Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Salomon'

Alles vergeht

Frage: Es gibt ein jüdisches Gleichnis über einen Mann, der eines Tages einen Weisen besuchte und anfing zu klagen: „Alles ist schlecht für mich: Ich habe meine Arbeit verloren, meine Frau ist krank, meine Tochter kann immer noch nicht heiraten, und mein Sohn will nicht studieren. Was soll ich tun?“ Der Weise sagte: „Es gibt ein altes Heilmittel. Du musst viele Zettel nehmen, darauf schreiben: ‚All dies wird vorübergehen‘, und die Zettel in jedes Zimmer legen. Der Besucher verstand nicht, was gesagt wurde, und ging. Aber da der Weise es sagte, tat er, was ihm gesagt wurde. Nach ein paar Jahren kehrte dieser Besucher glücklich zu dem Weisen zurück. „Wie dankbar ich dir bin! Ich habe eine großartige Arbeit gefunden, meine Frau hat sich erholt, meine Tochter hat geheiratet, mein Sohn hat sein Studium beendet und ist vollkommen zufrieden. Alles ist gut! Ich danke dir sehr! Dann fügte er hinzu: „Ich wollte nur fragen: Diese Zettel, die ich im Haus in den Zimmern angebracht habe, können die schon entfernt werden?“ „Warum willst du sie entfernen? „, sagte der Weise, „lass sie erst einmal ruhen.“ Das heißt, auch dies wird vorübergehen.

So stand es auch auf König Salomons Ring geschrieben: „Alles geht vorüber.“ Was für eine Weisheit ist das? Was sind das für Worte, die alles verwandeln, all den Kummer verschwinden lassen? Was sind sie?

Antwort: Es ist eine andere Art, die Welt zu betrachten. Nicht mehr als das. Nichts ändert sich. Nur die Sichtweise einer Person ändert sich.

Kommentar: Trotzdem sagte er, dass mit ihm alles in Ordnung sei und sich alles geklärt habe.

Antwort: Ja, seine Einstellung zum Leben, zur Welt und seine Sichtweise haben sich geändert, und deshalb hat sich alles beruhigt.

Frage: Welchen Rat kann man der Menschheit und dem Menschen geben, wenn es ihm hier und heute nicht gut geht?

Antwort: Es gibt nichts, was heute nicht in Ordnung ist. Heute ist bereits alles in Ordnung.

Frage: Ist es das, was man „alles geht vorbei“ nennt?

Antwort: Ja. Auf jeden Fall ist alles in einem guten Zustand, und man sollte nicht selbst schlechte Zustände erfinden.

Frage: Und wenn ich mich dennoch schlecht fühle?

Antwort: So etwas wie schlecht gibt es nicht. Es ist das, was man für sich selbst zeichnet.

Frage: Glauben Sie nicht, dass es so schreckliche Zustände gibt, wenn sich ein Mensch schlecht fühlt? Wirklich schlecht!

Antwort: Eigentlich ist es keine schlechte Sache. Es ist alles in Ordnung.

Kommentar: Es ist nicht leicht für eine Person, sich selbst davon zu überzeugen.

Antwort: Es ist nicht nötig, überzeugt zu werden. Man muss es einfach akzeptieren und das war’s.

Frage: Was bedeutet es, Zettel in alle Räume zu legen und dass alles vorübergehen wird?

Antwort: Es bedeutet, sich daran zu erinnern, dass man jede Minute in einen Zustand zurückkehren muss, in dem alles vergeht.

[308808]

Aus der Sendung „Nachrichten mit Dr. Michael Laitman“ 

Nach welchen Merkmalen kann man einen wahren Kabbalisten identifizieren

Aus einem Artikel von Baal HaSulam „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“: Bis König Salomon (Schlomo) nicht nach Jerusalem kam, konnte er Aschmodais, der sich für Salomo (Schlomo) ausgab, von seinem Thron nicht vertreiben.

So schauen auch die Weisen der Kabbala auf die philosophische Theologie und beklagen sich, dass die äußere Hülle ihrer Wissenschaft geklaut wurde. Sie wurde von Platos uns seine griechischen Vorgänger beim Studieren von Büchern der Propheten Israels erworben.

Sie haben die grundlegende Thesen der Weisheit Israels gestohlen und sie haben in die Kleidungen, die ihnen nicht gehören, gekleidet. Und bis heute saß die Theologie auf dem Thron von Kabbala, den sie erbte.

Die griechischen Philosophen lernten von den Propheten, die Kabbala war schon seit den Tagen Abrahams für alle geöffnet. Anderseits, konnten sie nicht auf die Höhe der spirituellen Erkenntnis aufsteigen, weil sie dafür einen enormen Aufwand benötigten. Deswegen nahm man nur den äußeren Teil dieser Wissenschaft – nicht um die Natur des Menschen zu korrigieren, sondern nur um das Wissens willen.

Erstes Zeichen, wie man einen Kabbalisten identifiziert – ist es notwendig zu wissen, wessen Schüler er ist. Es ist nicht möglich spirituelle Erkenntnis zu erlangen, ohne einen treuer Schüler, der einem wahren Kabbalisten nahe steht, zu sein.

Ein Schüler eines bekannten Kabbalisten zu sein, das ist noch keine Garantie des spirituellen Erfolges, aber zumindest ist dies die erste notwendige Voraussetzung, um ihn zu erreichen.

Zweites Zeichen von einem Kabbalisten ist die Technik, die er vorschlägt. Diese sollte nur auf die Korrektur des gesamten menschlichen Egoismus gerichtet sein.

Gerade darin besteht der Unterschied zwischen der antiken griechischen Philosophen (Religionen, Glaubensrichtungen, spirituellen Techniken, usw.), die nur die Außenhülle der Methode der Kabbala (Gespräche über die höheren Welten, die Zukunft der Welt, Belohnung und Bestrafung, usw.) genommen haben und begannen diese zu entwickeln und egoistisch zu missbrauchen, nicht zur Korrektur der menschlichen Natur, sondern nur um ihn zu manipulieren.

Dies sind die zwei wichtigsten Merkmale, die einen Kabbalisten von Nicht-Kabbalisten zu unterscheiden helfen.

Und nicht nur die Philosophie, sondern in der Regel auch jede Methode, einschließlich der Forschung, mit Hilfe dessen jeder Mensch hofft, die Welt zu verändern und ein besseres, korrigiertes und mehr oder weniger erträgliches Leben zu erreichen. Im Endeffekt erweisen sie alle ihre Falschheit.

Die Lüge muss nicht in den wissenschaftlichen Folgerungen sein – aber darin, dass man damit die Welt in Ordnung bringt und den Menschen glücklich macht. Und solange es sich nicht in voller Klarheit offenbart, werden gewöhnliche Menschen, die keinen besonderen Wunschstreben nach dem geistigen Erkenntnis verspüren, die Kabbala nicht ernst nehmen.

Also, ein Kabbalist kann nur derjenige sein, der unter einem anerkannten Kabbalisten gelernt hat. Und derjenige, der die Methode der Korrektur von Egoismus vorschlägt, und nicht alle Arten von „Wunder“ oder körperliche Handlungen, wofür man angeblich Belohnung oder Bestrafung von ganz Oben bekommt, verspricht. Das ist nicht die Religion und nicht die Glaubensrichtung, nicht die Philosophie oder Theologie oder gar die Naturwissenschaften unserer Welt – sondern eine Methode, die unseren Egoismus korrigiert, um die Einheit und die Liebe zu erreichen.

Und als Voraussetzung für eine breite Veröffentlichung dieser Methode – ist es notwendig, dass die Menschheit es endlich akzeptiert, dass für unsere Rettung andere Methoden untauglich sind.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“, 11.01.2011

Zum Kabbalalernzentrum–>

Sind die biblischen Könige Mythos oder Realität?

Aus den Nachrichten (The Times Online):

„Beweise für König David und Salomon“

Bis vor 15 Jahren notierte Professor Eric Cline in einem neuen Buch, dass es keine außerbiblische urkundliche Erwähnung des Hauses David als Herrschaft über Judäa gäbe. „… uns fehlen noch immer zeitgenössische oder zeitgenössisch-nahe Inschriften, die Salomon erwähnen. Im Moment haben wir keine Einzige“ sagte Professor Clives. „Es gibt noch immer sehr wenige archäologische Beweise für die Existenz von David.“

Meine Antwort: Diese neuen Ausschnitte sind ein brillantes Beispiel dafür, wie es die Medien lieben, alles als eine Sensation zu präsentieren.

„Es gibt immer noch sehr wenige archäologische Beweise für die Existenz von David“, unterzeichnet von wissenschaftlichen Autoritäten.

Aus irgendeinem Grund wird das Wort „Wissenschaft“ auch oft von jenen benutzt, die dilettantisch in Spekulationen, Theorien und Annahmen verweilen, die nicht auf Tatsachen beruhen. Auf gleicher Art und Weise versuchten Philosophen Moshe de Leon, der im 11. Jahrhundert nach Christus lebte, als Autor des Sohar zu präsentieren – und dadurch wurde er auch zum Autor.

Allerdings wussten die Kabbalisten seit Jahrtausenden, dass der Sohar von Rashbi geschrieben wurde, wie es oft im Sohar selbst erwähnt wird. Schade nur, dass keiner dieser Philosophen ihn überhaupt liest…

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:

Laitman Artikel: „Die Verborgene Bedeutung der Bibel“

Individuelle Arbeit mit dem Buch Sohar

In meinem Inneren wünsche ich mir, den Schöpfer und alle Teile meiner Seele zu sehen: Keter, Chochma, Bina, Daat, Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Yesod, Malchut und deren Verbindungen untereinander.

Diese Eigenschaften können auch Abraham, Isaak, Esau, Ismael, Jakob und die 12 Brüder (Söhne Jakobs), Josef, David und Salomon genannt werden. Und von allen Seiten kleiden sich darin gute und böse Kräfte wie Hiob, Pharao usw.

Wir müssen uns den spirituellen Körper nicht nur als drei Linien vorstellen, sondern multidimensional. Genauso wie der menschliche Körper aus einer Vielzahl von verschiedenen Systemen besteht: das Lymphsystem, das Nervensystem, der Blutkreislauf und viele andere, über welche wir noch nichts wissen. Und zusätzlich gibt es dort Energien, Flüssigkeiten und chemische Substanzen, die hindurch fließen. Der spirituelle Körper enthält noch mehr Bestandteile und Verbindungen, weil jeder Abschnitt aus verschiedenen Eigenschaften, verschiedenen Arten von Verbindungen und verschiedenen Formen auf den unterschiedlichen Stufen besteht.

Wir sind unfähig dies zu lernen, bevor wir es tatsächlich fühlen können. Jeder der denkt, dies lernen zu können, ist ein Narr. Was wir brauchen, ist nur das Verlangen danach, in diesem integralen System zu existieren, in dem alles in der Absicht zu geben handelt. In diesem System werden wir den Schöpfer und die Schöpfung finden. Kurz gesagt, befindet sich alles darin. Wir müssen alles gemäß dem Prinzip „Ein Mensch ist eine kleine Welt“ betrachten.

Allerdings sprechen wir nicht über unsere Welt und unsere physischen Körper. Ein „menschliches Wesen“ bin ich, und eine „kleine Welt“ ist das Buch Sohar und seine Geschichten.