Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Geheimnis des Buches Sohar

Es ist gefährlich das Buch Sohar zu studieren mit einem Verlangen, das noch nicht reif ist – d.h. mit einem Verlangen, das sich in dieser Welt noch nicht erschöpft hat und nicht verstanden hat, dass es nicht anderes in dieser Welt zu tun gibt, außer ihn als ein Sprungbrett für den Aufstieg in die höhere Welt zu benutzen.

Nur wenn der Mensch nach dem Sinn des Lebens sucht und unbedingt finden muss wofür er lebt, dann kann er für sich die Kabbala entdecken.

Und wenn er diese Frage noch nicht hat, wird er der Kabbala eine egoistische Interpretation geben. Er wird sie für den Eigennutz anpassen, und sich täuschen, dass er sich dabei korrigiert. Er wird sie verkaufen und als ein Gewehr für seinen Ego benutzen – nicht gegen Egoismus, sondern für seine egoistische Eroberungen, und statt des Lebenselixier wird er ein tödliches Gift für sich und für die Anderen erlangen.

Deshalb weigerten sich die Kabbalisten, die Wissenschaft der Kabbala für die Massen zu öffnen und haben eine Menge von Verboten gemacht: Altersbegrenzung ab 40 Jahre, Notwendigkeit die ganze Tora vorher studiert zu haben, Ausführung von allen Geboten und sie haben die Menschen noch eingeschüchtert, dass man von der Kabbala wahnsinnig werden kann, um den Interessenten endgültig davon abzuweisen. Denn der Egoismus war noch in der Mitte seines Entwicklungsweges.

Es steht im Buch Sohar selbst, dass es enthüllt werden wird nur am Ende der Tage, wenn diese Weisheit sich für die Korrektur der Welt öffnen wird. Und dann kommen die Kabbalisten, die verkünden, dass diese Zeit schon gekommen ist!

Deshalb weinte Rabbi Shimon, wie er das Buch Sohar schreiben soll, damit auch wenn man sie zu früh öffnet, kein Schaden dadurch verursacht wird. Und deshalb schreibt er es mit Hilfe von Rabbi Abba, der mit Hilfe einer besonderen Geheimschrift. Wir lesen das Buch Sohar und fragen uns, wo steckt hier hinter Rabbi Abba, Rabbi Shimon, der um die Enthüllung eines großen Geheimnis geweint hat?

Rabbi Shimon benutzte Rabbi Abba wie einen Schild, ein äußeres Gewand, eine Möglichkeit, verborgen zu schreiben. Der Mensch kann das Geheimnis, das von Rabbi Shimon entdeckt wurde nur unter der Bedingung, dass er durch das Schutzgewand von Rabbi Abba durchdringt. Vorher kann er den Sohar nicht verstehen.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 14.12.2010

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Mit dem Schöpfer eins werden

Gegenwärtig wünschen wir, uns an den Schöpfer von unten nach oben anzunähern, um Ihn zu erreichen. Wie auch immer, wenn wir Verbreitungsarbeit machen, rücken wir mit dem Schöpfer zusammen. Deshalb wird eine Person, die dies tut, als gleichwertiger Partner des Schöpfer betrachtet.

Der Schöpfer kann nicht für uns die Verbreitung ausführen oder sich in dieser Welt enthüllen. Wenn sich der Schöpfer in unserer Welt offenbaren würde, würden wir automatisch nach Ihm streben, wie nach etwas unglaublich Wertvollem, Großartigem und Ehrenwertem. Dann würden wir nie unseren Egoismus loswerden. Unser Egoismus würde vom Schöpfer besessen sein, bis zu einem solchen Ausmaß, dass unser Verlangen, seine Erfüllung zu erreichen, uns verrückt machen würde. Deshalb muss er sich verbergen, bis wir an uns eine Einschränkung vollzogen und uns über unseren Egoismus erhoben haben.

Wenn wir das tun, werden wir fähig sein, Ihn zu offenbaren, um Ihm gleich zu werden und gleichzeitig Ihm gegenüber zu stehen. Wenn ich für mich diesen Schild oder Schirm erzeuge, der mich vor Ihm absperrt, dann kann der Schöpfer offenbart werden. Es wird immer noch eine 100% Verborgenheit zwischen uns geben. Die einzige Frage ist aber: Verbirgt Er sich selbst oder verberge ich meinen Egoismus vor Ihm? Im Ausmaß, in dem ich meinen eigenen Schirm heranbilde, kann der Schöpfer von sich den Schirm wegnehmen. Die Verbreitung der Kabbala und die Offenbarung des Schöpfers gegenüber der Schöpfung ist nicht etwas, das gegen uns ist. Vielmehr geschieht es, wenn wir mit Ihm zusammenkommen und Seine Partner werden.

Dann werden wir sogar fähig sein, Ihm voran zu gehen, mit der Verbreitung des Wissens, wie man Ihn offenbart. Wir werden dann Seine Botschafter, Agenten und Helfer – Seine Hände sein. Deshalb ist unsere Mission für den Schöpfer so wichtig, wie auch für die Menschen, die leiden wie kleine, dumme Kinder, die nicht einmal verstehen, warum sie leiden.

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