Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Reshimo'

Warum wollen wir Eltern sein?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum möchte der Höhere dem Niedrigeren geben, wenn er sich im Zustand von Chafez Chessed befindet, also nichts für sich selbst möchte?

Meine Antwort: Es ist nicht so, dass der Höhere dem Niedrigeren geben möchte, sondern die Reshimot (Informations-Gene) des Niedrigeren erwecken den Höheren. Auch in unserer Welt zeugen wir keine Kinder, weil wir aus eigenem Antrieb Eltern werden wollen. Vielmehr erwecken die Reshimot jener, die geboren werden müssen, unser Verlangen Eltern zu werden. Mithilfe eines Reshimo erweckt eine zukünftige Person, die von dir geboren werden soll, in dir den Gedanken, sie auf die Welt bringen zu wollen.

Der Mangel an Verlangen manifestiert sich als Mangel an Erfüllung

Das Kli (Gefäß) ist ein Abdruck des Lichtes im Verlangen. Es ist der Versuch des Gefäßes, einen besonderen Zustand zu erreichen, um Erfüllung zu erlangen. Wenn ich nach einer speziellen Form von Erfüllung suche, dann bedeutet dies, dass mein Verlangen bereits die „Form“ und Eigenschaft dessen erreicht hat, wonach ich mich sehne.

Dieses Licht ist bereits in mir vorhanden, aber es existiert in der Form eines Informationsträgers (Reshimo), in Form von Leere, einem hohlen Gebilde. Ich empfinde dies weder als Erfüllung noch als Freude.

In der Spiritualität sind diese Zustände nebeneinander. Das Gleiche gilt für die materielle Welt: Wenn ich etwas möchte und ich es sehen und fühlen kann, was muss ich sonst noch machen, um es zu bekommen? Ich muss mir Mühe geben!

In anderen Worten, ich muss meinem bereits bestehenden Verlangen eine neue Wendung geben, um möglich zu machen, das große Licht, welches wir als Erfüllung bezeichnen, innerhalb des kleinen Lichtes, „Reshimo“ genannt, zu offenbaren. Die Größe des Lichtes hängt von der Größe des Verlangens ab.

Ich fühle einen Mangel an Erfüllung, weil das Licht bereits existiert und auf mich aus einer Entfernung her scheint, mein Reshimo erweckt und mich zwingt, zu ihm zu streben. Der Unterschied zwischen Reshimo und Füllung ist nur abhängig von meinem Verlangen, da das Licht ewig und dauerhaft ist. Reshimo ist das Licht in mir, welches sich noch nicht in meinen Verlangen manifestiert hat.

Ich muss meine Anstrengungen erhöhen, um die Intensität meiner Verlangen zu vergrößern und die Fülle, die bereits in mir existiert, zu enthüllen. Aufgrund der geringen Intensität meiner Verlangen nehme ich sie als Reshimo war, als Mangel an Erfüllung.

Ich lebe in einem Ozean aus ewigem, konstantem und endlosem Licht, aber ich kann das nicht fühlen, da ich weder einen Kontakt dazu noch gemeinsame Eigenschaften damit habe. Wenn auch nur das kleinste Verlangen nach dem Licht in mir entsteht, beginne ich das Licht zu fühlen.

Auf der einen Seite bestätigt das geringste Gefühl mir, dass das Licht existiert, und auf der anderen Seite bedauere ich es, dass ich es nicht in vollem Ausmaß wahrnehmen kann. Das Bedauern, das ich als Resultat davon fühle, weil ich das Licht nicht in vollem Umfang wahrnehme, wird „Chissaron“ (Mangel an Erfüllung) genannt und drängt mich dazu, noch stärker das Licht erreichen zu wollen.

Wenn ich beginne, meinen Grad an Anstrengungen zu erhöhen, wird das Licht, welches ich in meinem schwächeren Verlangen als Reshimo verspürt habe, sich in Fülle verwandeln. Das Licht ist unveränderbar, aber wenn mein Verlangen wächst, wird das, wonach ich mich sehne, Wirklichkeit.

Ich befinde mich immer in einem Ozean aus Licht und der ganze Unterschied liegt darin, ob ich mich selbst darin in einem kleineren oder größeren Ausmaß erkenne.

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Alles geschieht gemäß unseren Reshimot (den spirituellen Genen)

In der physischen Welt weiß eine Mutter, wann ihr Baby gefüttert werden muss. Was unseren spirituellen Aufstieg betrifft, so muss ein Baby (ein Mensch, der sich in der Anfangsphase der Entwicklung eines Kabbalisten befindet) die Mutter selbst um Essen bitten. Er muss wissen, wie man sich an die Höhere Stufe wendet, damit diese ihn zu sich hochhebt und ihn mit Licht füllt.

Alles passiert gemäß dem Verlangen des Niederen (des Menschen), um dem Höheren (dem Schöpfer) gleich zu werden. In der spirituellen Welt finden alle Handlungen entweder gemäß den Reshimot (Informationsdaten, die unseren Zustand bestimmen) statt, welche ohne unsere Wahl in uns verwirklicht werden, oder indem wir unsere Verlangen nach Korrektur den Reshimot hinzufügen. D.h. wir können unsere eigenen Gebete oder Bitten nach Korrektur hinzufügen.

Wir dürfen nicht künstlich darum bitten. Das würde nichts nützen. Wenn unser Wunsch reif ist, dann wird er den Einfluss des Lichtes nach Korrektur anfordern.

Der Höhere Parzuf (der Schöpfer) befindet sich in einem Zustand absoluter Ruhe und ändert sich nie. Nur unsere inneren Reshimot (Aufzeichnungen unseres Zustandes) machen Veränderungen durch. Deswegen meinen wir, dass wir uns in einer sich verändernden Welt befinden, doch in Wirklichkeit ändert sie sich in uns, bezogen auf einen sich unverändernden Hintergrund – dem Weißen Licht, dem Schöpfer.

Reshimot, die ohne unsere Teilnahme in uns erwachen, entwickeln uns nicht in die spirituelle Welt. Wir treten einfach auf der Stelle, bis wiederholtes Leiden uns schlauer macht und uns zwingt, nach spiritueller Entwicklung zu suchen. Unsere Probleme werden von Reshimot verursacht, die sich naürlich entfalten.

Wenn man jedoch einer Gesellschaft beitritt, die sich um spirituelle Entwicklung kümmert, wird man von dort Reshimot empfangen, die aus der Verbindung mit anderen Seelen herstammen. Man wird Reshimot durch eigene Bemühungen erhalten, und dies sind die Reshimot, die man korrigieren muss, um die Höhere Welt zu enthüllen. Wie macht man das? Indem wir sie durch unser Gebet nach Korrektur erheben.

 

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Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Zivilisation

Unsere Zivilisation hat viele Wechsel von einer gesellschaftlich- kulturellen Struktur in eine andere durchgemacht, aber alle diese Wechsel fanden auf der tierischen Stufe statt, der Stufe des menschlichen Egoismus. Daher veränderten sich die Strukturen immer in geringem Maße, doch nie auf einem Weg der Umkehrung, weil sie alle auf dem Egoismus basierten, wo es das Ziel der Menschen war „das Meiste zu bekommen“. Und weil ein Mensch immer „das Meiste bekommt“ – auf Kosten anderer – wurden alle unsere Institutionen mit dem Hauptzweck gegründet, die Menschen davor zurückzuhalten, einander zu vernichten.

Letztendlich werden sich diese Institutionen auf natürlichem Wege ins Gegenteil umwandeln, denn die Menschen werden sich innerlich verändern. Einmal umgewandelt, werden uns diese Institutionen in einer Weise unterstützen, die es uns ermöglicht, einander zu ergänzen, einander zu geben, zu lieben und zu erfüllen.

Jedoch keine dieser Veränderungen wird „von oben“ erfolgen – durch die Behörden und Obrigkeiten – sondern sie werden stattfinden, weil jeder Einzelne eine innere Umwandlung durchmachen wird. Von unten nach oben werden neue Beziehungen zueinander entstehen, genauso wie sich unsere Zivilisation entwickelt hat. Das wird in Übereinstimmung mit strikten Naturgesetzen geschehen, begleitet durch die Entwicklung von Informationsdaten oder Informationsgenen – den Reshimot.

Die Wissenschaft der Kabbala sagt, dass wir auf die eine oder andere Weise den Endzustand erreichen werden. Sie sagt: „Du wirst einen Zustand erreichen, in dem du in Einklang mit der Natur und dem Schöpfer gleich sein wirst. Allerdings kann dein Weg dorthin gut und schnell sein oder du wirst durch Leiden und Schicksalsschläge dorthin gebracht.“

Das ist dasselbe wie die Behandlung, die ein Kind erfährt: Wenn es klug ist, versteht es, was von ihm erwartet wird und erkennt, dass es keinen anderen Weg gibt, ein Mensch zu werden und zu lernen. Dann bringt es seine eigenen Bemühungen ein, um dorthin zu gelangen. Doch wenn es die Notwendigkeit sich zu ändern nicht anerkennt, wird es in Form von „Schlägen“ dazu gezwungen. Auf die eine oder andere Art muss es sich ändern. Daher ist die gegenwärtige Krise der Weg der Natur, uns voranzutreiben, um uns zu entwickeln und Menschen zu werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Baal HaSulam beschreibt das Gesetz der Einzigkeit
Blog-post: Der Zweck unserer Abhängigkeit und Entfremdung
Blog-post: Kabbala über Evolution
Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns

Nutze das Licht, um deinen Weg schnell und angenehm zu gestalten

Die Informations-Gene (Reshimot) verändern sich in uns in einer unendlichen Geschwindigkeit, während wir sprechen. Dennoch scheint es uns, als ob sich nichts ändert, weil es so viele davon gibt, die alle in der Form einer Kette entwirrt werden müssen. Dennoch führen diese inneren Veränderungen zu äußeren Veränderungen, wie Zahlen bei einem Zählwerk, wo Milliarden von Aktionen im Innern ausgeführt werden müssen. Geben Sie ihnen Zeit zu erscheinen!

Es steht geschrieben, “ Diejenigen, die den Schöpfer suchen, beschleunigen die Zeit.“ Unsere ganze Teilnahme an der Schöpfung reduziert sich darauf, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Schließlich befinden wir uns auf der niedrigsten Stufe in dieser Welt, aber haben alle Informationen beim Abstieg von oben erhalten. Wir sind nun dazu verpflichtet, über denselben Pfad wieder aufzusteigen, von unten nach oben.

Der Weg bleibt derselbe; das einzige was wir tun können ist, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Wir beschleunigen dabei den Weg, machen ihn erstrebenswert und angenehm.

Das macht den ganzen Unterschied zwischen dem Weg des Leidens, wo wir gegen unseren Willen fortschreiten, und dem Weg des Lichts, wo wir es nach unserem eigenen Verlangen tun. Der Weg des Leidens ist lang und wird durch die Einwirkung der Kräfte der Natur geschehen, die uns mit Schlägen vor sich hertreibt. Wir werden wie Maultiere angetrieben, die an einem Ort stehen bleiben und sich weigern, weiter zu gehen. Dies ist der natürliche Weg der Entwicklung.

Der zweite Pfad besteht darin, dass man sich wünscht, selber voran zu kommen und nach Wegen suchen, es zu tun. Auf diese Weise verkürzt man seinen Weg, und macht ihn kurz und angenehm. (aus dem täglichen Kabbala Unterricht über Shamati 13)

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Der Punkt im Herzen ist ein echtes Wunder


Der Punkt im Herzen ist ein sehr besonderes Reshimo, das wir empfangen und es ist ein echtes Wunder. Mit seiner Hilfe kannst du dich selbst vom Verlangen, Genuss zu empfangen, trennen, kannst aus ihm herauskommen, dich selbst vom ihm wegreißen und dann von außerhalb untersuchen, analysieren und kontrollieren.

Du kannst es dann von außen untersuchen und genau erkennen, was der Schöpfer erschaffen hat. Die Fähigkeit zu erkennen wird „Glaube über dem Verstand“ genannt. Das zu untersuchen, bedeutet, den Verstand zu untersuchen, der innerhalb der Schöpfungsmaterie wirkt.

Um dies zu tun, musst du außerhalb des Verlangens sein, darüber und mit dem Höheren Verstand, der auf es einwirkt, übereinstimmen.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes über den Artikel „Der handelnde Verstand“)

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Durch die Kabbala ist es möglich, mit Verständnis und Liebe zu leiden


Fragen, die ich über den Einfluss des Lichtes und die Schwierigkeiten während des Kabbalastudiums erhielt:

Frage: Ist es möglich, dass das Licht uns sogar beeinflusst, wenn wir nichts über die Kabbala wissen, uns aber davon angezogen fühlen? Vielleicht erwachen unterbewusst in uns vorherige Lebenszyklen, in denen wir uns intensiv mit der Kabbala beschäftigt haben, und bringen uns dazu, nach der Kabbala zu suchen?

Meine Antwort: Das Erwachen eines Menschen, um Kabbala zu studieren, ist die Folge des Reshimo, das in ihm erscheint. Vielleicht ist es das erste Mal für ihn oder möglicherweise eine Fortführung in diesem Leben von dem, was vorher begann. Die Abfolge der Reshimot enthüllt sich eine nach der anderen und führt uns zur Kabbala, selbst wenn wir noch gar nichts davon wissen.

Frage: Würden die Schwierigkeiten, die wir während unseres Kabbalastudiums erleben, welche kurze Leiden in komprimierter Form sind, auch zu uns kommen, wenn wir keine Kabbala studieren?

Meine Antwort: Mit Sicherheit. Doch wenn wir Kabbala studieren, leiden wir nicht in der Realität, sondern im Verstand und mit Verständnis und Liebe.

Frage: Die Kraft, die auf uns wirkt, welche unserem Verlangen gegeben wurde, um spirituell voranzuschreiten, wird „Licht“ genannt, denn es „erhellt“ die Dunkelheit, d.h. das Unbewusste. Wird es danach bewusst?

Meine Antwort: Ja, in dem Maße, in dem wir ihm gleich werden.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Ein Reshimo ist der vollendete künftige Zustand eines Menschen
Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns
Shamati #3: Das Wesen der spirituellen Erkenntnis

Kabbala, Wissenschaft und Religion über die Erschaffung und Entwicklung des Menschen


Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben geschrieben, dass der Mensch sich aus dem Affen entwickelt hat, weil er ein spirituelles Gen hat. Meinten Sie, dass der Mensch sich physisch aus einem Affen entwickelt hat oder war es ein spiritueller Prozess, der zur Entstehung eines Menschen mit einer Seele führte?

Meine Antwort: Der Mensch hat sich physisch aus dem Affen entwickelt, als in ihm ein neues Reshimo (Gen) erschien. Jedoch in der Spiritualität ist ein „Mensch“ jemand, der begonnen hat, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zu erlangen. Dann wird eine Person zu Adam, was im Hebräischen „dem Schöpfer ähnlich“ bedeutet. Der große Kabbalist ARI schreibt darüber, sowie auch Baal HaSulam in Kapitel 3 von Talmud Esser HaSfirot. Die biblische Schöpfungsgeschichte spricht ebenfalls über die spirituelle Schöpfung der Welten und des Menschen und tatsächlich geht es in der gesamten Tora darum.

Die physische Materie wurde entsprechend der Naturgesetze nach dem Urknall erschaffen. Baal HaSulam schreibt über die geologischen Zeitabschnitte des stufenweisen Abkühlens und Erhitzens der Erde, die jeweils 30.000 Jahre andauerten. Die Kabbala ist eine Wissenschaft – die Physik der Höheren Welt und sie steht in keinem Widerspruch zu anderen Wissenschaften. Andererseits interpretiert Religion die Tora (oder Bibel) wortwörtlich, ohne zu verstehen, dass die Texte der Tora kabbalistisch sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum sind die Affen nicht von den Bäumen heruntergestiegen?
Blog-post: Die Kabbala erklärt die Entstehung der Materie, des Universums und der Menschen
Artikel: Kabbala als eine moderne Wissenschaft
Booklet: Die verborgene Bedeutung der Bibel
Baal Hasulam: Artikel zum Abschluss des Buches Sohar

Der Vatikan akzeptiert Darwins Theorie – die Kabbala tut es nicht

In den Nachrichten (aus Times Online): Der Vatikan hat die Theorie Darwins, dass die Menschen vom Affen abstammen, akzeptiert. Der offizielle Vertreter der Kirche merkte an, dass die Evolutionstheorie dem christlichen Glauben nicht widerspricht. „Tatsächlich meinen wir mit Evolution, dass die Welt von Gott erschaffen wurde“, erklärte Erzbischof Gianfranco Ravasi, Leiter des päpstlichen Kulturrates.

Mein Kommentar: Niemand stammt von irgendetwas anderem als von seinen eigenen Reshimot – Informationsgenen – ab. Die Reshimot wickeln sich auseinander wie eine Kette – von klein nach groß – und bringen alles hervor, was existiert.

Weil wir jedoch die Kette der Reshimot nicht sehen, sehen wir ein Bild, wo die Spezies „eine von der anderen“ abstammen, wobei sie in Wirklichkeit „eine nach der anderen“ entstehen. Kabbalisten haben das schon vor Jahrtausenden erklärt – siehe Teil 3 von Talmud Esser HaSfirot.

Die Welt wurde vom Schöpfer erschaffen und jedes Geschöpf wurde ebenso vom Schöpfer oder der Natur erschaffen. Das einzige Schöpfungsmaterial ist das Verlangen, das sich entwickelt und sich ausdrückt, indem es sich entsprechend seiner Eigenschaften eine äußerliche Erscheinung (eine körperliche Hülle) erschafft. Wir nehmen jedoch nicht die Kräfte des Verlangens wahr und sehen nur die äußerlichen Hüllen. Darum denken wir, dass sie voneinander abstammen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Schöpfung und Evolution
Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns
Blog-post: Kabbala über Evolution
 

Jemand, der seine Waagschale dem Verdienst zuneigt, bewegt die ganze Welt mit


Zwei Fragen, die ich erhalten habe: „Welche Voraussetzungen sind für die eigene geistige Weiterentwicklung notwendig?“

Frage: Ich bin 18 Jahre alt. Ich lebe in Brasilien, weit weg von jeder Gruppe, ich studiere online und mein einziger Kontakt mit der Gruppe besteht über das Internet. Seitdem mein Punkt in meinem Herzen erwacht ist, versuche ich soweit ich kann am richtigen Weg zu bleiben, aber manchmal fühle ich mich allein und unfähig den Kongress zu besuchen oder Teil einer physischen Gruppe zu werden. Was würden Sie mir raten: Ist es ausreichend mich mit anderen über das Internet zu verbinden? Was kann ich noch tun um meine Korrektur zu beschleunigen?

Meine Antwort: Die virtuelle Verbundenheit genügt um voran zu kommen. Sich die Lektionen anzuhören, die virtuelle Verbindung mit der kompletten Weltgruppe der Studenten aufrecht zu erhalten und an der Kabbala Verbreitung mitzuwirken ist die beste Voraussetzung um den Schöpfer zu offenbaren!

Frage: Es kommt mir so vor, als ob einige Menschen unter spirituell nicht förderlichen Voraussetzungen leben (sozial, finanziell, physisch, geistig, usw.), auch wenn sie den Punkt im Herzen haben und Kabbala studieren möchten. Können sie den Machsom trotzdem durchqueren?

Meine Antwort: Wenn ein Mensch das Wissen über eine solche Möglichkeit der spirituellen Weiterentwicklung erhalten hat, bedeutet das, dass der Schöpfer ihm Freiheit des Willens gegeben hat und alles Weitere hängt von der Person ab. Jedes Reshimo, das in einem Menschen auftaucht, enthält alle Daten über sein inneres und äußeres Kli (d. h. über ihn und seine gesamte Umgebungen). Das gibt ihm das Gefühl, dass es zum einen „ihn“ und zum anderen „die Welt“ gibt. Einschließlich all dem, das für seine Weiterentwicklung und seine freie Wahl notwendig ist (und einschließlich der Gruppe, egal ob virtuell oder physisch). Das ist der Grund, warum geschrieben steht: „Ein Mensch soll immer sagen, ‚Die Welt wurde für mich geschaffen‘ (um sein inneres Reshimo in jedem gegebenen Moment zu begreifen). Wenn man die Waagschale dem Verdienst zuneigt, bewegt man die ganze Welt in diese Richtung. Wenn man sie zum Übel zuneigt, bewegt man die ganze Welt zum Übel.“

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie verbinden wir unsere Punkte in den Herzen?