menschen nur die psychosomatischen Emotionen. Da sie sich in den Leiden, in Verwicklung, im Nebel der Gefühle, in der Störung der Arbeit der inneren Systeme aufhalten, ist ihre Wahrnehmung gestört.

Aber das Schöpfungsziel besteht nicht darin, dass der Mensch nur im Zustand des klinischen Todes die Geisteswelt empfindet. Ich soll sie im vernünftigen Zustand empfinden, darin wie der Forscher agieren, der über das Wissen und Verständnis verfügt. Man muss den Wunsch und die Möglichkeit haben, wie der Schöpfer zu werden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.09.2010

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