Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 23.10.11

*Der spirituelle Genuss ist nicht die Belohnung für die von uns investierte Anstrengung, wie es in unserer Welt üblich ist, sondern der Genuss liegt indem ich arbeite, denn über die Arbeit habe ich Verbindung zum Arbeitgeber, dem Schöpfer. Und somit ist die Belohnung nicht das Resultat meiner Handlung, sondern die Handlung selbst.

*In dem abgeschlossenen Bündnis muss sich die höhere Kraft, welche das Bündnis realisiert, befinden. Im Bündnis muss es eine bestimmte Bedingung geben, welche uns zum Ziel bringt, eine Handlung, die mich dem Ziel nähert – innerhalb der Gruppe, in der Verbindung, mit der Neigung zur Verbindung. Genauso wie ich mich bemühe, mich mit ihnen zu verbinden und ich jetzt darin einen Genuss verspüre, genauso stelle ich mir auf klare Weise dieses Bündnis auch in seiner letzten Stufe vor, die ich erlange – auch dort wird sich das Bündnis in der Gruppe realisieren, und der Schöpfer wird dann Sein Bündnis einhalten.

*Im Großen und Ganzen ist die Einhaltung des Bündnisses: ich zusammen mit der Umgebung und dem Schöpfer, und gemeinsam gelangen wir zu einem Ganzen.

Frieden auf der Welt

*Die Natur befindet sich immer in gegenseitiger Bürgschaft; Pflanzen und Tiere befinden sich immer in Harmonie, und der Mensch befindet sich immer mehr ausserhalb dieser Bürgschaft. Damals waren wir Affen, Tiere, und wir haben begonnen, uns in Richtung Mensch zu entwickeln, und wir haben es geschafft, das Gesetz der Bürgschaft mehr und mehr zu aufzulösen. Aber jetzt finden wir uns an der Grenze, indem wir es anerkennen und zur Bürgschaft zurückkehren müssen – aber bewußt. Zur Erneuerung der gegenseitigen Bürgschaft, welche unserer Natur entgegensetzt ist, damit wir aus dem getrennten Zustand zur einheitlichen Form zurückehren.

*Wenn es ein System gibt, welches unsere Welt allmählich prägt , so müssen wir uns ausnahmslos diesem System fügen. Und indem wir uns diesem globalen, integralen System anpassen, welches sich jetzt in der Welt offenbart, müssen wir einander helfen und uns dem anderen gegenüber verpflichten – denn wir sind voneinander abhängig, und dagegen können wir nichts machen.

* Heutzutage kann niemand mehr diese oder jene Grenzen festlegen und man kann auch nicht jeden so lassen, wie er gerade ist. Dazu sind wir nicht fähig, da die Welt kleiner geworden ist.1 Wir nutzen alles aus, unsere Ressourcen, wir sind voneinander abhängig. Deshalb, wenn sich das globale System offenbart, in dem wir alle gemeinsam verbunden sind, sind wir entsprechend diesem gemeinsamen Bürgschaftsprinzip verpflichtet: dass sich jeder um den anderen ausnahmslos kümmert, und wir haben die Erlaubnis, uns zur Einhaltung dieses Prinzips zu verpflichten.

*Wenn dem Menschen bewusst ist, wo er sich befindet, wovon er abhängig ist – dann haben wir unser Ziel erreicht; dieses Gefühl der Abhängigkeit, die Erkenntnis des System, die gegenseitige Bürgschaft führen uns zu einem Zustand, in dem alles funktioniert, wie die Schraube in einer Maschine, wie ein kleines Kind. Deshalb ist die Bildung so wichtig – um die Augen zu öffnen und zu verstehen, wo wir uns befinden.

*Auch in unserer Gruppe müssen wir sehr schnell verstehen, wovon die Erlangung des spirituellen Lebens abhängig ist – das Erlangen der Enthüllung des Systems der gegenseitigen Bürgschaft, in welcher nur mit ihrer Hilfe – in gegenseitiger Verbindung, in Harmonie zwischen allen und in gerechter Verteilung zwischen allen, im aufrichtigen Verhalten zwischen allen, von allen diesen Dingen – die Erlangung des spirituellen Lebens abhängig ist.

Je schneller wir das einsehen werden, desto fähiger werden wir, von unserer Stufe aus dieses der Mehrheit der Menschen weiterzuleiten, von der hohen Stufe zur Stufe der Welt – materielles Leben im gegenseitigen materiellen Zusammenhalt. Schütten wir ihnen dieses Wissen aus, die Erziehung, diese Fülle, alles was uns durchströmt! Auch bei den Kelim, welche die Erziehung sind, und bei der Füllung, welche die Lichter sind, das Lebensgefühl, Lebendigkeit.

*Gegenseitige Bürgschaft ist ein Prozess, in welchem wir uns langsam, stufenweise entwickeln, und alles ist abhängig davon, wie sehr wir dieses System verstehen werden, und wie sehr fähig sind die Mehrheit der Menscheit von einem Zustand in den anderen zu führen.

*Die Krise bricht aus, um Dich und das Finzanzsystem zur Veränderung zu bringen. Die Krise ist nicht dazu da, damit du sie korrigierst, sondern damit du dich über sie auf eine höhere Stufe erhebst. Deshalb, sobald wir anfangen werden, uns mit der Erziehung, Bildung zu beschäftigen und der Mensch sich daraus resultierend verändert, wird die Krise von allein verschwinden.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Unsere Absicht, in jedem Augenblick unseres Lebens, sollte sein – wir sind eins.

*Alles findet statt, um uns zu verpflichten, einzusehen, dass wir ein gemeinsamer Körper sind. Dass wir uns bemühen, uns auch so zu verhalten, und dass von der anderen Seite das Licht kommt und aus uns einen Körper macht, indem wir uns in einer Seele wiederfinden, welche sich stufenweise korrigiert, wie die Seele Adam Ha Rishon, das Ebenbilds des korrigierten Geschöpfes.

*Wir müssen uns in Gruppen zusammenhalten – wie ein Mann mit einem Herzen, in dem sich der Schöpfer befindet, welcher Seine Versprechen und Sein Bündnis einhält- „Eins empfängt Eins“ .

Wir sind Aufklärer

Frage: Viele rufen weltweit zum Zusammenhalt und zur Fürsorge für den Nächsten auf. Wie können wir uns mit ihnen verbinden?

Meine Antwort: Wir verbinden uns nicht mit ihnen. Es gibt viele „tugendhafte“ Menschen, die ehrenamtlich in den Krankenhäusern arbeiten, den Bedürftigen helfen, sich an der Arbeit von wohltätigen Organisationen und Stiftungen beteiligen. Sie helfen den Menschen und das ist sehr gut. Wie Baal HaSulam schreibt und wie auch durch soziologische Studien bestätigt wird, sind 10% der Menschheit von dem altruistischen Verlangen durchdrungen.

Doch heute sind wir zum ersten Mal in der Geschichte an einem Wendepunkt angelangt, an dem der Mensch die Gesetze der Welt, in die er eintritt, studieren muss. Denn unsere Aufgabe besteht nicht in einer weiteren egoistischen Versüßung, nicht in den Almosen für die Armen und nicht in der kosmetischen Umverteilung der Ressourcen zugunsten von Unvermögenden. Nein, die Menschheit steht an der Schwelle einer qualitativ neuen Veränderung, bei der wir zu einer globalen, integralen Einheit gelangen müssen. Die Natur leuchtet uns bereits von vorne an, als würde sie sagen: „So müsst ihr jetzt aussehen – organisch zusammengewachsen, wie ein Mensch mit einem Herzen, ähnlich allen anderen Teilen von mir. Es reicht, sich wie ein Krebsgeschwür in mir auszubreiten“.

Niemand außer uns begreift den Sinn der Geschehnisse. Und darum müssen wir die Menschen unterrichten, wir sind eine Bildungseinrichtung, die über Gesetze der globalen Welt aufklärt.

Die gegenseitige Verbindung kommt bereits überall zum Vorschein, wir können uns nicht trennen, selbst wenn wir das wollten. Die einzige Möglichkeit, unsere Verbindung zu trennen, ist der Krieg, doch auch dieser würde nicht helfen, weil die inneren Bande nicht verschwinden können. Der Krieg würde sehr schnell zu Ende sein, und wir würden die Vereinigung fortsetzen müssen, jedoch unter viel schwereren Bedingungen.

Heute zerstört die Krise alle Bereiche der menschlichen Tätigkeit. Und in diesem Zustand sollten wir ein Sprungbrett, einen Punkt des Sprungs zur nächsten Stufe sehen. Die Evolution der Natur zwingt uns, zu einem neuen Abschnitt überzugehen.

Was wird denn unser Gewinn sein? Wir werden dadurch ein neues System gewinnen. Indem wir gemeinsam an der gegenseitigen Verbindung arbeiten, werden wir die innere Kraft der Natur, ihre inneren Mechanismen erkennen – und zur neuen Stufe des Daseins aufsteigen. Vor allem werden wir die heutigen Leiden und Probleme los, und darüber hinaus erreichen wir die nächste Dimension.

Es gibt keinen anderen Ausweg, die Natur verpflichtet uns dazu. Deshalb verteilen wir keine Geschenke an Feiertagen, das lassen wir andere Organisationen tun, sondern beschäftigen uns nur mit der neuen, integralen Erziehung. Genauso wie Kindergärten und Schulen die Kinder auf das Leben in unserer Welt vorbereiten, müssen wir jetzt die gesamte Menschheit auf das Leben in der Welt, die sich uns eröffnet hat und in der alle durch eine globale gegenseitige Verbindung vereint sind, vorbereiten.

Das höhere, vereinte, integrale System nähert sich unserem menschlichen System, das durch den Egoismus zerstört ist, und wenn sie aufeinanderprallen, wird es zu einer gewaltigen Explosion kommen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Ein Gebot“, 07.10.2011

Hillary Clinton: eine neue Krise bedroht die Welt

Meinung (Hillary Clinton, US-Staatssekretärin, bei dem Treffen der UN-Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen in Rom): „Der Mangel an Lebensmitteln und die gestiegenen Nahrungsmittelpreise können zu Protestaktionen und Instabilität in vielen Teilen der Welt führen. Nach UN Schätzungen, befanden sich im vergangen Jahr 44 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze, bedingt durch den Anstieg der Lebensmittelpreise.“

Mein Kommentar: Natürlich gibt es in der Welt genug Nahrung und genug Ressourcen um alle glücklich zu machen. Wir müssen es nur richtig wollen. Darüber müssen wir nachdenken, Hillary.

Der Zerfall der Europäischen Union: Stil der Sowjetunion und sogar noch schlimmer!

Meinung (Boris Kagerlitzy, Soziologe): „Die Ankündigungen und Deklarationen werden die Krise und den Zerfall der Europäischen Union nicht aufhalten können“. Schon von Anfang an wurden EU-Verträge über Westeuropa verhängt, ohne die Zustimmung der ganzen Gemeinschaft.
Als Resultat dessen entstand eine antidemokratische Struktur, welche der Tradition der „Alten Welt“ im Gegensatz steht.

Zunächst einmal ist die Rede von der gemeinsamen europäischen Währung. Im Rahmen des gemeinsamen Finanzsystems hat die Verteilung des Kapitals, die stärkste Wirtschaft gepflegt- nämlich die Wirtschaft Deutschlands (während die Schwächeren unter Mangel finanzieller Ressourcen litten und gezwungen waren Kredite aufzunehmen, bis sie an den Rand des Bankrotts gelangt sind). Die Erwartung, dass die wirtschaftliche Integration, die Produktivität der Entwicklungsländer steigern wird, ist nicht eingetreten. Die gemeinsame Währung hat es den lokalen Regierungen nicht möglich gemacht, ihre Wirtschaftspolitik zu verwalten, und damit die einzelnen Länder in „ineffizient“umgewandelt.

Die finanzielle Übertragung zu autonomen und unabhängigen Institutionen der nationalen Regierungen, hat den Geltungsbereich der Demokratie eingeschränkt. Aufrufe, die Integration der Finanzmärkte zu erhöhen, um so die Krise zu überstehen, zeigen, dass die Politiker aus den Schwierigkeiten der letzten Jahre nichts gelernt haben.
Diese Situation wird in Diskussionen und Auseinandersetzungen enden, aufgrund folgender Frage: Wer wird die „gemeinsamen“ Schulden begleichen?

Anfragen von Sarkozy und Merkel die finanziellen und politischen Institutionen zu zentralisieren und zu stärken, sind verantwortungslos. Dieses Programm wird nicht gelingen und wird zum Streitpunkt zwischen den Ländern innerhalb der EU. Die Kluft zwischen den einzelnen Ländern wird sich ausbreiten. Der Markt stärkt dazu noch die regionale Differenzierung und wird so zu einem unkontrollierbaren Niedergang führen.

EU-Eliten haben die Lehren der Krise nicht gelernt. Sie versuchen ihre Pläne mit Gewalt durchzuführen und das Ergebnis wird im Endeffekt verheerend sein.
Der Vertrag von Lissabon entzieht den Ländern das Recht aus der EU auszutreten – daher wird der Zerfall der EU zerstörerisch und unkontrollierbar.

Mein Kommentar: Aus diesen großen Fehlern wird die Menschheit lernen sich in gegenseitiger Bürgschaft für die gesamte Welt; und nicht zur Unterdrückung der Schwachen, zu vereinen. Wir werden leben, wenn wir dies überleben und dann sehen was geschieht…

Nahrungsaufstände: Den Abgrund erreichen

Aus den Nachrichten: „Was verursacht Aufstände? Das ist keine Frage, auf die man eine einfache Antwort erwarten würde. Aber heute erklären Marco Lagi und Kollegen des New England Complex Systems Institut in Cambridge, dass sie einen einzigen Faktor gefunden haben, der Aufstände in der ganzen Welt verursacht. ‚Dieser einzige Faktor ist der Lebensmittelpreis. Lagi sagt, dass wenn er über eine bestimmte Schwelle steigt, ein sozialer Aufstand über die Erde fegen wird….

Aber das interessante an dieser Analyse ist, dass Lagi und seine Kollegen sagen, dass die hohen Lebensmittelpreise nicht zwangsläufig die Aufstände selbst auslösen, dass sie einfach die Bedingungen schaffen, in denen soziale Aufstände gedeihen können. Diese Beobachtungen gehen mit der Hypothese einher, dass globale hohe Lebensmittelpreise eine förderliche Bedingung für soziale Aufstände sind, sagen Lagi und Kollegen. Das führt zu einer einfachen Schlussfolgerung. Wenn hohe Lebensmittelpreise die Welt zu sozialen Aufständen führt, dann müsste die Senkung der Preise den Planeten stabilisieren.

Heute bleibt der Lebensmittelpreisindex über der Schwelle, aber der Langzeittrend ist immer noch darunter. Aber er steigt. Lagi und seine Kollegen sagen, dass wenn der Trend sich so weiter entwickelt, wird der Index die Schwelle wahrscheinlich im August 2013 überschreiten. Wenn ihr Modell die vorhergesagte Kraft hat, wie sie annehmen, wenn das passiert, wird die Welt zu einem Pulverfass, das auf ein Streichholz wartet.

Mein Kommentar: Nach der Kabbala geschehen alle Ereignisse in der Welt nur aus der Notwendigkeit heraus, die Menschheit zur Korrektur zu führen, zur Ähnlichkeit mit der Natur, einer Ausgeglichenheit zwischen allen. Das wird reflektiert in dem Übergang zu einer Gesellschaft des vernünftigen Konsums, wo jeder nur das verbraucht, was er auch wirklich zum Leben braucht und nicht mehr. In diesem Fall wird es genügend Ressourcen für alle geben.

Aber die Erreichung dieses Stadiums ist nur unter der Bedingung der „gegenseitigen Bürgschaft“ möglich, wo einer für alle ist und alle für einen.“ Die Kabbala beschreibt, wie eine solche Verbindung zwischen allen in der Welt erreicht werden kann. Andererseits wird die falsche Verteilung der Nahrung zu einem Weltkrieg führen.

Die Erde auf Messers Schneide

Stellungnahme: Friedman Thomas (The New York Times): In einigen Jahren, wenn die Lebensmittelpreise steigen, Wirbelstürme die Städte verwüsten, Überschwemmungen und Dürren drohen und die Menschen aus ihren Heimatorten flüchten, werden wir auf die heutige Zeit zurückblicken und uns fragen, warum wir damals nicht nachgedacht und uns keine Sorgen gemacht haben?

Die einzige naheliegende Antwort ist, dass es schwer ist, selbst wenn es notwendig ist, die Weltanschauung komplett zu ändern.

Wir zerstören die notwendigen Ressourcen, „fressen“ unsere eigene Zukunft auf. Wir gehen so unvernünftig mit natürlichen Ressourcen um und verschmutzen dermaßen die Erde mit unseren Abfällen, dass diese keine Möglichkeit mehr hat, sich selbst zu regenerieren. Wir können uns selbst nicht ändern, deshalb wird uns die Krise ändern, und das wird radikal und schnell gehen – in nur wenigen Jahrzehnten werden wir komplett die Wirtschaft, das Energie- und Transportwesen umbauen.

Wir werden verstehen, dass das konsumorientierte Wachstums-Modell fehlerhaft ist und wir uns auf ein Modell zubewegen müssen, das auf Glück basiert und bei dem die Menschen weniger Zeit am Arbeitsplatz verbringen und weniger danach streben, diverse Sachen anzuhäufen.

Wir haben die Wahl vor uns, die durch die Krise bedingt ist. Entweder kommen wir zu einem völligen Zusammenbruch oder wir erstellen ein neues, beständiges Wirtschaftsmodell. Und – wir werden die zweite Option wählen. Wir sind vielleicht schwerfällig, dumm sind wir aber nicht.

Die Lösung befindet sich zwischen uns

Frage aus Japan: Wie soll unsere innere Arbeit in den Notsituationen aussehen? Während ich den Unterricht schaue, hören die Erschütterungen nicht auf.

Meine Antwort: In diesen Tagen müssen wir uns noch stärker auf die Einheit konzentrieren und zuversichtlich sein, dass wir gerade durch innere Anstrengungen solche Katastrophen in der Welt verhindern können – sowohl in Japan als auch in allen Regionen, in denen die Menschen im Moment leiden.

Warum leiden sie? Warum schreiten sie nicht auf dem richtigen Weg der Korrektur entgegen? Warum erwachen sie nicht und gehen nicht auf die Straßen mit der Forderung: „Maschiach (Messias) jetzt!“? Mit anderen Worten: warum verlangen sie nicht nach der Korrektur, nach den Veränderungen, nach einem neuen Zustand?

Warum rufen sie stattdessen zum Regierungswechsel auf? Wie wird das ihnen helfen? Es wird keinem davon besser gehen, selbst wenn der libysche Diktator zurücktritt. Den entstandenen Bruch wird der islamistische Radikalismus oder etwas anderes füllen, doch es wird lediglich ein blinder psychologischer Ersatz sein. In Wirklichkeit wird es den Menschen nicht besser gehen. Das ist der Weg der Leiden.

In letzter Zeit rüstet sich die Welt rapide auf. Wir nehmen den eigentlich bereits gestoppten Rüstungswettlauf wieder auf, als wollten wir unsere Kräfte messen. Was für eine Dummheit, sich wie kleine Kinder zu streiten! Doch schau, wie viel Kraft und Ressourcen hineininvestiert werden.

Letztendlich hängt alles von uns ab, von allen unseren Freunden weltweit, die einen Impuls zur Korrektur bekommen haben. Wir selbst müssen uns innerlich verbinden, uns als ein Ganzes wahrnehmen. Dann werden wir in dem Verlangen, die ganze Welt zu vereinen, auch den anderen helfen, sich anzunähern. Denn sie sind unser passiver Teil, sie sind nicht in der Lage, sich durch eigene Kräfte anzunähern, solange wir ihnen nicht die Gelegenheit bieten, sich mit uns zu verbinden.

Wenn der Mensch erweckt wurde und den Punkt im Herzen bekommen hat, kommt er zu uns und schließt sich all denjenigen an, die die Entwicklung vorantreiben und beschleunigen, indem sie die Geschwindigkeit ihrer Arbeit der Geschwindigkeit der Erscheinung von neuen Reshimot anpassen. Dann werden uns keine Kräfte, keine Tsunamis, keine Revolutionen, keine Kriege usw. auf negative Weise zum Vorankommen zwingen.

Alles hängt von unseren Anstrengungen ab, davon, in welchem Maße wir an der Vereinigung arbeiten. Es gibt keine anderen Lösungen für die Welt.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Das Umweltproblem und der Weg zu dessen Lösung“, 13.03.2011

Wo geht es hin, wenn der Weg zu Ende ist?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ereignen sich in letzter Zeit so viele schwere Naturkatastrophen wie jetzt der schreckliche Waldbrand im Karmel-Gebirge in Haifa?

Meine Antwort: Die allgemeine Tendenz der Natur geht in die Richtung, dass Naturkatastrophen leider bereits zum gewohnten Bild überall auf der Welt geworden sind. Und je weiter wir uns entwickeln, desto häufiger hören wir davon.

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt es folgendermaßen: Der Schöpfer treibt uns ständig, von Anfang bis zum Ende der Schöpfung, geradeaus in eine Richtung – und Er wird nicht davon zurückweichen. Das heißt, es existiert eine sehr einfache Formel: die Natur verstärkt immer mehr ihre Einwirkung auf uns und zwingt uns dadurch zu wachsen.

Während der gesamten früheren Entwicklung sind wir durch das auf uns einwirkende Licht, die höhere Kraft, die Natur, den Schöpfer gewachsen, und zwar so, dass unser egoistisches Verlangen sich ständig vergrößert hat. Das nannte sich die Entwicklung der menschlichen Zivilisation, die über Zehntausende von Jahren dauerte.

Die Entwicklung unterlag einer einfachen Formel: Der Egoismus ist von Generation zu Generation und im Laufe des menschlichen Lebens gewachsen, und wir haben ihn direkt realisiert und alles erreicht, was wir wollten, dafür haben wir alle erdenklichen Mitteln entwickelt. Deshalb gab es kein Problem, man musste nur alles, was um uns herum existiert – die menschliche Gesellschaft und natürliche Ressourcen -, richtig benutzen, um sich zu erfüllen.

Doch das Ende des 20. Jahrhunderts (die Zeit, von der die Kabbalisten von alters her erzählt haben) war nicht nur das Ende des Jahrtausends, sondern auch das Ende des früheren Paradigmas, dieses ganzen Entwicklungsprinzips, nach dem wir in unserem Egoismus gewachsen sind, mit der einzigen Hoffnung, ihn immer mehr zu erfüllen.

Es ist an der Zeit, die Bilanz zu ziehen und zu begreifen, dass es so nicht weiter geht. Es erlaubt uns nicht mehr, uns weiterzuentwickeln, und erfüllt uns nicht mehr. Es ist zu einer im Kreis verlaufenden Hetzjagd nach einem künstlichen Hasen geworden, und wir wollen nicht mehr daran teilnehmen.

Wir können uns nicht endlos so weiter entwickeln, die ganze Entwicklung verläuft nach vier Stadien 1-2-3-4 (Alef-Bet-Gimel-Dalet), und nun sind wir am vierten Stadium angelangt und die erste Entwicklungsetappe vollständig abgeschlossen. Die Kabbalisten haben bereits im Voraus ausgerechnet, wann es geschehen wird, und das Datum genannt – 1995.

Allmählich beginnen wir eine Krise auf allen Gebieten zu durchleben: in der Familie, in der Erziehung, in der Kultur, in der Industrie, in den zwischenstaatlichen Beziehungen, und das wichtigste Problem ist das Umweltproblem.

Wegen des Ungleichgewichts, welches wir durch unsere unkorrekten Beziehungen untereinander erzeugen, stören wir, indem wir unsere Herangehensweise an die Entwicklung nicht ändern, sehr stark das allgemeine Gleichgewicht der Natur. Wir bringen das Ungleichgewicht der menschlichen Beziehungen in die gesamte Natur mit hinein.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit des Willens“ vom 03.12.2010

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Am Anfang schuf Gott die Gemeinschaft!

Nachricht und Kommentar: Aus der Geschichte über die Erschaffung von Adam wissen wir, dass zuerst seine Erschaffung und erst dann seine Trennung und Fortpflanzung folgten.

Eine stabile Existenz der Biospäre sei nur unter der Bedingung möglich, dass Biogeochemische Zyklen ein geschlossenes System darstellen, sonst würden die Lebewesen ihre Ressourcen schnell erschöpfen und sich mit Produkten eigener Stoffwechsel vergiften, so die Biologen. Aber die Abgeschlossenheit von Zyklen ist nur durch Gemeinschaften möglich, die aus verschiedenen Arten von Mikroorganismen, die sich die biogeochemischen Funktionen untereinander geteilt haben, bestehen.

Die einen füllen die Umgebung mit Produkten eigener Stoffwechsel, indem sie die Ressourcen der Umgebung verarbeiten. Die anderen benutzen diese Produkte, indem sie die ursprünglichen Ressourcen als eigene Abfälle an die äußere Umgebung zurückgeben. Ein Organismus, der dazu in der Lage ist, alleine einen solchen Zyklus abzuschließen, ist genauso unwahrscheinlich wie ein Perpetuum Mobile.

Für das Stadium des chemischen Vorlebens ist es noch offensichtlicher. Keine separate organische Moleküle kann sich stabil reproduzieren und eine Homöostase in ihrer Umwelt aufrechterhalten.

Das können nur komplexe Systeme schaffen, die aus einer großen Anzahl von verschiedenen Molekülen, deren gemeinsames Leben für beide Seiten Vorteile bietet (Symbiose), bestehen. Deshalb ist es offensichtlich, dass die erste Art der Lebenwesen, keine einheitliche Art der Mikroorganismen war, sondern eine polymorphe  Gemeinschaft, in welcher ein aktiver Austausch von Genmaterial zwischen Organismen stattfand.  Die Vielfaltigkeit, die Symbiose, Trennung von Funktionen und der Informationsaustausch sind die ursprünglichen Eigenschaften des irdischen Lebens, und haben sich nicht aus einer einzigen Moleküle entwickelt.

Heute ist es durchaus wahrscheinlich,  dass am Anfang der Entwicklung von Leben eine Gemeinschaft auf der Erde existierte und nicht nur eine einzige Art von Mikroorganismen.

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Die Vorgänge in der Natur sind eine Folge des menschlichen Egoismus

Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie sich der menschliche Egoismus in der Natur zeigt:

Frage: Rav Laitman, wenn ich es richtig verstehe, dann verhält sich die Natur gemäß bestimmter Gesetze. Zum Beispiel nur das Notwendige zu nehmen und zu verbrauchen und nicht mehr. Ein Freund erzählte mir aber, dass ein Rudel Wölfe bei einem Überfall über 40 Schafe und Lämmer tötete und dann flüchtete, ohne ein einziges der getöteten Schafe zu nutzen. Wenn das Gesetz der Natur auch für die unbelebte, belebte und pflanzliche Welt gilt – was verursacht diese Verirrung?

Meine Antwort: Raubtiere zeigen dieses Verhalten, weil sie vom Niedergang der Menschheit beeinflusst sind. Die ganze Welt steigt und fällt mit dem Menschen.

Frage: Wenn die Natur intelligent ist und wir ihr ähnlich sein sollten, indem wir aufhören zu konkurrieren und stattdessen zusammen arbeiten, wieso konkurrieren die Tiere um Futter und ums Überleben, wieso konkurrieren Pflanzen um Sonne oder andere natürliche Ressourcen? Hat die Kabbala mit der Evolutionstheorie gemeinsame Berührungspunkte?

Meine Antwort: Das ist eine Folge des menschlichen Egoismus, wie es in der Bibel geschrieben steht.

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