Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Rest'

Warum verliert jeder seinen Sinn für Verantwortlichkeit?

Der einzige Weg, irgendetwas zu erreichen, ist, sich zu vereinigen. Und doch verhalten sich die Länder weiterhin so, als ob sie sich nicht darum sorgen, was mit dem Rest geschehen wird, obwohl klar ist, dass dieselben Schwierigkeiten ihnen morgen widerfahren werden. Aber wer sorgt sich schon um morgen!

Wir sprechen nicht über ein einzelnes Individuum, hilflos und verwundbar, sondern über ganze Länder und sogar über die gesamte Menschheit. Es geht hier nicht nur um Einzelne, sondern um das gesamte Kollektiv, das plötzlich den Sinn für Verantwortung und Wirklichkeit verloren hat.

Das ist die Höhere Kraft, die uns unseren globalen Egoismus zeigt. Die ganze Welt ist bereit, nur im Moment zu leben und ihre Augen vor den künftigen Folgen zu verschließen.

Kabbala warnt die Menschen, dass es im Hinblick auf das drohende Leiden ein tödlicher Fehler ist, zu denken: „Lasst uns trinken und glücklich sein, bis wir morgen sterben werden!“ Die gegenwärtigen Verhältnisse werden durch die Natur absichtlich programmiert, um uns zu einer neuen Dimension zu erheben. Mehr dazu siehe Artikel 122 der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot.“

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Eine globale Welt ist eine Welt der Liebe
Blog-post: Du bist für sieben Milliarden Kinder verantwortlich
Laitman Artikel: „Vortrag in Arosa“

Das Leben ist ein Aufstieg zum Schöpfer

Drei Fragen, die ich zu schwierigen familiären Situationen erhielt:

Frage: Wie kann man sich mit seiner Vergangenheit versöhnen? Es ist eine Vergangenheit, die lebenslang geprägt war von Krankheit und frühester „Kindesmisshandlung“, die bei einer Familienwiedervereinigung mit der Behauptung vor meinen Großeltern gipfelte, dass meine Mutter wünschte, dass ich gestorben wäre und mein Bruder dafür lebte. Wie befreit man sich oder reinigt seine Gedanken davon? Nehme ich die Information nicht richtig auf oder sehe ich nicht, was vor mir ist?

Meine Antwort: Sie müssen ihnen verzeihen! Das ist die Art des Schöpfers, noch ein anderes Problem durch Sie zu beheben. Das wird Ihnen bald klar werden.

Frage: Mein Vater hinterließ den größten Teil seines Geldes einem Sohn und dem Rest von uns überließ er gerade mal ein bisschen. Selbstverständlich hat das viel Reibung zwischen uns verursacht. Was schlagen Sie vor, das ich tun soll, weil meine Wut an dem Punkt angelangt ist, dass ich meinen Bruder ruinieren will und ich die Mittel habe, das sehr leicht zu tun? Ich sorge mich nicht so sehr wegen des Geldes; es geht jetzt mehr ums Prinzip.

Meine Antwort: Sie müssen dem Willen Ihres Vaters folgen und Ihr Bruder ist daran nicht schuld. Ändern Sie nichts, sondern akzeptieren Sie es. Der Schöpfer hat diese Situation für Sie durch Ihren Vater und andere Verwandte geschaffen. Anstatt sich auf alle anderen Gefühle zu konzentrieren, erfüllen Sie sich mit dem Streben zu Ihm.

Frage: Ich bin ein junger Mann, aber ich habe bereits zu viele Verluste meiner Verwandten erlitten, die wirklich gute Menschen waren. Und jetzt ist mein Vater im Krankenhaus und wartet auf eine Operation, nachdem er einen Herzanfall am Gedenktag meines Großvaters gehabt hat. Einerseits ist diese Operation vielleicht Fürsorge von Oben, damit nicht etwas noch Schrecklicheres mit ihm geschehen wird. Und doch frage ich mich: Warum wurde er nicht vor Schwierigkeiten geschützt? Wie kann ich mir jedes Mal Glauben und Vertrauen bewahren?

Meine Antwort: Unser Leben sollte nicht eine Flucht aus dem Leiden sein, sondern ein Aufstieg über das Leiden, um sich mit seiner Quelle zu verbinden: dem Schöpfer.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie Sie das Licht in sich hineinlassen
Shamati#1: Es gibt nichts auser Ihm

Bereite dich vor, geboren zu werden: Dreh dich mit dem „Kopf nach unten“

Wenn ich eine Sukka über mir errichte, eine Bedeckung für meinen Egoismus und wenn ich meinen Egoismus in ihrem Schatten verberge, so verhülle ich damit 99% meiner Verlangen, nur für mich selbst das Licht zu genießen und bin dadurch in der Lage, 1% des Lichtes zu erkennen. Ich lasse nur einen dünnen Lichtstrahl (Kav Dak) durchdringen und erkenne den Schöpfer. Ich beginne dann allmählich neue innere Eigenschaften zu enthüllen, die von diesem Strahl, die auch Ushpizin (Gäste) genannt werden. Dies sind meine korrigierten Eigenschaften die dem Geben hinzugefügt wurden.

Auf diese Weise, im Laufe der sieben Tage von Sukkot, unterziehen sich all meine Eigenschaften einer Veränderung. Ich weiß, dass ich mich neben dem Studium und den vielen anderen Aktivitäten die Aufgabe habe, mich mit den anderen Seelen zu verbinden, aber irgendwie vergesse ich dies immer wieder. Dies erschien mir immer nur unbedeutend und nebensächlich, wie der Müll oder die Reste meiner spirituellen Arbeit.

Aber wenn ich die Bedeutung dieser „unnötigen Dinge“ über alles andere erhebe über meinen eigenen Kopf oder mein Wissen und wenn ich sie dadurch wichtig mache, indem ich ein „Dach“ daraus baue, das über mich herrscht, dann werde ich in diesem Zelt wie ein Embryo sein, der sich in Vorbereitung auf die Geburt mit dem Kopf nach unten dreht. Indem ich mich in eine „Kopf-über“-Position drehe, ändere ich meine Werte.

Damit bin ich in der Lage, in die Sukka einzutreten – der Bedeckung für meinen Willen zu genießen. Dies ist eine Bedeckung, die der Mensch sich über seinem eigenen Egoismus baut, statt dass der Schöpfer sich vor dem Menschen verbirgt.

Die Sukka, das Dach, was wir während der Feiertage von Sukkot bauen, symbolisiert die Verhüllung (Schirm), die der Mensch als erste Stufe der spirituellen Arbeit über sein Verlangen errichten muss. Er tut dies durch das aufsammeln aller „Reste und Abfälle“ und erhebt diese über sich, um damit sein Ego zu beschwichtigen. Nun ist sein Ego in einer Verhüllung und der Mensch ist bereit, darin (in einem „kleinen“ Zustand) in dieser Sukka für die sieben Tage des Laubhüttenfestes (Sukkot) zu sitzen (bezeichnet als HaGaT NeHY), bis all seine Verlangen unter diesem Schirm sind.

Was dort geschieht, ist eine Revolution, ähnlich wie sich ein Baby mit dem Kopf im Mutterleib, als Vorbereitung auf die Geburt nach unten dreht oder wie -die Erde gepflügt wird und dadurch die untere Schicht nach außen zur Oberfläche umgedreht wird.

Das bedeutet, dass die Dinge, die normalerweise für den Egoismus von Bedeutung sind, ihre Wichtigkeit verlieren, wobei die Dinge, welche uns unwichtig erschienen, das Geben und die Verbindung, zum Wichtigsten werden. So werden die „Reste und Abfälle“ des vorherigen Zustandes verwendet, um eine neue Stufe zu erbauen. Auf diese Weise nutzen wir das Licht, um aus unseren Verlangen eine Stufe nach der anderen zu erbauen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wenn ich reich wäre, würde jeder studieren, wie man schenkt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie werden die Beziehungen in einer korrigierten Gesellschaft sein und wie wird die Absicht „um zu geben“ sie verändern?

Meine Antwort: Wenn ich reich wäre, würde ich alle Geschäfte, Banken und alles Mögliche aufkaufen, und alle Leute in ihren Jobs lassen, damit sie eine Gelegenheit hätten, zu studieren. Lasst sie 10 bis 20 Prozent ihrer normalen täglichen Arbeit erbringen, denn die Welt braucht nicht mehr als das . Das würde auch die Umweltverschmutzung reduzieren.

Der Rest ihrer Arbeitszeit würde mit dem Studium verbracht werden, wie kleine Kinder im Kindergarten und in den Grundschulen. Die Menschen würden alle Arten von Spielen der Güte spielen, in der Absicht ihnen die Antwort auf die Frage zu lehren „Was bedeutet es zu geben?“ In dieser Weise würden sie lernen, was die Eigenschaft des Gebens ist, den Grund warum es notwendig ist zu geben und die Tatsache, dass wir keine andere Wahl haben.

(Aus dem Unterricht über Baal HaSulam´s Artikel „Ein Gebot“ am 10.3.2009)

Verwandtes Material:

Der Schöpfer – die allgemeine Kraft der Natur – ist unter uns

Zwei Fragen, die ich bezüglich der richtigen Ausrichtung auf den Schöpfer erhielt:

Frage: Ich habe es nicht zum Kongress geschafft, aber ich habe die Lektionen via Internet gehört. Ich studiere Kabbala seit einigen Jahren und es war das erste Mal, dass ich Sie sagen hörte, dass wir jede Minute unseres Lebens mit der Einstellung „Es gibt keinen außer Ihn“ und „Er ist gut und gutes tuend“ verbringen sollten, um uns über das Ego zu erheben. Ich habe es ausprobiert und es funktioniert! Meine Frage ist: Muss ich glauben, dass der Schöpfer bereits unter uns in der Gruppe ist, und Sie haben deshalb die oben genannte Vorgehensweise empfohlen?

Meine Antwort: Natürlich. Der Schöpfer ist unter uns, weil er die allgegenwärtige Macht der Natur darstellt. Allerdings ist Er vor uns verborgen, weil unsere egoistischen Eigenschaften von Ihm abweichen. Mit der Korrektur der egoistischen Eigenschaften werden wir Ihn schrittweise innerhalb unserer neuen altruistischen Eigenschaften enthüllen.

Frage: Sie sagten, dass alles vom Schöpfer gelenkt wird und vor einer Weile haben Sie als Antwort auf eine Frage über Ihre Schüler gesagt, dass sie alle einen Beruf haben und es keine „Faulenzer“ unter ihnen gibt. Aber sind Faulenzer nicht auch Menschen? Es ist nicht ihr Schuld, dass sie so sind; sie haben keine Wahlfreiheit, weil sie vom Schöpfer gelenkt werden.

Meine Antwort: Du kannst diese Erklärung als Entschuldigung für alles benutzen und für immer faul bleiben. Du kannst einfach dort sitzen und nichts tun für den Rest deiner Tage, indem du behauptest, dass dich der Schöpfer erwecken wird, wenn er das möchte, und dass dein Wunsch faul zu sein, ebenso von Ihm kommt usw.

Die Führung durch den Schöpfer wird sich dir nur enthüllen, sobald du Ihn erreichst und erst dann wirst du in der Lage sein, über Ihn zu sprechen. Aber bevor das passiert, sind all diese Spekulationen nur Philosophie, begründet auf Faulheit.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Alles was Sie über die 613 Verlangen wissen müssen
Blog-post: Kämpfe gegen nichts, außer gegen deine eigene Faulheit
 

 

Die Europäische Union sollte die kabbalistische Methode des „Glaubens über dem Verstand“ testen


In den Nachrichten (übersetzt aus Expert.ru): Die globale Finanzkrise hat die Deutschen dazu gezwungen, ihre Rolle als die Milchkuh der Europäischen Union zu überdenken. Der neue deutsche Egoismus kann zu einer ernsten Gefahr für die Integration Europas werden. „Wir haben nicht vor, jedem zu helfen“, sagte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück: „Jeder muss sich um sich selbst kümmern.“

Mein Kommentar: Wenn die EU genau in dieser Situation damit beginnt, sich zu vereinen, wenn sie sich dem globalen Design der Welt angleicht, wird sie schneller aus der Krise herauskommen, als der Rest der Welt. Die Kabbala nennt diese Methode „Glauben über dem Verstand“, was bedeutet, dass man trotz seines illusorischen und egoistischen Urteilvermögens Handlungen zur Vereinigung und zum Schenken vornimmt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Europäische Union muss eine schicksalsschwere Entscheidung treffen
 
„Verbindung“  >  Kabbala Akademie

 

In der Gruppe kann man alle seine spirituellen Fragen deutlich herausstellen


Fragen, die ich darüber erhielt, wie man in einer kabbalistischen Gruppe arbeiten kann

Frage: In einem Ihrer Vorträge sagten Sie, dass mir die Menschen in der Gruppe vom Schöpfer gesandt wurden und wenn ich sie liebe, liebt mich der Schöpfer auch. Das ist mir schon klar in der spirituellen kabbalistischen Gruppe mit Freunden. Doch in meinem täglichen Leben bin ich von anderen Gruppen umgeben – meiner Familie, Nachbarn, Mitarbeitern und anderen. Sind die Menschen in diesen Gruppen per Zufall in meinem Leben oder muss ich ihnen gegenüber die gleiche Einstellung wie zu meinen spirituellen Brüdern haben?

Meine Antwort: In diesen Gruppen müssen Sie sich so wie jeder andere verhalten – wie ein normaler Mensch handeln und Ihre spirituellen Fragen und Errungenschaften verbergen. Sonst denken die Leute, Sie sind ein „Alien von einem anderen Planeten“, dass Sie sich von ihnen unterscheiden, weil Sie andere Ideen, Entscheidungen und Eigenschaften – anti-egoistische – haben. Sie werden Sie dann als zurückweisend empfinden. Also, verhüllen Sie sich!

Frage: Ich verstehe nicht, was dies bedeutet: „Erniedrige und annulliere dich vor der Gruppe, aber nicht vor anderen Menschen, damit du genau fühlen kannst, dass du schlimmer und niedriger bist als alle Menschen auf der Welt“.

Meine Antwort: All Ihre spirituelle Erkenntnis geschieht in Ihrer spirituellen Welt, in der einzigen Seele, oder in anderen Worten – nur mit Bezug auf Ihre Freunde in der Gruppe. Was den Rest dieser Welt betrifft: betrachten Sie diesen nur als einen Ort, wo Ihr Körper existiert.

Frage: Stimmt es, dass es sich um spirituelle Entwicklung handelt, wenn man ständig durch die Verbindung mit der Gruppe zu fühlen versucht „Was ist die Kraft des Schenkens“?

Meine Antwort: Das stimmt unbedingt. Es gibt nur eine Schöpfung – die Urseele. Je nach Grad Ihrer Wahrnehmung von ihr und in ihr drinnen, nehmen Sie die Kraft wahr, die sie geschaffen hat und sie belebt – den Schöpfer. Bei jeder Ihrer Handlung müssen Sie erst einmal die Absicht der Handlung festlegen und es gibt nur eine Absicht (ob es nun unbewusste Handlungen sind, die in der Natur stattfinden, oder bewusste Handlungen, die wir ausführen) – den Schöpfer in uns zu enthüllen.

Frage: Baal HaSulam sagt, dass die einzige Wahl, die wir treffen können, ist, die korrekte Umgebung auszusuchen, damit diese uns beeinflussen kann. Was geschieht, wenn ich nun meine Umgebung ausgewählt habe und in ihr studiere? Was soll ich als Nächstes tun? Worin liegt dann meine tägliche freie Wahl?

Meine Antwort: Die Wahl liegt in Ihrer täglichen Bemühung, Teil der Gruppe zu sein. Sie haben Unrecht, wenn Sie denken, dass es Ihre Wahl war, als Sie zur Gruppe gelangten. Es war der Schöpfer, der Sie zur Gruppe brachte (Sehen Sie auch „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“, Punkte 3 und 4), und nun haben Sie die Freiheit des Willens, um an ihr teilzunehmen, indem sie tägliche Anstrengungen unternehmen – trotz ihrem Verlangen.