Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Richter'

Wer hat meine Seele?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist es so schwer, die Bedingung „kaufe dir einen Freund“ zu erfüllen? Das sollte doch eigentlich angenehm für unseren Egoismus sein?

Meine Antwort: Du „kaufst“ deine Freunde, indem du dich vor ihnen klein machst und das tust, was sie wollen.

Das bedeutet „bezahlen“, und nicht voller Stolz mit einem Bündel Geld in den Laden einmarschieren und sich aussuchen, wen man kaufen möchte.

Du kaufst dir einen Freund, indem du das machst, was er braucht, du dienst ihm.

Du kaufst ihn nicht „von oben“, sondern „von unten“ – du bist bereit, alles für ihn zu tun, als ob er dich nicht brauchen würde.

Mit anderen Worten, verneigst du dich vor ihm und fragst ihn: „Was soll ich für dich tun, damit du mein Freund wirst? Ich bin zu allem bereit, gib mir bloß mein spirituelles Verlangen, meine Seele zurück!“

Du kannst ihn nicht mit Gewalt dazu zwingen, dir die Seele zurückzugeben – aber er hat doch deine Seele!

Und wenn du jetzt deine Seele zurückhaben willst, musst du um ihn kreisen und versuchen, so an ihn heranzugehen, dass er sie freilässt.

Nur von seinem guten Verhältnis dir gegenüber hängt dein Erfolg ab. Und wenn er kein gutes Verhältnis zu dir will, dann bist du verloren.

Hast du dich jemals um jemanden bemüht, um seine Zuneigung zu gewinnen?

Oder stell dir vor, du stehst vor einem Richter, der gleich ein Urteil gegen dich fällen soll, und er ist äußerst feindlich dir gegenüber eingestellt und kocht vor Wut.

Wie versuchst du ihn zu überreden, Gnade vor Recht ergehen zu lassen?

„Der Mensch und die Gruppe“ ist ein wahres kabbalistisches Drama…

Eine neue Welt ist eine neue Umgebung

Wenn ich mich selbst von der Seite betrachte, wie ein unbeeinflusster Psychologe, fange ich an zu erkennen, wie der Schöpfer mich kontrolliert. Aus dieser Perspektive kann ich korrekter auf Dinge antworten, Kontrolle über mich gewinnen, ein Ziel setzen und von allen meinen Ressourcen Gebrauch machen, um es zu erreichen.

Ich muss ständig versuchen, zu erkennen, was mich kontrolliert und wie ich kontrolliert werde. Manchmal werde ich von überwältigenden Verlangen dominiert, verliere einfach meinen Kopf und gebe auf. Ich vergesse, dass diese Verlangen mich eingenommen haben und dass sie nicht ich sind.

Dennoch muss ich mein eigener Richter bleiben und um jede Gelegenheit kämpfen, weiterhin spirituell voranzukommen. Wenn ich jedoch Erfolg habe, muss ich eine zusätzliche Kraft finden, eine, die hinter der Ebene von körperlichen Verlangen liegt; diese Kraft kann nur von der richtigen Umgebung empfangen werden.

Hier bin ich, mit meinen physischen Verlangen, und dort ist die Umgebung mit menschlichen Verlangen nach Geld, Ehre, Macht und Wissen. Um spirituell voranzuschreiten, muss ich aus diesem Kreis ausbrechen und mich mit einer anderen Kraft verbinden – einer mit spirituellem Ursprung.

Ich habe einen Punkt im Herzen, jedoch ist das nicht genug. Ich benötige die Gruppe, das Studium, die Bücher und den Lehrer, denn diese werden mir die große Kraft geben, die ich benötige, um mich aus allen diesen körperlichen Verlangen zu erheben und mich in die spirituelle Welt voranzutreiben.

Es ist nicht meine Absicht, diese Verlangen zu vernachlässigen. Ich habe sie als eine Basis zu verwenden und dann zusammen mit der Hilfe, die von dieser neuen Kraft kommt, werde ich in der Lage sein, den richtigen Kurs einzuschlagen. So hilft mir mein Punkt im Herzen, der unter meinen restlichen Verlangen erwachte, eine neue Umgebung zu finden – eine neue Welt. Daher würde ich ohne diese Umgebung mit nichts zurückbleiben.

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Das Spiel des Lebens wurde vom Schöpfer für uns entworfen


Eine Frage, die ich erhielt: Welche Beziehung sollten wir vor dem Machsom zu dieser Welt haben, die doch eine eingebildete Wirklichkeit ist?

Meine Antwort: Ihre Haltung zu dieser Welt sollte sehr einfach sein: Während ich mich in diesem Traum befinde, muss ich ein Teil davon sein. Es steht geschrieben: „Ein Richter hat nicht mehr als seine Augen sehen können.“ Ich muss arbeiten, meine Familie versorgen und alles Notwendige für dieses Leben tun, jedoch gleichzeitig sollte ich gewahr werden, dass dies ein Traum ist. Die Welt ist ein Spiel und ich erfülle alle geeigneten Handlungen darin wie in einem Spiel.

Dennoch muss ich das Spiel ernsthaft betreiben, denn der Schöpfer entwarf die ganze Wirklichkeit derart, dass ich in ihr existieren kann, entsprechend ihrer Gesetze, um meinen „Punkt im Herzen“ zu entwickeln, meine Haltung zum Schöpfer.

Diese zwei Ebenen, die körperliche und spirituelle, sind vollkommen ohne Beziehung zueinander. Auf der körperlichen Ebene, in der ich mich in einem Zustand des „Schlafs“ befinde, führe ich alles aus, was für dieses Leben notwendig ist. Währenddessen auf der spirituellen Ebene sehne ich mich danach, die Anbindung mit dem Schöpfer zu finden, und ich entwickle mich, indem ich all meine Aufmerksamkeit dafür verwende. Warum lebe ich sonst, wenn nicht, um durch meine Anstrengungen in diesem Leben zum Schöpfer zu gelangen?

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Der Schöpfer ist tief in unserer bösen Absicht verborgen (Fortgeschr.)

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „die böse Absicht“?

Meine Antwort: Die böse Absicht ist dein Wunsch, den du als böse bezeichnest. Im Hebräischen stammt das Wort „jezer“ aus dem Wort „razon“ – Wunsch. Und es ist nicht nur ein Wunsch, sondern viele Verlangen in dir, die dich daran hindern, das Ziel der Schöpfung zu erreichen und die als Hindernisse auf deinem Weg erscheinen.

Der Stolperstein auf dem Weg zum letztendlichen Erfolg wird in dir gefunden und ist nichts, was man außen finden kann. Du kannst ihn jedoch von allein nicht zerstören oder loswerden, trotz der Tatsache, dass du sehen kannst, wie sehr er dir Schwierigkeiten bereitet, dein Leben ruiniert und dir auf dem Weg zum Erfolg im Wege steht! Darum heisst diese Eigenschaft in dir die böse Absicht.

Die „böse“ Absicht ist nur böse, wenn du dir alle Mühe gegeben hast, sie loszuwerden…und daran gescheitert bist. Dann wird dir klar, dass sie die endgültige Macht über dich und alles, was du tust, hat. Sie betrügt dich dauernd, doch du vergisst das und folgst dauernd ihrem Rat. Daher ist das Böse der Wunsch, der dich dazubringt.

Die Erkenntnis des Bösen ist kein leichter Prozess. Du mußt dir selbst ein wahrer Richter werden und dich nicht der „Bestechung“ hingeben. Du mußt Dir über dein Ziel klarwerden, wer du bist, welche Eigenschaften du hast und verstehen, was du innerhalb deiner selbst loswerden mußt. Und dann mußt du dir die größte Mühe geben, das zu tun. Und letztendlich, die Eigenschaften, die du noch verbleiben und die nicht zu ändern sind, die werden dann die böse Absicht genannt.

Wenn du so vorgehst, dann wirst du für die Korrektur vorbereitet, die von Oben kommt, und dann kommt das Licht und korrigiert dich. Aber erst dann, wenn du alles getan hast, was in deiner Macht steht, kannst du wirklich feststellen, was das Böse ist. Dies wiederum bereitet dich darauf vor, dich an den Schöpfer mit der Bitte zu wenden und Ihn anzuflehen „Ich will dieses Böse ein für alle mal loswerden – aber ich kann es nicht!“.

Und dann wirst du feststellen, dass Er hinter allem steckte. Innerhalb der bösen Absicht enthüllst du die Verbindung mit dem Schöpfer. Alle Probleme, mit denen du nicht fertig wirst, wurden dir absichtlich vom Schöpfer geschickt, damit du eine Verbindung zu Ihm aufbaust, und Dich an Ihn wendest.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Bedingungen für die Korrektur der Seele
Blog-post: Die zwei Wege, unser Ziel zu erreichen
Blog-post: Wie offenbart sich der Schöpfer der Menschen?
Baal HaSulam Artikel: Verhüllung und Enthüllung des Angesichts des Schöpfers

Vom irdischen zum himmlischen Urteil


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn eine Person, die von Beruf Richter ist, beginnt Kabbala zu studieren, sollte er dann die Kriterien verändern, mit denen er an seinen Beruf herangeht?

Meine Antwort: Er sollte das Gesetz praktizieren, wie es in der Gesetzgebung und den gesellschaftlichen Grundwerten seines Landes verankert ist. Das irdische Gesetz wird bleiben wo es ist, bis die Gesellschaft auf die Ebene der himmlischen Beurteilung aufsteigen wird.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Jeden Tag bringt uns das Leben Gelegenheiten, in der Spiritualität aufzusteigen
Baal HaSulam Artikel: Frieden in der Welt

Lasst uns sichergehen, dass wir die schlechten Beispiele der Geschichte nicht wiederholen


Das Gesetz der Natur ist eine Kraft, die uns dazu treibt, vollständige wechselseitige Beziehungen zu erlangen und ein integraler Teil der Natur zu werden. Sie beeinflusst uns graduell in dem Maß, in dem wir uns entwickeln und gebraucht dazu Belohnung und Bestrafung, um uns, wie ein kluger Richter oder Lehrer, zu führen. Dieses Gesetz ist uns gegenüber streng und unbarmherzig wie ein strenger Richter und wir sollten das nicht vergessen.

Jedoch spüren wir immer noch nicht, dass wir diesem Gesetz zu folgen haben – dem Gesetz der wechselseitigen Beziehungen zwischen uns oder dem Gesetz der Bürgschaft. Wir sind noch nicht zur Guillotine geführt worden, wo jeder, der das Gesetz nicht ausführt, hingerichtet wird.

Die Geschichte hat jedoch schon ein einfaches Beispiel, das von allen verstanden wird: den Holocaust, der über das jüdische Volk hereinbrach. Dieser Prozess hat in seiner Entwicklung langsam begonnen und die Menschen hätten sich selbst und die Situation verändern können. Das heißt, sie hätten sich selbst korrigieren können, indem sie die Wissenschaft der Korrektur studierten – die Kabbala. Tatsächlich ist es das, was Kabbalisten die Menschen aufforderten zu tun, noch bevor der Zweite Weltkrieg begann.

Alle Bedingungen zur Korrektur wurden den Menschen von Oben gegeben, doch die Menschen erfüllten diese Bedingungen nicht bewusst und auf richtige Weise. Und deshalb handelte das Gesetz plötzlich drastisch – wie ein Vulkan, der ausbricht. Und es zog jeden in Mitleidenschaft, bis es auf den Buchstaben genau befolgt wurde.

Wir sollten innehalten und über die Tatsache nachdenken, dass sich die Geschichte wiederholen könnte.

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Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Die Bürgschaft

Wer glaubt an Gott?


Eine Parabel: Es war einmal in einer kleinen Stadt in Amerika, wo ein Geschäftsmann sich entschloss, eine Bar zu eröffnen. Das Problem war, dass die Bar in der gleichen Straße war wie eine Kirche. Offenbar waren die Kirchenfunktionäre nicht sehr glücklich darüber und in jeder Predigt riefen sie die Bürger dazu auf, gegen die Eröffnung der Bar zu protestieren und Gott zu bitten, den unmoralischen Geschäftsmann zu strafen.

Am Tag vor der feierlichen Eröffnung gab es ein gewaltiges Gewitter. Plötzlich schlug ein Blitz in die Bar ein und sie brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Die Kirchenfunktionäre jubelten, jedoch hielt ihre Fröhlichkeit nicht lange an, denn der Barbesitzer verklagte sie und verlangte für seinen Verlust einen Schadensersatz. Natürlich wiesen die Kirchenfunktionäre jede Verantwortung in dieser Angelegenheit zurück.

Nachdem der Richter beide Seiten angehört hatte, bemerkte er: „Basierend auf den Aussagen glaubt der Barbesitzer an die Macht eines Gebetes, die Kirchenfunktionäre jedoch nicht!“

Wissenschaftliche Theorien können die Existenz Gottes nicht beweisen


News Report (übersetzt von smi.marketgid.com): „Polnischer Priester beweist die Existenz G-ttes.“ Der 72 jährige Priester und Mathematiker Michael Heller wurde mit dem weltgrößten Wissenschaftspreis für seine Arbeit, welche indirekt die Existenz von
G-tt beweist, ausgezeichnet. Pater Hellers Theorie beinhaltet nicht nur einen Beweis der Existenz G-ttes, sondern verwirft auch Zweifel an der Existenz der körperlichen Welt um uns.

Pater Heller hat eine komplexe Formel entwickelt, die imstande ist, durch mathematische Berechnung alles zu erklären, sogar den Zufall. Davor führten deutsche Forscher eine Reihe mathematischer Berechnungen durch, welche aufzeigten, dass die Wahrscheinlichkeit für G-ttes Existenz bei 62% liegt.

Meine Antwort: Wie üblich präsentieren die Massenmedien fehlerhafte Informationen, infolge mangelhaften Verstehens vom Gegenstand: Eine Theorie kann nicht als Beweis dienen. Der Beweis kann nur durch eine klare Empfindung kommen, wie auch durch die Fähigkeit diese Empfindung zu wiederholen und sie mit dem, was andere wahrnehmen, zu vergleichen. Anders gesagt, er muss sich an die Regel halten „Ein Richter hat nicht mehr als das, was seine Augen sehen können.“

Nur die Weisheit der Kabbala befähigt die Menschen, die Höhere Welt und den Schöpfer mit solch einer Klarheit zu enthüllen. Denn die Kabbala schafft neue Eigenschaften im Menschen, die den Eigenschaften des Schöpfers gleich sind, und dann nimmt er den Schöpfer innerhalb dieser Eigenschaften wahr, gemäß dem Gesetz der Gleichheit der Form.

Alles andere ist wie ein Versteckspiel in einem dunklen Raum – anstatt auf klare Empfindungen zu vertrauen, spielen die Leute mit Zahlen herum und philosophieren, indem sie weltliche Logik verwenden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala und die weltlichen Wissenschaften
Blog-post: Wird der Schöpfer den Schöpfungsakt noch einmal wiederholen?
Blog-post: Die Wissenschaften sind der Weisheit der Kabbala untergeordnet
Blog-post: In den Nachrichten: Das grösste Physikexperiment, ein schwarzes Loch und…

Es gibt keine Lebewesen auf anderen Planeten

Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, ob es Leben auf anderen Planeten gibt:

Frage: In diesem Blogbeitrag zu der Frage: „Wie erklären sie dann die Tatsache, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Begegnungen mit Außerirdischen bezeugen?“, schrieben Sie als Antwort: „Es ist ihre Vorstellungskraft! Sie nahmen etwas wahr, von dem sie sich wirklich wünschten, dass es zuträfe, als ob es tatsächlich geschehen wäre.“

Kann man das auf alles in dieser Welt anwenden und sagen, dass alles die Illusion der Entwicklung ist, die den Nullpunkt umgibt?

Meine Antwort: Nein. Auch wenn das, was in unseren fünf Sinnen „registriert“ wird, bezüglich der Höheren Welt eine Illusion ist, so ist es jetzt dennoch Realität für uns. Darum steht geschrieben: „Der Richter sieht nicht mehr, als seine Augen sehen.“ Bis zu dem Tag, an dem wir Aliens so eindeutig entdecken, dass wir keinerlei Zweifel mehr über ihre Existenz haben, bleibt das ganze Gerede über Aliens Science Fiction.

Frage: Was ist der Zweck der Existenz anderer Lebewesen auf anderen Planeten?

Meine Antwort: Sie existieren nicht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Außerirdische sind nur eine Täuschung der Fantasie
Blog-post: Die Risse im Fundament einer Vermutung und die sichere Basis der Errungenschaft

Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns

Michael LaitmanZwei Fragen, die ich über Evolution und Geschichte erhielt:

Frage: Wenn wir früher Affen waren, wer hat dann die Affen erschaffen? Ich bin mir nicht sicher, woran ich glauben soll – an die Evolution oder an die Religion?

Meine Antwort: Die Kabbala sagt, dass die Entwicklung in unserer Welt nicht durch natürliche Selektion geschieht, wobei Kräfte und Eigenschaften der „Stärksten“ ausgewählt werden, sondern vielmehr durch das stufenweise Hervortreten der Reshimot in uns. Reshimot sind Informationen über den Abstieg der Seele von oben nach unten – von der Welt der Unendlichkeit bis in unsere Welt. Diese informatorischen Daten formten sich in uns als ein Resultat des Abstiegs der Schöpfung von der Welt der Unendlichkeit hinab zu unserer Welt und folglich ist dies in uns als eine Datenspirale über jede Stufe des Abstiegs angelegt.

Heute fühlen wir (sowie alles was im Allgemeinen existiert) die Offenbarung dieser Daten (Reshimot) der Stufen in uns (von unten nach oben), und diese Daten müssen wir realisieren. Wir können die Reshimot auf zweierlei Weise realisieren: entweder über den Weg des Lichts oder über den Weg des Leidens. Der Weg des Lichts besteht im Studium der Kabbala, um über unsere zukünftigen Stufen zu lernen, und dabei ziehen wir das korrigierende Licht (Or Makif) an. Der Weg des Leidens realisiert sich dann, wenn wir die Struktur des Systems nicht studieren und das Höhere Licht nicht von der nächsten Stufe anziehen, sondern nur den Druck des folgenden Reshimo fühlen, welches danach verlangt, realisiert zu werden.

Folglich gibt es keine Evolution, sondern nur eine schrittweise Äußerung von Daten, welche bereits im Voraus bekannt sind. Alles, außer der Methode des Aufstiegs über die Stufen, ist vorzeitig bekannt, ob das nun bewusst (schnell und angenehm) oder gezwungenermaßen (langsam und schmerzhaft) geschieht. Es ist wie ein Filmstreifen, wo alle zukünftigen Rahmen bereits existieren und schrittweise vor dem Zuschauer erscheinen. Deshalb haben weder Darwin noch die Religion Recht.

Frage: Glauben Sie, dass die Geschichte sich wiederholen kann? Und denken sie, dass Menschen das Recht haben, ihre Methoden nach ihrem eigenen Namen zu benennen oder sollten sie diese anonym erklären?

Meine Antwort: Die Geschichte wiederholt sich nicht. Die Geschichte, welche sich vor unseren Augen entfaltet, sind Reshimot (informationelle Daten), die schrittweise zum Ausdruck kommen.
Bezüglich Ihrer zweiten Frage kümmere ich mich nicht darum, ob Leute das Recht haben etwas zu tun oder nicht. Ich kümmere mich nur darum, ob deren Methode eine Wissenschaft ist. Wenn diese keine Wissenschaft ist, welche gemäß dem Prinzip von „der Richter weiß nicht mehr als das, was seine Augen sehen“ auf Tatsachen beruht, dann ziehe ich diese nicht in Betracht. In unserer Zeit werden alle „Wissenschaften“ und „Methoden“ auf ihre Authentizität überprüft und in dem Ausmaß, in dem diese authentisch sind, werden sie ein Teil der Kabbala werden.

Heute ist diese Revolution unserem Bewusstsein noch nicht einleuchtend, da die Kabbala noch immer verhüllt ist. Doch wenn die Kabbala enthüllt wird, dann werden die Wissenschaftler über die Möglichkeit eines „reinen“ Experimentes überrascht sein, welches nicht vom egoistischen Verstand verdunkelt wird. Sie werden dann alles vernichten, was sich nicht auf eine klare Erreichbarkeit der ganzen Welt bezieht, gemäß einem Prinzip, das im Buch des Sohar erklärt wird: Ein Mensch kann nur das Material und dessen Form erreichen, jedoch nicht die abstrakte Form und die Essenz (siehe Artikel „Einführung zum Buch des Sohar“).
Wie eine Methode genannt werden sollte, ist überhaupt nicht wichtig. Wir benennen sie entweder nach unseren egoistischen Ansprüchen oder gemäß der Notwendigkeit von wissenschaftlichen Bezeichnungen und Definitionen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Willensfreiheit liegt in der Beschleunigung
Blog-post: Schöpfung und Evolution
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