Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das System der Höheren Lenkung erkennen

Eine Frage, die ich erhielt: Warum haben wir angefangen, anstatt des Buches Sohar den 8. Teil der Lehre von den zehn Sefirot (TES) zu studieren?

Meine Antwort: Zuallererst studieren wir weiterhin den Sohar in jedem Morgenunterricht, allerdings 45 Minuten anstatt 1,5 Stunden lang.

Während des Lesens des Buches Sohar haben wir es ständig mit den Parzufim der Welt von Azilut zu tun: Arich Anpin (A„A), Aba we Ima (AwI), ISCHSuT und SoN, von wo die ganze Höhere Lenkung ausgeht.

Deshalb müssen wir besser verstehen, wie sie aufgebaut sind, wie die Hierarchie und die Verbindung zwischen ihnen ist, nach welchem Programm sie arbeiten.

Darum müssen wir den 8. Teil von TES studieren – das ist der wichtigste Teil der Lehre von den zehn Sefirot, der die Welt von Azilut im Allgemeinen beschreibt.

Ohne ihn werden wir uns dem Sohar nicht noch näher kommen können. Denn je mehr ein Mensch weiß, desto mehr versteht und erkennt er, dass er in Wirklichkeit nichts weiß, und kann besser sein Gebet klären, damit es nicht einfach nur der Schrei eines Säuglings bleibt, sondern zu einer genau formulierten Bitte wird.

Außerdem, wenn wir TES mit der gleichen Absicht wie das Buch Sohar studieren, wirkt er auf uns ein und vollzieht die gleiche Korrekturarbeit an uns.

Aus dem Unterricht nach dem „Talmud Esser haSefirot“ vom 02.12.2010

Damit wir erhört werden…

Wir wissen, dass keine Anstrengungen und keine Schreie von uns an sich helfen werden. Sie sind mit dem Schreien eines Säuglings zu vergleichen – es muss Einen geben, der ihn erhört – die Mutter, Bina oder der Schöpfer.

Der Schrei kann nur erhört werden, wenn er korrekt, d.h. auf das wahre Ziel gerichtet ist – auf die Vereinigung, auf das Erhalten der Kraft des Gebens. Darum müssen wir uns verbinden, um zwischen uns eben das Verlangen zu geben zu erschaffen und dann gemeinsam zum Schöpfer zu schreien.

Und darum lesen wir gemeinsam das Buch Sohar und wollen uns miteinander verbinden, auch wenn das über das Internet, das Fernsehen und alle möglichen Kommunikationsmittel geschieht.

Und es ist unwichtig, dass unsere Verbindung erst einmal egoistischer Natur ist, denn jeder von uns wird vom Verlangen für sich selbst (lo liShma) bewegt. Wir sind bereit, uns zu verbinden, wollen aber alle daran verdienen. So ist unsere Natur, und es macht keinen Sinn, uns selbst zu belügen.

Wir sind Egoisten, und jeder von uns versteht, dass er sich mit den Anderen verbindet, um irgendeinen Nutzen davon zu tragen, sonst könnte niemand von uns auch nur die kleinste Handlung vollziehen, er hätte keine Energie, sich mit den Anderen zu verbinden.

Doch diese physische Verbindung, Versammlung an einem Ort oder virtuell zur gleichen Zeit in einem Gedanken ist die einzige uns erlaubte Handlung. Denn noch können wir nur physische Handlungen ausführen – so werden Handlungen genannt, die in unserem Egoismus vollzogen werden.

Doch außer dieser Handlung benötigen wir, dass das höhere Licht, das zur Quelle zurückführt – das umgebende Licht (O“M) – auf unsere egoistische Verbindung einwirkt.

Dieses Licht nennt sich das umgebende Licht (Or Makif), weil es aus der Ferne, aus unserem nächsten Zustand scheint – aus den korrigierten Verlangen/Kelim, in den Verlangen „liShma“ – mit der Absicht zu geben.

Doch wenn wir uns sehr große Mühe geben, danach zu streben, können wir seine Einwirkung auf uns hervorrufen, denn wir befinden uns in der Welt der physikalischen Gesetze der Natur (des Schöpfers). Durch das Lesen des Buches Sohar ziehen wir das Licht an uns heran, weil wir uns unbewusst an unsere nächste Stufe anschließen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 07.11.2010